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| Hermann Beyer wurde am 30. Mai 1943 in Altenburg (Thüringen) geboren. Der Bruder des Filmregisseurs Frank Beyer1) (1932 2006) ließ sich an der renommierten staatlichen Schauspielschule "Ernst Busch" in Berlin ausbilden, ein erstes Theaterengagement führt ihn an das Berliner "Maxim Gorki-Theater", wo er mit der Hauptrolle in "Der Schuhu und die fliegende Prinzessin" von Peter Hacks sein Bühnendebüt gab. 1969 wechselte er an das "Hans-Otto-Theater" in Potsdam, spielte dort bis 1971 unter der Intendanz von Peter Kupke prägnante Figuren wie beispielsweise die Titelrolle in Goethes drama "Egmont" oder den " Beckmann" in "Draußen vor der Tür6quot; nach Wolfgang Borchert. 1972 wechselte er zur Berliner Volksbühne, wo er bis 1980 Erfolge feierte. Für drei Jahre band er sich dann nicht mehr fest an ein Haus, war danach zwischen 1983 und 1999 festes Mitglied des von Bertolt Brecht und dessen Frau Helene Weigel gegründeten "Berliner Ensemble". | |||||
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Zu Beyers jüngeren TV-Produktionen zählt seine Rolle des polnischen Mafioso Pawel Sikorsky, der in dem Zweiteiler "Das Konto" (2004) dem unter Mordverdacht geratenen Top-Manager eines fiktiven Lebensmittelkonzerns Michael Mühlhausen alias Heino Ferch bei der Suche nach den wahren Tätern zur Seite steht. Eine kleine, dennoch prägnante Rolle war die des Vaters des erfundenen ostdeutschen Nachrichtensprechers Jan Landers (Jan Josef Liefers) in der ZDF-Produktion "Die Nachrichten" (2005), eine Nachwende-Geschichte, welche Matti Geschonneck nach dem gleichnamigen Roman des Journalisten Alexander Osang in Szene gesetzt hatte. Seit 2001 sahen die Zuschauer den Charakterdarsteller als eigenbrötlerischen, DDR-nostalgischen Wilhelm Hinrichs, Vater des Ermittlers Jens Hinrichs alias Uwe Steimle, in den "Polizeiruf 110"-Folgen aus Schwerin, so beispielsweise in "Winterende"2) (2004), "Dunkler Sommer"2), "Farbwechsel"2) (beide 2007), "Eine Maria aus Stettin"2) (2008) und "Die armen Kinder von Schwerin"2) (2009). Man erlebte Beyer unter anderem in der Episode "Zug um Zug" (2007) aus der Serie "Der Dicke" mit dem Protagonisten Dieter Pfaff, in Dauerbrennern wie "Großstadtrevier", "In aller Freundschaft" oder "SOKO Leipzig". Prägnante Figuren spielte er außerdem in den Doku-Dramen "Das Wunder von Berlin"1) (2008) und "Kinder des Sturms" (2009) sowie in dem ZDF-Krimi "Der Tote im Spreewald"2) (2009). Nach dem Romy Schneider-Biopic "Romy" mit Jessica Schwarz in der Hauptrolle (EA: 11.11.2009), wo er als Heinrich Böll auftrat, konnte Beyer mit der Nebenrolle des Bestatters Jörg Riemann an der Seite des Protagonisten Helge (Hinnerk Schönemann) auch in dem überaus spannenden Nordsee-Thriller "Mörder auf Amrum"2) (EA: 11.01.2010) punkten und komplettierte die sehenswerte Schauspielerriege (u.a. Thomas Thieme, Barbara Rudnik) in dieser rabenschwarzen, ungewöhnlichen Geschichte. Wenig später überzeugte Beyer in Miguel Alexandres TV-Drama um eine Ärztin ohne Examen "Eine Frage des Vertrauens"2) (EA: 08.03.2010) als Vater der Medizinerin Marie Hansen (Silke Bodenbender), die mit der gefälschten Kopie ihrer Approbationsurkunde erfolgreich und engagiert an einem Hamburger Klinikum arbeitet. In Markus Imbodens skurrilem Dorfkrimi "Mörderisches Wespennest"2) (EA: 21.02.2011) mit Hinnerk Schönemann als Privatdetektiv Finn tauchte er als Dr. Hess auf. Danach zeigte sich Beyer in der Episode "Drei Frauen" (2011) aus der Krimi-Serie "Kommissar Stolberg" sowie als alter Barkassenunternehmer Hinrich Stemmler in der Folge "Begleiterinnen" (EA: 07.01.2012) der ZDF-Reihe "Stubbe Von Fall zu Fall". Erwähnt werden sollte auch die mit szenischen Darstellungen durchsetzte Dokumentation "Aghet Ein Völkermord"3), mit der Regisseur Eric Friedler den Völkermord an den Armeniern aufzeigt. Diese entstand 2009 nach mehrjährigen umfangreichen Recherchen und erhielt 2010 den "Deutschen Fernsehpreis" in der Kategorie "Beste Dokumentation". Neben anderen renommierten Schauspielern verkörperte Hermann Beyer den Politiker Theobald von Bethmann Hollweg1) (1856 1921), Reichskanzler des deutschen Reiches zwischen 1909 und 1917. |
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| 1) Der Link führt zu Wikipedia 2) Der Link führt zu www.prisma-online.de | Stand: Januar 2012 | ||||
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Textbausteine des Kurzportraits aus "Lexikon der DDR-Stars"
von Frank-Burkhard Habel und Volker Wachter (Ausgabe 1999) Siehe auch Wikipedia, www.defa-stiftung.de Filmografie bei www.imdb.de |
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