| Gerhard Bienert |
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Gerhard Bienert wurde am 8. Januar 1898 in Berlin geboren; nach
seinem Abitur diente er ab 1916 zunächst als Leutnant im Dragonerregiment in
Parchim. Nach seiner Entlassung aus der der Armee nahm er ab 1919 Schauspielunterricht bei
Berthold Held an der Schauspielschule des Deutschen Theaters Berlin, wo er auch
schon mit Komparsenrollen auftrat. 1922 gab er im im Großen
Schauspielhaus Berlin sein Bühnendebüt in Schillers
"Die Räuber", spielte in den folgenden Jahren unter anderem
an den Reinhardt-Bühnen sowie am "Dramatischen Theater" und
trat auch bei Erwin Piscator in der Revue "Hoppla, wir leben"
auf. Als sozial engagierter Schauspieler und Mensch gründete
Bienert 1928 zusammen mit Kollegen, darunter seinem jüngeren Bruder Reinhold Bernt,
die "Gruppe junger Schauspieler", die vor allem mit sozialkritischen Stücken
hervortrat. Seit 1923 übernahm Bienert auch Aufgaben für den Film, zunächst waren es mehr Komparsenrollen wie in Fritz Langs "Nibelungen" (1922 1924) oder in Streifen wie "Der Mensch am Wege" (1923). Es folgten Nebenrollen wie als "Schlafbursche" in Phil Jutzi's proletarischem Streifen "Mutter Krausens Fahrt ins Glück" (1929), einem der letzten großen Stummfilme, oder als Schupo in dem legendären Film "Der Blaue Engel" (1930)
Bis in die vierziger Jahre hinein blieb Bienert beim Film ein
vielbeschäftigter Darsteller und spielte vorrangig berlinische Typen,
kleine Gauner wie beispielsweise den "Klempner-Karl" in
"BerlinAlexanderplatz" (1931), selten war er in größeren Parts
zu sehen. So mimte er etwa in "Der Bettelstudent" (1936)
einen Tierbudenbesitzer, einen Gefängnis-Wachhabenden in "Pour le Mérite" (1938),
einen Hafenbeamten in "Das Lied der Wüste" (1939) oder den Kriminalkommissar Dr. Dittmann
in "Alarm" (1941). Bemerkenswert
war 1979 seine Rolle in der Adaption der Peter Stein-Inszenierung des Botho-Strauß-Stückes
"Groß und klein" als TV-Film; zu Bienerts letzten Arbeiten
zählen die Fernsehspiele "Was soll bloß aus dir werden" (1984)
und "Einzug ins Paradies" (1987). 1989 veröffentlichte Dieter Reimer nach Tonbandprotokollen die Biografie "Gerhard Bienert Ein Leben in tausend Rollen". |
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Siehe auch wikipedia.org,
www.defa-sternstunden.de,
www.cyranos.ch Filmografie bei der german.imdb.com |
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