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Nach zahlreichen Filmen gründete er zusammen mit dem Darsteller, Regisseur und Autor Bryan Forbes1) 1959 die Produktionsfirma "Beaver Films", die sich auf kleine, ambitionierte Projekte wie "In den Wind gepfiffen" (1961) oder "An einem trüben Nachmittag" (1963) spezialisierte. Ihre erste Arbeit war 1960 "The Angry Silence" (Zorniges Schweigen) mit Attenborough in der Hauptrolle, der Film wurde ein weltweiter Erfolg künstlerisch und geschäftlich, meist von Forbes selbst inszeniert. Es folgten so kassenträchtige Produktionen wie "League of Gentlemen"1) (1959, Die Herren Einbrecher geben sich die Ehre), "The L-Shaped Room" (1962, Das indiskrete Zimmer) oder "Guns at Batasi"1) (1964, Schüsse am Batasi); für seine Rolle des Sergeant Major Lauderdale in letztgenanntem Film wurde Attenborough als "Bester Schauspieler des Jahres" von der britischen Filmakademie ausgezeichnet. Anschließend wirkte er in so bekannten Filmen wie "The Flight of the Phoenix"1) (1965, Der Flug des Phönix) mit, oder ein Jahr später in "The Sand Pebbles"1) (1966, Kanonenboot am Yangtsekiang). Attenborough zeigte sich in John Sturges' Meisterwerk "The Great Escape"1) (1963, Gesprengte Ketten) neben Steve McQueen und James Garner, als Albert Blossom in Richard Fleischers "Doctor Doolittle" (1967, Doktor Dolittle) an der Seite von Protagonist Rex Harrison und 1968 in "The Bliss of Mrs. Blossom" (1968, Hausfreunde sind auch Menschen). In den 1970er Jahren übernahm er beispielsweise Hauptrollen in Otto Premingers Polit-Thriller "Rosebud"1) (1975, Unternehmen Rosebud) und in dem Polizeifilm "Brannigan"1) (1975, Brannigan Ein Mann aus Stahl), als Schauspieler trat Attenborough vorerst letztmalig 1979 in Otto Premingers Graham Greene-Adaption "The Human Factor"1) (Der menschliche Faktor) auf. Erst 1993 stand Attenborough für Steven Spielbergs SciFi-Abenteuer "Jurassic Park"1) wieder vor der Kamera und setzte die Rolle des Milliardärs John Hammond auch in dem 2. Teil "The Lost World"1) (1997, Vergessene Welt: Jurassic Park) fort. 1994 hatte er die Hauptrolle in der Komödie "Miracle on 34th Street"1) (Das Wunder von Manhattan) übernommen, in Kenneth Branaghs "Hamlet"-Verfilmung1) aus dem Jahre 1996 mimte er einen britischen Gesandten und in dem opulenten Historiefilm "Elizabeth"1) (1998) mit Cate Blanchett in der Titelrolle den Staatsmann William Cecil1) (1521 1598). Ein echter Star wurde Richard Attenborough allerdings erst in seiner dritten Karriere, als Regisseur. 1969 lieferte er mit dem aufwendigen Antikriegsmusical "Oh! What a Lovely War" seine erste Regiearbeit ab, eine formal ungewöhnliche Satire auf den 1. Weltkrieg. In den 1970er Jahren inszenierte er weitere Stücke oder hatte Auftritte in den Filmen seiner Regie-Kollegen. Sein 1977 gedrehtes Kriegsspektakel "A Bridge Too Far"1) (Die Brücke von Arnheim) wurde vielfach als Attenboroughs schwächste Regie-Arbeit bezeichnet, der unmittelbar danach inszenierte Psychothriller "Magic"1) (Magic Eine unheimliche Liebesgeschichte) als sein bester Film gewertet.Der spektakulärste Erfolg seiner Regiearbeit blieb 1982 sein Wunschfilm "Gandhi"1), ein monumentales, meisterliches Werk mit Ben Kingsley3) in der Titelrolle. Das mit acht Oscars ausgezeichnete Leinwandepos, unter anderem "Bester Film" und "Beste Regie", erzählt grandios die Lebensgeschichte des indischen Unabhängigkeitskämpfers Mohandas Gandhi1) (1869 1948), genannt "Mahatma Gandhi". Die übrigen Inszenierungen in den 1980er Jahren waren zunehmend künstlerische und finanzielle Misserfolge, besonders 1985 das Drama "A Chorus Line"1) sowie seine Hommage an den großen Charles Chaplin, "Chaplin"1) (1992) kam jedoch trotz des anspruchsvollen Themas an den Kinokassen nicht an Durchweg gute Kritiken bekam sein "Apartheid"-Film "Cry Freedom"1) (1987, Schrei nach Freiheit), das Lexikon des internationalen Film notiert unter anderem "Die Freundschaft eines liberalen südafrikanischen Journalisten mit einem Bantu-Führer bildet die Basis für eine nachdrückliche Anklage gegen die Auswüchse der Apartheid-Politik. Wegen seiner humanitären Tendenzen sehenswert." Nach "Shadowlands" (1996, Shadowlands ein Geschenk des Augenblicks) folgte die Hemingway-Verfilmung "In Love And War"1) (1997), eine Liebesgeschichte mit Sandra Bullock und Chris O'Donnell in den Hauptrollen, die die Erlebnisse des jungen Ernest Hemingway in den Wirren des Zweiten Weltkrieges nacherzählt. Neben den Vorbereitungen für eine Filmbiographie über Thomas Paines, einem radikalen Philosophen des 18. Jahrhunderts, war Attenborough 1999 mit den Dreharbeiten zu seinem Film "Grey Owl"1) (Grey Owl und der Schatz der Biber) beschäftigt, einer Abenteuerromanze über den ersten Umweltschützer der Geschichte, gespielt von Pierce Brosnan. Die im 2. Weltkrieg in Nordirland angesiedelte Lovestory "Closing the Ring", unter anderem mit Mischa Barton, Shirley MacLaine und Christopher Plummer, kam 2007 in die Kinos. Seit Sommer 2008 ist der Künstler gesundheitlich angeschlagen, wegen Herzproblemen musste ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt werden. Nach einem Sturz im Dezember des gleichen Jahres lag der Künstler einige Zeit im Koma, erholte sich dann aber wieder. Im Mai 2011 ließ David Attenborough gegenüber der Presse verlauten, dass sein Bruder seit einiger Zeit im Rollstuhl sitze und wohl keine Filme mehr drehen könne.
Seit 1945 ist Attenborough mit der 1922 geborenen Sheila Sim2) verheiratet und hat drei Kinder; er ist der Vater des Theater-Regisseurs Michael John Attenborough 2) (geb. 1950), Tochter Charlotte (geb. 1959) ist ebenfalls Schauspielerin. Die älteste, damals 49-jährige Tochter Jane Holland kam ebenso wie Enkelin Lucy und deren Schwiegermutter Jane am 26. Dezember 2004 bei der großen Tsunami-Katastrophe in Thailand ums Leben; die Familie hatte im thailändischen Ferienort Phuket Urlaub gemacht, Attenboroughs Schwiegersohn Michael Holland und dessen Sohn Sam überlebten unverletzt. |
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| Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) Wikipedia (englisch), 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP | Stand Juli 2011 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de; siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de |
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