Vanessa Redgrave wurde am 30. Januar 1937 als Tochter des Schauspieler-Ehepaars Rachel Kempson1) (1910 – 2003) und Sir Michael Redgrave2) (1908 – 1985) in London, Großbritannien, geboren und wuchs somit in der Welt des Theaters auf. Schon früh stand für das junge Mädchen fest, dass sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten wollte. Nach einer achtjährigen Ausbildung beim Ballet Rambert, besuchte sie bis 1958 die "Central School of Music and Drama" in London, sprach später bei Sir Laurence Oliver vor und gab ihr Theaterdebüt neben ihrem Vater in dem Stück "A Touch Of The Sun" in London. Ebenfalls an der Seite ihres Vaters erschien sie im gleichen Jahr in dem Krankenhausdrama "Behind the Mask" auf der Leinwand, ein zunächst einmaliger Ausflug ins Filmgeschäft.
1961 wurde sie Mitglied der "Royal Shakespeare Company"; dort erwarb sie sich in kurzer Zeit den Ruf eines der hervorragendsten Talente ihrer Generation zu sein und riss die Kritiker zu Lobeshymnen hin. Aber Vanessa Redgrave widmete sich nicht allein dem Theater. Obwohl sie nicht immer in bedeutenden Filmen zu sehen war, wurde die zerbrechlich wirkende und sensible Schönheit zu einer der begehrtesten Filmdarstellerinnen der späten 1960er und frühen 70er Jahre.
 

Foto: Vanessa Redgrave auf der Berlinale 2011
anlässlich der Pressekonferenz zu dem Film "Coriolanus"
Urheber: Thore Siebrands (Siebbi)
Quelle: (cropped version) von www.ipernity.com bzw. Wikimedia Commons/Wikipedia
Lizenz CC-BY-SA 3.0

Vanessa Redgrave auf der Berlinale 2011 anlässlich der Pressekonferenz zu dem Film "Coriolanus"; Urheber: Thore Siebrands (Siebbi); Quelle: (cropped version) von www.ipernity.com bzw. Wikimedia Commons/Wikipedia; Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Ab 1965 stand sie regelmäßig vor der Kamera und einen beachtlichen Erfolg hatte sie im gleichen Jahr mit ihrer ersten größeren Filmrolle als Marxisten-Gattin Leonie Delt in Karel Reisz' turbulenter Polit-Komödie "Morgan! A Suitable Case for Treatment", die ihr auch eine Oscar-Nominierung einbrachte. 1966 erregte sie als verführerisches Model und kühle Gegenspielerin von David Hemmings in Michelangelo Antonionis "Blow-Up"1) weltweites Aufsehen. Sie spielte nur eine kleine Rolle in dem Thriller, eingebettet in das London der Swinging Sixties, aber sie verkörperte die Schlüsselfigur.
Ihre Interpretationen der Anna Boleyn in Fred Zinnemanns Thomas More-Biografie "Ein Mann zu jeder Jahreszeit"1) (1966, A Man for All Seasons), der jungen Nina in Sidney Lumets Tschechow-Adaption "Die Möwe"3) (1968, The Sea Gull), der exzentrischen Tänzerin Isadora Duncan in Karel Reisz' gleichnamigen Film "Isadora" (1969) oder der "Maria Stuart, Königin von Schottland"1) (1971, Mary, Queen of Scots) von Regisseur Charles Jarrott lieferten den Beweis dafür, dass sie "zu den Schauspielerinnen zählt, die dich auf ihren Flügeln forttragen", wie es Jane Fonda einmal neidlos formulierte. Ihre Leistung in Fred Zinnemanns "Julia"1) brachte der Redgrave 1977 einen Oscar als beste Nebendarstellerin ein. Hier stellte sie die jüdische Freundin der amerikanischen Schriftstellerin Lillian Hellman (1905 – 1987) dar (im Film gespielt von Jane Fonda), die zu den erbitterten Kämpferinnen gegen die Nazis gehörte. Trotz ihrer großen Kinoerfolge gab Vanessa Redgrave jedoch im Laufe ihrer Karriere stets dem Theater den Vorzug.
 
Der Star spielte im Laufe ihrer Karriere die unterschiedlichsten Charaktere, aber immer auf allerhöchstem Niveau und bei der Auswahl ihrer Film- und TV-Rollen blieb sie immer experimentierfreudig. So wirkte sie 1967 in dem Musical "Camelot" oder 1971 in dem blutrünstigen Melodram "Die Teufel"1) (The Devils) mit, drehte spektakuläre Fernsehfilme wie 1980 mit Regisseur Daniel Mann, der die Autobiografie von Fania Fénelon "The Musicians of Auschwitz" mit "Spiel um Zeit" (Playing for Time) in Szene gesetzt hatte.
1974 sah man sie in Sidney Lumets hochkarätig besetzten Agatha Christie-Verfilmung "Mord im Orient Express"1) (Murder on the Orient Express), bewunderte 1992 ihren kühlen Charme als Ruth Wilcox  in James Ivorys "Wiedersehen in Howards End"1) (Howards End), eine Rolle, die ihr die sechste und bislang letzte Oscar-Nominierung einbrachte. Man war 1987 begeistert über ihre Schrulligkeit in Stephen Frears' "Prick Up Your Ears – Das stürmische Leben des Joe Orton" oder genoss 1993 ihre britische Distinguiertheit in Bille Augusts preisgekröntem Film "Das Geisterhaus"1) (The House of the Spirits) nach dem gleichnamigen Bestseller von Isabel Allende, wo ihr Kopf so wunderschön durch die Luft segelte. Wiederholt verkörperte die Redgrave auch Figuren an der Grenze zwischen Frau und Mann: so 1986 als transsexueller Tennisstar Renee Richards in dem TV-Film "Second Serve" (Zweiter Aufschlag) oder 1990 als einsame Südstaatlerin in Simon Callows "The Ballad of the Sad Café"3) (Die Ballade vom traurigen Cafe). Sehenswert auch 1994/95 ihre Darstellung als skrupellose Agentin "Max" in Brian De Palmas schrillem Agentenspektakel "Mission Impossible"1) an der Seite von Tom Cruise. Die Rolle war ursprünglich für einen Mann geschrieben, doch De Palma konnte die Schauspielerin davon überzeugen, dass sie dafür genau die Richtige sei.
 
Danach drehte die Redgrave den Science-Fiction-Katastrophen-Thriller "Deep Impact"1) (1998) und das Psycho-Drama "Durchgeknallt"1) (1999, Girl, Interrupted), in dem sie eine Ärztin spielte. Erschütternd war 1994 ihre Darstellung der langsam dahinsiechenden Ehefrau von Maximilian Schell in der aufsehenerregenden Schilderung russisch-jüdischer Emigranten "Little Odessa" (Little Odessa – Eiskalt wie der Tod). Auch als harmoniebedürftige ältere Dame in John Irvins nostalgischem Liebesfilm "Sommer am See"1) (1995, A Month by the Lake) bleibt Vanessa Redgrave in nachhaltiger Erinnerung; hier war sie in einer ganz ungewöhnlichen Rolle zu sehen – als humorvolle, souveräne und durch die Liebesgeschichte doch leicht irritierte Frau. In Jonathan Sangers Psychothriller "Der Tod hinter der Maske"3) (1995, Down Came a Blackbird) gab sie die einfühlsame Psychotherapeutin Anna Lenke, David Greene besetzte sie als couragierte "Mafia-Frau" in dem erfolgreichen TV-Zweiteiler "Bella Mafia"3) (1997), Marleen Gorris mit der Titelrolle in "Mrs. Dalloway"3) (1997) nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Virginia Woolf. In
"Die Klaus und Erika Mann Story"3) (Die Erika und Klaus Mann Story – Escape to Life) aus dem Jahre 2001 ist die Britin leider nur als Erzählerin zu hören.
Zu ihren jüngeren Arbeiten für das Kino zählt neben verschiedenen ambitionierten TV-Spielen unter anderem "The Keeper: The Legend of Omar Khayyam" (2005), der von Kayvan Mashayekh verfilmten Geschichte des großen persischen Mathematikers, Astronomen und Dichters Omar Chayyām1), der im 11. Jahrhundert lebte; weiter zu nennen sind James Ivorys Melodram "
The White Countess"3) (2005) mit Ralph Fiennes und Natasha Richardson, "The Thief Lord"1) (2006, Der Herr der Diebe) nach dem Kinderbuch-Bestseller von Cornelia Funke, der britische Streifen "The Riddle" (2007) von Regisseur Brendan Foley sowie Joe Wrights preisgekröntes Filmdrama "Atonement"3) (2007, Abbitte) nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwan. In dem Generationenfilm über starke Frauen "Evening"1) (2007, Spuren eines Lebens) von Regisseur Lajos Koltai spielt sie "mit bewegender Intensität" (so DIE WELT) die Figur der todkranken Ann Lord, die Ereignisse Revue passieren lässt, die 50 Jahre zuvor stattgefunden haben; der Film kam am 10. Januar 2008 auch in die deutschen Kinos. Danach stand sie für das in Schweden produzierte Drama "Gud, lukt och henne" (2008) vor der Kamera, gerade abgedreht hatte sie den von Adrian Popovici in Szene gesetzten Streifen "Eve", in dem sie die Titelrolle übernommen hat.
Das romantische Drama "Briefe an Julia"1) (2010, Letters to Juliet), in dem Vanessa Redgrave neben der Protagonistin Amanda Seyfried auch mit Ehemann Franco Nero zu sehen ist, ging in Deutschland am 19. August 2010 an den Start. Das von Julian Schnabel in Szene gesetzte berührende Drama "
Miral"3) mit Vanessa Redgrave als Bertha Spafford feierte seine Premiere am 3. September 2010 beim Filmfestival in Venedig, anlässlich des Hamburger Filmfestes 2010 gelangte es zur deutschen Erstaufführung. Schnabel verfilmte einfühlsam den semi-autobiogafischen Roman "La strada dei fiori di Miral" (2004) seiner Lebensgefährtin, der palästinensisch-italienischen Journalistin und Schriftstellerin Rula Jebreal, die auch das Drehbuch geschrieben hat.
Abgedreht sind die Filme "The Whistleblower", "Coriolanus" und "Anonymous". In dem Politdrama "Whistleblower – In gefährlicher Mission"3) spielt sie neben Rachel Weisz, David Strathairn und Monica Bellucci eine der Hauptrollen; Premiere feierte der Film anlässlich des Internationalen Filmfestivals in Toronto (9. – 19.09.2010), als Kinostart in den USA wurde August 2011 genannt. In der Adaption der Shakespeare-Tragödie "Coriolanus"1), inszeniert von Ralph Fiennes (Regiedebüt), der auch die Titelrolle spielt, gibt Vanessa Redgrave die Volumnia, Mutter des römischen Patriziers und Kriegshelden. Eine weiterer Film, in dem der englische Dichter Shakespeare eine Rolle spielt, wurde zwischen März und Juni 2010 komplett in Potsdam-Babelsberg gedreht: Als historischen Thriller inszeniert Hollywood-Regisseur Roland Emmerich "Anonymous"1) und erzählt von Edward de Vere, dem angeblich wahren Autor vieler Werke William Shakespeares. Rhys Ifans zeigt sich in der Rolle des Edward de Vere, dem 17. Earl of Oxford, Vanessa Redgrave schlüpft in das Kostüm von Königin Elisabeth I., Edward Hogg mimt den Robert Cecil, einen Spion der Königin; Kinostart in Deutschland war der 10. November 2011.
Nach der Tragikomödie "Song für Marion"3) (2012, Song for Marion) trat sie in Lee Daniels' starbesetztem Biopic "Der Butler"1) (2013, The Butler), inspiriert durch die wahre Geschichte des Butlers Eugene Allen1), als Annabeth Westfall in Erscheinung, die dem jungen, afroamerikanischen Plantagenarbeiter Cecil Gaines (Michael Rainley Jr.) nach dem Tod der Eltern eine Ausbildung als Hausdiener zukommen lässt, die zur die Grundlage der späteren Karriere des erwachsenen Cecil (Forest Whitaker) im "Weißen Haus" wird; der Streifen feierte am 10. Oktober 2013 seine Deutschlandpremiere. In Bennett Millers Sportlerdrama "Foxcatcher"1) (2014), der wahren Geschichte des von Steven Carell dargestellten Multimillionärs und Ringsport-Sponsors John E. du Pont1) (1938 – 2010), der am 26. Januar 1996 seinen Freund, den Ringer-Olympiasieger David Schultz1) (Mark Ruffalo) im Streit erschoss und für diese Tat zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, verkörperte sie Johns dominant-distinguierte Mutter, Jean du Pont; Kinostart in Deutschland war der 5. Februar 2015.

Zwischen den zahlreichen Kinofilmen lagen immer wieder regelmäßige Auftritte im Fernsehen, auch die deutschen Zuschauer konnten Vanessa Redgrave in der vom britischen Fernsehen produzierten hochkarätig besetzten Neuverfilmung "Die Muschelsucher"3) (Ausstrahlung im ZDF am 25.12.2006) nach dem millionenfach verkauften Bestseller "The Shell Seekers" von Rosamunde Pilcher erleben. Hier spielte sie unter der Regie von Piers Haggard die Witwe Peneople Keeling, die ihr Leben Revue passieren lässt. Ihren Vater, den berühmten Maler Lawrence Sterne, dessen Bild "Die Muschelsucher" eine besondere Bedeutung für Penelope hat, verkörperte kein geringerer als Maximilian Schell.

In die Schlagzeilen geriet die Redgrave wiederholt durch ihr bewegtes Privatleben: 1967 ließ sie sich von dem Regisseur Tony Richardson1) (1928 – 1991) scheiden, als dieser ein Verhältnis mit Jeanne Moreau2) begann. Sie hatte ihn fünf Jahre zuvor geheiratet und die Töchter aus dieser Ehe, Natasha1) (1963 – 2009) und Joely Richardson1) (geb. 1965), waren bzw. sind ebenfalls erfolgreiche Schauspielerinnen. Natasha Richardson hatte am 16. März 2009 im kanadischen Mont Tremblant einen Skiunfall, zwei Tage später erlag die 45-Jährige am 18. März 2009 ihren schweren Kopfverletzungen.
Nach der Scheidung von Richardson hatte Vanessa Redgrave bis 1972 eine Beziehung mit ihrem Partner aus "Camelot", Franco Nero2) – der gemeinsame Sohn Carlo Gabriel wurde 1969 geboren –  und später mit Timothy Dalton, der von 1980 bis 1994 an ihrer Seite war. Die Regenbogenpresse kolportierte auch Affären, die sie angeblich mit Warren Beatty und sogar Fidel Castro gehabt haben soll. Nach mehr als drei Jahrzehnten fand das Paar Redgrave/Nero wieder zusammen, Ende Dezember 2006 heirateten die beiden Künstler.
Nach dem dem tragischen Unfalltod ihrer Tochter Natasha musste Vanessa Redgrave 2010 erneut schwere Schicksalsschläge verkraften: Am 6. April 2010 starb ihr Bruder, der Schauspieler Corin Redgrave1), wenige Wochen später, am 2. Mai 2010, ihre Schwester Lynn Redgrave1), ebenfalls eine namhafte Schauspielerin

Neben dem erwähnten Oscar für ihre Leistung in "Julia" (1977) sowie den Oscar-Nominierungen als "Beste Hauptdarstellerin" in "Morgan: A Suitable Case for Treatment" (1967), "
Isadora"1) (1969), "Mary, Queen of Scots" (1972) und "The Bostonians"1) (1985, Die Damen aus Boston) erhielt die Schauspielerin im Laufe ihrer eindrucksvollen Karriere zahlreiche weitere Auszeichnungen. Zu nennen sind beispielsweise der "Laurence Olivier Award"1) (1984) als "Beste Darstellerin" in einem Theater-Revival für "The Aspern Papers", der "Golden Globe Award"1) (2001) als "Beste Nebendarstellerin – Serie, Miniserie oder Fernsehfilm" für "Women Love Women" oder der "Tony Award"1) (2003) als "Beste Hauptdarstellerin" in einem Theaterstück für "Long Day's Journey Into Night". Am 24. Januar 2008 wurde Vanessa Redgrave bei der 18. Verleihung des Deutschen Entertainment Preises DIVA gemeinsam mit Ehemann Franco Nero in die Diva-Ruhmeshalle "Hall Of Fame" aufgenommen → Übersicht der Auszeichnungen bei Wikipedia.
Vor allem aber durch ihre politischen Aktivitäten erregte die Schauspielerin immer wieder das Interesse der Medien und geriet oftmals ins Kreuzfeuer der Kritik: Auf einem Protestmarsch gegen die Atombombe wurde sie verhaftet; sie führte Demonstrationen gegen die USA und den Vietnam-Krieg an, sympathisierte mit der IRA und unterstützte offen Arafat und die PLO. Wiederholt kandidierte sie – allerdings erfolglos – für das britische Parlament als Kandidatin der trotzkistischen "Worker's Revolutionary Party". Ihr politisches Engagement brachte sie in zahlreichen Reden zum Ausdruck. So nutzte sie auch die Zeremonie der Oscar-Verleihung 1978 für ein politisches Statement. Den Protest jüdischer Gruppen handelte sie sich 1980 mit ihrer Darstellung der KZ-Überlebenden Fania Fenelon in dem Fernsehfilm von Daniel Mann "Playing For Time" ein, für den sie allerdings von den Juroren einen "Emmy" erhielt.

Vanessa Redgrave, die am 30. Januar 2012 ihren 75. Geburtstag feierte, galt und gilt als eine unabhängige, emanzipierte und sich selbst treue Frau mit einer starken Persönlichkeit. Sie entstammt dem bourgeoisen Milieu, brach dort aus und engagierte sich immer wieder sehr stark für Unterprivilegierte jeglicher Couleur und gegen Ungerechtigkeit jeglicher Regierung. "Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich von der Notwendigkeit des Marxismus bis heute absolut überzeugt bin", schreibt sie, die sich "stets als Anti-Stalinistin" betrachtete, in ihrer 1991 erschienen Autobiografie.
Auch an ihrem 66. Geburtstag im Januar 2003 verzichtete die Schauspielerin, die sich seit Jahrzehnten aktiv für die Menschenrechte einsetzt, auf jeglichen Starrummel und kümmert sich statt dessen weiter um wichtigere Dinge. So besuchte sie z. B. im Herbst 2002 den in Kopenhagen inhaftierten Tschetschenen-Sprecher Achmed Sakajew, der 1996 an der Tötung von mindestens 300 Angehörigen der russischen Sicherheitskräfte beteiligt und zudem in die Planung der Geiselnahme im Moskauer Musical-Theater Ende Oktober 2002 verwickelt gewesen sein soll, im Gefängnis und begleitete ihn im Dezember in London vor Gericht. Redgraves Initiative "Internationale Kampagne für Frieden und Menschenrechte in Tschetschenien", die auch von ihrem Bruder Corin Redgrave und einigen prominenten britischen Labour-Politikern unterstützt wird, brachte die Kaution für Sakajew auf. Im November 2003 entschied ein Londoner Bezirksgericht, dass Sakajew vorerst nicht von Großbritannien an Russland ausgeliefert wird. Sie engagierte sich gegen den Irak-Krieg und setzt sich als UNICEF-Botschafterin weltweit für soziale und politische Belange ein, ist eine unermüdliche Verfechterin der Menschenrechte.
"Vanessa Redgrave ist eine große Künstlerin, die sich nicht mit der Welt abfindet, wie sie ist, und sich einmischt. Sie besitzt den Mut zur Provokation und die Freiheit, sich nicht vereinnahmen zu lassen. Ihr Einsatz für UNICEF und für die Kinder in den Krisengebieten der Erde ist beispielhaft", erklärte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. (Quelle: www.unicef.de

Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Siehe auch Wikipedia (u.a. mit einer detaillierten Liste der Auszeichnungen)
sowie Dirk Jasper FilmStarLexikon, www.film-zeit.de
Artikel zum 70. Geburtstag (Januar 2007) bei www.sueddeutsche.de, www.tagesspiegel.de
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser Webpräsenz, 3) prisma.de Stand Juni 2015
   
Filme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, in Klammern: prisma.de)
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