| Julie Andrews | |||||
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Julie Andrews wurde am 1. Oktober 1935 als Julia Elizabeth Wells
im britischen
Walton-on-Thames (Surrey) geboren; sie wuchs in einem behüteten
Elternhaus und bürgerlichen Verhältnissen auf. Ihre Eltern erkannten das Talent
der Tochter bereits während der
Schulzeit; die junge Julia beteiligte sie sich an Theatergruppen, wo sie schon
früh in höchst anspruchsvollen Rollen bestehen konnte. Um das Talent weiter
zu fördern, erhielt sie privaten Schauspielunterricht,
auf Kosten ihrer Freizeit, die sie lieber mit Freundinnen verbracht hätte. Doch
die Mühen machten sich bezahlt, sodass sie bereits 1947, im Alter von 12 Jahren, in der
"Starlight Roof Revue" ihren ersten professionellen Auftritt hatte.
Nach zahlreichen weiteren Erfolgen, feierte sie 1953 mit "The Boy Friend" ihr
Broadway-Debüt. Zum Durchbruch wurde 1956 die Verkörperung der
aufmüpfigen Eliza Doolittle in
"My Fair Lady". Das Musical mit Andrews als Blumenverkäuferin wurde zu einer der erfolgreichsten Bühnenstücke am Broadway. Doch Julie Andrews war nicht die Art von Star, die über Nacht entdeckt und und ins Rampenlicht gestellt wurde. In der späteren Verfilmung ihres Broadwayerfolges "My Fair Lady" hatte man Audrey Hepburn der Vorzug gegeben. Zur Begründung gibt es viele Spekulationen; eine davon ist, dass George Cukor befürchtete, dass Andrews wie schon in dem Original-Broadwaystück mit ihrer Erscheinung und ihrer erstklassigen Gesangsqualität so sehr glänzen würde, dass seine Regiearbeit dabei gänzlich untergehen könnte.
Nach brillanten Kritiken spielte sie 1960 in dem Musical "Camelot"
um König Arthus und die Ritter der Tafelrunde mit der Musik von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe
und konnte einen neuerlichen Broadway-Triumph verbuchen. Das Komponistenduo, das
bereits mit "My Fair Lady" berühmt geworden war, entwickeln in ihrem Musical die
Figur der schöne Ehefrau Arthurs "Guinevre" in die sich Lancelot
verliebt und die allein für Andrews geschrieben wurde.
Obwohl Andrews zu dieser Zeit in Amerika schon als großes Talent
gefeiert wurde und in Dutzenden von TV-Shows auftrat, wirkte sie bis 1964 in keinem Kinofilm mit.
Dafür gelang ihr gleich mit ihrem Leinwanddebüt der Durchbruch als
internationaler Kinostar. |
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Bis heute zählt der Soundtrack zu den erfolgreichsten Filmmusiken und das Stück "Victor und Victoria" war mit Julie Andrews in der Hauptrolle ab 1995 zwei Jahre lang auch am Broadway zu sehen. 1997 traf die Schauspielerin ein Schicksalsschlag, sie musste sich nach einer Routine-Untersuchung einer Stimmband-Operation unterziehen und konnte danach nicht mehr singen. Als weibliche Protagonistin agierte Julie Andrews neben Burt Reynolds unter der Regie ihres Mannes auch in der Komödie "Frauen waren sein Hobby"2) (1983, The Man Who Loved Women). 1987 sah man sie an der Seite von Jack Lemmon in "That's Life So ist das Leben"2) (That's Life), ebenfalls von Blake Edwards inszeniert, in dem sie sich in einer problematischen Rolle versuchte, doch der Ausflug ins ernste Fach kam bei der Kritik nicht gut an. Das Publikum verbindet mit dem Namen Julie Andrews eher heitere und leichtere "Filmkost". Seit den 90ern sowie den letzten Jahren übernimmt der Star nur noch sporadisch Aufgaben vor der Kamera. Im Fernsehen sah man sie beispielsweise 17 Jahre nach dem gemeinsamen Erfolg von "Victor und Victoria" neben James Garner in der Romanze "Zauber einer Winternacht" (One Special Night), wo beide auch im fortgeschrittenen Alter noch ein reizendes, wenn auch anfangs streitbares "Traumpaar" abgaben. In dem Drama "On Golden Pond" (2001, Am goldenen See), dem TV-Remake des 1981 nach dem gleichnamigen Theaterstück von Ernest Thompson gedrehten Films mit Katharine Hepburn und Henry Fonda, war Christopher Plummer ihr Partner. 2001 und 2004 spielte sie in den beiden Teilen der Teenager-Romanze "Plötzlich Prinzessin!"2) (The Princess Diaries) und "Plötzlich Prinzessin 2"2) (The Princess Diaries : Royal Engagement), mimte die Großmutter der Protagonistin (Anne Hathaway), die Königin Clarisse Renaldi, die ihrer Enkelin beibringt, wie man sich als "königliche Hoheit" standesgemäß zu benehmen hat. Danach war sie in den Originalversionen "Shrek 2 Der tollkühne Held kehrt zurück"2) (2004), "Shrek der Dritte"2) (2007) und "Für immer Shrek"2) (2010) als Königin Lillian zu hören. Auch in den Animationsfilm "Ich Einfach Unverbesserlich"2) (2010, Despicable Me) wirkte sie bei der Original-Synchronisation mit. Zuletzt stand die Künstlerin für die Fantasykomödie "Zahnfee auf Bewährung"2) (2010, Tooth Fairy) vor der Kamera. Julie Andrews, Mutter von drei Kindern, zählt zu den romantischsten und liebenswertesten Vertreterinnen der Traumfabrik Hollywoods. Die 1962 geborene Emma Walton2) stammt aus der ersten Ehe mit dem Kostümbildner Tony Walton, den sie am 10. Mai 1959 heiratete; am 14. November 1967 wurde die Verbindung geschieden. Zwei Jahre später, am 12. November 1969 gab sie dem Regisseur und Produzenten Blake Edwards2) das Ja-Wort, der seine beiden Kinder Jennifer2) und Geoffrey2) aus seiner ersten Ehe mit Patricia Walker mit in die Familie brachte, zu der später auch zwei Adoptivkinder aus Vietnam gehörten. Der große Komödienregisseur Blake Edwards starb am 15. Dezember 2010 im Alter von 88 Jahren im kalifornischen Santa Monica. Neben ihrer Karriere als Schauspielerin und Sängerin schrieb die Oscar-Preisträgerin Julie Andrews auch die Kinderbücher "Mandy" (1971) und "The Last of the Really Great Whangdoodles" (1974), seit Ende der 90er folgten fünf weitere Veröffentlichungen. Nach dem Verlust ihrer Stimme, der das Ende ihrer Karriere als Sängerin nach sich zog, widmete sie sich wieder dem Schreiben. Zusammen mit ihrer leiblichen Tochter Emma Walton-Hamilton entwickelte Julie Andrews die erfolgreichen "Dumpy"-Kindergeschichten. Aus dieser Reihe erscheinen immer wieder neue Bücher um den gleichnamigen Lastwagen. Die Illustration der Bücher übernimmt Andrews Ex-Ehemann Tony Walton. Auch für die erwachsenen Leser hat die Schauspielerin bereits Bücher verfasst und bei ihrem Verlag "Harper Collins" herausgegeben, so zum Beispiel "Simeons Geschenk". Bei ihrem Verlag hat Julie Andrews mittlerweile eine eigene Collection, in der sie verschiedene Bücher für junge Leser herausgibt, die schon lange nicht mehr verlegt werden. Aber auch jungen Kinderbuchautoren wird durch die Julie Andrews eine Plattform zur Veröffentlichung ihrer Werke geboten. Im Jahr 2007 ist die erste Autobiografie von Julie Andrews unter dem Titel "Home" erschienen. In dem Buch beschreibt sie ihre Kindheit und Jugend im Vaudevilletheater sowie ihre Anfänge als Schauspielerin bis 1963. Während Andrews ihren bisherigen Künstlernamen als Schauspielerin nach der Hochzeit mit Blake Edwards beibehielt, benutzt sie als Autorin ihren vollen Namen Julie Andrews-Edwards.4) Die vielseitige Künstlerin, die Ende Dezember 1999 von der britischen Queen Elisabeth II. in den Stand einer "Dame Commander of the British Empire" erhoben wurde, lebt mit ihrer Familie in Los Angeles. 2007 wurde Julie Andrews bei den "Screen Actors Guild Awards" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Am 1. Oktober 2010 beging die sympathische Künstlerin ihren 75. Geburtstag und dieses Ereignis wurde auch von den Medien gebührend gefeiert. "Strahlendes Lächeln, makellose Frisur, zu jedem Anlass das richtige Kostüm: Wenn jemand in Showgeschäft eine Lady genannt werden kann, dann ist das Julie Andrews. Für die feine englische Art ist die Sängerin und Schauspielerin ein Beispiel, wie es im Buche steht. Vielleicht ist diese Autorität ein Grund, warum ihre erfolgreichsten Filmrollen die eines Kindermädchens waren. Für "Mary Poppins" und "The Sound of Music" wird Andrews, die heute 75 Jahre alt, seit Jahrzehnten geliebt." schreibt beispielsweise Britta Gürke in der "Westdeutschen Zeitung" (WZ vom 1.10.2010) |
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Link: 1) prisma-online-de, 2) Wikipedia, 3) www.moviemaster.de 4) Quelle: Wikipedia (Stand Oktober 2010) |
Stand Februar 2013 | ||||
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Textteile des Kurzportraits von www.prisma-online.de; siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de |
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