Günther Neutze wurde am 5. März 1921 als Sohn eines Beamten im niedersächsischen Hannover geboren. Der Bruder von Hanns Lothar und Horst Michael Neutze, die ebenfalls zu den renommierten Schauspielern Deutschlands zählen, verbrachte seine Kindheit in seiner Geburtsstadt und entdeckte schon früh seine Liebe zum Theater. Bereits als Schüler stand er als Statist auf der Bühne, später ließ er sich zum Schauspieler ausbilden. Ein erstes Engagement erhielt Neutze 1946 am hannoverschen Ballhof, weitere Verpflichtungen führten ihn an die Landesbühne Hannover sowie an das Staatstheater Braunschweig.
Einem breiten Publikum wurde Günther Neutze bereits Anfang der 60er Jahre durch Krimi-Reihen wie "Stahlnetz", "Kriminalmuseum" und "Polizeirevier Davidswache" bekannt. 1966 gelang ihm mit der Rolle des Archibald Arrow an der Seite von Horst Tappert als Michael Donegan und Chef der Bande in dem dreiteiligen Straßenfeger "Die Gentlemen bitten zur Kasse" der Durchbruch auf dem Bildschirm; die Geschichte handelte von dem legendärsten Fall der englischen Kriminalgeschichte, in der dreiste Posträuber die Britische Majestät um dreißig Millionen Pfund erleichtern, die Rolle des Posträubers Archibald Arrow bleibt bis heute mit dem Namen "Neutze" eng verbunden. Ein Jahr später folgte seine Dauerrolle des oftmals grimmigen Kommissar Bernard in Jürgen Rolands überaus erfolgreichen Krimiserie "Dem Täter auf der Spur", in der er bis 1973 die Zuschauer zum Mitraten animierte.
  
DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von
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Polizeirevier Davidswache
Dazwischen lagen Auftritte in Fernsehfilmen wie beispielsweise "Adrian, der Tulpendieb" (1966), "Gottes zweite Garnitur" (1967), "Jacobowsky und der Oberst" (1967), "Das Attentat – Schleicher" (1967), "Ein Sarg für Mr. Holloway" (1968) oder "Baal" (1970) und auch auf der Kinoleinwand erlebte man den Schauspieler in wenigen Produktionen. Man sah ihn beispielsweise in "Die Funkstreife Gottes" (1968), in "Die Engel von St. Pauli" (1969) mimte er einen Kommissar, in "The Last Escape" (1970) einen Major.

Nach der TV-Serie "Dem Täter auf der Spur" wurde es stiller um den beliebten Schauspieler; zu Günther Neutzes letzten Arbeiten für das Fernsehen zählen "Stellenweise Glatteis" (1975), "Vier gegen die Bank" (1976) und "Die Falle" (1983).
  
Günther Neutze starb am 26. Februar 1991 wenige Tage vor seinem 70. Geburtstag in Hannover; er hinterließ zwei Kinder.
  
Filmografie bei der german.imdb.com
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