Elfie Mayerhofer
Elfie Mayerhofer wurde am 15. März 1917 als Tochter eines österreichischen Lehrers in Marburg a. d. Dräu (heute Maribor, Slowenien) geboren und wuchs auch dort auf. Schon als Kind interessierte sie sich für Schauspielerei und Gesang, wirkte bei Märchenaufführungen und Kirchenkonzerten mit. Von ihren Eltern erhielt sie Klavier- und Gesangsunterricht, später ließ sie sich an der "Hochschule für Musik" in Berlin von Lula Mysz-Gmeiner1) (1876 – 1948) sowie am "Stern'schen Konservatorium"1) ausbilden, wo sie ein Stipendium erhalten hatte; außerdem nahm sie Unterricht bei dem Schweizer Musikpädagogen Professor Frederick Husler (1889 – 1969). Ihr Bühnendebüt gab Elfie Mayerhofer mit 15 Jahren als "Cherubim" in Mozarts Oper "Die Hochzeit des Figaro", weitere Verpflichtungen führten die Künstlerin in Wien an die "Staatsoper" sowie die "Volksoper", sie trat an der "Deutsche Oper am Rhein" in Düsseldorf auf, an der Hamburger "Staatsoper", dem "Theater am Gärtnerplatz" in München, am Opernhaus in Frankfurt/M. und begeisterte mit ihrem klaren Koloratursopran auch bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen das Publikum; seitdem sie in Berlin am "Metropoltheater" gesungen hatte, wurde sie als die "Wiener Nachtigall" bezeichnet.
Elfie Mayerhofer brillierte unter anderem als "Pamina" in Mozarts "Die Zauberflöte", als "Mimi" in Puccinis "La Bohčme", als "Violetta" in Verdis "La Traviata", als "Fiakermilli" in Richard Strauß' "Arabella" oder mit der Titelpartie in "Kaimans "Czardasfürstin"; als "Hanna Glavari" glänzte sie in Lehárs "Die Lustige Witwe", ebenso wie als "Adele" und "Rosalinde" in der Strauss'schen "Fledermaus". Neben ihren Theaterverpflichtungen ging sie auf ausgedehnte internationale Konzerttourneen, bei denen sie vor allem als Johann-Strauss-Interpretin Triumphe feierte, sich aber auch als Folklore-Sängerin einen Namen machte.

Schon Ende der 1930er Jahre war die Filmindustrie auf die attraktive Sängerin aufmerksam geworden und bis ins hohe Alter spielte Elfie Mayerhofer in zahllosen Filmen prägnante Rollen. Von Regisseur Arthur Maria Rabenalt entdeckt hatte sie 1938 ihr Leinwanddebüt als Kitty Pearson in Erich Waschnecks Abenteuer "Frauen für Golden Hill"2) gegeben, Sängerinnen mimte sie in dem melodramatischen Spionagestreifen "Hotel Sacher"1) (1939) und in der Komödie "Das Himmelblaue Abendkleid"2) (1941. Bis Kriegsende folgten Haupt- und Nebenrollen mit Gesangseinlagen in harmlosen Unterhaltungsfilmen wie "Wir bitten zum Tanz"1) (1941), "Meine Frau Teresa"2) (1942), "Ein Mann mit Grundsätzen?"2) (1943) oder "Das Lied der Nachtigall"2) (1944), wo sie ihr Herz an Frauenschwarm Johannes Riemann verlor.
 
Nach Ende des 2. Weltkrieges ließ sich Elfie Mayerhofer in Wien nieder, konnte ihre künstlerische Karriere ungebrochen fortsetzen. Neben Konzert- und Operettenauftritten spielte sie weiter in unterhaltsamen Kinoproduktionen mit und trat auch im Fernsehen auf. Mitte der 1970er Jahre unternahm die Künstlerin eine ausgedehnte Konzerttournee, welche sie in die USA, Kanada und Mexiko führte.
Zu ihren Nachkriegsfilmen zählen unter anderem "Wiener Melodien" (1947), "Der himmlische Walzer"2) (1948), "Geliebter Lügner"3) (1950), "Küssen ist keine Sünd"1) (1950), "Verlorene Melodie"3) (1952), "Madame Pompadour" (1960) und das TV-Lustspiel "Die Landstreicher"4) (1968).
Elfie Mayerhofer, die viele ihrer Operettenerfolge auch auf Schallplatte einspielte, wurde während ihrer Karriere mehrfach ausgezeichnet: So überreichte man ihr unter anderem 1967 die "Johann-Strauß-Statuette" als Ehrengeschenk der Stadt Wien, 1971 erhielt sie den "Johann-Strauß-Ring" des "Berliner Deutschen Bühnenclubs", 1975 wurde sie mit dem "Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien" geehrt; im gleichen Jahr wählte man sie in Monaco zur "bedeutendsten und beliebtesten Strauß-Interpretin der Gegenwart".

Die Sängerin und Schauspielerin Elfie Mayerhofer starb am 26. Dezember 1992 im Alter von 75 Jahren in Maria-Enzersdorf (Niederösterreich); bis zuletzt hatte sie auf der Bühne gestanden. Ihre ehrenhalber gewidmete Grabstelle befindet sich auf dem Grinzinger Friedhof (Gruppe 30, Reihe 3, Nummer 29) in Wien.5) → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Die Künstlerin war bis zur Scheidung im Jahre 1959 mit dem Architekten T. Lauterbach verheiratet gewesen. 

Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Fotos bei film.virtual-history.com
Link: 1) Wikipedia, 2) Murnau Stiftung, 3) filmportal.de, 4) Die Krimihomepage
Quelle: 5) Wikipedia (abgerufen 04.11.2011)
    
Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Murnau Stiftung, Wikipedia, filmportal.de)
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