Robert Taylor
Robert Taylor, eigentlich Spangler Arlington Brugh Jr., wurde am 5. August 1911 in Filley (Nebraska) als Sohn eines Landarztes geboren. Zu seinen Schultagen war Robert Taylor eher sportlich und musisch interessiert. So spielte er leidenschaftlich gern Cello, war Mitglied des Schülerorchesters und wollte Musiker werden. So begann er zunächst ein Musikstudium am "Doane College" in Nebraska, wechselte dann in den frühen 1930er Jahren an das "Pomona College" in Kalifornien um Medizin zu studieren, wirkte nebenher bei einer örtlichen Theatergruppe mit. Bei einer dieser Aufführungen wurde ein Talentsucher von MGM auf den attraktiven 23-jährigen Robert Taylor aufmerksam und nahm ihn 1934 unter Vertrag. Noch im gleichen Jahr gab Taylor sein Leinwanddebüt mit einer winzigen Rolle in dem Streifen "The Spectacle Maker" , wenig später tauchte er in "A Wicked Woman" (1934) auf. Danach wurden die Rollen größer und bald avancierte Taylor zu einem der vielbeschäftigten Hollywood-Schauspieler, der in Filmen unterschiedlichen Genres stets eine gute Figur machte. Der Beginn seiner Karriere war allerdings zunächst gespickt mit gehässigen Rezensionen vermutlich neiderfüllter Kritiker, die Robert Taylor allein wegen seines blendenden Äußeren abqualifizierten. Doch trotz aller Häme wurde Taylor keinesfalls einspurig als Schönling eingesetzt.

Taylor war auf kein spezielles Genre festgelegt, spielte

Der rasante Aufstieg  des Schauspielers zum Topstar war so spektakulär, dass die Londoner Zeitung "The Observer" in ihrem Jahresrückblick schrieb: 1936 wird als das Jahr des Spanischen Bürgerkrieges, der Abdankung des englischen Königs und von Robert Taylor in Erinnerung bleiben. Der Schauspieler verdankte seine Popularität in diesem Jahr Auftritten neben Loretta Young (Private Numbers), Janet Gaynor (Small Town Girl), Barbara Stanwyck (His Brothers Wife), Joan Crawford (The Gorgeous Hussy) und besonders Greta Garbo, neben der in dem dem Film "Camille" (Die Kameliendame) mitwirkte. Der Schauspieler galt neben Tyrone Power als schönster Schauspieler der Zeit. Das Studio versuchte daher, Taylor regelmäßig auch in bodenständigeren Rollen einzusetzen. Seine überwiegend weiblichen Fans mochten ihn jedoch am liebsten als Held romantischer Komödien und dramatischer Liebesgeschichten. (Quelle: Wikipedia)
  
In den 1950er Jahren war Taylor vor allem mit historischen Ausstattungsepen erfolgreich. Man sah ihn als römischen Kommandanten Marcus Vinicius in "Quo Vadis?" (1951) neben Peter Ustinov als wahnsinnigem Kaiser Nero, sowie als Protagonist in den Ritterepen "Ivanhoe – Der schwarze Ritter"1) (1952, Ivanhoe2)), "Die Ritter der Tafelrunde"1) (1953, Knights of the Round Table) und "Liebe, Tod und Teufel" (1955, The Adventures of Quentin Durward). Auch in Western wurde er weiterhin gern besetzt, so beispielsweise in "Fluch des Blutes"2) (1950, Devil's Doorway) als Indianer Lance Poole, oder in "Verwegene Gegner" (1953, Ride, Vaquero!), "Die letzte Jagd"1) (1956, The Last Hunt), "Vom Teufel geritten" (1957, Saddle the Wind) oder "Der Schatz des Gehenkten"1) (1957, The Law and Jake Wade).
Bereits Ende der 1950er Jahre sank Taylors Stern und er wurde er größtenteils in eher unbedeutenden Filmen eingesetzt. Einzige Highlights dieser Zeit waren die Disney-Produktion "Flucht der weißen Hengste"1) (1963, Miracle Of The White Stallions), William Castles Grusel-Thriller "Er kam nur nachts" (1964) sowie die TV-Serie "The Detectives"3) (1959 – 1962), wo er den knallharten Captain Matt Holbrook mimte. Einer von Robert Taylors letzten Filmen war der eher drittklassige Western "Hondo" (1967) von Lee Katzin.
 
Robert Taylor starb am 8. Juni 1969 in Santa Monica im Alter von nur 57 Jahren an Lungenkrebs. Der Schauspieler war von 1939 bis 1951 mit seiner Kollegin Barbara Stanwyck3) (1907 – 1990) verheiratet, mit der in "
Er kam nur nachts"1) (1964, The Night Walker)" vor der Kamera stand. Seine zweite Ehefrau heiratete Taylor 1954, es war die gebürtige Hamburgerin und Filmschauspielerin Ursula Thiess1) (1924 – 2010), die nur in wenigen Filmen auftrat und mit Taylor gemeinsam in der TV-Serie "The Detectives" spielte. Aus der Verbindung stammen der 1955 geborene Sohn Terrence sowie Tochter Theresa, die 1959 das Licht der Welt erblickte.
 
Von Jane Ellen Wayne stammt die Biografie mit dem Titel "Robert Taylor: The Man With the Perfect Face", ein weiteres Buch, "The Films of Robert Taylor", wurde von Lawrence J. Quirk auf den Markt gebracht.
  
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de, 3) Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de; siehe auch Wikipedia
  
Filme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, prisma.de)
  • 1934: Handy Andy
  • 1934: There’s Always Tomorrow
  • 1934: A Wicked Woman
  • 1935: Buried Loot (Kurzfilm)
  • 1935: Ein Arzt für alle Fälle (Society Doctor)
  • 1935: Times Square Lady
  • 1935: West Point of the Air
  • 1935: Gefahr im Dunkeln (Murder in the Fleet)
  • 1935: Broadway-Melodie 1936 (Broadway Melody of 1936)
  • 1935: Magnificent Obsession
  • 1935: La Fiesta de Santa Barbara (Kurzfilm)
  • 1936: Kleinstadtmädel (Small Town Girl)
  • 1936: Frauenehre (Private Number)
  • 1936: Zwischen Hass und Liebe (His Brothers Wife)
  • 1936: The Gorgeous Hussy
  • 1936: Die Kameliendame (Camille)
  • 1937: Der Mann mit dem Kuckuck (Personal Property)
  • 1937: Unter vier Augen (This Is My Affair)
  • 1937: Broadway Melodie 1938 (Broadway Melody of 1938)
  • 1937: Lest we Forget (Kurzfilm)
  • 1938: Der Lausbub aus Amerika (A Yank at Oxford)
  • 1938: Three Comrades
  • 1938: Schnelle Fäuste (The Crowd Roars)
  • 1939: Stunde der Vergeltung (Stand Up and Fight)
  • 1939: Lucky Night
  • 1939: Lady of the Tropics
  • 1939: Remember?
  • 1940: Flight Command
  • 1940: Ihr erster Mann (Waterloo Bridge)
  • 1940: Escape
  • 1941: Der letzte Bandit (Billy the Kid)
  • 1941: When Ladies Meet
  • 1942: Der Tote lebt (Johnny Eager)
  • 1942: Her Cardboard Lover
  • 1942: Stand by for Action
  • 1943: Bataan
  • 1944: The Fighting Lady (Erzähler des Dokumentarfilms)
  • 1944: Song of Russia
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