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Schornagel beweist immer wieder seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit und lässt sich nicht nur auf Rollen in Krimis festlegen. So agierte er beispielsweise 2001 in der turbulenten Komödie "Vier Meerjungfrauen" als sympathischer Bräutigam und Chefkoch Friedrich Torkelsen, der Restauranbesitzerin Maren Ohmsen alias Hannelore Hoger heiraten will und sich gegen den Widerstand der drei Töchter behauptet. Ebenfalls 2001 sah man ihn als Herrn Breuer in der RTL-Comedy "Babykram ist Männersache" und in dem historischen Drama "Joe und Max"1), der Geschichte um die Freundschaft zwischen den Boxlegenden Joe Louis und Max Schmeling mit Leonard Roberts und Til Schweiger in den Titelrollen, spielte er 2002 den Trainer Max Machon. In "Trenck Zwei Herzen gegen die Krone" sah man ihn im gleichen Jahr als Universitätsdekan und 2003 beeindruckte er in dem dokumentarischen Sat.1-Zweiteiler "Das Wunder von Lengede" als alter "Kumpel Willi", der mit Franz Wolbert alias Heino Ferch dazu beiträgt, dass die verschütteten Bergmänner nicht verzweifeln. Ende Februar 2006 wurde der bis in die kleinste Nebenrolle prominent besetzte packende RTL-Zweiteiler "Die Sturmflut"1) ausgestrahlt, welcher die Hamburger Jahrhundert-Flut am 16./17. Februar 1962 thematisiert und melodramatisch Fakten und Fiktion mischt. Vor dem Hintergrund der Katastrophe wird die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Krankenschwester Katja Döbbelin (Nadja Uhl), dem Oberarzt Markus Abt (Jan Josef Liefers) und Katjas Exgeliebten Jürgen Urban (Benno Fürmann) erzählt. Hier agierte Schornagel als Ingenieur Bernd Riemann, der während des Sturmes auf der Nordsee-Bohrinsel "Frieda I", die auch als Wetterstation dient, schwer verunglückt und bei der Evakuierung auf dem Flug zurück nach Hamburg an den Folgen der Verletzung stirbt. Anfang April 2006 gab es dann ein ein Wiedersehen mit den "Vier Meerjungfrauen" bzw. mit Chefkoch Friedrich Torkelsen, seiner neuen Frau Maren Ohmsen und deren drei Töchtern: In der Fortsetzung "Liebe à la Carte"2) geht es in dem idyllischen Ostsee-Restaurants "Vier Meerjungfrauen" erneut turbulent zu, Friedrich ist in den "Olymp der Gourmetköche" aufgestiegen und hat endlich eine lang ersehnte Auszeichnung bekommen, seine exquisiten Kochkünste scheinen jedoch weder von den Gästen noch innerhalb der Familie die notwendige Anerkennung zu erfahren. Als er dann das Angebot seiner Ex-Frau Henrike (Michaela May) annimmt, ausgerechnet kurz vor den Feierlichkeiten anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Restaurants in einer TV-Kochshow aufzutreten, ist die Verwirrung der Gefühle vorprogrammiert Aufgrund der positiven Zuschauerresonanz nach den ersten beiden Teilen schlug Autorin Andrea Kriegl ein weiteres amüsantes Kapitel rund um die "Vier Meerjungfrauen" auf. In der Mitte Dezember 2007 ausgestrahlten Geschichte "Eine stürmische Bescherung" überschlagen sich gerade zur Vorweihnachtszeit die Ereignisse im Hause Torkelsen, die patente Maren (Hanelore Hoger) muss sich nicht nur gegen die drohende Schließung ihres Restaurants durch einen charmant-intriganten Bauunternehmer (Friedrich von Thun) zur Wehr setzen, sondern sich auch noch Sorgen um ihren bisher so tatkräftigen Mann Friedrich machen. Doch mit Hilfe der Unterstützung ihrer drei selbst mit familiären Problemen kämpfenden Töchtern, allen voran Muriel (Nina Hoger) sowie deren Schwestern May Brit (Susanne Schäfer) und Merle (Lavinia Wilson) kommt es wie sollte es anders sein schließlich für alle doch zum (erwarteten) Weihnachts-Happy End. Schornagel glänzt diesmal nicht als vitaler Koch und Ehemann, sondern mutiert zum depressiven Hypochonder, der aufgrund eines Missverständnisses sein Ende nahen sieht.
In dem Mittelalter-Epos "Die Wanderhure"1) (EA: 05.10.2010), eine aufwendige Sat.1-Verfilmung des gleichnamigen, historischen Bestsellers von Iny Lorentz mit Alexandra Neldel in der Titelrolle, gestaltete er die Figur des Richters Honorius von Rottlingen. Eine ebenfalls prägnante Nebenrolle war die des Luftschiff-Kommandanten Max Pruss3) (1891 1960) in dem melodramatischen RTL-Event-Zweiteiler "Hindenburg"1) (EA: 06./07.02.2011), dessen Handlungsstränge jedoch weitgehend fiktiv waren. Basierend auf der Tragödie des Absturzes des Zeppelins LZ 129 "Hindenburg"1) am 6. Mai 1937 bei der Landung im US-amerikanischen Lakehurst, greift das Drama die Spekulation auf, das Luftschiff sei aufgrund eines Sabotageaktes bzw. einer Bombe an Bord wenige Minuten vor der Landung in Flammen aufgegangen. 35 der 97 Passagiere und ein Mitglied der Bodenmannschaft kamen damals ums Leben, der Kapitän der Hindenburg, Max Pruss, überlebte die Katastrophe. Weitere historische Personen wurden ebenfalls von renommierten Schauspielern dargestellt, etwa der Graf Zeppelin Nachfolger Hugo Eckener1) (1868 1954) von Heiner Lauterbach, der Luftschifffahrtpionier Ernst A. Lehmann1) (1886 1937) von Ulrich Noethen oder der amerikanische Kongressabgeordnete James E. Van Zandt3) (1898 , 1986) von Stacy Keach. Abgedreht war der SAT.1-Thriller "Die Verführung - Das fremde Mädchen"2) (EA: 15.02.2011) mit Christoph M. Ohrt und Bettina Zimmermann in den Hauptrollen, wo Schornagel als Wulff Kuhn, merkwürdiger Nachbar des verliebten Pärchens Manuel (Christoph M. Ohrt) und Viktoria (Bettina Zimmermann) auftauchte. In dem von Till Endemann für die ARD inszenierten Biopic "Carl & Bertha"2), welches das Leben des Automobilpioniers Carl Benz1) (1844 1929) und dessen Frau Bertha Benz1) (1849 1944) nachzeichnet, zeigte er sich neben den Protagonisten Ken Duken und Felicitas Woll als der alte von Mannstedt. Die Dreharbeiten fanden bis Ende Oktober 2010 in Baden-Württemberg statt, die Ausstrahlung erfolgte am 23. Mai 2011 und erinnerte an die Erfindung des Automobils durch Carl Benz vor 125 Jahren; mehr bei www.presseportal.de. Zu erwähnen ist auch noch Schornagels Mitwirkung in dem von ProSieben produzierten Mittelalter-Thriller "Isenhart Die Jagd nach dem Seelenfänger"1) (Regie: Hansjörg Thurn) mit Bert Tischendorf in der Titelrolle. Die Dreharbeiten zu dem 120-minütigen Historienfilm um eine im Mittelalter angesiedelte mysteriöse Mordserie fanden im Sommer 2010, unter anderen auf Burg Hardegg und der Burgruine Kaja in Niederösterreich statt, gesendet wurde das "Genrespagat zwischen romantischem Historienfilm und düsterem Okkultismuskrimi"4) mit Schornagel als Erzbischof Wilbrand von Maulbronn am 3. Oktober 2011. Fertiggestellt ist die ZDF-Komödie "Mutter muss weg" (AT), in der Schornagel unter anderem neben Bastian Pastewka und Judy Winter in Erscheinung treten wird → www.presseportal.de; als Sendetermin wird der 14. April 2012 genannt. Die Kinozuschauer konnten den populären Schauspieler beispielsweise 1995 als Kurat Benzer in Joseph Vilsmaiers preisgekrönten Verfilmung des Bestsellers von Robert Schneider "Schlafes Bruder"1) auf der Leinwand erleben, zwei Jahre später als Gefängnisaufseher Kaschinski in dem Thriller "14 Tage lebenslänglich". In Dana Vávrovás dramatischen Liebesfilm "Hunger Sehnsucht nach Liebe" agierte er ebenfalls 1997 als Vater des Titelhelden Simon alias Kai Wiesinger sowie als Reichsmusikdirektor in Vilsmaiers "Comedian Harmonists"1). Für Thomas Bohns Thriller "Straight Shooter"1) stand er 1999 als Andreas Berndt vor der Kamera, mimte im gleichen Jahr in Thomas Bahmanns Komödie "Südsee, eigene Insel" den Herrn Bohmland. Wieder unter der Regie Vilsmaiers übernahm er unter anderem 2000 die Rolle des Friedrich Mollner in dem Marlene Dietrich-Biopic "Marlene"1), überzeugte ein Jahr später als fanatischer Richter Dr. Oswald Rothaug in dem ebenfalls von Vilsmaier inszenierten Drama "Leo und Claire"1).
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Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) www.prisma-online.de,
3) Wikipedia (englisch) Quelle: 4) TV-Spielfilm |
Stand: Februar 2012 | ||||||
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Jürgen Schornagel bei der Agentur Klostermann
& Thamm Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de |
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