Sherlock Holmes
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Der Autor Darsteller des Sherlock Holmes Darsteller des
Dr. Watson
 
Sherlock Holmes – wer kennt ihn nicht, diesen legendären Meisterdetektiv, der mit seinem treuen Freund Dr. Watson zahlreiche Kriminalfälle gelöst hat. Geschaffen wurden diese fiktiven Figuren von dem britischen Arzt und Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle (1859 – 1930), der mit vier Romanen und mehr als 50 Erzählungen eine weltweit begeisterte Leserschaft erreichte; der erste Roman "A Study in Scarlet" (Eine Studie in Scharlachrot) erschien 1887, der wohl bekannteste "The Hound of the Baskervilles" (Der Hund der Baskervilles) wurde 1902 veröffentlicht. (Siehe auch Sherlock Holmes und Sherlock-Holmes-Medien bei Wikipedia sowie www.planet-wissen.de)
Sherlock Holmes ist vermutlich die populärste literarische Charaktere, die sowohl auf der Bühne als auch im Film visualisiert wurde. Bereits 1899 wurden die Abenteuer des Sherlock Holmes als Theaterstück aufgeführt, im Laufe der Jahrzehnte sollte der scharfsinnige Ermittler in Sachen Verbrechensaufklärung Film, Funk und Fernsehen erobern. Musicals wie "Baker Street" (1965) und das Ballett "The Great Detective" (1953) sind ebenso zu nennen wie diverse Serien und animierte oder parodierende Filmproduktionen. Zahlreiche Schauspieler wie beispielsweise Ronald Howard, Peter Cushing, Christopher Lee oder Roger Moore schlüpften in die Rolle des Meisterdetektivs, der mit seiner einzigartigen Beobachtungsgabe und seinem analytischen Verstand Licht ins Dunkel auch noch so mysteriöser Fälle bringt.
 
Es entstanden unzählige Verfilmungen um und über Sherlock Holmes, allein in der "Internet Movie Database" (imdb.com) werden mehr als 150 Titel aufgeführt, die jedoch nicht alle auf den Werken Conan Doyles basieren. Die nachfolgenden Informationen erheben somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
  

Sherlock Holmes auf der Leinwand
Die frühesten bekannten bewegten Bilder wurden in den USA etwa zwischen 1900 und 1905 erstellt, das exakte Jahr ist nicht mehr festzustellen. Gezeigt wurden diese stumme Streifen, die nur 30 Sekunden lang war, auf Jahrmärkten und Rummelplätzen mit dem so genannten Mutoscope, in dem die Einzelbilder auf Karten durch einen Schacht liefen, die Bewegungen konnte man durch eine kleine Linse betrachten.
1905 entstand der amerikanische Stummfilm "Adventures of Sherlock Holmes" mit Maurice Costello1) (1877 – 1950) in der Titelrolle und H. Kyrle Bellew2)
(1855 – 1911) als Dr. Watson. In Dänemark wurden zwischen 1908 und 1910 mehrere stumme Streifen um Sherlock Holmes gedreht, unter anderem "Sherlock Holmes i livsfare" (1908) mit dem dänischen Charakterdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor Holger-Madsen3) (1878 – 1943), der später auch den Stummfilm "Die Sporck'schen Jäger" (1926) mit Hans Albers in Szene setzte. Ein weiterer Stummfilm "Sherlock Holmes" mit William Gillette in der Titelrolle und Edward Fielding2) (1875 – 1945) als Dr. Watson kam 1916 in den USA die Lichtspielhäuser; von Gillette, einem engen Freund von Sir Arthur Conan Doyle, stammte auch das Drehbuch zu dem Film. Bereits auf der Bühne hatte der Schauspieler den Sherlock Holmes mehr als 1.300 Mal verkörpert und so maßgeblich das Bild des Meisterdetektivs mit "Deerstalker"-Mütze, Cape und Pfeife geprägt; mit dem Stück "Sherlock Holmes – A Drama in Four Acts" war er ab 1899 bis Anfang der 30er Jahre erfolgreich durch die USA und England getourt. In Großbritannien drehte Albert Parker 1922 ebenfalls unter dem Titel "Sherlock Holmes" den wohl bekanntesten Sherlock Holmes-Film der Stummfilmära, der nicht zuletzt wegen des charismatischen John Barrymore ungeheuer erfolgreich wurde; Dr. Watson wurde von Roland Young3) (1887 – 1953) verkörpert. Zu nennen sind auch die zwischen 1921 und 1923 von der britischen "Stoll Pictures Company" insgesamt 47, nach den Romanvorlagen produzierten Verfilmungen mit dem damals bereits 60-jährigen Eille Norwood1) (1861 – 1948) in der Hauptrolle; nur wenige dieser Streifen haben die Zeit überdauert, dennoch gilt Eille Norwood als einer der ersten Sherlock Holmes-Stars.
  
Mit dem Tonfilm wurden nun alle Möglichkeiten, die Geschichten um Sherlock Holmes nicht nur visuell sondern auch durch geschliffene Dialoge und entsprechende Geräuschkulisse spannend umzusetzen, voll ausgeschöpft, in den nächsten Jahrzehnten begann eine ganze Welle von Sherlock Holmes-Produktionen. Clive Brook war der Protagonist in dem amerikanischen Streifen "The Return of Sherlock Holmes" (1929) ebenso wie 1932 in "Sherlock Holmes"; Dr. Watson wurde in erstgenannter Verfilmung von H. Reeves-Smith2) (1862 – 1938) gespielt, drei Jahre später war Reginald Owen3) (1887 – 1972) der Partner von Clive Brook. 1933 war Reginald Owen dann in "A Study in Scarlett"3) (nach dem 1887 erschienenen ersten Conan Doyle-Roman) selbst als Sherlock Holmes zu bewundern und klärte gemeinsam mit Dr. Watson (Warburton Gamble2), (1883 – 1945) den Mord an verschiedenen Mitgliedern einer geheimen Vereinigung auf.
Als weiterer Holmes-Darsteller, der bei uns wenig bekannt sein dürfte, ist Arthur Wontner1) (1875 – 1960) zu nennen. Auch er entsprach mit seinen markanten Gesichtszügen genau dem Bild, dass Arthur Conan Doyle von seinem Helden gezeichnet hatte. Der bereits über 60-jährige Wontner drehte zwischen 1931 und 1937 fünf Filme als Sherlock Holmes: "The Sleeping Cardinal" (1931), "The Missing Rembrandt" (1932), "The Sign of Four" (1932), "The Triumph of Sherlock Holmes" (1935) und "Silver Blaze" (1937).
  
In Deutschland entstand unter der Regie von Karl Hartl der Spielfilm "Der Mann, der Sherlock Holmes war" (1937): Karl Hartl inszenierte diesen witzigen und durchaus auch spannenden Detektivfilm – ganz im Sinne des Holmes-Erfinders Arthur Conan Doyle – mit einem spaßig-ironischen Ende. Hans Albers und Heinz Rühmann glänzen als unschlagbares Detektiv-Gespann und liefern hier auch den unvergesslichen Song "Jawoll, meine Herren… ". Die filmische Atmosphäre kann durchaus mit den Stimmungen der literarischen Vorlagen mithalten. (Quelle: www.prisma-online.de; siehe auch Wikipedia)
 
Einer der berühmtesten Sherlock Holmes-Darsteller war Basil Rathbone, der 1939 in "The Hound of the Baskervilles" (Der Hund von Baskerville) erstmals in dieser Rolle auf der Leinwand erschien und mit seinem treuen Freund Dr. Watson (Nigel Bruce) in den düsteren Weiten des Dartmoors den geheimnisvollen Tod von Sir Charles Baskerville aufzuklären hat. Bis 1946 folgten dreizehn weitere spannende Sherlock-Holmes-Verfilmungen in unterschiedlicher Länge (Kurzinhalt der Filme siehe www.fernsehserien.de):

*) Die Links führen zur Filmbeschreibung von prisma-online

Nur einige der Drehbücher hielten sich eng an die Geschichten Conan Doyles, im Gegensatz zu den Originalen spielten sie nicht im viktorianischen England, sondern in der Gegenwart; auch die Figur des Dr. Watson entsprach wenig der literarischen Vorlage. Watson, der in den Büchern als weltgewandter Arzt und Schriftsteller durchaus mit seiner Kompetenz und Intelligenz in Erscheinung tritt, wurde in den Kinoproduktionen eher zu einem dümmlichen, älteren Mann degradiert. Dennoch waren die Filme ungemein erfolgreich, was nicht zuletzt dem brillanten Spiel der Protagonisten zu verdanken war. Basil Rathbone verkörperte die Figur des Sherlock Holmes so überzeugend, dass man über die teils albernen Drehbücher hinwegsehen konnte, und auch Nigel Bruce verlieh dem Dr. Watson trotz manch lächerlicher Attitüde einen gewissen Charme.
  
Hatte William Gillette als Sherlock Holmes die 10er Jahre des vergangenen Jahrhunderts dominiert, gefolgt vom Norwood in den 20ern und Wontner in den 30ern, sollte Basil Rathbone für mehrere Jahrzehnte der "Sherlock Holmes" schlechthin bleiben; bis heute hat er mit der Figur einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Um dem Klischee der Rolle zu entfliehen, war Rathbone nach dem 14. Film nicht mehr bereit, für weitere Produktionen vor der Kamera zu stehen. Viele Schauspieler, die den Sherlock Holmes in den nachfolgenden Jahren verkörperten, wurden am exzellenten Spiel Rathbones gemessen.
So auch Peter Cushing, der 1959 unter der Regie von Terence Fisher in "The Hound of the Baskervilles" (Der Hund von Baskerville) den Sherlock Holmes mimte, mit dem hageren Gesicht bzw. seiner Statur ganz der literarischen Vorlage entsprach und vielen als Idealbesetzung gilt. In der ersten farbigen Filmversion des berühmten Romans legte Cushing den Holmes brillant als energischen und leicht arroganten Meisterdetektiv an, den Streifen halten viele für eine der atmosphärisch dichtesten Sherlock-Holmes-Adaptionen überhaupt. André Morell3) (1909 – 1978) war als Dr. Watson zu sehen, eine weitere Hauptrolle, den Sir Henry Baskerville, spielte Christopher Lee: Aus den legendären Hammer-Studios in London stammt dieser Grusel-Krimi über Sherlock Holmes' Kampf mit dem Monster aus dem Moor. Mit dabei beim Horror-Trip ins alte England: Berufs-Schocker Christopher "Dracula" Lee und sein ewiger Widersacher Peter "Vampirjäger" Cushing. (…) Sehenswert für alle, die gerne mal in alten Erinnerungen gruseln wollen. (Quelle: www.prisma-online.de) Cushing gilt neben Rathbone als einer der besten Holmes-Interpreten, kein Wunder, dass er Mitte der 60er Jahre für eine TV-Serie mit dieser Figur noch einmal vor die Kamera geholt wurde (siehe TV-Serien).
  
Der unvergessene Billy Wilder drehte die aufwendige Krimiparodie "The Private Life of Sherlock Holmes" (1970, Das Privatleben des Sherlock Holmes) und zeigt in seiner subtilen Komödie eine völlig neue Seite der bis dahin unangetasteten Detektivfigur von A.C. Doyle. (Zitat: Filmarchiv Austria). Auch wenn die Story nicht auf den Originalen Conan Doyles basierte, gilt der Film ebenfalls als eine der besten Sherlock-Holmes-Verfilmungen. Sherlock Holmes wurde von Robert Stephens3) (1931 – 1995) gespielt, als Dr. Watson agierte Colin Blakely3) (1930 – 1987): Ja, der berühmte pfeifenrauchende Detektiv hatte auch ein Privatleben! Doch erst 50 Jahre nach dem Tod seines Weggefährten Dr. Watson tauchen Schriftstücke auf, die einige Neuigkeiten über dieses offen legen. So gab es nicht nur eitel Sonnenschein zwischen Holmes und Watson. Frei nach Arthur Conan Doyle setzte Billy Wilder hier einige obskure und peinliche Geschichten über den britischen Meisterdetektiv sehr humorvoll und filmisch gut um. Auch wenn die Darsteller nicht erste Wahl sind, macht das Ganze dennoch Spaß. (Quelle: www.prisma-online.de)

Ein weiteres Kino-Highlight wurde Ende der 70er Jahre Bob Clarks "Murder by Decree" (1979, Mord an der Themse) mit Christopher Plummer als Sherlock Holmes und James Mason als Dr. Watson: Man schreibt den Herbst des Jahres 1888 im viktorianischen London. Sherlock Holmes, der legendäre Privatdetektiv und sein loyaler Begleiter Dr. Watson genießen eine Premierenvorstellung in der Londoner Oper. Währenddessen wird in den heruntergekommen Slums des Londoner East End eine Prostituierte grausam ermordet. Der Mann, der wegen seiner brutalen Verstümmelung der Leichen nur noch als Jack the Ripper bekannt ist, hat wieder zugeschlagen. Das Grauen schleicht wie die Herbstnebel durch die engen Gassen. Und die Polizei tappt im Dunkeln und muss machtlos der Schlächterei zusehen. Da bekommt Holmes von einer geheimnisvollen Figur den Auftrag den Serienkiller zu fassen. Doch noch ahnt er nichts von der dunklen Verschwörung und der Lebensgefahr in die er sich dadurch begibt. (Quelle: www.kinowelt.de)
 
Thom Eberhardts Krimikomödie "Without a Clue" (Genie und Schnauze) mit Ben Kingsley als Dr. Watson und Michael Caine in der Rolle des Sherlock Holmes hatte am 21.10.1988 Premiere und ging in Deutschland Anfang Juni 1990 an den Start. In diesem hervorragend gemachten Film ist Dr. Watson der eigentliche Meisterdetektiv und Holmes ein heruntergekommener, engagierter Schauspieler. "Kombiniere, mein lieber Watson" – mit dieser Vorstellung räumt die englische Krimikomödie "Without a Clue" gründlich auf. Hier ist nämlich Dr. Watson das Genie und Holmes der Tölpel, der "keinen Schimmer" hat. Mit einem grandiosen Michael Caine und Charakterdarsteller Ben Kingsley als Hauptdarsteller wird aus diesem geschickt konstruierten Rollentausch eine höchst vergnügliche und charmante Krimiparodie.
(Quelle: www.prisma-online.de)

  
Sherlock Holmes in TV-Serien
  
Seit Anfang der 50er Jahre hatte der Meisterdetektiv auch das Fernsehen erobert. Die erste Fernsehserie um Sherlock Holmes wurde 1951 von "Vandyke Pictures" in Großbritannien hergestellt. In den jeweils halbstündigen Adaptionen der Erzählung "The Man with the Twisted Lip" (aus "The Adventures of Sherlock Holmes", 1892) traten John Longden als Holmes and Campbell Singer als Watson auf. Doch das Interesse Fernsehgewaltigen war so gering, dass die auf sechs Folgen ausgelegte Reihe bereits nach der ersten Episode eingestellt wurde. Drei Monate später brachte die BBC mit Andrew Osborn als Holmes and Philip King als Watson eine eigene Pilotsendung heraus, die auf der Erzählung "The Mazarin Stone" (aus "The Case-Book of Sherlock Holmes", 1927) basierte. Nach der Ende 1951 von der BBC produzierten sechsteiligen Reihe "Sherlock Holmes" mit Alan Wheatley1) (1907 – 1991) in der Titelrolle und Raymond Francis2) (1911 – 1987) als Dr. Watson kam dann 1954 in den USA die erste Serie um den Meisterdetektiv ins Fernsehen. Produziert von Sheldon Reynolds waren die 39 dreißigminütigen Episoden überwiegend in Frankreich gedreht worden, Hauptdarsteller Ronald Howard konnte ebenso wie sein Partner Howard Marion-Crawford1) (1914 – 1969) auf eine beachtliche Filmkarriere zurückblicken.
In Deutschland inszenierte Peter A. Horn 1954 den TV-Kurzfilm "Die Galerie der großen Detektive – Sherlock Holmes liegt im Sterben" mit Ernst Fritz Fürbringer4) (1900 – 1988) in der Titelrolle und Harald Mannl1) (1904 – 1961) als Dr. Watson. 1967 produzierte der WDR die sechsteilige Serie "Sherlock Holmes" (auch "Sir Arthur Conan Doyle") mit dem großartigen Theaterschauspieler Erich Schellow und Paul Edwin Roth als Dr. Watson. "Die Serie hatte ein ganz typisches Studioflair, das fast kammerspielartig wirkte, der Serie aber seinen besonderen Reiz gab. Sogar die Szenen, die im Freien spielen, wurden im Studio gedreht …" (Quelle: Die Krimihomepage)

Die 1968 in Großbritannien produzierte Serie "Sherlock Holmes" zeigte die ARD ab August 1969 bis Juli 1970; kein geringerer als Peter Cushing, der ja bereits mit "The Hound of the Baskervilles" (1959) auf einschlägige Erfahrung als Sherlock Holmes zurückblicken konnte, mimte erneut bravourös den Meisterdetektiv und gab so manches Mal den Ausspruch "Elementar, mein lieber Watson, elementar!" (Oh, this is elementary, my dear Watson!) von sich, um Watson seine brillanten Analysen zu erklären. Allerdings ist der Spruch in dieser oft zitierten Form in keinem der Originale zu finden und wurden dem Detektiv erst auf der Bühne bzw. im Film in den Mund gelegt. Ausgestattet mit den unverwechselbaren Markenzeichen wie Meerschaum-Pfeife, Lupe und Tweedmütze, löste er gemeinsam mit Dr. Watson (Nigel Stock) wieder zunächst aussichtlose Fälle; die Drehbücher hielten sich eng an die Romanvorlagen. Auch nach der Serie war Cushing in dem TV-Film "The Masks of Death" (1984) nochmals als Sherlock Holmes zu bewundern, dieser Film wurde jedoch in Deutschland nicht ausgestrahlt. Nigel Stock hatte Dr. Watson ebenfalls bereits verkörpert: In der Folge "The Speckled Band" (1964) aus der Serie "Detektive" agierte er neben Douglas Wilmer3) in der Rolle des Sherlock Holmes, 1964/65 hatten beide eine eigene 13-teilige Sherlock Holmes-Reihe erhalten.
Die Serie "Sherlock Holmes and Dr. Watson" entstand 1978 und war eine britisch-polnische Co-Produktion. 24 Folgen lang zu je 25 Minuten ermittelten Geoffrey Whitehead1) (Sherlock Holmes) und Donald Pickering1) (Dr. Watson), um Verbrechen für die Londoner Polizei aufzuklären:
Spannende Ermittlungen des britischen Meisterdetektivs Sherlock Holmes und seines Assistenten Dr. Watson. Sie lösen die Fälle mit untrüglicher Kombinationsgabe, und Inspektor Lestrade (Patrick Newell) von der Londoner Polizei kann die Übeltäter sofort nach der Überführung verhaften. Die Drehbücher einiger Folgen stammten noch aus der Serie "Sherlock Holmes" von 1954. (Quelle: www.kabeleins.de)
  
Die erste Staffel (7 Folgen) der hochgelobten britischen TV-Reihe "The Adventures of Sherlock Holmes" entstand 1984 und brachte mit Jeremy Brett einen weiteren prägnanten Holmes-Darsteller auf den Bildschirm; ihm zur Seite stand als Dr. Watson der Schauspieler David Burke3), der auch in der 1985 gezeigten zweiten Staffel (6 Episoden) mit von der Partie war und die Figur des treuen Weggefährten von Sherlock Holmes ideal nach dem Vorbild von Arthur Conan Doyles verkörperte. Jeremy Brett und David Burke sind die Idealbesetzung für Holmes und Watson, die ersten beiden Schauspieler die die Rollen wirklich originalgetreu umsetzen konnten. Jeremy Bretts Sherlock Holmes ist ein schwieriger Mensch, der mit seinem unberechenbaren Verhalten seine Klienten oft verwundert und sogar seinen Freund Dr. Watson damit manchmal auf die Palme bringt. Der lässt sich als Armeearzt im Ruhestand aber nur selten aus der Ruhe bringen und weiß am besten wie man mit Sherlock Holmes umgehen muss. David Burke wird als Dr. Watson so zu dem wichtigen menschlichen Faktor, der der "Denkmaschine" Holmes völlig fehlt, wenn sie auf Hochtouren arbeitet. Dennoch ist Jeremy Bretts Holmes gerade durch seine exzentrischen Züge ein sehr sympathischer Charakter, während David Burkes Dr. Watson eine erfrischende Abwechslung zu dem in anderen Filmen immer dümmlich-inkompetent dargestellten Charakter ist und die Rolle genau auf den Kopf trifft. (Quelle: www.bibra-online.de)
  
1986 folgte mit Brett in der Titelrolle die 13-teilige Serie "The Return of Sherlock Holmes", 1990 "The Casebook of Sherlock Holmes" (9 Folgen) und 1994 "The Memoirs of Sherlock Holmes" (6 Folgen); Partner Dr. Watson wurde ab 1986 von Edward Hardwicke1) gespielt.
In Deutschland wurden die ersten dreizehn Episoden zusammen mit den weiteren Folgen aus "Return of Sherlock Holmes" das erste Mal ab Ende 1987 in den dritten Programmen ausgestrahlt – sie liefen aber zuvor schon im DDR-Fernsehen, von dem auch die einzige deutsche Synchronfassung stammte. Nach einer handvoll Wiederholungen bis Anfang der neunziger Jahre verschwand die Serie aber leider und wurde bis heute nicht mehr gesendet. Die fünf Spielfilme waren später in mehr schlecht als recht synchronisierten Fassungen bei einigen Privatsendern zu sehen, aber insgesamt ist der Bekanntheitsgrad der Serie und der Filme in Deutschland längst nicht so groß wie in englischsprachigen Ländern. (Quelle: www.bibra-online.de)

   

Sherlock Holmes in TV-Spielen
  
Unzählige TV-Verfilmungen beschäftigten sich weltweit mit dem Meisterdetektiv Sherlock Holmes, renommiere Regisseure adaptierten mehr oder weniger originalgetreu die Werke Conan Doyles und holten populäre Stars vor die Kamera. Erwähnenswert ist der 1972 von Barry Crane gedrehte TV-Film "The Hound of the Baskervilles" mit Stewart Granger in der Rolle des berühmten Meisterdetektivs und Bernard Fox1) als Dr. Watson. Roger Moore war 1976 der Protagonist in der von Boris Sagal in Szene gesetzten unterhaltsamen Geschichte "Sherlock Holmes in New York", ihm zur Seite stand als Dr. Watson Patrick Macnee, der Anfang der 60er Jahre mit der Kultserie "Mit Schirm, Charme und Melone" ungeheure Popularität erlangt hatte. Die Filmkritik von kabeleins.de bemerkt hierzu: "Sherlock Holmes und Dr. Watson reisen nach New York, wo ihr Gegenspieler Professor Moriarty den Sohn einer Schauspielerin in seine Gewalt gebracht hat. Der Verbrecher will den Detektiv daran hindern, einen raffiniert inszenierten, aber nur vorgetäuschten Goldraub aufzudecken. Prominent, aber unglücklich besetzte, überwiegend langweilig umgesetzte Detektivgeschichte, die allenfalls anspruchslose Unterhaltung bietet."
In den 90ern kam mit "Incident at Victoria Falls" (1991) sowie "Sherlock Holmes and the Leading Lady" (1992) und Christopher Lee ein weiterer prägnanter Sherlock Holmes-Darsteller auf den Bildschirm; sein getreuer Gehilfe Dr. Watson wurde erneut von Patrick Macnee dargestellt. 1993 avancierte Macnee in dem TV-Krimi "The Hound of London" dann selbst zum Meisterdetektiv. Hollywood-Legende Charlton Heston gab den Sherlock Holmes 1991 in "The Crucifer of Blood", einer Story, die sich vage an den Roman "Sign of Four" (Das Zeichen der Vier) anlehnte; Dr. Watson wurde von Richard Johnson1) gespielt.
In einer der jüngeren britischen TV-Produktionen "Sherlock Holmes and the Case of the Silk Stocking" (2004, Sherlock Holmes – Der Seidenstrumpfmörder) schlüpft Rupert Everett3)in die Maske des legendären Detektivs. Ein stimmungsvoll inszenierter Krimi von Simon Cellan Jones ("Für alle Fälle Fitz – Tod eines Knaben"), frei nach Sir Arthur Conan Doyle. In der Rolle des Meisterdetektivs überzeugt Rupert Everett, Ian Hart3) verkörpert gekonnt Dr. Watson. (Quelle: www.prisma-online.de)

Auch wenn die meisten Sherlock Holmes-Verfilmungen im Heimatland des berühmten Sir Arthur Conan Doyle entstanden, gibt es auch in anderen Ländern durchaus bemerkenswerte Produktionen. So zeigte beispielsweise 1972 das Tschechoslowakische Fernsehen "Touha Sherlocka Holmes" (The Longing of Sherlock Holmes), in Russland kamen ab Ende der 70er Jahre verschiedene TV-Adaptionen mit dem populären Schauspieler Vassily Livanov1) als Sherlock Holmes auf den Bildschirm.

Neben Spielfilmen, Fernsehserien und TV-Einzelproduktionen sind schließlich auch noch Zeichentrickfilme und zahlreiche Audio-Produktionen zu erwähnen. In Anspielung an Sherlock Holmes entstand 1986 der Walt Disney-Zeichentrickfilm "Basil, der große Mäusedetektiv" (The Great Mouse Detective), welcher auf dem Kinderbuch "Basil of Baker Street" von Eve Titus beruht und das die Grundhandlung der Romane um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes in die Welt der Nagetiere verlegt. Unter anderem ist im Original die Stimme Basil Rathbones als Sherlock Holmes und Vincent Price als Professor Rattenzahn zu hören. Weitere animierte Filme sind etwa die 1984 in Japan produzierte Serie "Meitantei Holmes".
Viele Sherlock Holmes-Romane sind als Hörspiel oder Hörbuch erschienen und die Charaktere wurden von namhaften Schauspielern gesprochen, wie beispielsweise von Peter Pasetti, Horst Tappert, Fritz Wepper, Alexander Kerst, Martin Benrath oder Wolfgang Büttner.
 
Links:
1) Wikipedia (englisch), 2)
german.imdb.com, 
3) Wikipedia (deutsch), 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP

Siehe auch "Sherlock Holmes" bei Wikipedia sowie
Die Krimihomepage

  

Einige berühmte Darsteller des Sherlock Holmes
(Weitere Sherlock Holmes-Darsteller siehe german.imdb.com)
William Gillette … spielte den Sherlock Holmes 1916 in dem gleichnamigen Stummfilm.
 
Geboren am 24. Juli 1853 als William Hooker Gillette auf der Nook Farm in Hartford (Connecticut),
gestorben 29. April 1937 in Hartford (Connecticut).

William Gillette wurde in eine angesehene Familie hineingeboren; sein Vater, Francis Gillette, war ein ehemaliger US-Senator, der zwar als konservativ galt, sich dennoch für Reformen wie die Abschaffung der Sklaverei oder für Frauenrechte einsetzte. Gemeinsam mit seinen drei Brüdern und einer Schwester wuchs der junge William in einem intellektuell gebildeten Elternhaus auf, wurde schon früh an die Literatur herangeführt; zu den Nachbarn seiner Eltern gehörte unter anderem Samuel Langhorne Clemens (1835 – 1910), der unter dem Pseudonym Mark Twain weltberühmt wurde, sowie die Schriftstellerin Harriet Elizabeth Beecher-Stowe (1811 – 1896), die mit "Onkel Toms Hütte" Millionen von Lesern erreichte.
Nach seinem Schulabschluss begann Gillette ein Studium, spezialisierte sich auf Ingenieurwissenschaften sowie Rhetorik, sein heimlicher Wunsch war es schon in jungen Jahren gewesen, Schauspieler zu werden. Mit 20 Jahren verließ er daher seine Heimatstadt, nach einem Intermezzo bei einer Theatertruppe in New Orleans ging er nach New England und erhielt durch Unterstützung von Mark Twain 1875 am "Globe Theater of Boston" eine Rolle in Twains Bühnenstück "Guilded Age". Danach spielte Gillette sechs Jahre lang an verschiedenen Theatern in Boston, New York und im mittleren Westen, versuchte sich auch als Bühnenautor und Regisseur.
Mit der Zeit avancierte er zu einem angesehenen Charakterdarsteller, wurde mit seinem charismatischen Spiel von den Kritikern als "Aristokrat der Bühne" bezeichnet und begeisterte in verschiedensten Bühnenstücken das Publikum. Die Aufführungen zeichneten sich durch innovative Effekte wie Beleuchtung oder Geräuschkulisse aus, oft unterbrach Gillette die Dialoge durch längere pantomimische Sequenzen, die bei den Zuschauern sehr beliebt waren. Er spielte sehr natürlich und nicht, wie es in jener Zeit üblich, melodramatisch, Gillette war ein Darsteller, der aufgrund seiner Persönlichkeit, die Zuschauer in seinen Bann schlug.
1882 heiratete der Schauspieler Helen Nichols, nach nur sechs Jahren glücklicher Ehe verstarb Gillettes Ehefrau an einer Bauchfellentzündung, hervorgerufen durch einen Blinddarmdurchbruch. Gillette verwand den Tod seiner Frau zunächst nicht, zog sich für mehrere Jahre von der Bühne zurück, geheiratet hat er nie wieder.
Erst Ende der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts begann er wieder zu spielen, 1897 brachte er am "Adelphi Theater of London" sein Bühnenstück "Secret Service" heraus, welches von Kritik und Publikum gefeiert wurde und mehrere Jahre erfolgreich lief. Bei einer dieser Aufführungen lernte Gilllette Sir Arthur Conan Doyle kennen, die beiden wurden enge Freunde. Wenig später entstand das Stück "Sherlock Holmes – A Drama in Four Acts", mit dem der Schauspieler ab 1899 für drei Jahrzehnte erfolgreich durch die USA und England tourte. Gillette portraitierte den Sherlock Holmes als unerschrockenen Mann, der auch schon mal Gefühle zeigte, führte die "Deerstalker"-Mütze, den Umhang, die gebogene Pfeife und die Lupe ein und verpasste so dem Meisterdetektiv die bis heute berühmten Requisiten. Von Gillette stammt auch der vielzitierte Ausspruch "Oh, this is elementary, my dear Watson", der später im Film von Clive Brook übernommen wurde.
  
Aufgrund seiner überragenden Darstellung des Sherlock Holmes, war es nicht weiter verwunderlich, dass Gillette seine Paraderolle auch auf der noch stummen Leinwand verkörperte. 1916 kam der von Arthur Berthelet inszenierte Streifen "Sherlock Holmes" in die Lichtspielhäuser, zu dem Gillette auch das Drehbuch geschrieben hatte. Es war eine seiner wenigen Arbeiten für das noch junge Medium. 1913 agierte er in dem stummen Western "The Battle at Fort Laramie" sowie ein Jahr später in dem Melodram "The Delayed Special".

William Gillette, der während seiner Karriere unter anderem zwei Romane und dreizehn Bühnenstücke verfasste, verstarb am 29. April 1937 im Alter von 83 Jahren in seiner Geburtstadt Hartford an einer Lungenblutung. Er fand seine letzte Ruhestätte neben seiner Frau auf dem Friedhof in Farmington (Hartford County).

Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme1) mit William Gillette
John Barrymore … spielte den Sherlock Holmes 1922 in dem gleichnamigen Stummfilm.
 
Geboren am 14. (oder 15.) Februar 1882 in Philadelphia (Pennsylvania),
gestorben am 29. Mai 1942 mit nur 60 Jahren in Los Angeles (Hollywood, Kalifornien).
  
Kurzbiografie zu John Barrymore innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme1) mit John Barrymore
Clive Brook … spielte den Sherlock Holmes 1929 in "The Return of Sherlock Holmes".
sowie 1932 in "Sherlock Holmes".
 
Geboren am 1. Juni 1887 in London,
gestorben am 17. November 1974 in London.
  
Kurzbiografie zu Clive Brook bei www.cyranos.ch

Siehe auch Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme1) mit Clive Brook

Hans Albers … spielte den Morris Flint alias Sherlock Holmes  1937 in "Der Mann, der Sherlock Holmes war".
 
Geboren am 22. September 1891 in Hamburg,
gestorben am 24. Juli 1960 im bayerischen Kempfenhausen.
  
Kurzbiografie zu Hans Albers innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch: www.helmut-zimmer.info/Albers.html, Wikipedia,
www.prisma-online.de und www.cyranos.ch

Weitere Filme1) mit Hans Albers

Basil Rathbone … spielte den Sherlock Holmes in der Spielfilmreihe zwischen 1939 und 1946.
 
Geboren als Philip St. John Basil Rathbone am 13. Juni 1892 in Johannisburg (Südafrika),
gestorben am 21. Juli 1967 in New York.

Basil Rathbone war erst drei Jahre alt, als er mit seinen Eltern 1895 Südafrika während der beginnenden Unruhen um die Burenrepublik verlassen musste; sein Vater, Edgar Philip Rathbone, war als Mineningenieur der Spionage für die Briten angeklagt worden. Mit seinen beiden jüngeren Geschwistern wuchs der junge Basil in Großbritannien auf, schon während seiner Schulzeit entdeckte er seine Leidenschaft für das Theater und wollte Schauspieler werden. Doch zunächst musste er nach der Schule auf Wunsch seines Vaters ein Jahr lang bei einer Versicherungsgesellschaft arbeiten, da dieser hoffte, sein Sohn würde seine Pläne aufgeben. Doch daraus wurde nichts, mit Hilfe seines Cousins Frank Benson, einem ausgebildeten Schauspieler und Manager einer eigenen Theatertruppe, begann er eine Karriere als Darsteller. Zunächst gab ihm Frank Benson kleinere Aufgaben in seinen Shakespeare-Produktionen, doch der Erfolg wollte sich für den angehenden Schauspieler nicht recht einstellen.
Anfang 1916 verließ Rathbone die Bühne und diente als Soldat während des 1. Weltkrieges, nach dem Krieg setzte er seine Theaterlaufbahn fort, spielte unter anderem in Stratford on Avon und London.
Anfang der 20er Jahre kehrte er England den Rücken und ging nach Amerika, konnte am Broadway als jugendlicher Liebhaber und verführerischer Frauenheld rasch Erfolge feiern. Sein Leinwanddebüt gab er 1921 in der Romanze "Innocent", im Verlaufe der nächsten acht Jahre stand Rathbone nur sporadisch vor der Kamera. Der Durchbruch zum Leinwandidol gelang ihm an der Seite von Norma Shearer in der Komödie "The Last of Mrs. Cheyney" (1929), danach konnte er sich die Rollen aussuchen und avancierte zu einem vielgefragten Filmschauspieler. Allein 1930 drehte Rathbone sieben Filme, darunter das Melodram "A Notorious Affair" und den humorvollen Streifen "Sin Takes a Holiday".
In den 30er Jahren blieb der Schauspieler gut im Geschäft, auch wenn sich darunter Streifen befanden, die eher als B-Movies zu bezeichnen sind. Rathbone mimte Verführer, gehörnte Ehemänner und vor allem Schurken, eine seiner bekanntesten Rollen jener Zeit ist wohl der grausame Stiefvater und Fiesling Edward Murdstone in George Cukors Charles Dickens'-Verfilmung "David Copperfield" (1935) an der Seite von W.C. Fields als Wilkins Micawber. Ebenfalls 1935 erlebte man Rathbone neben Greta Garbo und Frederic March in Clarence Browns Tolstoi-Adaption "Anna Karenina", wo er eindrucksvoll den verbitterten Ehemann der Titelheldin verkörperte. In dem Historienspektakel "The Last Days of Pompeii" (1935) war er der Pontius Pilatus, gemeinsam mit Errol Flynn und Olivia de Havilland stand er für Michael Curtiz' hochgelobtes Abenteuer "Captain Blood"*) (1935, Unter Piratenflagge) als Piratenkapitän Levasseur vor der Kamera. Vor allem in historischen Abenteuerfilmen brillierte der charismatische Rathbone als eleganter "Bösewicht", so auch in "The Adventures of Marco Polo" (1938 Die Abenteuer des Marco Polo) mit Gary Cooper in der Titelrolle oder als Sir Guy of Gisbourne in "The Adventures of Robin Hood" (1938, Robin Hood, König der Vagabunden), erneut mit Errol Flynn und Olivia de Havilland.
Eine seiner Paraderollen wurde die düstere Figur des Baron Wolf von Frankenstein in dem Horrorstreifen "Son of Frankenstein" (1939, Frankensteins Sohn) mit Boris Karloff in seinem letzten Auftritt als Frankensteins Monster; im gleichen Jahr kam der erste Film der 14-teiligen Sherlock Holmes-Reihe mit Basil Rathbone in die Kinos. Mit "The Hound of the Baskervilles" (Der Hund von Baskerville) wurde der Schauspieler zum Synonym für die Figur des Sherlock Holmes, auch wenn Kritiker die meist wenig originalgetreuen Drehbücher bemängelten. Bis 1946 drehte Basil Rathbone dreizehn weitere Sherlock Holmes-Filme, um dem Klischee der Rolle zu entkommen stand er danach für weitere Produktionen nicht mehr zur Verfügung. Dazwischen lagen so erfolgreiche Produktionen wie das Abenteuer "The Mark of Zorro" (1940, Im Zeichen des Zorro) mit Tyrone Power, der Film-Noir "Fingers at the Window" (1942, Schatten am Fenster) oder auch die musikalische Komödie "Bathing Beauty" (1944, Badende Venus) mit Schwimmlegende Esther Williams.

Nach dem Ende der Sherlock Holmes-Reihe erhielt Basil Rathbone nur noch wenige interessante Rollenangebote für Kinofilme, zu sehr wurde er mit der Figur des Meisterdetektivs identifiziert. In den 50er und 60er Jahren spielte er meist prägnante Nebenrollen in Filmen wie Melvin Franks Klassiker "The Court Jester" (1959, Der Hofnarr) mit Danny Kaye, wo er als Sir Ravenhurst zu sehen war. Reginald Le Borg besetzte ihn in dem eher zweitklassigen Horrorstreifen "The Black Sleep" (1956, Die Schreckenskammer des Dr. Thosti), John Ford gab ihm die Rolle des Norman Cass in seiner Satire über amerikanische Kleinstadtpolitik "The Last Hurrah" (1958, Das letzte Hurra) an der Seite von Spencer Tracy und John Carradine. In dem Gruselfilm "Tales of Terror" (1962, Der grauenvolle Mister X), einer von Roger Corman in Szene gesetzten Verfilmung nach Edgar Allan Poe, war er neben Vincent Price und Peter Lorre mit einer kleinen Rolle ebenfalls mit von der Partie, mit den genannten Schauspielern drehte er auch die Horrorkomödie "The Comedy of Terrors" (1964, Ruhe Sanft GmbH).
Ab den 50er Jahren hatte der Schauspieler darüber hinaus ein weiteres Betätigungsfeld in verschiedenen Fernsehserien und -einzelproduktionen gefunden und konzentrierte sich auch wieder verstärkt auf seine Arbeit am Theater.

Basil Ratborne verstarb am 21. Juli 1967 im Alter von 75 Jahren in New York an einem Herzinfarkt, noch bis zuletzt hatte er vor der Kamera gestanden. Zu seinen letzten Arbeiten zählt der Horrorstreifen "Hillbillys in a Haunted House" (1967).
Der Schauspieler war in erster Ehe mit seiner Kollegin Marion Foreman verheiratet gewesen; das Paar hatte im Oktober 1914 geheiratet, im darauffolgenden Juli wurde Sohn Rodion geboren, der später gemeinsam mit seinem Vater in zwei Filmen auftrat (1938: The Dawn Patrol und 1939: The Tower of London/Der Henker von London). Im November 1923 lernte Ratborne die Drehbuchautorin Ouida Bergere kennen und verließ wenig später seine Familie. Nach der Scheidung von Marion Foreman fand am 18. April 1926 die Hochzeit zwischen Ratborne und Ouida Bergere statt, die Ehe galt als ungemein glücklich und hielt bis zum Tod des Schauspielers; aus der Verbindung stammt die Adoptivtochter Cynthia, die mit nur 30 Jahren 1969 an einer tückischen Krankheit verstarb. Ouida Bergere überlebte ihre Mann nur sieben Jahre und starb 1974 im Alter von 88 Jahren. Sohn Rodion Rathbone verstarb am 22. August 1996.

Während seiner Karriere wurde der Schauspieler zwei Mal für einen Oscar nominiert, die begehrte Trophäe als "Bester Hauptdarsteller" konnte er jedoch nicht entgegennehmen. Die erste Nominierung erhielt er für seine brillante Darstellung des Tybalt in George Cukors Shakespeare-Verfilmung "Romeo and Juliet" (1936), die zweite für die Rolle des Königs Ludwig XI. in Frank Lloyds Abenteuer "If I Were King" (1938, König der Vagabunden).
1962 erschien Basil Ratbornes Autobiografie "In and Out of Character".

Siehe auch www.basilrathbone.net (in englisch)
sowie www.prisma-online.de und Wikipedia

Weitere Filme1) mit Basil Rathbone
 
*) Der Link führt zur Filmbeschreibung von prisma-online

Ronald Howard … spielte den Sherlock Holmes in der britischen TV-Serie 1954.
 
Geboren am 7. April 1918 in Norwood (Großbritannien),
gestorben am 19. Dezember 1996 in London.

Der Sohn des Leinwandstars Leslie Howard*) (1893 – 1943) wuchs gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Leslie Ruth in einem behüteten Elternhaus auf. Nach dem College arbeitete Ronald Howar zunächst eine Zeit lang als Zeitungsreporter, dann entschied er sich, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und wurde ebenfalls Schauspieler. Eine erste winzige Rolle erhielt er neben seinem Vater in der Kriegskomödie "Pimpernel Smith" (1941), nach praktischen Erfahrungen auf der Bühne avancierte auch Ronald Howard mit den Jahren zu einem renommierten Theater- und Filmschauspieler. Seine größte und eindrucksvollste Rolle bleibt jedoch ohne Zweifel die des Sherlock Holmes in der gleichnamigen britischen Fernsehserie. In der Folge spielte er weiter meist burschikose und stattliche Figuren, denen er oft einen liebenswürdigen Charme verlieh. Bis Mitte der 70er Jahre war Ronald Howard vor allem im Fernsehen in zahlreichen Produktionen zu sehen und auch für einige Kinofilme stand er mit prägnanten Nebenrollen vor der Kamera. Auch wenn er nie die Berühmtheit seines Vaters erlangte, gehört er doch zu denjenigen Darstellern, die mit ihrem soliden Spiel das Publikum erfreuten.
Mitte der 70er Jahre zog er sich vom Filmgeschäft zurück und eröffnete eine Kunstgalerie. 1981 brachte er eine Biografie über seinen Vater mit dem Titel "In Search of My Father: Portrait of Leslie Howard" auf den Markt.
 
Ronald Howard war verheiratet und hinterließ drei Kinder.
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme1) mit Ronald Howard
 
*) Link: Wikipedia
Peter Cushing … spielte den Sherlock Holmes 1959 in dem Spielfilm "The Hound of the Baskervilles"
sowie 1964 in der britischen Serie "The Cases of Sherlock Holmes" und
in dem TV-Film "The Masks of Death" (1984).
 
Geboren am 26. Mai 1913 in Kenley (Surrey),
gestorben am 11. August 1994 in Canterbury (Kent).
  
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Siehe auch www.prisma-online.de, Wikipedia

Weitere Filme1) mit Peter Cushing

Erich Schellow … spielte den Sherlock Holmes in der deutschen TV-Serie 1967.
 
Geboren am 27. Februar 1915 in Berlin,
gestorben am 25. November 1995 in Berlin.
  
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Weitere Filme1) mit Erich Schellow

Stewart Granger … spielte den Sherlock Holmes 1972 in dem TV-Film "The Hound of the Baskervilles".
 
Geboren am 6. Mai 1913 in London,
gestorben am 16. August 1993 in Santa Monica (Kalifornien).
  
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Siehe auch Wikipedia sowie www.prisma-online.de

Weitere Filme1) mit Stewart Granger

Roger Moore … spielte den Sherlock Holmes 1976 in dem TV-Film "Sherlock Holmes in New York".
 
Geboren am 14. Oktober 1927 in Stockwell (London).
  
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Weitere Filme1) mit Roger Moore

Christopher Plummer … spielte den Sherlock Holmes 1979 in dem Kinofilm "Murder by Decree".
 
Geboren am 13. Dezember 1929 in Toronto (Kanada).
  
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Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme1) mit Christopher Plummer
Jeremy Brett … spielte den Sherlock Holmes 1984/85 in der TV-Serie "The Adventures of Sherlock Holmes"
sowie in den Serien "The Return of Sherlock Holmes" (1986),
"The Casebook of Sherlock Holmes" (1990) und
"The Memoirs of Sherlock Holmes" (1994).
 
Geboren am 3. November 1933 als Peter Jeremy William Huggins in Berkswell Grange (Warwickshire),
gestorben am 12. September 1995 in London.

Der Sohn eines Colonels der britischen Armee besuchte das College in Eton, bezeichnete seine Schulzeit jedoch stets als "akademisches Desaster", nicht zuletzt wegen einer Legasthenie hatte er während seiner Studienzeit große Schwierigkeiten. Er entschied sich für die Schauspielerei und ließ sich an der "Central School of Speech and Drama" in London ausbilden, wo er auch einen lästigen Sprachfehler (statt "r" sagte er "w") ausmerzen konnte. Sein professionelles Bühnendebüt gab er 1954 am "Library Theatre" in Manchester. Zwei Jahre später trat er erstmals in London am Old Vic auf, spielte in den folgenden Jahren viele klassische Rollen und machte sich auch am "Royal National Theatre" beispielsweise als "Macbeth" oder "Hamlet" einen Namen als herausragender Shakespeare-Interpret.
Parallel zu seiner Arbeit in London begann Mitte der 50er Jahre seine Karriere bei Film und Fernsehen. Brett trat neben ambitionierten Einzelproduktionen in verschiedensten populären TV-Serien auf, so beispielsweise 1966 als D'Artagnan in dem Mehrteiler "The Three Musketeers" nach dem berühmten Roman von Alexandre Dumas, Vater. Auf der Leinwand trat er erstmals mit einer größeren Rolle als Nicholas Rostov in King Vidors Tolstoi-Adaption "Krieg und Frieden" (1956, War and Peace) in Erscheinung, stand mit so berühmten Hollywoodstars wie Audrey Hepburn, Henry Fonda und Mel Ferrer vor der Kamera. Mit Audrey Hepburn trat er auch 1964 in der Kinoversion des Musicals "My Fair Lady" auf und mimte hier den Freddy Eynsford-Hill, die Gesangspartien wurden damals allerdings trotz seiner exzellenten Stimme synchronisiert. Dass Jeremy Brett über eine ausgezeichnete Gesangsstimme verfügte, bewies er spätestens 1968 im britischen Fernsehen mit der Rolle des "Danilo" in der Operette "The Merry Widow" (Die Lustige Witwe).
Brett überzeugte sowohl in komischen als auch ernsthaften Rollen, vor allem in klassischen Literaturvorlagen zeigte er seine darstellerische Kraft und bestach mit seinem markanten, unverwechselbaren Sprachstil. 1973 beispielsweise glänzte er im Fernsehen als Bassanio in der Shakespeare-Adaption "The Merchant of Venice" (Der Kaufmann von Venedig) neben einem brillanten Laurence Olivier als Shylock und Joan Plowright als Portia.
Trotz seiner regelmäßigen Ausflüge auf die Leinwand bzw. auf den Bildschirm wurde Jeremy Brett erst mit der Figur des Sherlock Holmes so richtig populär. Zehn Jahre lang drückte er dem berühmten Meisterdetektiv in den genannten Serien seinen Stempel auf, vielen gilt Jeremy Brett als die Idealbesetzung des Sherlock Holmes, da er sich mit seinem Spiel sehr eng an das Original von Sir Arthur Conan Doyle hielt. Wer letztlich den Sherlock Holmes besser verkörperte, Jeremy Brett oder Basil Rathbone, bleibt dem Zuschauer überlassen.

Nur kurze Zeit nach dem Ende der Serie "The Memoirs of Sherlock Holmes" und wenige Wochen vor seinem 62. Geburtstag erlag Jeremy Brett in seinem Londoner Heim einem Herzinfarkt. In seiner Kindheit hatte er an rheumatischem Fieber gelitten und davon einen Herzfehler zurück behalten.
Der Charakterdarsteller war seit Mai 1958 mit Anna Massey, der Tochter des Schauspielers Raymond Massey (siehe Serie "Dr. Kildare") verheiratet. Nach nur knapp vier Jahren endete die Ehe trotz eines gemeinsamen Kindes vor dem Scheidungsrichter; sein 1959 geborener Sohn David Huggins wurde ein erfolgreicher Autor. 1976 heiratete der Schauspieler die Produzentin Joan Wilson, auch dieser Ehe war keine lange Dauer vergönnt, da Joan Wilson 1985 ihrem Krebsleiden erlag. Jeremy Brett kam über den Tod seiner Frau kaum hinweg und litt zeitweise unter schweren Depressionen; eine weitere Verbindung ging er nicht mehr ein. Aus seiner Ehe mit Joan Wilson hinterließ er zwei Kinder.
  
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Weitere Filme1) mit Jeremy Brett

Michael Caine … spielte den Sherlock Holmes 1988 in der Krimikomödie "Without a Clue".
 
Geboren am 14. März 1933 im Londoner Stadtteil Bermondsey.
  
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Weitere Filme1) mit Michael Caine

Christopher Lee … spielte den Sherlock Holmes in den TV-Filmen "Incident at Victoria Falls" (1991 und
"Sherlock Holmes and the Leading Lady" (1992).
 
Geboren am 27. Mai 1922 in Belgravia (London).
  
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Weitere Filme1) mit Christopher Lee

Charlton Heston … spielte den Sherlock Holmes 1991 in dem TV-Film "The Crucifer of Blood".
 
Geboren am 4. Oktober 1924 in Evanston (Illinois),
gestorben am 5. April 2008 in Beverly Hills (Kalifornien).
  
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Weitere Filme1) mit Charlton Heston

  
Einige berühmte Darsteller des Dr. Watson
Heinz Rühmann … spielte den Macky McPherson alias Dr. Watson 1937 in dem Spielfilm "Der Mann, der Sherlock Holmes war".
 
Geboren am 7. März 1902 in Essen,
gestorben am 3. Oktober 1994 Aufkirchen/Berg am Starnberger See bei München.
  
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Weitere Filme1) mit Heinz Rühmann

Nigel Bruce … spielte den Dr. Watson in der Spielfilmreihe zwischen 1939 und 1946.
 
Geboren am 14. Februar 1895 als William Nigel Bruce in Ensenada (Baja California, Mexico),
gestorben am 8. Oktober 1953 in Santa Monica (Kalifornien).
 
Der Sohn eines britischen Aristokraten begann seine Schauspielerkarriere am Theater, Ende der 20er Jahre erhielt er erste kleinere Rollen in stummen Streifen; mit Beginn der Tonfilmära konnte er auch im neuen Medium Fuß fassen. 1934 ging Nigel Bruce nach Hollywood und wurde mit Haupt- und Nebenrollen in verschiedensten Kinoproduktionen besetzt. Zu den Filmen jener Jahre zählen unter anderem diverse Abenteuerstreifen, so die von Victor Fleming nach dem Roman von Robert Louis Stevenson in Szene gesetzte Geschichte "Treasure Island" (1934, Die Schatzinsel), Harold Youngs "The Scarlet Pimpernel" (1934, Die Scharlachrote Blume) mit Leslie Howard oder Frank Lloyds "Under Two Flags" (1936, Unter zwei Flaggen). In dem Remake der Komödie "The Last of Mrs. Cheyney" (1937, Eine Dame der Gesellschaft) mimte er neben Joan Crawford und William Powell den Lord Willie Winton, zwischen 1939 und 1946 übernahm er dann die Rolle des Dr. Watson in der 14-teiligen Sherlock Holmes-Reihe mit Basil Rathbone. Für viele Kritiker ist Nigel Bruce der Dr. Watson schlechthin, auch wenn die Charaktere wenig der literarischen Vorlage entsprach. Sherlock-Holmes-Puristen beanstandeten, dass der Dr. Watson aus den Büchern, obgleich zwar kein herausragender Detektiv, doch ein intelligenter und fähiger Charakter sei, die Darstellungsweise von Nigel Bruce ihn jedoch dümmlicher und stümperhafter erscheinen ließ und ihm daher nicht gerecht wurde. Für andere war Bruce der ultimative Dr. Watson. (Quelle: wikipedia.org)
Dass der Schauspieler sich nicht auf das Rollenklischee des Dr. Watson festlegen ließ, bewies er in zahlreichen anderen Erfolgsfilmen, so unter anderem als Major Giles Lacy in dem melodramatischen Alfred  Hitchcock-Krimi "Rebecca" (1940) an der Seite von Laurence Olivier und Joan Fontaine, Hitchcock besetzte in auch in seinem berühmten Thriller "Suspicion" (1941, Verdacht) mit Joan Fontaine und Cary Grant. In den Familien-Melodramen "Lassie Come Home" (1943, Heimweh) und "Son of Lassie" (1945) war er als Duke of Rudling mit von der Partie, Charles Chaplin holte ihn für den Klassiker "Limelight" (1952, Rampenlicht) vor die Kamera. Zu den letzten Arbeiten für das Kino zählt Robert Aldrichs Thriller "World for Ransom" (1954, Menschenraub in Singapur), der erst nach dem Tod von Nigel Bruce in die Lichtspielhäuser kam.
Nigel Bruce, der während seiner Karriere in annähernd 80 Kinofilmen zu sehen war und meist buffoneske, zerstreute Typen verkörperte, blieb dem Theater stets treu und war auch für den Rundfunk aktiv. 
Als er am 8. Oktober 1953 mit nur 58 Jahren an einem Herzinfarkt starb, hinterließ er seine Frau, die Schauspielerkollegin Violet Campbell sowie die gemeinsamen Töchter Jennifer und Pauline.
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme1) mit Nigel Bruce
Nigel Stock … spielte den Dr. Watson zwischen 1964 und 1968 in der britischen Serie "The Cases of Sherlock Holmes".
Geboren am 21. September 1919 auf Malta,
gestorben am 23. Juni 1986 in London.

Nigel Stock verbrachte seine frühe Kindheit gemeinsam mit seiner Schwester in Indien, wo sein Vater als Captain der britischen Armee stationiert war. Als Zehnjähriger kehrte der junge Nigel nach England zurück und besuchte in London die St. Paul's School, später ließ er sich an der "Royal Academy of Dramatic Art" zum Schauspieler ausbilden. Bereits mit zwölf Jahren hatte Nigel Stock in dem Stück "The Traveller in the Dark" am "Savoy Theatre" auf der Bühne gestanden, seither hatte er nur einen Berufswunsch – Schauspieler.
Nach seiner Ausbildung erhielt Nigel Stock Engagements an verschiedensten Theatern in England, spielte viele klassische Rollen und war auf dem besten Weg, ein renommierter Charakterdarsteller zu werden. Mit Beginn des 2. Weltkrieges musste er seine Laufbahn jedoch unterbrechen, kämpfte als Soldat unter anderem auch in Indien, Burma und China; 1945 wurde er hochdekoriert im Range eines Majors aus der Armee entlassen.
Nigel Stock setze seine Theaterkarriere fort, konnte bald auch in New York Erfolge verzeichnen. Sein Repertoire war breit gefächert, er brillierte als Shakespeare-Interpret ebenso wie in Stücken von Tschechow oder Dramen der Moderne.
Bereits Ende der 30er Jahre hatte Nigel Stock erste Erfahrungen vor der Kamera gemacht, eine winzige Rolle spielte er als Teenager – wenn auch ungenannt – in Lothar Mendes' "The Man Who Could Work Miracles" (1936, Der Mann, der die Welt verändern wollte) nach dem Roman von H.G. Wells. Nach dem Krieg übernahm Stock Aufgaben in verschiedensten Film- und TV-Produktionen und gehörte bald zu den populären Gesichtern vor allem auf dem Bildschirm.
Die Rolle des Dr. Watson in der 1964 gedrehten Serie "The Cases of Sherlock Holmes" zählt zweifellos zu den Höhepunkten von Stocks Fernsehschaffen, doch auch in anderen beliebten Serien trat er ab den 60er Jahren regelmäßig mit Gastrollen auf.
Auf der Leinwand war der Schauspieler meist als Schurke oder in eher unsympathischen Rollen zu sehen, zu seinen bekannten Filmen zählen unter anderem "The Dam Busters" (1954, Mai'43 – Die Zerstörung der Talsperren), "H.M.S. Defiant" (1962, Rebellion), "The Great Escape" (1963, Gesprengte Ketten) und "The Lost Continent" (1968, Bestien lauern vor Caracas). In Anthony Harveys Erfolgsfilm "The Lion in Winter" (1968, Der Löwe im Winter) mit Peter O'Toole und Katharine Hepburn war er als Capt. William Marshall zu sehen, in Ken Hughes' Historienspektakel "Cromwell" (1970, Cromwell – Der Unerbittliche), mit Richard Harris in der Titelrolle, agierte er als Sir Edward Hyde. Erwähnenswert ist auch eine seiner letzten Arbeiten für das Kino, in Barry Levinsons "Young Sherlock Holmes" (1985, Das Geheimnis des verborgenen Tempels) mimte er die Figur des Professor Waxflatter, der das Opfer eines mysteriösen Mörders wird.

Als Nigel Stock am 23. Juni 1986 in London mit 66 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb, hinterließ er seine dritte Ehefrau, die Schauspielerin Richenda Carey, mit der er auch oft gemeinsam auf der Bühne gestanden hatte. Seine erste Ehe war Nigel Stock im April 1943 mit Catherine Hodnett eingegangen, einer Krankenschwester, die er während seiner Armeezeit in Indien kennen gelernt hatte; trotz des kurz zuvor geborenen gemeinsamen Sohnes Robert wurde die Verbindung 1947 geschieden. Aus seiner zweiten Ehe mit der britischen Schauspielerin Sonia Williams hatte der Schauspieler zwei Töchter und einen Sohn.
 
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Weitere Filme1) mit Nigel Stock
Paul Edwin Roth … spielte den Dr. Watson 1967 in der deutschen Serie "Sherlock Holmes".
 
Geboren am 22. Oktober 1918 in Hamburg,
gestorben am 27. Oktober 1985 in Hamburg.
  
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Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme1) mit Paul Edwin Roth
James Mason … spielte den Dr. Watson 1979 in dem Kinofilm "Murder by Decree".
 
Geboren am 15. Mai 1909 in Huddersfield (Yorkshire),
gestorben am 27. Juli 1984 in Lausanne (Schweiz).
  
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Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme1) mit James Mason
Ben Kingsley … spielte den Dr. Watson 1988 in dem Kinofilm "Without a Clue".
 
Geboren am 31. Dezember 1943 in Scarborough (Yorkshire).
  
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Siehe auch www.prisma-online.de, Wikipedia
 
Weitere Filme1) mit Ben Kingsley
Patrick Macnee … spielte den Dr. Watson 1976 in dem TV-Film "Sherlock Holmes in New York" sowie
in den TV-Filmen "Incident at Victoria Falls" (1991 und
"Sherlock Holmes and the Leading Lady" (1992).
 
Geboren am 6. Februar 1922 als Daniel Patrick Macnee in London.
  
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Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme1) mit Patrick Macnee
  
Der Arzt und Schriftsteller Sir Arthur Ignatius Conan Doyle wurde am 22. Mai 1859 als Sohn eines irischstämmigen Beamten aus aristokratischem Hause in Edinburgh geboren. 1882 gelang ihm mit dem Roman "A Study in Scarlet" (Eine Studie in Scharlachrot) der Durchbruch als Autor, die von ihm geschaffene literarische Figur des Meisterdetektivs "Sherlock Holmes" eroberte die Leser im Sturm. In vier Romanen und 56 Geschichten erzählt Conan Doyle von den Abenteuern des unsterblich gewordenen Paars Holmes und Dr. Watson. Daneben schrieb Conan Doyle zahlreiche weitere Werke. 
Am 7. Juli 1930 starb Conan Doyle, dem 1902 wegen seiner Propagandatätigkeit während des Burenkrieges der Adelstitel verliehen worden war, an den Folgen einer Herzkrankheit in seinem Haus in Windlesham (Sussex). Er war zweimal verheiratet, von 1885 bis zu ihrem Tod 1906 mit Louisa (Louise) "Touie" Hawkins und von 1907 bis zu seinem Tod mit Jean Leckie. Aus seiner ersten Ehe stammten seine Kinder Kingsley und Mary, aus seiner zweiten die Söhne Denis, Adrian und Tochter Jean, genannt "Billie".
(nach Wikipedia)

Ausführliche Kurzportraits zu Sir Arthur Conan Doyle siehe
www.dhm.de
gutenberg.spiegel.de
www.krimi-couch.de
1) Der Link führt zur "german.imdb.com" – 2) Der Link führt zu wikipedia.org
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