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Ihr Erfolg in Berlin brachte die "Königin der Revue" auch ins europäische Ausland, unter anderem trat sie als Tänzerin in Paris, Stockholm (1933) sowie 1934/35 in London am "Palace-Theater" und "Savoy-Theater" auf, wo sie als "Sensation des Jahres" umjubelt wurde und sogar vor der Königin von England tanzen durfte. Trotz erster Erfolge im Film, blieb La Jana stets der Bühne treu, da für sie, wie sie selbst angab, "der Kontakt zum Publikum ungeheuer wichtig sei und sie dies nur auf der Bühne und eben nicht auf der Leinwand erfahren könne". Angeblich von dem Drehbuchautor und Regisseur Gèza von Cziffra2) (1900 1989) in Paris für den Film entdeckt (die Information laut Géza von Cziffras Autobiografie ist vage und sehr umstritten3)), war La Jana bereits in verschiedenen Stummstreifen als Tänzerin auf der Leinwand zu sehen gewesen. 1925 debütierte sie neben Leni Riefenstahl, Mary Wigman und Niddy Impekoven in Wilhelm Pragers Kulturfilm "Wege zu Kraft und Schönheit", 1926 folgte die schwedische Produktion "Die weiße Geisha", 1928 spielte sie in "Ritter der Nacht", ein Jahr später eine junge Naive in "Der lustige Witwer". 1930 wirkte sie in ihrem ersten Tonfilm, dem polnischen Revolutionsdrama "Die Warschauer Zitadelle" mit, der Streifen beeindruckte jedoch weder Publikum noch Kritik. Als Partnerin von Curt Bois und Hubert von Meyerinck musste sie dann 1931 mit "Der Schlemihl" zunächst wieder vernichtende Kritiken einstecken. Der Leinwanderfolg stellte sich erst 1936 mit ihrer Rolle der Tänzerin Yester neben Ernst Fritz Fürbringer in Hans H. Zerletts Zirkusfilm "Truxa"2) ein, einer Erzählung aus dem Zirkus- und Artistenmilieu, wo sie auf einem riesigen erleuchteten Tambourin tanzte. La Jana avancierte nun mit ihrer schlangenhaften Ausdrucksform zu einem beliebten "Leitbild" für exotisch-romantische Tänzerfiguren und durfte als schwüles Revuegirl der dreißiger Jahre dem deutschen Film einen Hauch von Exotik und Fernweh vermitteln. Die biegsame Tänzerin personifizierte glutäugige Südländerinnen von ephebenhafter Anmut und Leidenschaft, die Yester, Sitha oder Concha hießen und meist nur mit Ketten oder Flitter bedeckt waren. Bei ihren Rollen stand eher die Pose vor phantasievollen und raffinierten Filmkulissen im Vordergrund und mit Leinwandmärchen wie den 1938 gedrehten Streifen "Es leuchten die Sterne", "Der Tiger von Eschnapur"2) oder "Das Indische Grabmal"2) (Regie: Richard Eichberg) erlangte La Jana Popularität und Erfolg durch ihren Tanz, ihre Bewegungen. Spätestens mit letztgenannten Filmen, in denen sie die Rolle der Maharani Indira bzw. der indischen Tänzerin Sitha mimte, avancierte La Jana zu einem umschwärmten Filmstar und Liebling des Kinopublikums. Die Filmpresse urteilte damals: "Schon rein äußerlich entspricht sie dem Typ der indischen Frau" und das Publikum jubelte über ihre entfesselten, erotischen Tänze vor bombastischen Kulissen. So wie bereits zuvor auf der Bühne, so stand La Jana bald auch im Film für effektvolle und aufsehenerregende Kostüme und feurige, exotisch anmutende Tänze. Auch hier spielte ihr fremdländisches Aussehen eine Rolle, ebenso wie ihre stets betonte Schönheit. La Jana durfte in der prüden Kinolandschaft des Dritten Reichs nackte Haut zeigen, ihre körperlichen Reize wurden immer wieder ganz bewußt hervorgehoben. So versäumte die Filmpresse etwa nicht, darauf hinzuweisen, daß La Jana in ihrem neuen Film nur mit ein wenig Silberflitter bekleidet sei und schwärmte von der Unverhülltheit ihres Gliederspieles im Tanz.4)
La Jana ist, nicht zuletzt durch ihren frühen Tod und ihre relativ kurze Filmkarriere, heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Die Prophezeiungen der damaligen Zeit ("Schön und jung haben wir sie verloren, schön und jung aber wird sie allzeit in unserer Erinnerung lebendig bleiben") sollten sich nicht erfüllen. Die meisten Filmgeschichten wie auch die Spezialpublikationen zum Film der dreißiger Jahre kennen den Namen La Janas nicht mehr, und auch in tanzhistorischen Publikationen kommt La Jana, wenn überhaupt, nur noch am Rande vor. Auch daß die populäre Tänzerin 1930, lange bevor sie ihre erste Hauptrolle bekommen sollte, als Besetzung der Lola Lola in Sternbergs Film "Der blaue Engel" im Gespräch war, bevor Marlene Dietrich für diese Rolle entdeckt wurde, ist heute weitgehend unbekannt.4) Mitte November 2008 erschien von Helena Lehmann die monografische Biografie "La Jana". Die Autorin hat mit diesem Buch nicht nur erstmals eine komplette Biografie der Schauspielerin La Jana recherchiert, sondern beleuchtet auch die Person hinter den Scheinwerfern und Kameras. Zahlreiche Fotos, u.a. auch aus dem verloren geglaubten Nachlass, illustrieren nicht nur die filmischen Höhepunkte sondern auch das Privatleben La Janas. |
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Quelle: 1) Berlinische Monatsschrift Heft 7-2/2001 3) Wikipedia (abgerufen 24.11.2011) 4) Jürgen Trimborn, Manuskript für die Zeitschrift "Tanzdrama" Link: 2) Wikipedia |
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Textbausteine des Kurzportraits aus "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 214/215) sowie von www.volksschauspieler.de (Copyright in Auszügen H. Lehmann, im Internet erreichbar unter www.la-jana.com). Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch sowie die Artikel zum "La Jana-Archiv" (Teilnachlass und Sammlung im "Deutschen Tanzarchiv Köln" und das Portrait von Dietrich Nummert bei www.luise-berlin.de Fotos bei film.virtual-history.com |
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