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| Wilfried Baasner wurde am 28. Mai 1940 im ehemals ostpreußischen Mohrungen
(heute Morąg, Polen) geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend im
schleswig-holsteinischen Lauenburg und Hamburg. Sein
Wunsch, Schauspieler zu werden. ließ ihn mit siebzehn Jahren das Gymnasium
verlassen, um bei Ida Ehre an der Schauspielschule der "Hamburger Kammerspiele"
vorzusprechen. Baasner wurde aufgenommen und spielte sich nach seinem
Abschluss schnell in die erste Riege anerkannter Theaterdarsteller. Zu
äußeren Markenzeichen wurde sein Charakterkopf, den er sich für seine
Rolle des "Mackie Messer" in Brechts "Die Dreigroschenoper"
Ende der 1970er Jahre hatte kahl rasieren lassen und bis zuletzt dabei blieb. Vielen Bühnenfiguren verlieh Baasner im Verlaufe seiner Karriere eindrucksvolle Bühnenpräsenz, seine größten Erfolge feierte er in den 1980er und 90er Jahren am Wiener Schauspielhaus als Shakespearescher "Othello" sowie mit der Hauptrolle in "Der Elefantenmensch", einem Stück, das David Lynch bereits 1980 mit Anthony Hopkins in der Titelrolle in die Kinos gebracht hatte. Für seine eindringliche Darstellung des des grausam entstellten Elefantenmenschen wurde Baasner 1982 mit der "Kainz-Medaille"1) geehrt.
Auch als Regisseur war Baasner erfolgreich, so inszenierte er 1990 am Wiener
"Volkstheater" Lope de Vegas Stück "Der Ritter vom Mirakel", das er
zudem selbst bearbeitet hatte und in dem er die männliche Hauptrolle
spielte. "Die Presse" schrieb damals Mit wenig Rücksicht auf die poetischen
Feinheiten des Texts zieht sich Regisseur und Titelheld Wilfried Baasner das Stück wie
eine zweite Haut über. Sie verdeckt Blößen, aber garantiert Sicherheit und Geschmeidigkeit
in der Bewegung, bei jeder in die Exaltation getriebenen Geste, und spannt die
irrwitzig unlogischen Partikelchen der Handlung in einen ansehnlichen Stilrahmen.
Schufte, Killer oder sonstige unsympathische Charaktere stellte Baasner im
Verlaufe der Jahre in vielen anderen beliebten Reihen wie "Derrick",
"Der Fahnder", "Tatort", "Wolffs Revier",
"Die Straßen von Berlin" "Die Männer vom K3" oder
"Die Wache" dar, in dem RTL-Thriller "Der Schwarze Fluch Tödliche Leidenschaften" (1995)
beispielsweise gab er den zwielichtigen Justizminister eines südamerikanischen Inselparadieses, der für seine Geliebte
eine mörderische Intrige spinnt.
Zu seinen letzten Arbeiten vor der Kamera gehört die SAT 1.-Krimikomödie
"Ein Fall für den Fuchs: Göttergatte und Ganove"2) (2004), wo er
als durchtriebener Auktionator und Spekulant Leclair in Erscheinung trat. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de | ||||||||||||||
| Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de | ||||||||||||||
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