Don Camillo und Peppone / Don Camillos Rückkehr /
Die große Schlacht des Don Camillo / Hochwürden Don Camillo /
Genosse Don Camillo
Die erfolgreichen Verfilmungen "Don Camillo und Peppone" basieren auf den Romanen des italienischen Schriftstellers Giovannino Guareschi1), der am 1. Mai 1908 in Fontanelle di Roccabianca geboren wurde. In seinem modernen Schelmenroman "Don Camillo und Peppone", erstmals erschienen 1948, kritisiert Giovanni Guareschi auf satirisch-heitere Weise Korruption, Konformismus und politischen Extremismus. Die unterhaltsamen, bisweilen sentimentalen Geschichten um den katholischen Pfarrer Don Camillo und seinen Widerpart, den kommunistischen Bürgermeister Peppone, gehören zu den erfolgreichsten Büchern der italienischen Nachkriegsliteratur.
  
Guareschi wuchs in der "Bassa" auf, dem Tiefland zwischen Alpen und dem Apennin. Strenge Erziehung, die urwüchsige, raue Umgebung und die eigensinnige Mentalität der Bewohner prägten seinen Charakter. Mehrere Jahre lebte Guareschi in Le Roncole1) (Emilia-Romagna1)), heute Roncole Verdi und Ortstteil der Gemeinde Brescello1), die später als Kulisse für die "Don Camillo und Peppone"1)-Filme diente. Nach dem Besuch eines Gymnasiums machte er im Juli 1928 sein Abitur, anschließend schrieb er sich für ein Jurastudium an der "Universität Parma"1) ein. Ab 1929 arbeitete er als Redakteur in Parma1), von 1936 bis 1943 war er Chefredakteur der satirischen Zeitschrift "Bertoldo" in Mailand1). Als Leutnant der Reserve während des 2. Weltkriegs zur Armee eingezogen und einem Artilleriebataillon in Alessandria1) zugeteilt, weigerte er sich nach dem Waffenstillstand von Cassibile1) (1943) für die neu gegründete faschistische – und jetzt gänzlich von den Deutschen kontrollierte – Italienische Sozialrepublik1) zu kämpfen. Deshalb saß er bis Kriegsende als "Italienischer Militärinternierter"1) in verschiedenen deutschen Kriegsgefangenenlagern: In Tschenstochau1) (heute: Częstochowa) und Beniaminów im besetzten Polen1) sowie in Wietzendorf1) und im "Stalag X-B"1) in der Nähe von Sandbostel1) in Deutschland. Seine Erlebnisse schilderte er in "Diario clandestino 1943–1945" ("Geheimes Tagesbuch").
Nach Kriegsende kehrte er nach Mailand zurück, wo er die humoristische Wochenzeitschrift "Candido" gründete und bis 1961 leitete. Darin veröffentliche Guareschi ab 1948 zunächst als lose Fortsetzungsserie dann als Roman "Don Camillos kleine Welt" (Mondo Piccolo "Don Camillo"1)) über "Don Camillo und Peppone"1). Der konservative und streng katholische Guareschi sah sich selber eher als Journalist denn als Schriftsteller. Wöchentlich schrieb er einen Leitartikel, einen politischen Kommentar, eine neue "Don-Camillo"-Geschichte und eine "Familienvatergeschichte" (1952, dt. "Enthüllungen eines Familienvaters"), eine andere, weniger bekannte Serie des Autors.
Giovanni Guareschi verbrachte seine letzten Jahre in Cademario1) (Tessin, Schweiz) und starb am 22. Juli 1968 in Cervia1) (Emilia-Romagna1)) im Alter von 60 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes. Die letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof "San Michele" seines langjährigen Wohnortes Le Roncole1) → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia 
Link: 1) Wikipedia
   
Don Camillo und Peppone
Originaltitel: Le petit monde de Don Camillo
Frankreich/Italien; Erscheinungsjahr 1952
Regie: Julien Duvivier
Drehbuch: Julien Duvivier, Reneé Barjaval,
in Zusammenarbeit mit Giovannino Guareschi
nach seinen Erzählungen
Musik: Alessandro Cicognini
Kamera: Nicolas Hayer
Schnitt: Maria Rosada (1899–1970)
Darsteller/-innen:
Fernandel: Don Camillo, Gino Cervi: Giuseppe Bottazzi "Peppone",
Vera Talchi: Gina Filotti, Franco Interlenghi: Mariolino Brusco,
Saro Urzì: Barbier Brusco, Charles Vissière: Bischof,
Léda Gloria: Signora Bottazzi, Luciano Manara: Filotti,
Mario Siletti: Anwalt Stiletti, Marco Tulli: Smilzo,
Sylvie: Fräulein Christina, und andere
→ Synchronisation: Wikipedia
(Fremde Links: Wikipedia)

Kurzinhalt:
Ein kleines Dorf (Brescello) in Norditalien ist Schauplatz zwischen Don Camillo (Fernandel), dem temperamentvollen Pfarrer mit den lockeren Fäusten, und seinem nicht weniger streitbarer Erzfeind Giuseppe Bottazzi, genannt Peppone (Gino Cervi), Bürgermeister und Anführer der "Roten". Beide Männer verfolgen das gleiche Ziel – das Dorf und seine Bewohner glücklich zu machen. Nur sind ihre Vorstellungen vom Glück leider grundverschieden.
So eilt Camillo zum Glockenturm und übertönt mit seinem heftigen Geläut Peppones Festansprache, als die Genossen nach ihrem Wahlsieg einen feierlichen Umzug veranstalten. Der Kern seiner Rede dringt trotzdem durch: Peppone hat vor, ein prachtvolles "Haus des Volkes" zu errichten. Das passt Camillo gar nicht. Denn er kämpft schon lange für einen Kindergarten, für dessen Bau ihm allerdings das nötige Kleingeld fehlt. Als Camillo jedoch herausbekommt, woher Peppones Geldsegen für das "Haus des Volkes" stammt, finden die beiden Männer schnell zu einer Einigung.
Auch bei anderen Gelegenheiten halten Don Camillo und Peppone zusammen. Wenn es etwa darum geht, ein junges Liebespaar vor dem Zorn seiner verfeindeten Familien zu bewahren. Oder wenn ein altes, im Sterben liegendes Mütterchen den letzten Wunsch äußert, unter der Fahne der verhassten Monarchie zu Grabe getragen zu werden.
Eines Tages aber geht Don Camillo zu weit: Vor den Augen des Bischofs (Charles Vissière) zettelt er ausgerechnet bei der Einweihung des Kindergartens und des "Hauses des Volkes" eine zünftige Schlägerei an …
… und wird daraufhin in eine kleine Berggemeinde strafversetzt. Seine Hoffnung, die Schäfchen der Gemeinde noch einmal auf dem Bahnhof zum Abschied zu sehen, vereitelt ein Verbot Peppones. Er hat den Dorfbewohnern die Teilnahme an der Verabschiedung untersagt. Traurig fährt Don Camillo aus der Stadt und findet – ein paar Stationen weiter – seine alte Gemeinde auf dem Bahnsteig. Er wird gebeten, mit seiner Rückkehr nicht lange auf sich warten zu lassen …
 
Quelle: "Don Camillo"-Homepage und prisma.de

Lexikon des Internationalen Films → filmdienst.de:
Gelungene Verfilmung des zeitgenössischen Schelmenromans. Eine derbe und volkstümliche Satire auf italienische Eigenarten mit naiver politischer Botschaft, getragen von zwei Erzkomödianten.

Regisseur Julien Duvivier brachte 1951 die skurrilen Figuren und Geschichten des Giovanni Guareschi mit viel Liebe und Einfühlsamkeit und zwei hervorragenden Schauspielern auf die Leinwand. Das war ein solcher Erfolg, dass ein Jahr später die Fortsetzung "Don Camillos Rückkehr" folgte. Auch der zweite Teil der Guareschi-Verfilmung mit Gino Cervi und Fernandel, ebenfalls von Duvivier inszeniert, hat den gleichen Witz, Hintersinn und Liebreiz wie der erste Teil.
 
Siehe auch Wikipedia. prisma.de

   
Don Camillos Rückkehr
Originaltitel: Le retour de Don Camillo/Il ritorno di Don Camillo
Italien/Frankreich; Erscheinungsjahr 1953
Regie: Julien Duvivier
Drehbuch: Julien Duvivier, René Barjavel
nach den Erzählungen von Giovannino Guareschi
Musik: Alessandro Cicognini
Kamera: Anchise Brizzi
Schnitt: Marthe Poncin, Orazio Sacco
Darsteller/-innen:
Fernandel: Don Camillo, Gino Cervi: Giuseppe Bottazzi "Peppone",
Édouard Delmont: Doktor Spiletti, Paolo Stoppa: Marchetti,
Alexandre Rignault: Franceso Gallini (Nero), Thomy Bourdelle: Cagnola,
Tony Jacquot: Don Pietro, Charles Vissière: Bischof,
Claudy Chapeland: Beppo Bottazzi, Léda Gloria: Signora Bottazzi,
Pina Gallini: Perpetua aus Montenara, Saro Urzì: Barbier Brusco
Miranda Campa: Signora Spiletti, und andere
→ Synchronisation: Wikipedia
(Fremde Links: Wikipedia)

Kurzinhalt:
Der von seinem Bischof strafversetzte Don Camillo (Fernandel) tritt den Dienst in seiner neuen Gemeinde, einem gottverlassenen Bergnest, an. Tapfer ficht der Pfarrer dort gegen die Ärgernisse des primitiven Alltags und der rauhen Natur. Er hat es allerdings nicht leicht, denn die Gemeinde sieht ihn nur als lästigen Mehr-Esser an und boykottiert seine Gottesdienste. Zu seiner großen Freude darf er schließlich in seine Heimatstadt am Ufer des Po zurückkehren. Dies hat er mitunter Peppone (Gino Cervi) zu verdanken, der sich ohne Camillo so sehr langweilte, dass er den Bischof beschwatzte ihn zurückzuordern. Kaum angekommen, geht auch gleich die Fehde zwischen Don Camillo und Peppone weiter. Erst als der Po die ganze Stadt überschwemmt, verbünden sich die beiden Streithähne, damit alle, Christen und Kommunisten, gemeinsam gegen die Überflutung ankämpfen …
 
Quelle: prisma.de

Herzstück dieses Filmes ist wiederum der Streit zwischen Don Camillo und Peppone, die beide merken, dass sie ohne einander nicht wirklich existieren können. Nach dieser kurzen Phase der Abwesenheit Don Camillos kommt die Geschichte erst richtig in Gang. Die Handlung vor diesem Ereignis hatte auch nur die Funktion einer Einleitung, um die Rückkehr besser zu verstehen und so wurde diese Passage auch umgesetzt.
 
Lexikon des Internationalen Films → filmdienst.de:
Auch die zweite Guareschi-Verfilmung ist vergnüglich, obgleich die komischen Effekte dezenter eingesetzt wurden und der Reiz der Neuheit verschlissen ist.
 
prisma.de:
Auch diese Komödie ist vergnüglich, aber Duvivier setzte die komischen Effekte weitaus dezenter ein.
 
Siehe auch Wikipedia. prisma.de, "Don Camillo"-Homepage

   
Die große Schlacht des Don Camillo
Originaltitel: Don Camillo e l'onorevole Peppone
Italien/Frankreich; Erscheinungsjahr 1955
Regie: Carmine Gallone
Drehbuch: Furio Scarpelli, Agenore Incorocci, Leo Benvenuti (1923–2000),
in Zusammenarbeit mit Giovannino Guareschi
nach seinen Erzählungen
Musik: Alessandro Cicognini 
Kamera: Anchise Brizzi, Alberto Fusi (1913–1993),
Alvaro Lanzoni, Ennio Guarnieri
Schnitt: Nicolò Lazzari
Darsteller/-innen:
Fernandel: Don Camillo, Gino Cervi: Giuseppe Bottazzi "Peppone",
Léda Gloria: Signora Bottazzi, Carlo Duse: Le Bigio,
Umberto Spadaro: Bauer Bezzi, Memmo Carotenuto: Le Spiccio
Marco Tulli: "Smilzo" Stefano Sibeldi, Saro Urzì: Barbier Brusco,
Paolo Stoppa: Marchetti, Claude Sylvain: Clotilde Mari,
Guido Celano: Feldwebel der Carabinieri, und andere
→ Synchronisation: Wikipedia
(Fremde Links: Wikipedia)

Kurzinhalt:
Im kleinen Ort Brescello in der Poebene geht der schier unendlich erscheinende Kleinkrieg zwischen dem katholischen Dorfpfarrer Don Camillo (Fernandel) und Bürgermeister Giuseppe Bottazzi, genannt Peppone (Gino Cervi), in eine neue Runde. Dieses Mal dreht sich alles um die Wahl für Abgeordnetensitze im italienischen Parlament. Peppone kandidiert hierbei für die von ihm vertretene kommunistische Partei, was Camillo alles andere als wohlwollend sieht und dessen Wahlkampf nach Möglichkeit sabotiert.
Neben diese Zwistigkeiten haben die beiden Freundfeinde im Laufe der Handlung noch andere Zänkereien miteinander auszutragen. Zuerst benötigt Peppone für seine Kandidatur einen Volksschulabschluss, den er nie absolviert hat. Als er während der Prüfung Schwierigkeiten mit der Lösung hat, hilft ihm dabei ausgerechnet Camillo.
Das ist bereits kurz darauf wieder vergessen, als Bottazzi einen armen Bauer (Umberto Spadaro) enteignet. Camillo quartiert ihn daraufhin mit Frau, Kind und Tieren im Rathaus ein. Das Ganze mündet schließlich in Peppones missglücktem Versuch, eine Brücke zu sprengen. Camillo unterbindet dies und hilft seinem Widersacher schließlich, einen versteckten Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg – der eigentliche Grund für die Zwangsenteignung – fortzuschaffen.

Ein andermal ruiniert Camillo eine Wahlveranstaltung Peppones durch Verunstaltung von dessen Kandidaturbanner. Die Rache Bottazzis lässt nicht lange auf sich warten: er stiehlt Camillos Hühner und schlachtet diese. Da er hierbei gesehen wurde, führt dies zu einer Gerichtsverhandlung, in der Camillo wiederum als Retter auftritt und seinem Gegenspieler ein Alibi verschafft. Dies sorgt kurzzeitig für Entspannung zwischen beiden.
Schließlich muss Camillo in seiner Rolle als Geistlicher zwischen den Eheleuten Bottazzi vermitteln, da Peppones Ehefrau (Léda Gloria) ihren Mann der Untreue verdächtigt. Clothilde Mari (Claude Sylvain), eine weitere Anhängerin der Kommunistischen Partei und Peppones Sekretärin, scheint es diesem angetan zu haben, allerdings besinnt sich Bottazzi schlussendlich auf seine Pflichten als Ehemann. Mithilfe von Camillo kann er seine Frau schließlich finden und auch besänftigen.
Am Schluss siegt Peppone im Wahlkampf und erhält einen Posten als Abgeordneter seiner Partei. Dies bedeutet aber gleichzeitig das Ende seiner Karriere als Bürgermeister und der Abschied von seiner Heimat. Am Tag seiner Abreise nach Rom wird Bottazzi einerseits von seinen Genossen gefeiert, andererseits wegen seines Weggangs u. a. von seiner Frau verachtet. Erst Camillo, der den Zug an der nächsten Station abpasst, bringt Peppone zur Vernunft mit den Argumenten, was er alles zurücklässt. Peppone steigt schließlich aus dem Zug aus und folgt Camillo zurück ins Dorf und sein bisheriges Leben. Alles ist wieder beim Alten …
 
Quelle: Wikipedia
 
Lexikon des Internationalen Films → filmdienst.de
Viel vergnüglicher Klamauk und eine Prise weltanschaulicher Vernunft in einem volkstümlichen Lustspiel, dem aber der hintergründige Humor der vorhergehenden Filme fehlt.
 
prisma.de:
Im Gegensatz zu den Vorläufern, die humorvoll, witzig und phantasiereich waren, wählte Regisseur Carmine Gallone nun eine grobere Gangart und beschränkte sich außer auf Routine auf allerlei derbe Gags, die keinen rechten Biss haben.
 
Siehe auch Wikipedia. prisma.de, "Don Camillo"-Homepage

    
Hochwürden Don Camillo
Originaltitel: Don Camillo Monsignore… ma non troppo/Don Camillo… Monseigneur!
Italien/Frankreich; Erscheinungsjahr 1961
Regie: Carmine Gallone
Drehbuch: Leo Benvenuti (1923–2000), Piero De Bernardi, Carmine Gallone
nach den Erzählungen von Giovannino Guareschi
Musik: Alessandro Cicognini
Kamera: Carlo Carlini
Schnitt: Nicolò Lazzari
Darsteller/-innen:
Fernandel: Don Camillo, Gino Cervi: Giuseppe Bottazzi "Peppone",
Saro Urzì: Barbier Brusco, Gina Rovere: Gisela,
Marco Tulli: "Smilzo" Stefano Sibeldi, Valeria Ciangottini: Rosetta Grotti,
Emma Gramatica: Desolina, Karl Zoff: Sohn Walter Bottazzi,
Carlo Taranto: Marasca, Armando Bandini: Don Carlino,
Giuseppe Porelli: Dr. Galluzzi, Giulio Girala: Signor Grotti, Rosettas Vater,
Andrea Scotti: Anfährer der Motorradaktivisten, und andere
→ Synchronisation: Wikipedia
(Fremde Links: Wikipedia)

Inhalt:
Im Gegensatz zu den bisherigen Filmen beginnt das Geschehen nicht in Brescello, sondern in Rom. Peppone (Gino Cervi) sitzt dort seit drei Jahren als Abgeordneter der kommunistischen Partei im Senat, wo er sich langweilt. Don Camillo (Fernandel) ist zum Monsignore aufgestiegen und für die Kurie u. a. damit beschäftigt, Besuchergruppen zu empfangen und Briefe zu diktieren, was ihn ebenso langweilt. Da kommt es beiden gelegen, dass sich in ihrem Heimatdorf etwas ereignet, womit sich sogar das ferne Rom befassen muss: Die Kommunistische Partei, die im Rathaus von Brescello in der Mehrheit ist, will Wohnhäuser für die arme Bevölkerung bauen. Auf einem der Baugrundstücke steht jedoch das Heiligenhäuschen mit der Madonna von Borghetto, welches dem Bau weichen soll.
Der Streit um den Abriss wird nach Rom getragen. Dort erhält Peppone den Auftrag, die Interessen der Kommunisten durchzusetzen. Gleichzeitig kommt ein junger Priester zu Don Camillo, um sich gute Ratschläge für die ihm aufgetragene Reise nach Brescello zu holen, wo er die Interessen der Kirche vertreten soll. Mit einer List gelingt es Don Camillo, dass ihm die Aufgabe übertragen wird.
 
So machen sich beide gleichzeitig auf den Weg, benutzen denselben Schlafwagenzug Richtung Parma und treffen auch zufällig im selben Abteil aufeinander. Keiner teilt dem anderen seinen wirklichen Grund der Reise mit. Während Peppone am Bahnhof am nächsten Morgen mit dem Auto abgeholt wird, setzt Don Camillo die Reise mit dem Bummelzug fort. Am Bahnhof von Brescello treffen sie sich wieder und marschieren gemeinsam ins Dorf, ganz im Zeichen der Entspannung, der "Distensione".
Später am Ort der Baustelle gelingt es Don Camillo mit einer geschickten Rede, die versammelte Bevölkerung und die anwesende Presse auf seine Seite zu ziehen: Er schenkt das Grundstück der Gemeinde. Dafür sollen die zu bauenden Wohnungen zur Hälfte von Personen belegt werden, die die Kirche aussucht und zur anderen Hälfte von Personen, die die (kommunistische) Gemeinde aussucht. Peppone braucht den Bildstock mit der Madonna nur noch abzureißen. Die Bevölkerung protestiert jedoch und Peppone bringt es nicht fertig, mit der Spitzhacke zuzuschlagen. Auch der Abrissversuch mit einem Drahtseil, welches um die Madonna geschlungen und an einen LKW gehängt wird, misslingt, weil das Drahtseil reißt. Der anwesenden Bevölkerung kommt dies wie ein Wunder vor und weitere Abrissversuche unterbleiben. Über Nacht kommt Peppone die rettende Idee: Die Madonna bleibt stehen und es wird um sie herumgebaut. Die eine Wohnung, die dabei weniger entsteht, wird von den der Kirche zustehenden Wohnungen abgezogen.
 
Später entsteht ein neuer Streit zwischen beiden Protagonisten, weil der älteste Sohn von Peppone, Walter (Karl Zoff), heiraten will, aber Peppone nur eine zivile Hochzeit im Rathaus erlaubt. Dieser Streit ist noch nicht entschieden, als Don Camillo Schwierigkeiten bekommt beim Baden im Fluss Po. Die Kommunistin Gisela (Gina Rovere) stiehlt am Ufer seine Kleider, so dass Don Camillo ans andere Ufer schwimmen und sich neue Bekleidung besorgen muss. Auch Peppone hat weitere Probleme: Er gewinnt im Toto 10 Millionen Lire (in der deutschen Synchronisation: im Lotto), hat aber den Tippschein unter dem Pseudonym "Pepito Sbazzegutti" in einer von Kommunisten frequentierten Bar abgegeben und kann das Geld jetzt nicht holen, ohne erkannt zu werden. Er könnte das Geld auch nicht für sich behalten, wenn seine Genossen dies wüssten. Don Camillo schlägt einen Handel vor: Er holt den Gewinn bei der Lotteriegesellschaft ab und gibt ihn Peppone, der dafür seinen Sohn auch kirchlich heiraten lässt in einer verlassenen Kirche am Fluss, so dass es die übrige Gemeinde nicht mitbekommt.
Nachdem diese Probleme beseitigt sind, droht das nächste Unheil: Don Camillo findet heraus, wer ihm am Fluss die Kleider gestohlen hatte, zieht Gisela einen Sack über den Kopf, bevor sie ihn erkennen kann und bestreicht ihr Hinterteil mit Mennige. Dieser persönliche Racheakt wird von den Kommunisten als Überfall auf die Partei an sich gewertet und mit einem Generalstreik im Dorf beantwortet.

Nachdem sich gleichzeitig die weltpolitische Lage verschärft (Zeitungsschlagzeile: "Amerikanische U2 über Russland abgeschossen") weitet sich der Streik aufs ganze Land aus. Aus Brescello werden Demonstrationsteilnehmer mit dem Motorrad in die Provinzhauptstadt Reggio nell’Emilia geschickt, wo bei Zusammenstößen mit der Polizei einer der Teilnehmer umkommt. Zum Begräbnis dieses getöteten Demonstrationsteilnehmers fordert Peppone das Geläut der Kirchenglocken, was Don Camillo zunächst verweigert, weil der Trauerzug nicht in der Kirche halten will. So schafft Peppone von seinem eigenen Geld aus dem Totogewinn eine riesige Glocke an, lässt sie auf dem Marktplatz aufstellen und schenkt sie der Stadt. Als der Trauerzug auf die Piazza marschiert, schließt sich Don Camillo jedoch dem Geläut der städtischen Glocke an.
Letztlich werden beide wieder nach Rom beordert. Don Camillo versucht zwar, seine Abreise noch zu verzögern, in dem er Peppone den Auftrag erteilt, den für die Rückfahrt bestimmten Wagen zu manipulieren; jedoch wird das Auto von Peppone im Gegenteil gewartet und damit erst richtig in Ordnung gebracht. An der Landstraße treffen sich beide noch einmal: Don Camillo nimmt Peppone im Auto mit zum nächsten größeren Bahnhof, wo sie zum Abschied noch ihre Visitenkarten austauschen.
 
Quelle: Wikipedia

Lexikon des Internationalen Films → filmdienst.de
Eine streckenweise amüsant-witzige Komödie in Fortsetzung der bekannt derben Art der "Don Camillo"-Filme, die gegenüber den Vorgängern etwas vergröbert ausfiel.
 
prisma.de:
Wie für den Vorgänger "Die große Schlacht des Don Camillo" (1955) gilt auch für diese Regiearbeit von Carmine Gallone nach Giovanni Guareschi: Mit groben Scherzen ohne rechten Biss reicht "Hochwürden Don Camillo" nicht an die mit viel Liebe und Einfühlsamkeit inszenierten Julien Duvivier-Kassenschlager "Don Camillo und Peppone" (1952) und "Don Camillos Rückkehr" (1953) heran.
  
Siehe auch Wikipedia. prisma.de, "Don Camillo"-Homepage

   
Genosse Don Camillo
Originaltitel: Il Compagno Don Camillo/Don Camillo en Russie
Italien/Frankreich; Erscheiningsjahr 1965
Regie: Luigi Comencini
Drehbuch: Leo Benvenuti (1923–2000), Piero De Bernardi
nach dem Buch "Mondo piccolo – il compagno Don Camillo" (1963)
von
Giovannino Guareschi
Musik: Alessandro Cicognini
Kamera: Armando Nannuzzi
Schnitt: Nino Baragli
Darsteller/-innen:
Fernandel: Don Camillo, Gino Cervi: Giuseppe Bottazzi "Peppone",
Saro Urzì: Barbier Brusco, Gianni Garko: Scamoggia,
Marco Tulli: "Smilzo" Stefano Sibeldi, Silla Bettini: Bigio,
Graziella Granata: Nadja, Alessandro Gottlieb (1904–1973): Ivan,
Paul Muller: Russischer Priester, und andere
→ Synchronisation: Wikipedia
(Fremde Links: Wikipedia)

Kurzinhalt:
Aus dem kleinen italienischen Städtchen Brescollo, aus dem die beiden freundschaftlich miteinander verfeindeten Don Camillo (Fernandel) und Peppone (Gino Cervi) kommen, geht es diesmal weit hinaus. Peppone reist mit einer Delegation des kommunistischen Stadtrates nach Moskau. Der mitgereiste Genosse "Camillo Tarocci" entpuppt sich als der altbekannte streitsüchtige Pfarrer Don Camillo. Mit seinem im Füllfederhalter versteckten Kruzifix, einem Koffer voller Heiligenbildchen und der Kraft seiner schlagkräftigen Argumente will er im Mutterland des Kommunismus eine Mission gegen die Ungläubigkeit starten. Er schafft es sogar, seine kommunistischen Reisegefährten zur christlichen Nächstenliebe und zum Wiedereintritt in die Kirche zu bewegen …
 
Quelle: prisma.de (detailliertere Inhaltangabe bei Wikipedia)
 
Lexikon des Internationalen Films → filmdienst.de
Letzter und wenig amüsanter Film der "Camillo-und-Peppone"-Serie.
 
Siehe auch Wikipedia. prisma.de, "Don Camillo"-Homepage

    
Der 1970 geplante sechste Film "Don Camillo e i giovanni d'oggi1) (Regie: Christian-Jaque1)) kam nicht mehr in die Kinos. Die Dreharbeiten zu diesem Film waren schon fortgeschritten, als Fernandel erkrankte und am 26. Februar 1971 verstarb; der Film blieb unvollendet. Regisseur Mario Camerini1) brachte diese Guareschi-Vorlage dann doch noch in die Lichtspielhäuser (1972, deutscher Titel "Don Camillo und die Jugend von heute"1)), Fernandel wurde durch Gastone Moschin1) ersetzt und auch die Rolle des Peppone musste mit Lionel Stander1) neu besetzt werden, da Gino Cervi ohne Fernandel nicht weitermachen wollte.
 
Erwähnt werden sollte noch der italienische Streifen "Keiner haut wie Don Camillo"1) ("Don Camillo") aus dem Jahre 1983. Mit diesem Remake versuchte Terence Hill mit sich als Don Camillo und Colin Blakely1) als Peppone an die alten Erfolge der ehemaligen Kassenschlager anzuknüpfen. Heraus kam ein "grobmaschiger grellbunter Film – Don Camillo fährt jetzt Rollerskate und versucht sogar, eine Trauung als Fallschirmspringer zu vollziehen –, nicht in allen Belangen überzeugend, als anspruchslose Unterhaltung aber annehmbar.", wie das "Lexikon des internationalen Films" vermerkt → filmdienst.de.
 
Fremde Links: 1) Wikipedia,
   
Einige Informationen stammen von der "Don Camillo & Peppone"- Seite: doncamillo.hier-im-netz.de
Es lohnt sich, dort einmal vorbei zu schauen.
Hier gibt es auch Beschreibungen und Kritiken zu den einzelnen Filmen.
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