Peter Falk als "Columbo, gezeichnet von Nava Mucharsky; Quelle: Wikimedia Commons von File:Nava_Mucharsky_-_Columbo.jpg; Autor: Artloverz; Lizenz:  CC BY-SA 4.0 Deed Wer kennt ihn nicht, den stets leicht schusselig wirkenden Inspektor Columbo (Peter Falk), der seit Jahrzehnten im zerknautschten Trenchcoat mit Zigarre im Mund auch noch so knifflige Fälle auf seine unverwechselbare Art löst. Die Figur des "Columbo" war erstmals 1960 bei NBC1) in der Live-Serie "The Chevy Mystery Show" aufgetaucht und wurde damals von Bert Freed1)1) (1919 – 1994) gespielt. Die Episode nannte sich "Enough Rope" und diente später Richard Levinson1) und William Link1) als Basis für die Kurzgeschichte "May I Come In", die Ende der 1950er Jahre als Bühnenfassung unter dem Titel "Prescription: Murder" ("Mord nach Rezept") mit Thomas Mitchell1) als Inspektor Columbo, Joseph Cotten als Mörder sowie Agnes Moorehead1) als Opfer das Theaterpublikum begeisterte; daraus entstand bei NBC eine 90-minütige Filmversion mit dem gleichen Titel1) (Erstausstrahlung 20.2.1968). Da Thomas Mitchell (1892 – 1962) inzwischen verstorben war und Lee J. Cobb1) und Bing Crosby das Rollenangebot ablehnten, überzeugte Regisseur Richard Irving1) das Autorenteam, dem damals noch relativ unbekannten Peter Falk die Hauptrolle anzuvertrauen. Peter Falk machte seine Sache glänzend, ermittelte gegen den Psychiater Dr. Ray Flemming (Gene Barry1)), dem scheinbar ein perfekter Mord an seiner Ehefrau gelungen war. Doch er hatte nicht mit Inspektor Columbo gerechnet …
 
Peter Falk als "Columbo", gezeichnet von Nava Mucharsky
Quelle: Wikimedia Commons von File:Nava_Mucharsky_-_Columbo.jpg;
Autor: Artloverz; Lizenz:  CC BY-SA 4.0 Deed
Der riesige Erfolg dieses Krimis veranlasste den Sender, eine Serie mit dem ungewöhnlichen Inspektor von der Los Angeles-Mordkommission ins Leben zu rufen, regelmäßig wurden ab Frühjahr 1971 bis 1978 weitere Episoden ausgestrahlt, "Inspektor Columbo" alias Peter Falk avancierte damit zu einer Berühmtheit und gewann mehrere Preise, die Reihe selbst wurde weltweit zu einer der bekanntesten Krimiserien; Ende der 1980er Jahre kamen bis in jüngere Zeit(zuletzt 2003) sporadisch neue Folgen dazu.

Die Regisseure, zu denen auch Steven Spielberg1) und Hauptdarsteller Peter Falk gehörten – letzterer inszenierte unter anderem die Folge "Ein Denkmal für die Ewigkeit"1) (1972, "Blueprint For Murder") –  wechselten im Verlaufe der Jahre ebenso wie die Drehbuchautoren, zahllose Hollywoodstars wie beispielsweise Anne Baxter, John Cassavetes1), José Ferrer, Janet Leigh, Ray Milland oder Leonard Nimoy1) gaben sich mit den verschiedenen Episoden die Klinke in die Hand. Auch Peter Falks zweite Ehefrau Shera Danese1) wirkte in sechs "Columbo"-Folgen mit.
Die enorme Popularität, die bis heute ungebrochen ist, beruht nicht so sehr auf den einzelnen Geschichten, die im Grunde immer nach dem gleichen Strickmuster ablaufen und vorwiegend im High Society-Milieu spielen, vielmehr ist die Beliebtheit der außergewöhnlichen Figur des stets höflichen Inspektor Columbo zu verdanken. Bis dahin hatte man bei einem Ermittler eher einen hartgesottenen oder auch smarten Burschen vor Augen, Columbo aber ist das genaue Gegenteil der bis dahin üblichen TV-Schnüffler. Das Outfit des Kriminalbeamten, der nie eine Waffe trug, ist ziemlich schäbig, zunächst scheint es immer, als wäre der leicht trottelig wirkende Columbo mit seinem Fall überfordert. Doch im Verlauf der Handlung wird bald klar, dass es grade diese unkonventionellen Methoden sind, die den Mörder in Sicherheit wiegen und ihn so in Columbos Netz gehen lassen. Ein weiteres signifikantes Merkmal der Serie ist der skurrile Humor, der sich nicht nur in witzigen Dialogen äußert. Obwohl der Zuschauer/die Zuschauerin – anders als sonst in den für das Genre typischen Storys – von Anfang an den wahren Täter kennt, bleibt jede Folge spannend, Columbo versteckt seinen hellwachen Geist geschickt hinter seinem biederen Äußeren, in Wahrheit ist er hochintelligent und hat jene geniale Beobachtungsgabe, die ihn jeden noch so normal und harmlos aussehenden Tatort messerscharf analysieren und jede noch so kleine Unstimmigkeit sofort erkennen lässt. Columbo löst seine Fälle durch sehr genaue Beobachtung von Details und kleinen Widersprüchen, während er fortwährend Zigarren raucht. Zu Columbos Charakter-Eigenschaften gehört, dass er oft, ehe er einen Raum verlässt, an der Tür noch einmal anhält, sich umdreht und dem Verdächtigen die Frage stellt: "Da wäre noch eine Kleinigkeit …" Oder auch: "Ich hätte da noch eine Frage … (Quelle: Wikipedia)

In Deutschland zeigte die ARD den Pilotfilm "Lösegeld für einen Toten"1) (EA: USA 01.03.1971, "Ransom for a Dead Man") am 17. Mai 1973, die Serie wurde dann in den USA am 15. September 1971 mit zunächst 42 Folgen gestartet, die bis zum 13. Mai 1978 in unregelmäßigen Abständen ausgestrahlt wurden. Ab Anfang Februar 1989 kamen bis 12. März 2001 weitere 22 Folgen á 90 Minuten dazu, .der Krimi "Die letzte Party"1) ("Columbo Likes the Nightlife") läutete am 30. Januar 2003 das Ende der "Columbo"-Ära ein. RTL1) begann in den 1990ern mit zum Teil neu synchronisierten Wiederholungen und in Deutschland unbekannten Episoden, bis heute ist bei dem Sender im Juli und August "Columbo-Time" → Übersicht der Folgen.
Verschiedene Schauspieler haben Peter Falk synchronisiert, neben Uwe Friedrichsen – er war die deutsche Stimme von "Columbo" in den ersten beiden Filmen – Claus Biederstaedt, Hans Sievers1) und Horst Sachtleben ist vor allem Klaus Schwarzkopf zu nennen, der jahrelang der "Columbo"-Sprecher schlechthin war.

Inspektor Columbo (einen Vornamen hat er nicht) ist verheiratet, eine "Mrs. Columbo" bekamen die Zuschauer jedoch nie zu Gesicht; ständig sprach der Inspektor von seiner Frau, was also lag näher, der bisher Unsichtbaren eine eigene "Spinn-Off"-Serie zu widmen. 1979 kam mit "Mrs. Columbo"1) eine eigenständige Reihe ins Fernsehen, in der Kate Mulgrew1) eine Zeitungsreporterin mimte, die in mysteriöse Mordfälle verwickelt wird. Die Resonanz war trotz Umbenennung in "Kate The Detective" bzw. "Kate Loves A Mystery" eher mäßig, auch als "Kate Columbo" einfach in "Kate Callahan" umbenannt wurde, war die Serie, die bei uns nie ausgestrahlt wurde, nach nur 13 Folgen nicht mehr zu retten.

Inzwischen ist beim Verlag "Schwarzkopf & Schwarzkopf"1) das für Columbo-Liebhaber unerlässliche Buch "Columbo – Das große Buch für Fans" erschienen: Fernseh-Krimis gibt es, seit es das Fernsehen gibt. Die meisten verschwinden nach einigen Episoden wieder, andere bleiben ein paar Jahre, einige wenige sind große internationale Erfolge. Aber nur eine einzige Serie wird seit 30 Jahren bis heute produziert – und sie hat es geschafft, auch bei Wiederholungen alle Rekorde zu schlagen und neue Generationen von Fans hervorzubringen: die Serie mit der kauzigsten, schlauesten und witzigsten aller Spürnasen – Inspektor Columbo! … Im Columbo-Fan-Buch findet man alles über die Entstehungsgeschichte von "Columbo", die Erfinder, jede einzelne Episode, die Bio- und Filmographie von Peter Falk sowie ein Kapitel über die deutschen Bearbeitungen der Serie. Dabei wurde mit Akribie nach Kuriositäten und Merkwürdigkeiten gesucht: So gibt es Spekulationen über Columbos Vornamen und Ehefrau, erstaunliche Details über sein Auto und seinen Mantel – sowie die Antwort auf die Frage, warum der deutsch synchronisierte Peter Falk mit fünf verschiedenen Stimmen spricht. (Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf)

Umfangreiche Infos findet man bei columbo-homepage.de;
Siehe auch Wikipedia (mit Episodenliste), fernsehserien.de, www.tvder60er.de
Weitere Links bei wunschliste.de

Fremde Links: 1) Wikipedia
  

Der Hauptdarsteller:
Peter Falk … ist Inspektor Columbo.
 
Geboren am 16. September 1927 in New York,
gestorben am 23. Juni 2011 in Beverly Hills.
 
Kurzbiografie zu Peter Falk innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch prisma.de, Wikipedia 

Weitere Filme*) mit Peter Falk
 
*) Link: Internet Movie Database

Die "Columbo"-Folgen
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