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1954 erhielt er seinen ersten
Plattenvertrag und gab sich nun den Künstlernamen "Udo Jürgens".
Seiner erste Single "Es waren weiße Chrysanthemen" folgten Titel
wie "Der lachende Vagabund", "Es zieht ein Spielmann durch das
Land", "Die Insel des Glücks" oder "Hey Stop! Das ist
meine Braut", mit denen er jedoch als Sänger noch nicht so recht Fuß
fassen konnte. Zwischendurch war er als Pianist in der Band von Max Greger
engagiert, den er 1956 auf einer ausgedehnten UdSSR-Tournee begleitete. 1961 kam Udo Jürgens dann mit dem Titel "Jenny" erstmals in die deutsche Hitparade, wenn auch nur auf Platz 36; drei Jahre später hatte er sich mit "Warum nur, warum" im deutschsprachigen Raum schon auf den 21. Platz "vorgearbeitet", mit dem er sein Land beim "Grand Prix Eurovision" in Kopenhagen vertreten hatte und einen beachtlichen 5. Platz erzielte; in Frankreich wurde der Titel ein "Nr.1-Hit" und Matt Monroe verhalf der englische Version "Walk Away" mit 1,5 Millionen verkauften Schallplatten zu einem weltweiten Erfolg. 1965 nahm Udo Jürgens mit "Sag ihr, ich lass' sie grüßen" wieder an dem europäischen Gesangswettbewerb in Neapel teil, erreichte Platz 4 und wurde in den Charts notiert. Im gleichen Jahr stand er dann mit "Siebzehn Jahr, blondes Haar" endlich unter den "Top-10" in der Hitparade. 1966 hatte Udo Jürgens mit "Merci Chérie" endgültig den Durchbruch geschafft: mit diesem Titel wurde er Sieger beim neuerlichen "Grand Prix Eurovision" in Luxemburg und erreichte Platz 4 in der deutschen Hitnotierung, ebenso wie ein halbes Jahr später mit "Sag mir wie". "Warum nur, warum" und "Merci Chérie" wurden in acht Sprachen übersetzt, letztgenannter Titel wurde ein Welthit mit Hitparaden-Spitzenpositionen in über 20 Ländern und allein bis 1970 verkauften sich diese Titel rund 20 Millionen Mal. In den folgenden Jahren wurde Udo Jürgens zu einem der einflussreichsten und erfolgreichsten Interpreten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Man hörte unzählige Titel von ihm, von denen viele zu Klassikern wurden: 1968 besang er "Mathilda" und die "Cottonfields", 1969 erklangen "Es wird Nacht Senorita" und "Anouschka", 1970 "Babuschkin", 1974 "Griechischer Wein" und "Zieh den Kopf aus der Schlinge Bruder John"; Bing Crosby übrigens machte "Griechischer Wein" später unter dem Titel "Come Share The Wine" zum Titelsong seiner letzten LP. 1975 schilderte Udo Jürgens die Bigotterie in dem "Ehrenwerten Haus", 1976 kritisierte er den Überfluss in dem Superhit "Aber bitte mit Sahne" und berichtete von "Tante Emma". 1977 brach er mit dem Titel "Mit 66 Jahren" eine Lanze für die ältere Generation, 1978 hörte man seinen größten Schallplattenhit "Buenos dias, Argentinia", den Song zur Fußballweltmeisterschaft; im gleichen Jahr schrieb er für Bundestrainer Helmut Schön zu dessen Abschied "Der Mann mit der Mütze". 1979 erlebte er "Rhodos im Regen" und meinte "Ich weiß, was ich will". Ebenfalls 1979 "schrieb er nie ein Lied für Karin" und hatte 1980 "Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff". 1981 besuchte er "Paris einfach nur so zum Spaß" und stellte fest "Gabi wartet im Park". 1982 war es "Fünf Minuten vor Zwölf", 1983 hörte man "Die Sonne und du" und mit "Rot blüht der Mohn" äußerte er seine Kritik an der Drogenpolitik. 1984 folgten die Songs "Liebe ohne Leiden", 1989 "Masken, Masken" und 1991 "Na und", "Geradeaus" sowie "Fehlbilanz", um nur einige Titel zu nennen. Seine Lieder mit zum Teil sehr kritischen Texten und "Tiefgang" erschienen darüber hinaus auf zahllosen LPs und Alben, von denen hier nur einige genannt werden sollen: so z.B. 1966 die erste LP "Porträt in Musik", 1968 die beiden LPs "Mein Lied für dich" und "Udo live", 1976 die Alben "Meine Lieder" und "Griechischer Wein", 1979 zum "Jahr des Kindes" die LP "Die Blumen blüh'n überall gleich" mit Texten von James Krüss, 1983 "Silberstreifen" und "Traumtänzer". 1984 erschien das Album "Hautnah", 1985 die Doppel-LP "Live & Hautnah" sowie "Treibjagd"; 1986 folgte die LP "Deinetwegen", 1988 "Das blaue Album", 1989 das Studio-Album "Ohne Maske", 1993 "Café Grössenwahn".
Viele seiner Titel wurden in die verschiedenste Sprachen übersetzt, die Udo Jürgens dann bei seinen zahlreichen Konzerten rund um den Globus in der jeweiligen Landessprache vortrug. Personality-Shows im Fernsehen wie 1978 "Ein Mann und seine Lieder" erreichten traumhafte Einschaltquoten und mit Gastauftritten bei Fernsehshows, Gala's und Großveranstaltungen begeistert Udo Jürgens auch noch heute sein Publikum aller Altersschichten. Seine spektakulären Shows wie 1983, als er für eine internationale TV-Produktion samt Glasflügel auf dem 3.454 Meter hoch gelegene Jungfraujoch in den Schweizer Alpen auftrat, gingen durch die Medien sowie die News- und Show-Sendungen der Welt. Gemeinsame Auftritte mit internationalen Showgrößen wie z. B. 1974 mit Shirley Bassey in Rio de Janeiro oder 1985 mit José Carreras beim Benefizkonzert "Opera for Africa" in der Arena di Verona unterstreichen den internationalen Starstatus des vielseitigen Künstlers. Seine mehrmonatigen Konzerttourneen wie z. B. "Udo '80" (1980), "Deinetwegen" (1987), "Lust am Leben" (1982), "Ohne Maske" (1989), "Geradeaus" (1992), "Die Größenwahntour" (1994), "Gestern, Heute, Morgen" (1997) waren stets ausverkauft, das neue Jahrtausend startete Udo Jürgens mit den Programm "Mit 66 Jahren" (2000/2001). Im Jahre 2002 folgte eine Open-air-Tournee mit zwölf Konzerten durch Deutschland und Österreich, die unter dem Motto "Ein Soloabend" stand; im gleichen Jahr kam seine neueste CD "Es lebe das Laster" mit insgesamt 15 neuen Songs heraus, der 2003 die gleichnamige dreimonatige Tournee durch Deutschland und Österreich folgte. Seine Solokonzert-Tour "Udo spielt Jürgens" mit 19 Vorstellungen absolvierte er 2005, im darauffolgenden Jahr gab der Künstler 100 Konzerte "Jetzt oder nie", am 1. Juni 2007 startete seine Open-Air-Tour (16 Vorstellungen) mit dem Titel "Ein Mann & sein Klavier", die er selbst als "Urlaub mit Musik" bezeichnete. Am 2. Dezember 2007 hatte das Musical "Ich war noch niemals in New York" im Operettenhaus Hamburg als Nachfolger des Musicalhits "Mamma Mia!" Weltpremiere. Alle Lieder in diesem Bühnenstück stammen von Udo Jürgens und seinen Textdichtern. Selbst tritt er nicht auf, die Lieder werden von den Darstellern gesungen. Das Dialogbuch schrieben Gabriel Barylli und Christian Struppeck, choreografiert wurde das Musical von Kim Duddy. "Ich war noch niemals in New York" dreht sich um die erfolgreiche Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg. Deren Mutter Maria fühlt sich von der Tochter ins Altersheim abgeschoben. Gemeinsam mit ihrer Spät-Liebe Otto will sie sich ihren Lebenstraum erfüllen: Einmal nach Amerika und Otto unter der Freiheitsstatue heiraten! So machen sich die beiden heimlich per Kreuzfahrtschiff auf die Reise. Als Lisa davon erfährt, nimmt sie mit Ottos Sohn Axel und dessen zwölfjährigem Sprössling die Verfolgung auf. Auf hoher See treffen die drei Generationen schließlich aufeinander.2)
1994 folgte zum 60. Geburtstag das "Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland", 1996 wurde er von Franz Beckenbauer im Beisein des österreichischen Bundeskanzlers Dr. Franz Vranitzki mit den FIFA-Verdienstorden für seine Verdienste um den Sport bedacht. 1998 folgte die Auszeichnung "Kultsänger des Jahres '97", im Jahr 2000 erhielt der Künstler aus den Händen von Bundeskanzler Schröder den Bauer-Medienpreis "Goldene Feder" für sein Lebenswerk und 2002 wurde er mit dem Preis "Helix 2002" vom "Forum Besser Hören" ausgezeichnet. Weitere Ehrungen sind unter anderem der "Deutsche Fernsehpreis" (2004), der "Berliner Bär" (BZ-Kulturpreis) für sein Lebenswerk (2007), die "Goldene Henne"1) für sein Lebenswerk (2008) sowie der "Steiger Award"1) (2008). Bei der "Romyverleihung 2011"1) am 16. April 2011 in der Wiener Hofburg erhielt der Künstler mit der "Platin Romy" eine neuerliche Auszeichnung für sein Lebenswerk, am 12. Mai 2011 konnte er im Stuttgarter "Stage Apollo Theater" den "SWR4 Ehrenpreis" für sein "herausragendes, musikalisches Lebenswerk" entgegen nehmen; siehe auch die Liste der Auszeichnungen bei Wikipedia). 1994 wurde auf der Frankfurter Buchmesse die von Udo Jürgens geschriebene Biografie " unterm Smoking Gänsehaut" vorgestellt, das auf Anhieb Platz 5 der "Spiegel"-Bestsellerliste erreichte. Das Buch wird nicht nur "Udo-Fans" interessieren, sondern ist auch für solche Leser interessant sein, die mehr von dem "Phänomen" Udo Jürgens wissen wollen. Seit einiger Zeit arbeitete Udo Jürgens an einem neuen Roman, in dem er die Geschichte der eigenen Familie in Russland und Deutschland über einen Zeitraum von 100 Jahren erzählen will. Anlässlich seines 70. Geburtstages am 30. September 2004 kam nun in Zusammenarbeit mit Michaela Moritz dieser autobiografische Roman unter dem Titel "Der Mann mit dem Fagott" auf den Markt. Udo Jürgens sagte in einem Interview zu seinem neuen Werk: "Die Geschichte meiner Familie hat mich seit meiner Kindheit geprägt und mein Weltbild entscheidend mitbestimmt, die Suche nach ihren Spuren hat mich seit vielen Jahren begleitet, die Idee zu diesem Buch trage ich schon beinahe mein ganzes Leben mit mir herum. Es erzählt die Wahrheit und ist doch ein Roman: Es erzählt die Geschichte so, wie ich sie sehe, sie recherchiert oder erlebt, sie aus den Erzählungen meiner Kindheit und Jugend rekonstruiert habe." Anfang September 2010 ging durch die Presse, dass die ARD die Autobiografie "Der Mann mit dem Fagott"3) verfilmt, das Script stammt von Harald Göckeritz und Miguel Alexandre1), der auch Regie führte. Die Dreharbeiten begannen am 7. September 2010, die Hauptrolle des Udo Jürgens übernahm David Rott1). Zur prominenten Besetzung gehören Christian Berkel (Udo Jürgens' Großvater Heinrich Bockelmann), Melika Foroutan (Heinrich Bockelmanns Ehefrau Anna), Ulrich Noethen (Vater Rudi Bockelmann), Valerie Niehaus (Udo Jürgens' Jugendliebe Gitta), Herbert Knaup (Udo Jürgens' Onkel Erwin Bockelmann), u.v.a., auch Udo Jürgens selbst stand vor der Kamera. Die Ausstrahlung des in Deutschland, Österreich, Tschechien und Russland gedrehten, opulenten zweiteiligen Generationenportraits war am 29. bzw. 30. September 2011 pünktlich zum 77. Geburtstag von Udo Jürgens in der ARD. Am 29. September erschien Jürgens nach dem 1. Teil bei "Beckmann" und ließ sein außergewöhnliches Leben und das seiner Familie Revue passieren, gefolgt von der Sendung "Making-of" mit einem Bericht über die Dreharbeiten; der Ausstrahlung des 2. Teiles der Familiensaga folgte das Konzert "Udo Jürgens live 2006"; mehr zum Zweiteiler bei www.daserste.de.
Udo Jürgens war von 1964 bis 1989 mit dem ehemaligen Fotomodell und der späteren Fotografin Erika Meier alias "Panja" verheiratet, die er 1959 kennengelernt hatte. Am 20. Februar 1964 wurde Sohn John1) geboren, der heute Schauspieler ist und drei Jahre später, am 22. Januar 1967, Tochter Jenny1), die ebenfalls Sängerin wurde und sich auch einen Namen als Schauspielerin und Moderatorin machte. Außerdem hat Udo Jürgens zwei nichteheliche Töchter.2) Am 4. Juli 1999 heiratete der Künstler in New York seine langjährige Lebensgefährtin Corinna Reinhold, im Herbst 2005 trennte sich das Paar, 2006 erfolgte die offizielle Scheidung. |
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Link: 1) Wikipedia, 3) prisma.de Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 19.09.2011) |
Stand September 2011 | ||||||
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Lizenz Fotos Udo Jürgens (Urheber:
Wikipedia-Benutzer Steindy) bzw.
Manfred Werner – Tsui:
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Weitere Informationen zu Udo Jürgens, u. a. aktuelle Tourneedaten und
Veröffentlichungen, findet man bei www.udojuergens.de. Eine ausführliche Fan-Seite gibt es unter www.udofan.de Siehe auch Wikipedia sowie www.laut.de; Filmografie bei www.imdb.de |
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