Péter Franke; Copyright Virginia Shue Péter Franke wurde 1941 im damals niederschlesischen Breslau (heute Wroclaw, Polen) geboren, wuchs später im Rheinland auf. Ursprünglich wollte der Mann mit der schönen Bariton-Stimme Opernsänger werden und ließ sich ab 1964 zwei Jahre lang an der renommierten "Folkwang-Schule"1) in Essen entsprechend ausbilden, mit dem Ziel, irgendwann mit seiner Traumrolle, dem Papageno in Mozarts "Zauberflöte"1), auf der Bühne zu stehen. Erst Jahrzehnte später verwirklichte er diesen Traum – 2001 debütierte er am "Opernhaus Lübeck" mit dieser Rolle. Doch zunächst hatte er dem Sprechtheater den Vorzug gegeben, 1969 erhielt er am "Düsseldorfer Schauspielhaus2 ein erstes Engagement. Drei Jahre lang blieb er dem Haus verbunden, 1972 wechselte Franke nach Köln, folgte dann 1974 einem Ruf an das "Schauspiel Frankfurt", wo er bis 1978 viele große Rollen vornehmlich in Stücken der Moderne interpretierte. So glänzte er dort beispielsweise in einer Inszenierung von Luc Bondy mit der Titelrolle in der Uraufführung von Horst Laubes' "Der Dauerklavierspieler" oder gab den Arlequin in der Rokoko-Komödie "Die Unbeständigkeit der Liebe" von Pierre Carlet de Marivaux, ebenfalls von Luc Bondy in Szene gesetzt. Weitere Stationen von Frankes Theaterkarriere wurden das Theater in Bremen (1978 – 1980), das "Deutsche Schauspielhaus" in Hamburg (1980 – 1985), das Berliner "Schillertheater" (1985 – 1988) und das Hamburger "Thalia Theater" (1988 – 1994); danach band er sich nicht mehr fest an ein Haus und arbeitet als freischaffender Schauspieler. 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Im folgenden eine kleine Auswahl wichtiger Rollen bzw. Theaterstücke (Quelle (überwiegend): "Henschel Theaterlexikon"*); Link: Wikipedia): Seit Ende der 1990er Jahre erlebt man den Schauspieler unter anderem in Hamburg an den "Kammerspielen" und am "St. Pauli Theater", er tritt bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen auf und ist ein ständiger Gast beim "Berliner Theatertreffen". Frankes Liebe gilt jedoch neben den großen Bühnen auch den Kneipen- und Kellertheatern, wo er seinem Publikum ganz nah sein kann. An den "Hamburger Kammerspielen" begeisterte er schon im Januar 2002 bei der Uraufführung der Gebrüder-Wolf-Story "Die Jungs mit dem Tüdelband" neben seinem Kollegen Gerhard Garbers1) das Publikum. Das Stück, welches auch in verschiedenen anderen Städten gezeigt wurde, handelt von den jüdischen Gesangshumoristen und Revuestars, den Gebrüdern Wolf1), die in Hamburg ab Anfang der 1910er Jahre als Musiker bekannt wurden, bis zur Machtergreifung der Nazis ein Operettenhaus an der Reeperbahn sowie zwei weitere Theater betrieben und vor allem mit der Revue "Rund um die Alster" Furore machten. Als "Fietje" und "Thetje" sangen die beiden Künstler Gassenhauer der Gebrüder Wolf, natürlich das "Tüdelband" "Mariechen mein Viehchen" oder "Snuten und Poten", welches sich auf ein einstiges Hamburger Traditionsgericht aus Schweinepfoten und Schnauzen mit Sauerkraut bezieht. "Die Jungs mit dem Tüdelband" wurde auch am Hamburger "St. Pauli Theater" erfolgreich aufgeführt, dort war Franke auch – erneut mit Gerhard Garbers – in "Auf der Reeperbahn – die St. Pauli Revue" zu sehen, sowie 2004 neben Ulrich Tukur und Eva Mattes in Brechts "Die Dreigroschenoper"1) mit der Figur des Tiger Brown. Seit der Premiere am 3. April 2005 wurde er als Lenglumé zusammen mit Christ Redl (Mistingue) in "Totaler Filmriss" nach der Komödie "Die Affäre Rue de Lourcine"1) von Eugène Labiche gefeiert → www.st-pauli-theater.dewww.welt.de.
Bis Anfang September 2010 lief auch an der Berliner "Komödie am Kurfürstendamm das Stück "Kleiner Mann was nun?", eine temporeiche Musikrevue über Abstieg und Arbeitslosigkeit eines Angestellten in der Weltwirtschaftskrise nach dem Roman von Hans Fallada1) in einer Bühnenfassung von Gil Mehmert1) und Volker Bürger mit Dominic Oley (Buchhalter Johannes Pinneberg) und Franziska Hackl1) (Verkäuferin Emma, genannt "Lämmchen") in den Hauptrollen. In dieser Co-Produktion mit dem Hamburger "Altonaer Theater" hatte Franke gleich mehrere Rollen bzw. Gesangsparts übernommen, unter anderem erlebte man ihn als herzlosen Unternehmer und als windigen Jachmann → www.komoedie-berlin.de, www.welt.de.
Aktuell war Franke am "St. Pauli Theater" vom 25.12.–31.12.2016 als alter Seemann, der in der Wiederaufnahme der umjubelten Musical-Produktion "Nacht-Tankstelle" von Franz Wittenbrink1) auf einer Bierkiste sitzend von seinem einstigen Schiff singt, zu sehen und zu hören. Bereits bei der Premiere am 1. Dezember 2008 war die Aufführung vom Publikum begeistert aufgenommen worden, ein "Weihnachtsmärchen für Erwachsene, ein hinreißendes Kiez-Krippenspiel" schrieb damals das "Hamburger Abendblatt" → www.st-pauli-theater.de.
Erste Erfahrungen vor der Kamera hatte Franke mit der Nebenrolle des Dr. Heinen in Volker Schlöndorffs Heinrich Böll-Adaption "Die verlorene Ehre der Katharina Blum"1) (1975) gemacht, mit den Jahren wurden die Aufgaben größer und Franke avancierte vor allem durch das Fernsehen zu einem populären Schauspieler, ist inzwischen vom Bildschirm nicht mehr wegzudenken. Auf der Leinwand spielte er seine erste Hauptrolle in Uwe Schraders Satire "Kanakerbraut"1) (1984) neben Brigitte Janner und Gerhard Olschewski, feierte einen großen Erfolg mit der Figur des wortkargen Vaters Seff in Joseph Vilsmaiers Drama "Schlafes Bruder"1) (1995).
Peter Lichtefeld besetzte ihn in seinem preisgekrönten Road-Movie "Zugvögel …Einmal nach Inari"1) (1998), in nachhaltiger Erinnerung bleibt Franke wohl als legendärer Bundestrainer Sepp Herberger in "Das Wunder von Bern"1) (2003), Sönke Wortmanns Kinoerfolg über die Fußball-Weltmeisterschaft 1954. Als Sepp Herberger überzeugt er auf der ganzen Linie, fast scheint es, als spiele ein Zwilling des ehemaligen Bundestrainer in dem Fußballdrama mit. Bei altbekannten Sätzen wie "Der Ball ist rund", "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" oder "Das Spiel dauert 90 Minuten" klingt Peter Franke genau wie das Original und mehr als einmal vergisst man, dass man einen Spielfilm schaut und keine Dokumentation mit Originalaufnahmen.
(Quelle: www.prisma.de)

Péter Franke, Brigitte Janner und Uwe Schrader1)
Das Foto entstand am 16. Januar 1984 nach der
Pressevorführung zum Film "Kanakerbraut". 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Peter Franke, Brigitte Janner und Uwe Schrader; Copyright Virginia Shue
Weitere Arbeiten für die "große Leinwand" waren unter anderem Christian Ziewers Historienfilm "Der Tod des weißen Pferdes"2) (1985), Tom Tykwers mehrfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt "Die Tödliche Maria"3) (1993), Peter Timms Verfilmung seines Kinderromans "Rennschwein Rudi Rüssel"1) (1995), Ottokar Runzes Doku-Drama "Hundert Jahre Brecht"3) (1997) oder die deutsch-niederländische Produktion "Sportman van de Eeuw"3) (2006, Sportsmann des Jahrhunderts) – um nur einiges zu nennen. Auch in Hermine Huntgeburths Kino-Drama "Das Glück ist eine ernste Sache" (2009; auch "Koras Hochzeit") gehörte er neben den Protagonisten Eva Löbau, Christine Schorn, Devid Striesow und Friedrich von Thun zur Besetzung; der Film wurde erstmals am 29. September 2009 beim "Filmfest Hamburg" sowie am 14. August 2013 in der ARD gezeigt → www.tittelbach.tv. Aktuell holten ihn die Jungregisseure Marcel Reimann und Moritz Matzmoor für ihren Debütfilm "Kiel holen" vor die Kino-Kamera, erzählt wird die Geschichte des von Franke dargestellten nordfriesischen, schrulligen Seebärs Broder → malstroemfilm.com.
   
Im Fernsehen gibt Franke immer wieder mürrische Eigenbrötler, kauzige und raubeinige Figuren oder verschrobene Typen mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, gehört inzwischen zu den festen Größen in der Fernsehlandschaft. In zahlreichen populären Krimi-Dauerbrennern wie "Bella Block", "Rosa Roth", "Sperling", "Stubbe – Von Fall zu Fall", "Ein Starkes Team", "Adelheid und ihre Mörder", "Solo für Schwarz" oder "Tatort" war und ist er mit prägnanten, manchmal auch unspektakulären Nebenrollen zu sehen. Ab der zweiten Staffel im Jahre 2007 (Folge 14) agierte er neben dem Protagonisten Rechtsanwalt Ehrenberg alias Dieter Pfaff in der erfolgreichen Serie "Der Dicke"1) und mimte hier den manchmal etwas schlecht gelaunten, stets gut informierten Norbert Merker, der neben Ehrenbergs Kanzlei ein kleines Bistro betreibt; 2008 stieg er nach Folge 26 aus der Serie aus.
In dem sehenswerten Psychodrama "Nichts ist vergessen"1) (2007) zeigt sich der sympathische Schauspieler neben Jörg Schüttauf und Inka Friedrich als der kurz vor der Pensionierung stehende Kommissar Jan Bösche. Regisseur Nils Willbrandt inszenierte hier nach seinem eigenen Drehbuch ein packendes, ambivalentes Drama um das Trauma über den Verlust eines Kindes und den damit verbundenen Strudel aus Furcht, Angst, Ohnmacht, Wut und Verzweiflung. Dabei wird auch der Wunsch des Täters nach Vergebung nicht außen vor gelassen. Die schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten sind überdurchschnittlich … (Quelle: prisma.de)
Peter Franke; Copyright Edmond Frederik In den letzten Jahren spielt Franke auch immer öfter den warmherzigen Großvater, so auch in Hermine Huntgeburths zweiteiligen Literaturverfilmung "Teufelsbraten"1) (2007). Erzählt wird die schmerzliche Emanzipationsgeschichte einer Arbeitertochter im Rheinland der 1950er Jahren nach der Vorlage des Romans "Das verborgene Wort" der Lyrikerin und Schriftstellerin Ulla Hahn. Peter Franke gibt hier großartig den einfühlsam-gütigen Großvater, der das Talent der fantasiebegabten Protagonistin Hildegard, jeweils altersgemäß dargestellt von Nina Siebertz, Charlotte Steinhauer und Anna Fischer, schon früh erkannt hat und die Enkelin nach seinen Möglichkeiten fördert. Ebenfalls als "Opa" ist er neuerdings in der Serienfassung von "Rennschwein Rudi Rüssel" zu sehen, jüngst erlebte man den sympathischen Schauspieler in dem TV-Drama "Hurenkinder"3) (2008) sowie neben Hauptdarsteller Jan-Gregor Kremp in dem ZDF-Krimi "Braams – Kein Mord ohne Leiche"3), der erstmals Ende Juni 2008 auf dem 26. Filmfest in München gezeigt wurde. In der nachdenklich stimmenden, dennoch heiteren Geschichte "Woran dein Herz hängt"3) (EA: 12 06.2009) gab er den netten Herrn Mertens, Nachbar der alleinerziehenden Protagonistin Sandra Lindt (Julia Koschitz), die unter dem Messie-Syndrom leidet, durch ihre Liebe zu dem smarten Rechtsanwalt Siegfried Hübner (Oliver Mommsen) jedoch den Weg zurück in ein "geordnetes" Leben findet.
 
Das Foto, welches bei den Dreharbeiten zu dem TV-Film "Teufelsbraten" entstand,
wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt. 
© Edmond Frederik
In der am Am 23. Oktober 2009 ausgestrahlten Krimi-Episode "Kreuzzug" aus der Reihe "Kommissar Stolberg" auf und beeindruckte mit der Figur des verzweifelten ehemaligen Stolberg-Kollegen Harry Petermann, der an der Polizei vorbei einen neurotischen Serienkiller (Oliver Stokowski) zur Strecke bringen will. Franke spielte unter anderem eine kleinere Rolle in dem vielbeachteten Scientology-Drama "Bis nichts mehr bleibt"3) (2010), in der Komödie "Für kein Geld der Welt"3) (EA: 13.05.2011) mimte er den sympathischen Chauffeur Justus, stand für Matthias Tiefenbachers witzig-melancholische Romanze über eine späte große "Jugendliebe" mit dem Titel "Eine halbe Ewigkeit"3) (EA: 30.03.2012) als liebenswerter "Alt-Rocker" Paul neben den Protagonisten Matthias Habich und Cornelia Froboess vor der Kamera. Abgedreht war die turbulente ARD-Familienkomödie "Ganz der Papa"3) (EA: 13.04.2012) mit Jörg Schüttauf und Julia Richter in den Hauptrollen, Franke war hier als Kneipenbesitzer Willy Brehm zu sehen, der sich für seinen verwitweten Sohn bzw. den alleinerziehenden Vater Alex (Jörg Schüttauf) eine neue liebevolle Frau wünscht. Eine weitere Vaterfigur verkörpert der Schauspieler in dem neuen Kinofilm von André Erkau; die humorigen Geschichte "Arschkalt"3) mit Herbert Knaup als zynischem Ex-Firmeninhaber Rainer Berg ging am 21. Juli 2011 an den Kinostart. Der Streifen "Sohnemänner"4) von Regisseur Ingo Haeb feierte am 30. September 2011 im Rahmen des "Hamburger Filmfestes" seine Premiere. In der witzigen "Drei-Generationen-Komödie" geht es um einen absurden Wettbewerb zwischen dem leichtlebigen Vater Jonny (Péter Franke), genannt Edgar, und dessen Sohn Uwe (Marc Zwinz) hinsichtlich der perfekten Betreuung von Oma Hilde (Renate Delfs). Franke zeigt sich brillant als "ein in die Jahre gekommener Rocker, der immer noch 1a-Liegestützen schafft. Weniger Top ist das Verhältnis zu seinem Sohn Uwe, dem Papa nicht nur körperlich, sondern auch intellektuell über den Kopf gewachsen."5) 
Am 5. April 2012 wurde die ZDF-Doku-Fiktion "Komm schöner Tod"1), mit der das Thema Sterbehilfe in einer alternden Gesellschaft aufgegriffen wird, ausgestrahlt, nicht wie geplant zur Hauptsendezeit, sondern erst ab 22:15 Uhr . Neben Péter Franke als Demenzkranker traten mit Hauptrollen Herbert Knaup, Anna Loos, Leslie Malton und Dietrich Hollinderbäumer in dem von Friedemann Fromm (Regie und Drehbuch), frei nach dem Roman "Die Erlöser AG"1) von Björn Kern, realisierten und kontrovers diskutierten TV-Drama in Erscheinung.
Danach agierte er in der turbulenten Komödie "Schleuderprogramm"1) (EA: 13.09.2012) als verwirrter Vater der gefeierten Sopranistin Ella Herbst (Annette Frier), die in einen Strudel von unvorhergesehenen Ereignissen gerät – in ein "Schleuderprogramm" eben. In der Sitcom bzw. "Pastewka"-Folge1) "Der Hausmeister" (EA: 21.09.2012) mimte er wenig später Pastewkas neuen Nachbarn, den hilfsbereiten Hausmeister Herr Scheuermann. Es folgten 2013 Episodenrollen bei "SOKO Wismar", "Ein Fall für zwei" oder "Mordshunger – Verbrechen und andere Delikatessen", in der turbulenten Dora Heldt-Komödie "Ausgeliebt"1) (EA: 10.02.2013) präsentierte er sich an der Seite von Julia Stinshoff (Christine), Lambert Hamel (Heinz) und Gundi Ellert (Charlotte) als Jost Hummel → www.tittelbach.tv. Eine schöne Rolle war die des Vaters von Hauptdarstellerin Katja Riemann in der von Matthias Steurer inszenierten heiteren Geschichte "Kleine Schiffe"3) (EA: 06.12.2013). Das NDR-Drama "In der Falle"1) (Regie: Nina Grosse) mit Claudia Michelsen, Michael Rotschopf, Bernhard Schütz und Michelle Barthel, in dem Franke einen winzigen Auftritt als Unternehmer Sven Löscher hat, wurde am 04.07.2014 beim "Filmfest München" uraufgeführt und am 11. November 2015 erstmals in der ARD ausgestrahlt → www.presseportal.de, tittelbach.tv. Die Dreharbeiten zur ZDF-Verfilmung des Siegfried-Lenz-Romans "Der Verlust"1) (Regie: Thomas Berger) mit Heino Ferch und Ina Weisse dauerten bis Mitte Oktober 2013, Franke zeigte sich hier ganz kurz mit der Rolle des Walter, Kapitän eines Ausflugsdampfers; Premiere feierte das Drama am 28. September 2014 beim "Filmfest Hamburg", die Ausstrahlung in der ARD erfolgte am 05.10.2015 → tittelbach.tv.
 

Foto mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Christian Kaiser
© Christian Kaiser (www.kaiser-photography.de / kaiser-knick.com)

Foto mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Christian Kaiser; Copyright Christian Kaiser (www.kaiser-photography.de / kaiser-knick.com)
Franke trat in dem "Um Himmels Willen"1)-Weihnachtsspecial "Das Wunder von Fatima"3) (EA: 25.12.2014) auf und spielte die einstige Jugendliebe der wohlhabenden Witwe Sonja Berger (Bibiana Zeller): "Als die alte Dame nach Fatima will, weil sie auf einem Zeitungsfoto ihre Jugendliebe entdeckt hat, fliegt Wöller kurzerhand mit, getreu seinem Credo "Geben und Nehmen, der ewige Kreislauf der Nächstenliebe". Schwester Hanna ist natürlich auch mit von der Partie. (…) Zunächst jedoch muss die untröstliche Sonja damit fertig werden, dass ihr einstiger Schwarm Thomas (Peter Franke) nichts mehr von ihr wissen will. Als sie sich damals für einen anderen entschied, ist er nach Portugal ausgewandert und hat dort eine Familie gegründet. Allerdings redet er schon seit Jahren nicht mehr mit seinem Sohn Paulo (Urs Fabian Winiger), weil er ihm die Schuld am Tod seiner Frau gibt. Dabei braucht ihn Paulo dringender denn je: Sein kleiner Sohn leidet unter chronischer Lungenentzündung und wird ohne teure Therapie sterben." schreibt tittelbach.tv. Es kommt zu einigen Turbulenzen, Sonja gibt nicht auf und will Thomas' Familie helfen. Dadurch geraten auch Schwester Hanna und Wöller von einem Abenteuer ins nächste, werden sogar unfreiwillig zu Verbündeten. Und über all dem schwebt der mystische Zauber von Fatima – und angesichts von Sonjas großem Herzen fragt sich Wöller erneut, ob sie wohl der "Engel von Kaltenthal" ist6)
In dem ARD-Film "Das Gewinnerlos"4) (EA: 01.05.2015) ging es um die ältere Generation, mit dieser Tragikomödie wurde die bisweilen anrührende Geschichte von vier rüstigen Senioren erzählt, die vom Leben noch einiges erwarten, sich neu positionieren und am Ende erfahren, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist: Gemeinsam mit Schwager Heinrich (Péter Franke) hat der ehemalige, verwitwete Brückenbauer Georg Freudenreich (Matthias Habich) im Lotto den Jackpot geknackt, Träume könnten wahr werden, wenn die Quittung des Lottoscheins nicht verschwunden wäre. Der verschrobene, renitente Georg versinkt wieder in seine Tagträume um seine vor Jahren verstorbene Ehefrau Betty (Lisa Kreuzer), doch Heinrich sowie dessen Altersheim-Freunde, die einstige Schauspielerin Sylva (Angela Winkler) und der schwule Ex-Tanzlehrer Edward (Dietrich Mattausch), kommen auf eine glorreiche Idee, lassen ihre Umwelt im Glauben, dass Heinrich und Georg tatsächlich Millionäre sind … Franke verkörperte den nicht nur wegen des Verlusts des Lottoschein-Belegs verzweifelten Heinrich, der sich nun im fortgeschrittenen Alter endlich zu seiner Homosexualität bekennt, ohne jegliches Pathos und bewies einmal mehr, welch herausragender Charakterdarsteller er ist. "Dem großartigen Ensemble um Matthias Habich, Angela Winkler, Peter Franke und Dietrich Mattausch gelingt ein beeindruckender Film, in dem die Figuren auf ebenso humorvolle wie nachdenkliche Weise durch ihre Lebenskrisen zu neuem Selbstbewusstsein finden." schreibt die ARD.
Als alter alkoholkranker Werner Mahlow hatte Franke in dem ARD-Thriller "Schandfleck"4) (EA: 29.10.2015) aus der Reihe "Der Usedom-Krimi" eine Rolle, mit der er nach und nach in das Zentrum des Geschehens bzw. in den Fokus der Ermittlerin Julia Thiel (Lisa Maria Potthoff) rückte. Der querulantische Vater der Kassiererin Rita (Ramona Kunze-Libnow) wird zum Schluss zum tragisch-verzweifelten Rächer seiner des Mordes überführten Tochter. "Peter Frankes Szenen dagegen ziehen ihren großen Reiz aus der Unberechenbarkeit dieses Charakters, in dem Tragik (der Geschichte) und Komik (für den Zuschauer) dicht beieinander liegen. Er leibt und lebt diese Rolle des grantelnden Kauzes, dieses alten Mannes auf dem Fahrrad, den Flachmann in Reichweite und mindestens eine grobe Beleidigung auf den Lippen." schreibt tittelbach.tv. Erneut einen kleinen Auftritt, diesmal als Unternehmer Sven Löscher, absolvierte Franke dann in dem bereits 2014 abgedrehten ARD-Drama "In der Falle"1) (EA: 11.11.2015) → tittelbach.tv. Den sterbenskranken Georg, totgeglaubter Vater des Protagonisten Holger Lenz (Ulrich Tukur), spielte er in der Tragikomödie "Herr Lenz reist in den Frühling"4) (EA: 20.07.2016), ebenfalls eine Mini-Rolle war die des stummen Seilmachers Miro Pupic in dem Krimi "Mörderische Stille"4) (EA: 09.01.2017) mit Jan Josef Liefers als Kriminalhauptkommissar Jan Holzer.
Für den 6. Oktober 2017 war die norddeutsche Komödie "Vadder, Kutter, Sohn"4) mit Axel Prahl als der schlitzohrige Krabbenfischer Knud Lühr und Jonas Nay als dessen "verlorener" Sohn Lenny angekündigt, Franke mimt hier Lührs Kompagnon und Freund, den tüddeligen, wortkargen Addi Bäsecke. In der ARD-Dramödie "Ellas Bay"4) (EA: 13.10.2017) zeigte er sich als Ellas geliebter Großvater Karl.
Abgedreht war die amüsante Geschichte "Schwarzbrot in Thailand"4) (EA: 03.11.2017) mit Veit Stübner und Marie Gruber als Rentner-Ehepaar, die ihre Bäckerei in einem Hamburger Vorort aufgeben, um ihren Lebensabend in Thailand unter Palmen zu genießen. Hier lernen sie auch den demenzkranken, ehemaligen Richter Dr. Burkhard Lobinger (Franke) kennen, der von seiner Tochter in Deutschland nach Thailand "abgeschoben" wurde → www.ndr.de. Weitere aktuelle TV-Arbeiten sind die NDR-Produktion "Das Teufelsmoor" von Regisseurin Brigitte Maria Bertele, der norddeutsche Western mit jeder Menge schwarzem Humor und dem Titel "13 Uhr mittags"(→ www.ndr.de) sowie die Komödie "Hausbau mit Hindernissen" (→ www.presseportal.de).
Péter Franke 2016 im "Studio Lichtwerk"; Urheber: Udo Grimberg; Wikipedia-Benutzer Chester100);  Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE; Quelle:  Wikimedia Commons Neben seiner umfangreichen Arbeit für Theater und Film hält Péter Franke Leseabende ab, tritt mit Liederabenden in kleinerem Ambiente auf und arbeitet für ambitionierte Audio-Produktionen. So ist er beispielsweise mit seiner unverwechselbaren, sonoren Stimme als Sprecher in dem Thriller "Der talentierte Mr. Ripley" von Patricia Highsmith oder in dem Klassiker "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm zu hören. "Ein großes Lob für Peter Franke. Er liest die Novelle so, dass die handelnden Personen psychologisch nachvollziehbar werden – bei gleichzeitiger Wahrung des unheimlichen Charakters der Ereignisse." heißt es in einer Rezension zu dem Hörbuch "Der Schimmelreiter" bei www.hoerbuch-kritiken.de. Eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen mit Péter Franke findet man hier am Ende dieser Seite.
 
Der Künstler hat seit Jahrzehnten die Hansestadt Hamburg zu seiner Wahlheimat gemacht und lebt heute im Hamburger Stadtteil Ottensen.
Seit 1987 ist er mit der Schauspielerin und Sängerin Donata Höffer1) verheiratet, mit der er eine gemeinsame Tochter hat.
 

Péter Franke 2016 im "Studio Lichtwerk"
Urheber: Udo Grimberg (Wikipedia-Benutzer Chester100)
 Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE
Quelle:  Wikimedia Commons

Kontakt: www.agentur-regine-schmitz.de
Siehe auch www.prisma.de, Wikipedia, filmportal.de
*) Henschel Theaterlexikon (Hrsg. C. Bernd Sucher; Henschel Verlag, 2010, S. 229)
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) deutsches-filmhaus.de, 3) prisma.de, 4) tittelbach.tv
Quelle: 5) www.swr.de, 6) www.daserste.de
Stand November 2017
    
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database, filmportal.de
(Link: Wikipedia, filmportal.de, deutsches-filmhaus.de, fernsehserien.de, tittelbach.tv, prima.de)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
  
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia)   
  
Péter Franke spricht den Bernhard in "Ferienwohnungen für Vögel" (EA: 17.09.2011); Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR (Presse und Information, Redaktion Bild); Copyright WDR/Sibylle Anneck
Péter Franke spricht den Bernhard in
"Ferienwohnungen für Vögel" (EA: 17.09.2011)
Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR
(Presse und Information, Redaktion Bild) © WDR/Sibylle Anneck
   
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