| Fernandel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Fernandel wurde am 8. Mai 1903 als Fernand Joseph Désiré Contandin im
französischen Marseille geboren, wuchs gemeinsam mit seinen Geschwistern Marcel
(geb. 1899), Marguerite
(geb. 1911) und Francis (geb. 1914). auf. Die beiden Brüder
erlangten als Schauspieler ebenfalls Bekanntheitsgrad, Francis Laurent Contandin unter dem Künstlernamen "Fransined" und
Marcel als "Marcel Sined". Gemeinsam mit seinem Vater Denis Contandin († 10.03.1930), einem einfachen Büroangestellten, und seiner Mutter trat Fernand schon als Kind in zahlreichen Amateur-Varietés und an Vaudeville-Bühnen von Marseille auf. Gegen Ende des 1. Weltkrieges wurde der Vater zum Militärdienst eingezogen, der Junge musste seine Schulausbildung abbrechen und mit Gelegenheitsarbeiten sowie kleineren Auftritten in Music-Halls und Kabaretts seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Später war er Arbeiter in einer Seifenfabrik, versuchte sich mit einer Banklehre, die er jedoch mehrmals abbrach. Es zog den jungen Contandin mehr auf "die Bretter, die die Welt bedeuten", ab 1921 trat er als Sänger in Konzertcafés von Marseille in Erscheinung und erlangte in der südfranzösischen Provinz recht schnell regionale Popularität. 1928 ging er nach Paris, wirkte dort unter dem Künstlernamen "Fernandel" auch als Buffo in Pariser Operetteninszenierungen und Revuen. Zum Film kam er 1930 und wurde zunächst in wenig erwähnenswerten Filmen überwiegend mit komischen Rollen besetzt. Erste Aufmerksamkeit erregte Fernandel 1932 als tugendreicher Dorftrottel in der Maupassant-Adaption "Le Rosier de Madame Husson" (Der Tugendjüngling der Madame Husson), größere Erfolge konnte er ab 1934 mit pathetisch-poetischen Auftritten in Marcel-Pagnol-Filmen verzeichnen. Die Streifen "Angèle" (1934), "Le Schpountz" (1938), wo er einen trotteligen Verkäufer aus der Provence mit Ambitionen für das Filmgeschäft mimte, oder "Régain" (1938) ließen ihn bald einem breiten Publikum bekannt werden. Auch die Zusammenarbeit mit Christian-Jaque war für den Mimen mit den charakteristischen Gesichtszügen äußerst fruchbar, zwischen 1936 und 1938 entstanden insgesamt sechs Filme mit Fernandel in der Hauptrolle, von denen die Abenteuerkomödie "Ernest le rebelle"1) (1938) als der Beste angesehen wird. Fernandel verkörperte meist südländisch-kuriose Charaktere aus dem dörflichen Leben und sein unverwechselbar langes Gesicht sowie das beeindruckende Gebiss wurden zum Markenzeichen eines der herausragendsten Komödianten der Filmgeschichte und brachten ihm den liebevollen Spitznamen "der Komiker mit dem Pferdegesicht" ein.
Im Nachkriegsfilm erwies sich Fernandel aber auch als vorzüglicher
Darsteller des ernsteren Fachs, so beispielsweise 1950 in Sacha Guitrys "Tu m'as sauvé
la vie". Weltruhm erlangte der Schauspieler dann 1951 mit der Figur des
schlitzohrig-eigensinnigen
Priesters Don Camillo, der in enger Konsultation mit Christus und ständiger
Auseinandersetzung mit dem kommunistischen Bürgermeister Peppone (Gino Cervi2)) seiner Gemeinde,
einem idyllischen Dörfchen namens Brescello, steht.
Julien Duviviers Verfilmung "Don Camillo und Peppone"1) nach dem Roman von
Giovannino Guareschi1) (1908 1968)
geriet zum Kassnschlager und bereits ein Jahr später wurde die Fortsetzung "Don Camillos
Rückkehr"1)
gedreht,
erneut unter der Regie von Duvivier.
1955 folgte "Die große Schlacht des Don
Camillo"1), 1961 "Hochwürden Don Camillo"1), beide von Carmine Gallone inszeniert. Im
vierten Film war der Dorfpfarrer Don Camillo inzwischen zum ehrenwerten Monsignore
aufgestiegen, sein Gegenspieler Peppone Senator geworden.
In "Genosse Don Camillo"1) (1965),
der von Luigi Comencini gedrehten fünften und letzten Don-Camillo-Geschichte, reisen die beiden Streithähne in die
Sowjetunion; mehr zu den Filmen findet man hier
innerhalb dieser HP.
Aber auch in anderen Filmen bzw. anderen Filmfifuren wusste Fernandel zu überzeugen, etwa als Mönch
in Claude Autant-Laras bitterbösen Satire "L'auberge
rouge"1) (1951, Rote Herberge). Ein schauspielerisches Kabinettstückchen lieferte
der Mime 1953 in
Henri Verneuils "Le mouton à cinq pattes"3) (Der Hammel mit den fünf
Beinen) ab und wurde zum Liebling nicht nur des französischen Publikum: In sechs
Hauptrollen charakterisierte er in diesem Film auf differenzierte Weise einen
Vater und seine fünf Söhne. Ein köstlicher Spaß war auch die
gemeinsam mit Heinz Rühmann gedrehte Komödie "Geld
oder Leben" (1965, La bourse ou la Vie), wo Fernandel einen
schlitzohrigen Kassierer mimte und Rühmann einen verschrobenen Buchhalter, die
für ihren Chef eine illegale Transaktion durchführen sollen. Weniger
gute Kritiken erhielten die Westernkomödie "Dynamite
Jack"1) (1961, Dynamit Jack) und
die Satire "Il giudizio universale" (1961, Das Jüngste Gericht findet nicht statt).
1963 gründet Fenandel gemeinsam mit Jean Gabin2)
(1904 1976) die Produktionsfirma "GAFER"
(= GAbin + FERnandel), ein Jahr später traten die beiden Mimen
gemeinsam in dem Film "L'âge ingrat" (Flegelalter) auf. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) prisma-online.de | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Einige Informationen stammen von der "Don Camillo &
Peppone"-Seite www.doncamillo.homepage.t-online.de Es lohnt sich, dort einmal vorbei zu schauen. Textbausteine des Kurzportrait von www.prisma-online.de; siehe auch Wikipedia |
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