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Christian Redl wurde am 20. April 1948 als Sohn eines Lehrers in Schleswig geboren und
verbrachte seine Kindheit und Jugend in Kassel; er ist der Stiefbruder
des am 17. Dezember 2010 verstorbenen Schauspielers und Regisseurs
Wolf Redl1). Bevor Christian Redl zu einem
renommierten und beliebten Darsteller sowohl auf der Bühne als auch im
Film und Fernsehen avancierte, ließ er sich an der Schauspielschule in
Bochum ausbilden. Engagements führten ihn anschließend auf die
Theaterbühnen von Wuppertal, Bremen und Frankfurt. Ab 1980
gehörte Redl zum Ensemble des Hamburger Schauspielhauses,
wo er dreizehn Jahre lang mit zahlreichen Hauptrollen das Publikum
begeisterte und in herausragenden Inszenierungen beispielsweise von Klaus Peymann, Luc Bondy und Peter Zadek
zu sehen war. Zu seinen wichtigsten Bühnenrollen zählt der "Mäcki Messer"
in Brechts "Dreigroschenoper", der "Tartuffe" von
Molière sowie der "Kowalski" in Tennessee Williams' Drama
"Endstation Sehnsucht".
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Ende der 80er Jahre kam der Schauspieler zum Film, gab sein
Leinwanddebüt mit der Hauptrolle des Fred in Uwe Schraders "Sierra Leone"1)
und wurde von Publikum und Kritik hochgelobt. In den folgenden Jahren
übernahm Redl weitere Parts in Kinoproduktionen, so unter
anderem 1992 den Polizist Rasselin in Lars Beckers
Spielfilmdebüt "Schattenboxer", den Restaurator
Strehlow in Ivan Filas "Lea" (1996) neben Lenka Vlasakova
in der Titelrolle; 1998 war er der Karl und schwule Freund von Götz George in
Hermine Huntgeburths spannender Krimikomödie "Das
Trio", stand im gleichen Jahr für Jutta Brückners "Bertolt Brecht Liebe, Revolution
und andere gefährliche Sachen"
sowie für Ottokar Runzes "Hundert Jahre Brecht" mit Udo Samel, Meret Becker und Jürgen Hentsch
vor der Kamera. Ebenfalls 1998 beeindruckte er als Thomas Hecht in Nico Hofmanns Thriller "Solo für Klarinette"1) erneut mit Götz George , spielte 1999 die männliche Titelrolle in der poetischen Liebesgeschichte "Oskar und Leni", agierte als Schwerverbrecher Duvall in Volker Einrauchs Gaunerkomödie "Gangster"2) und stand als Clubbesitzer Brilli für Sönke Wortmanns "St. Pauli Nacht" vor der Kamera. Zu Redls jüngeren Kinoproduktionen zählt die Figur des Hauptkommissars Minks in Robert Schwentkes "Tattoo"2) (2002) sowie seine Rolle des General Jodl in Oliver Hirschbiegels "Der Untergang Hitler und das Ende des 3. Reichs"1) (2004) nach dem Drehbuch Bernd Eichingers, mit Bruno Ganz in der Titelrolle. In Christian Petzolds dritten Teil von dessen Gespenster-Trilogie "Yella"1) (2007) spielte er den Vater der Protagonistin (Nina Hoss) sowie den "Meister" in Marco Kreuzpaintners "Krabat"1) (2008), der Realverfilmung des gleichnamigen Romans von Otfried Preußler. Zuletzt sah man Redl als Abt von Fulda in Sönke Wortmanns Historiendrama "Die Päpstin"1) nach dem gleichnamigen Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin Donna Woolfolk Cross; Kinostart in Deutschland war der 22. Oktober 2009 (siehe auch prisma-online.de). Auch auf dem Fernsehbildschirm wurde der Mann mit den markanten Gesichtszügen mit verschiedensten Rollen vor allem in Krimis zu einem populären und vielbeschäftigten Darsteller. Bereits Ende der 80er Jahre wurde er für seine Hauptrolle des Polizeiobermeister Erich Rohloff, der sich in "Der Hammermörder"1) vom braven Bürger zum Räuber und Mörder wandelt, mit dem "Grimme-Preis" ausgezeichnet.
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Neben zahllosen Auftritten in so
beliebten Krimi-Reihen wie "Ein Starkes Team", "Koerbers Akte",
"Zwei Brüder", "Sperling", "Tatort",
"Anwalt Abel", "Professor Capellari", "Wilsberg"
oder "Das
Duo", in denen Redl meist auf zwielichtige Typen abboniert ist, sah man
ihn beispielsweise 1996 in Matti Geschonnecks
"Angeschlagen", unter dessen Regie spielte er auch in
den Thrillern "Der Rosenmörder" (1997), "Ein mörderischer
Plan" (2000) und "Späte Rache" (2001). In "Vickys Alptraum"
mimte Redl 1998 den Kommissar Wachsmann, war ein Jahr später als Victor
in Bernd Boehlichs historischem Mehrteiler "Sturmzeit"
zu sehen. Im neuen Jahrtausend übernahm er in Vivian Naefes "Einer geht noch" (2000)
die Rolle des Kegelbahnpächters und Gemütsmenschen Heinzi Schämpp,
war der Innenminister Langheinrich in Thomas Bergers zweiteiligem
Politthriller "Operation Rubikon" (2002). In Johannes Griesers
"Tödliches Vertrauen" stand er 2002 auf der Seite des
Ermittlers und war der Kommissar Tönning; ein Jahr später beeindruckte
er einmal mehr in Christian Görlitz' Drama "Nachts, wenn der Tag beginnt"
als blinder Richter Dr. Friedrich Thomasius sowie in dem spannenden
Psychothriller "Die Geisel" (2003) als Leiter der SEK Vollmer,
neben Suzanne von Borsody in der Hauptrolle. |
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*) Quelle: www.prisma-online.de Link 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de |
Stand: Dezember 2011 | ||||||
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Siehe www.prisma-online.de,
Wikipedia,
www.deutsches-filmhaus.de Filmografie bei www.imdb.de |
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