Wolfgang Stumph wurde am 31. Januar 1946 im schlesischen Wünschelberg
geboren. Nach der Schule begann er zunächst eine Lehre als
Kesselbauer, studierte in Chemnitz Ingenieurpädagogik und arbeitete nach
seinem Abschluss eine Zeit lang in diesem Beruf. Da er sich aber auch
intensiv für die Schauspielerei interessierte, nahm er Unterricht und
verlegte sich bald ganz auf eine künstlerische Laufbahn. Als Kabarettist in
dem von ihm gegründeten "Die Lachkarte" sowie als
Mitglied der Dresdner "Herkuleskeule" machte er sich schnell
in der ehemaligen DDR einen Namen, Auftritte im Fernsehen Ende der 80er Jahre
schlossen sich an und Stumph avancierte unter anderem auch als Sketchpartner von Gunther Emmerlich
in der DFF-Unterhaltungssendung "Showkolade" zum
Publikumsliebling.
Wolfgang Stumph beim Deutschen Filmpreis 2006
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de) |
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Nach der "Wende" schaffte Stumph in Peter Timms Kultfilm
"Go Trabi Go"*)
(1991) und seiner Rolle des Bitterfelder Trabantreisenden Udo Struutz
den Durchbruch im gesamtdeutschen Kino und wurde für den "Deutschen Filmpreis"
nominiert; auch in der Fortsetzung
"Go Trabi Go 2"*) spielte er 1992 diesen
Part. Ein Jahr später
begeisterte Stumph das Fernsehpublikum als renitenten Postbeamten Wolfgang Stankoweit,
der sich in der Sitcom "Salto postale"*) gegen seinen "Besserwessi-Chef" behaupten
muss und erhielt 1995 für seine Leistung den "TeleStar"; mit
"Salto Kommunale" fand diese Sendung 1998 ihre Fortsetzung.
Zum absoluten Publikumsliebling wurde Wolfgang Stumph dann 1995 Jahr als Kriminalhauptkommissar
Wilfried Stubbe in den erfolgreichen Krimi-Serien des ZDF "Von Fall
zu Fall". Die Sendung entwickelte sich zum
"Dauerbrenner", nicht zuletzt wegen der gekonnten Mischung aus
Kriminalfällen und heiteren, liebenswürdigen Familiengeschichten, und
bis heute löst "Stubbe" mit unkonventionellen Mitteln so
manchen kniffligen Fall; einige sehenswerten Krimis werden bei
prisma-online.de beschrieben:
"Tod
des Models" (2000),
"Nina" (2003),
"Verhängnisvolle
Freundschaft" (2006),
"Schmutzige
Geschäfte" (2006), "Auf dünnem Eis" (2008),
"Sonnenwende" (2009),
"In den Nebel" (2009)
und "Gegen den Strom" (2010); siehe auch Wikipedia
mit der Übersicht zu den bisher gezeigten Folgen.
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Doch Wolfgang Stumph ist nicht nur "Stubbe", 1998 zeigte er in
der Tragikkomödie "Bis zum Horizont und weiter" und seiner Rolle des
Baggerführers Henning Stahnke, dass er über ein breites schauspielerisches Spektrum
verfügt.
In einer vielschichtigen Rolle brillierte er auch 2001 in dem Fernsehfilm
"Ein Stück vom Glück" und spielte an der Seite von Klausjürgen Wussow und Jutta Speidel
einen cleveren Showbusiness-Manager.
In der turbulenten Weihnachtskomödie "Ein Sack voll Geld"
amüsierte er die Fernsehzuschauer 2002 als Paketzusteller Wolfgang Paschke,
dem zwei dummdreiste Bankräuber nach einem Überfall einen "Sack voll
Geld" in seinem Paketwagen geworfen haben; 2003 glänzte er neben Katharina Thalbach und Katja Riemann
in der Verwechslungskomödie "Der Job seines Lebens" mit der
Doppelrolle des arbeitslosen Werkzeugmachers Erwin Strunz, der für den Ministerpräsidenten Achimsen
gehalten wird; im November 2004 fand die Geschichte mit "Der Job seines Lebens (2)"
eine Fortsetzung.
Zu Stumphs weiteren Produktionen zählt die witzige Liebeskomödie
"Das blaue Wunder", die Anfang 2004 ausgestrahlt wurde. Hier bewies
der Schauspieler mit der Hauptrolle des Elbfährenkapitäns und sympathischen Hochstaplers Rüdiger Stolze an
der Seite von Martina Gedeck und Michael Gwisdeke einmal mehr seine
schauspielerische und komödiantische Vielseitigkeit.
Das Foto (auch Hintergrund) wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik
zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik
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Eine herrliche Rolle
hatte er dann im Anfang März 2005 in "Das Schwalbennest", einer Sozialkomödie über Arbeitslose.
Die Geschichte spielt in Eisenhüttenstadt, in welcher der Ex-Stahlwerker und
Taxifahrer Armin Stützler (Wolfgang Stumph) zusammen mit dem arbeitslosen Stahlwerker Ronny (Antonio Wannek)
und Freund "Bomber" (Jörg Schüttauf) auf eine glorreiche Idee
kommt: Sie wollen einen Erotikklub "mit Niveau" eröffnen und das ausgerechnet in
dem provinziellen Eisenhüttenstadt, wo nicht gerade das pralle Leben tobt. Mit mehr
gutem Willen als Sachverstand und mit Hilfe von drei importierten Russinnen setzen
die drei das Vorhaben in die Tat um
Wolfgang Stumph als
unbedarfter Bordellchef konnte
wieder einmal seinen trockenen Humor voll zum Einsatz bringen.
Auch in dem Anfang März 2006 im ZDF ausgestrahlten, vielbeachteten Zweiteiler
"Dresden", welcher das Inferno thematisiert, das in der Nacht des 13. Februar 1945
über die Elbflorenz-Stadt hereinbrach, war Stumph vertreten. Neben den
Protagonisten Felicitas Woll, Benjamin Sadler und John Light
sowie vielen anderen bekannten Schauspielern spielte er hier
die kleine, dennoch prägnante Rolle eines Pfarrers. Einen Monat später
erlebte man ihn in der gefühlvollen ZDF-Komödie "Eine Liebe in Königsberg"1):
Hier mimte Stumph den Dresdner Bauunternehmer Walter Steinhoff, der durch den
ungewöhnlichen letzten Willen seiner Mutter mit deren und damit auch seiner
eigenen Vergangenheit konfrontiert wird. Partnerin in diesem TV-Spiel war Suzanne von Borsody,
mit der Stumph Ende März 2007 in der Familienkomödie
"Beim
nächsten Kind wird alles anders"1) erneut auf dem Bildschirm auftauchte: Vollkommen
überrumpelt von einer erneuten späten Schwangerschaft seiner Ehefrau Martha,
muss sich Richard an die neue Situation gewöhnen da hängt schon mal der
Haussegen schief, zumal Richard von Teilzeitarbeit und großen Reisen mit dem
Wohnmobil träumt. Alles in allem 90 Minuten unterhaltsame Fernsehkost.
Eher etwas nachdenklicher stimmte die zum "Tag der deutschen
Einheit" am 3. Oktober 2007 in der ARD ausgestrahlte Ostalgie-Tragikomödie
"Heimweh nach drüben"1), angesiedelt wenige Jahre vor Öffnung der
Mauer. Stumph spielt hier authentisch den schlitzohrigen DDR-Bürger Stephan Busemann, der
während eines Besuchs bei seinem im Westen lebenden Bruder (Jürgen Tarrach)
plötzlich vor die Tatsache gestellt wird, nicht mehr in seine Heimat
zurückkehren zu können, da er unwissend seinem Sohn und dessen Frau zur
Flucht in den "goldenen Westen" verholfen hat. Die damaligen
Gegebenheiten werden in diesem von Hajo Gies detailgetreu in Szene
gesetzten TV-Film dann ins Gegenteil verkehrt, Busemann will mit aller Macht
wegen seiner Liebe zur Genossin Bürgermeister Eva Linde alias
Katrin Saß in die DDR zurück. Er gerät in die Mühlen der großen Politik, mit einem Heißluftballon wagt
Busemann schließlich die Flucht von West nach Ost
Foto mit freundlicher Genehmigung von Jens van Zoest
© Jens van Zoest (www.jensvanzoest.com)
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Nach seiner Rolle Anfang Januar 2008 als der in Mexiko gestrandete,
heruntergekommene Rechtsanwalt Paul Linke in dem
abenteuerlich-melodramatischen ARD-Zweiteiler "Im
Meer der Lügen"1) zeigte das von Zoltan Spirandelli inszenierte TV-Drama "Stürmische Zeiten"1)
Stumph Anfang April 2008 in einer ungewohnt ernsten Rolle, als patenten Reet-Dachdecker Werner Stegemann,
der in einem idyllischen Dorf auf dem Fischland an der Ostsee lebt. "Vor
dem bildstarken Hintergrund einer sonnig-prallen Ostsee-Landschaft schwelt ein
Vater-Sohn-Konflikt, der erst einer dramatischen Wendung bedarf, um aufgelöst
werden zu können." so die ZDF-Pressestelle zu dem Fernsehfilm, der den
Zuschauer trotz einiger Situationskomik zum Nachdenken brachte und nicht zuletzt durch das einfühlsame
Spiel Stumphs und Max von Thuns als
seinem todkranken Filmsohn Nils überzeugte.
Auch in dem von Thorsten Näter in Szene gesetzten abenteuerlichen ZDF-Film "30 Tage Angst"1)
(EA: 6. April 2009) bediente Stumph eher das (melo-)dramatische Fach
und agierte als Mitglied einer deutschen Touristengruppe, die in der Sahara von
rebellischen Nomaden entführt wird. Er ist der eher etwas biedere Metzgermeister Gröbner,
der sich zusammen mit seiner Frau Magda (Ramona Kunze-Libnow) einen
außergewöhnlichen Urlaub gönnen will. Der Tagesausflug endet auch für die
anderen Teilnehmer, den Exsoldat Martin (Oliver Stokowski), dessen Frau Nina (Ann-Kathrin Kramer)
samt Tochter Svenja (Isolda Dychauk) sowie für die junge, arrogante Kosmetikverkäuferin Yvonne (Stephanie Stumph),
den Einzelgänger Paul (Bernhard Schütz) und die mysteriöse ältere Dame
Waltraud (Cordula Trantow) im Fiasko, als sie von Nomaden als Geiseln werden verschleppt
werden. "30 Tage Angst" wurde im Herbst 2008 in Namibia gedreht, als zeitgleich
eine Gruppe deutscher Touristen in Ägypten entführt wurde.
"Gut besetzt aber mit Sand im Getriebe" lautete die Kritik in der
TV-Zeitschrift HÖRZU, www.focus.de
meint unter anderem: Das Kidnapping-Drama prunkt mit opulenten Aufnahmen.
Sand, der sich in der gleißenden Sonne zu endlosen Dünenlandschaften türmt.
Im bläulich schimmernden Abendlicht erstrahlen bizarre Gebirgsketten.
Das Morgenland in seinen schönsten Farben. Spektakuläre Kulisse wie im Kinoklassiker
"Lawrence von Arabien", nur dass statt Peter O'Toole der Schauspieler Stokowski den Oliver von Arabien gibt.
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In der am 2. September 2009 ausgestrahlten ARD-Komödie "Romeo und
Jutta"1) erlebte man Stumph wieder mal in Hochform. In der MDR-Produktion,
einer zum Teil grotesken und dann wieder romantisch anmutenden Liebesgeschichte,
mimt er den als Klavierstimmer getarnten Charmeur Jürgen Stoll, der als
Heiratsschwindler auffliegt und 1983 in die Fänge der Stasi gerät. Um seiner
Bestrafung zu entgehen, willigt er ein, als Spion "IM Romeo" in der BRD zu agieren bzw.
der Bonner Sekretärin Jutta (Katja Riemann) Staatsgeheimnisse zu
entlocken. Stoll kann Ausschreibungs-Details im Wettbewerb "Unser Dorf
soll schöner werden" oder klassenkampfwichtige Informationen über
"Zitzen-Entzündungen Ostallgäuer Milchkühe" an seinen
Führungsoffizier weiter geben. Dass sich der ehemalige Heiratsschwindler und
die attraktive Jutta schließlich ineinander verlieben, haben weder die Stasi
noch Stoll so geplant. Die Agentenkarriere endet mit einer geplatzte Flucht
sowie mehreren Jahren Gefängnis, das Liebespaar wird getrennt. Erst nach der
Wende wird Stoll entlassen, findet Jutta wieder und beide planen einen großen
Coup, um sich zu rächen. Was folgt ist eine amüsante "Köpenikiade"
Wolfgang Stumph auf dem "Roten Teppich beim
Deutschen Filmpreis 2010 (Berlin, 23.04.2010)
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
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Neben der
Kurzbeschreibung führt prisma-online.de
aus: "TV-Routinier Jörg Grünler drehte nach dem Drehbuch von Wolfgang Limmer ("Falsche Liebe")
diese überzogene, aber dennoch witzige
deutsch-deutsche Geschichte um einen armen Tropf in den Fängen der
Staatsgewalten. Ganz auf das gekonnt aufspielende Hauptdarsteller-Duo Stumph/Riemann
zugeschnitten, ist "Romeo und Jutta" bereits der dritte Film, den Grünler
mit Stumph inszenierte: 2008 entstanden der Krimi "Stubbe Von Fall zu Fall "Auf dünnem Eis"1) und der Thriller "Im
Meer der Lügen". Die Politsatire lebte nicht nur vom exzellenten
Spiel seiner Hauptdarsteller, auch die "Dialoge machen Laune"
schrieb FOCUS-Redakteur Josef Seitz, meint in
dem Artikel
weiter: "Und Wolfgang Stumph, der gelernte Kessel-Bauer und Ingenieur-Pädagoge,
beweist wieder einmal, dass er die Begabung hat, als kleinster gemeinsamer
Renner dieses Deutsch-Deutschlands, das seine Wieder-Vereinheitlichung in den
kommenden Wochen noch häufig auch im Fernsehen feiern wird. Stumph ist ein
Vereiniger. Und ein Wieder-Vereiniger. Und er lässt für den Moment
vergessen, dass nicht alle, die aus der alten DDR kommen und in diesem neuen
Deutschland erfolgreich sind, zum Lachen sind." (siehe auch www.mdr.de)
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Die turbulente Kinokomödie "Salami Aleikum"1), ein Film über
"Liebe und andere Verstrickungen" von Regisseur Ali Samadi Ahadi,
ging am 23. Juli 2009 in Deutschland an den Start.
In der Geschichte zwischen dem
Deutsch-Iraner Mohsen Taheri (Navid Akhavan)
und der in Ostdeutschland lebenden ehemaligen Kugelstoßerin Ana (Anna Böger)
prallen zwei vollkommen unterschiedliche Familien aufeinander. "Tausendundeine
Nacht prallen auf den real stillgelegten Sozialismus" heißt es in der
Vorankündigung von ZORRO
FILM, Stumph mimt den Vater von Ana und zieht in dieser Multikulti-Satire
einmal mehr alle
Register seinen komödiantischen Talents. "Großartig, wie sich Anas
Vater (Wolfgang Stumph) und Mohsens Vater (Michael Niavarani) hier bei einem
Besäufnis ihre alten lamettabehangenen Uniformen vorführen. Der eine gibt
den stolzen Volksarmisten, der andere paradiert als Schah-Soldat: Es
salutieren sich hier die Hanswürste zweier untergegangener Armeen" kann
man bei spiegel.de
lesen; mehr zu dem Film bei www.salami-aleikum.de.
Tim Hills österliches Märchen "Hop Osterhase oder Superstar?"
(Hop), eine Mischung aus aus Real- und Animationsfilm, feierte am 31. März 2011 seine deutsche Kinopremiere,
Stumph leiht hier dem Vater des
kleinen plüschigen Titelhelden E.B. (steht für Easter Bunny) seine
Stimme; mehr bei www.mdr.de.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Jens van Zoest
© Jens van Zoest (www.jensvanzoest.com)
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Zu den aktuellen Arbeiten Stumphs vor der Kamera zählt neben dem neuen "Stubbe"-Krimi
"Verhängnisvolle Freundschaft"1) (EA: 21.05.2011) das Schicksals-Drama "Die Flut Stilles
Tal"1). Seit Mitte Juni 2010 stand der Schauspieler für
diese technisch aufwendige MDR-Produktion in Wittenberg und der Umgebung von Sachsen-Anhalt
neben seinem Film-Gegenspieler Robert Artorn, für Marcus O. Rosenmüller
vor der Kamera. Erzählt wird die
Geschichte zweier Männer – der eine lebt im Osten, der andere im
Westen, die sich 2002 vor dem Hintergrund der verheerenden
Jahrhundert-Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe einen unerbittlichen Kampf
um ungeklärten Besitz im Osten liefern: Angesiedelt zwölf Jahre nach der
Wiedervereinigung, erhebt der aus Hessen stammende Konrad Huberty (Robert Atzorn)
Ansprüche auf seinen Besitz im Osten und wird mit Thomas Stille
(Wolfgang Stumph) konfrontiert, der aus dem ehemaligen heruntergekommenen
Bauernhof ein malerisches Ausflugslokal gemacht hat. Die Situation eskaliert,
als sich Stille in seinem seinen Gasthof verbarrikadiert, doch die wahre
Gefahr aber droht am Himmel. Dunkle Wolken ziehen auf. Sie sind die Vorboten
eines Naturereignisses, das man später die Jahrhundertflut nennt. Während
Stille und Huberty sich bekriegen, steigen die Flusspegel. Die Müglitz wird
zum reißenden Strom, Dämme brechen, "Stilles" Tal wird von
Wassermassen eingeschlossen. Erst jetzt, zwischen Panik und Chaos, als nichts
mehr übrig ist, um das sich zu streiten lohnt, sind sich Thomas Stille
und Konrad Huberty einig. Es geht nur noch ums nackte Überleben.3)
Die Gemeinschaftsproduktion von ARTE und MDR feierte seine TV-Premiere am
27.05.2011 auf ARTE und wurde am 7. September erstmals in der ARD gezeigt.
Fertiggestellt ist die ZDF-Komödie "Stankowskis Millionen"1) zum
Thema "Treuhand" mit Stumph in der Titelrolle des
"Wende-Verlierers" Werner Stankowski, der durch eine Verwechslung
ein Jobangebot bei der Treuhand erhält und dort als vermeintlicher Wessi in
die Turbulenzen der Zeit nach der Wiedervereinigung gerät. Thomas Brussig und Johannes W. Betz haben Wolfgang Stumph
die Rolle des Werner Stankowski auf den Leib geschrieben. Regie führt Franziska Meyer Price. In weiteren Rollen
werden unter anderen Jörg Schüttauf, Christian Tramitz, Petra Kleinert, Sky du Mont und Gerit Kling zu sehen sein.4)
Sendetermin war der 3. Oktober 2011, der "Tag der deutschen
Einheit". "Regisseurin Franziska Meyer Price ("Küss mich,
Genosse!") inszenierte dieses gut besetzte satirische Werk, dass sie
ganz auf das Spiel von Wolfgang Stumph abstellte. Der kann einmal mehr zeigen,
dass er die Idealbesetzung für pfiffige Ost-West-Komödien ist."
notiert unter anderem prisma.de.
In der Vorbereitungsphase befindet sich die ZDF-Krimikomödie mit dem
brisant-aktuellen Arbeitstitel "Bad Bank" natürlich mit
Stumph in der Hauptrolle, diesmal als moderner "Robin Hood".
Die Dreharbeiten begannen am 9. August 2011 in Berlin und Umgebung,
als Ausstrahlungstermin wird 2012 genannt; weitere Infos bei www.presseportal.de.
Wolfgang Stumph ging nach wie vor mit eigenen Programmen auf Tournee und
begeistert das Publikum bundesweit beispielsweise gemeinsam mit seinen Partnern Gunter Antrak und Detlef Rothe
als Dresdner Kabarett "ANTRAK auf STUMPHsinn". Zuletzt befand sich das Trio mit dem Programm "Ganz schön wird's nie" auf
Abschiedstournee, die letzte Vorstellung fand am 5. Mai 2006 in der Komödie
Dresden statt (siehe auch www.stumphsinn.de).
Neben dem erwähnten "TeleStar" (1995) wurde Stumph 1996 mit
dem ostdeutschen Medienpreis
"Goldene Henne" ausgezeichnet, verliehen von der Zeitschrift
"Super Illu" und dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) an herausragende
Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Kultur, Sport und Massenmedien zur Erinnerung an die 1991 verstorbene
Sängerin und Entertainerin Helga Hahnemann5) (Spitzname
"Henne"). Stumph konnte das vergoldete Huhn aus Bronze dann noch
einmal 1999 und 2003 entgegennehmen. 2009 gehörte der Schauspieler zum
vierten Mal zu den Preisträgern und wurde während einer Gala am 30. September 2009
im Berliner Friedrichstadtpalast in der Kategorie "Schauspiel"
geehrt. 2010 folgte dann der Ehrenpreis beim "Großen Kleinkunstfestival"*); weitere Auszeichnungen bei Wikipedia.
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Vor einigen Jahren kam das Buch "Stubbe der Mann für jeden Fall' (2003) auf den Markt, in dem der Schauspieler seinen Werdegang
aufgezeichnet hat und von seiner Arbeit bei Kabarett und
Fernsehen berichtet sowie Einblick in seinen Alltag und in seine Zukunftspläne
gibt.
Der populäre Kabarettist und Schauspieler engagiert seit
vielen Jahren unter anderem für krebskranke Kinder und ist seit 2000
offizieller Botschafter des Kinderhilfswerks UNICEF der Vereinten Nationen.
1973 heiratete er seine Frau Christine; er hat zwei Kinder, Sohn Thomas sowie
Tochter Stephanie, die in die Fußstapfen ihres Vaters trat und dem
Fernsehpublikum vor allem durch ihre Rolle als "Stubbe"-Tochter Chrissie
bekannt geworden ist; siehe auch Stephanie
Stumph bei Wikipedia.
Stephanie und Wolfgang Stumph anlässlich
der "Cinema for Peace"-Verleihung im Berliner Konzerthaus am
Gendarmenmarkt (15.02.2010)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner
Fotografen Christian Behring/© Christian Behring (www.christian-behring.com) |
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