Otto Mellies wurde am 19. Januar 1931 in der pommerschen Stadt Schlawe1) (heute Sławno, Polen) geboren. Noch kurz vor Kriegsende kamen die meisten seiner Familienagehörigen ums Leben. Gemeinsam mit seinem eineinhalb Jahre älteren Bruder Eberhard Mellies2), der sich später ebenfalls als Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher einen Namen machen sollte, erlebte er die Nachkriegswirren, schlug sich unter anderem als Pferdepfleger für russische Soldaten durch. Mit erst 16 Jahren bewarb sich Otto Mellies an dem von Lucie Höflich3) geleiteten "Mecklenburgischen Staatstheater" in Schwerin, bestand die Aufnahmeprüfung und wurde anschließend zwei Jahre lang von der legendären Theatermimin ausgebildet. Nach seinem Schweriner Debüt als Schüler in Goethes "Faust"2) ging Mellies an verschiedene Bühnen, wirkte in Neustrelitz, Stralsund, Rostock und Erfurt, sammelte dort weitere Bühnenerfahrungen. Erste Aufmerksamkeit erregte er am Theater in Strahlsund als Tempelherr in Lessings "Nathan der Weise"2).
1956 wurde er von Wolfgang Langhoff2) nach Berlin an das "Deutsche Theater"2) berufen, das für mehr als fünf Jahrzehnte seine künstlerische Heimat bleiben sollte. Hier profilierte sich Mellies zu einem unverzichtbaren Charakterdarsteller, glänzte in Klassikern ebenso wie in Stücken der Moderne. Sophokles, Goethe, Shakespeare, Lessing, Ibsen, Shaw, Strindberg, Sartre oder Hauptmann sind nur einige der Autoren, in deren Bühnenwerken der hochgewaschene Mime zu überzeugen wusste.

Otto Mellies, fotografiert von Barbara Morgenstern
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_mo_0000927_002)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Barbara Morgenstern;
Urheber: Barbara Morgenstern; undatiertes Foto;
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Otto Mellies, fotografiert von Barbara Morgenstern; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_mo_0000927_002); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Barbara Morgenstern; Urheber: Barbara Morgenstern; undatiertes Foto; Quelle: www.deutschefotothek.de
Zu seinen brillanten Interpretationen zählt die Titelrolle in Lessings "Nathan der Weise", die er seit 1987 in einer Inszenierung von Friedo Solter2) mehr als 320 Mal eindrücklich gestaltete – zuletzt im Februar 2006 anlässlich seines 50-jährigen Bühnenjubiläums am "Deutschen Theater". 
Er charakterisierte beispielsweise neben Titelheld Ulrich Mühe den Herzog von Alba in Goethes Trauerspiel "Egmont"2) (1986, Regie: Friedo Solter): "Otto Mellies spielt einen Mann gebündelter Energie, einen im absolutistischen Dogma erstarrten Herzog, einen mit leidenschaftsloser Leidenschaft die Geschäfte seines Königs besorgenden General." notierte damals "Neues Deutschland" (26.03.1986)4); sowohl "Egmont" als auch "Nathan der Weise" wurden 1989 bzw. 1990 im Fernsehen ausgestrahlt. In Johanna Schalls Inszenierung von Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung"2), die auch im Sommer 1996 bei den "Bregenzer Festspielen" zur Aufführung gelangte, gab er Hortensios Nebenbuhler (Udo Kroschwald) Gremio an der Seite von Simone von Zglinicki als "widerspenstige" Katharina. Er spielte beispielsweise den Polizeichef "Tiger" Brown in Brechts "Die Dreigroschenoper"2) (1995; Regie: Alexander Lang2)) mit Jörg Gudzuhn3) als "Mackie Messer" oder den ehemaligen Gendarm Rauchhaupt in Hauptmanns Tragikomödie "Der rote Hahn"2) (1997, Regie: Horst Lebinsky). Unter der Regie von Thomas Langhoff sah man ihn neben Inge Keller3) (Frau Alving) und Ulrich Mühe3) (Osvald) als Pastor Manders in Ibsens Familiendrama "Gespenster"2) (1996), erneut mit Inge Keller (Claire Zachanassian) als Bürgermeister in Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame"2) (1999) – um nur einige der zahllosen Bühnenfiguren zu nennen, denen Mellies im Verlauf der Jahrzehnte Kontur verlieh → Theaterwirken (Auswahl) bei Wikipedia.
Otto Mellies, fotografiert von Barbara Morgenstern; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: file: df_mo_0000927_005); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Barbara Morgenstern; Urheber: Barbara Morgenstern; undatiertes Foto; Quelle: www.deutschefotothek.de Seit Mitte der 1950er Jahre arbeitet der Schauspieler umfangreich für Film, Funk und Fernsehen sowie für die Synchronisation, den Hörfunk und die Audio-Produktion. Einen ersten kleineren Part hatte Otto Mellies in dem Unterhaltungssteifen "Sommerliebe" (Regie: Franz Barrenstein), wurde im Kino vor allem durch Literatur-Adaptionen bekannt und avancierte auf der Leinwand wie auch später auf dem Bildschirm zum Schwarm des weiblichen Publikums. So trat er als junger Ferdinand in Martin Hellbergs Schiller-Verfilmung "Kabale und Liebe"2) (1958) in Erscheinung und wurde wie seine Mitspieler von Kritik und Presse hoch gelobt. Als Major von Tellheim in der ebenfalls von Hellberg in Szene gesetzten Lessing-Umsetzung "Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück"2) (1962) machte er neben der die Titelheldin verkörpernden Marita Böhme eine ebenso gute Figur wie als Herzog von Marly in der Jacques Offenbach-Verfilmung "Die schöne Lurette"2) (1960; Regie: Gottfried Kolditz), der die schöne junge Frau (Evelyn Cron) für ein amouröses Abenteuer gewinnen will und sie danach dem König als neue Mätresse zuführen möchte.*)  

Otto Mellies, fotografiert von Barbara Morgenstern
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_mo_0000927_005)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Barbara Morgenstern;
Urheber: Barbara Morgenstern; undatiertes Foto;
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Mellies zeigte sich aber auch in Gegenwarts-Stoffen, so als Arbeiter Erich und Rivale des Italieners Antonio (Horst Weinheimer) in dem Historienstreifen "Simplon-Tunnel" (1959; Regie: Gottfried Kolditz) oder als Arbeitersohn Harry Brenner in dem Drama "Der Arzt von Bothenow" (1961; Regie: Johannes Knittel). In der der Anna Seghers-Verfilmung "Der Frühling braucht Zeit"5) (1965; Regie: Günter Stahnke) spielt er den parteilose Heinz Solter, Ingenieur eines Energieversorgungsbetriebes, dem grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird. Er kann aber nach zahlreichen Diskussionen in seinem Betrieb seine Unschuld beweisen. Der Betriebsleiter ist der eigentlich Schuldige, da er alles in Bewegung setzt, um Wettbewerbssieger zu werden. Der Film wurde kurz nach dem 11. Plenum des Zentralkomitees der SED aus den Kinos genommen. Die Kritik des Films war zu deutlich: Ursache des Betriebsunfalls sind mangelnder Sachverstand der Leitung sowie die Uneffektivität des Leitungssystems.6)
Geheimkommando Spree/Geheime Spuren: Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; Quelle: presse.studio-hamburg-enterprises.de

Enorme Popularität, die ihn auch über die Grenzen der ehemaligen DDR bekannt machten, erlangte Otto Mellies in verschiedenen TV-Mehrteilern, so erstmals als karrierebesessener Chemiker Dr. Martin Schlüter in dem Fünfteiler "DR. Schlüter"7) (1965/66; Regie: Achim Hübner). "Es geht um Pflicht und Verantwortung eines deutschen Wissenschaftlers. Doch während die Zuschauer an seinen positiven Helden die vertrauensvolle Ausstrahlung, die Geradlinigkeit der Figuren schätzen, reizt es Mellies, seine komische Ader stärker auszuspielen."7) In dem ebenfalls auf fünf Teile ausgelegten TV-Film "Begegnungen"7) (1967) spielte Mellies den sich im antifaschistischen Widerstand befindenden deutschen Wehrmachtsangehörigen Walter Reinhardt, in dem abenteuerlichen Zweiteiler "Geheimkommando Spree"7) (1968) bzw. der dreiteiligen Fortsetzung "Geheime Spuren"7) (1969) den Oberleutnant Bernd Rolland; seit Mai 2013 ist diese DFF-Produktion über Erlebnisse von Soldaten und Offizieren des Nationalkomitees "Freies Deutschland" im Zweiten Weltkrieg auf DVD im Handel erhältlich. Eine nachhaltige Figur war auch die des Zementherstellers Horst-Herbert Alsen (1918 – 2001), vormaliger Ehemann der Axel Springer-Gattinnen Rosemarie2) (1953 bis 1961) und Helga (1962 bis Ende der 1970er), in der propagandistisch gefärbten filmischen Biografie über den Verleger Axel Cäsar Springer in "Ich – Axel Cäsar Springer"2) (1968–1970) mit Horst Drinda3) als der berühmte Zeitungsmogul.

Seit Mai 2013 ist "Geheimkommando Spree"/"Geheime Spuren"
auf DVD im Handel erhältlich.
Abbildung DVD-Cover  mit freundlicher Genehmigung
von "Studio Hamburg Enterprises GmbH
Quelle: presse.studio-hamburg-enterprises.de

Auch in den nachfolgenden Jahren übernahm Otto Mellies in vereinzelten Kino-Produktionen, vor allem aber in ambitionierten Fernsehfilmen prägnante Rollen. Er spielte in populären Serien wie "Der Staatsanwalt hat das Wort" und "Polizeiruf 110"2), zeigte sich beispielsweise in drei hochgelobten Filmbiografien: So als Gelehrter Wilhelm von Humboldt2) in "Berühmte Ärzte der Charité: Der Mann aus Jena" (1981; Regie: Manfred Mosblech) neben Fred Düren3) als Arzt, Sozialhygieniker und Volkserzieher Christian Wilhelm Hufeland2). Jeweils unter der Regie von Kurt Veth verkörperte er neben Protagonist Ulrich Thein3) in dem Fünfteiler "Martin Luther"2) (1983) den berühmten Renaissance-Maler Lucas Cranach der Ältere2), in "Ich, Thomas Müntzer, Sichel Gottes"1) (1989) mit Veit Schubert2) in der Titelrolle den sächsischen Kurfürsten Friedrich III.2) "Rollen in literarischen Stoffen kann er bisweilen skurrile Seiten abgewinnen"8), so dem titelgebenden Schulmeister Spitzbart (1989) in dem gleichnamigen Gesellschaftsdrama von Wolfgang Hübner.
Im gesamtdeutschen Fernsehen blieb und bleibt Otto Mellies ein vielgefragter Charakterdarsteller, der in Literaturverfilmungen, Dramen und Krimis immer wieder zeigt, was für ein großartiger Schauspieler er ist. In den letzten Jahren hatte er markante Auftritte in etlichen beliebten Krimi-Reihen, etwa im "Tatort", bei "Bloch", "Schimanski", "Donna Leon" oder "Bella Block", wo er noch als der freundliche ältere Herr Vogt in Erinnerung ist, der in "Bella Block – Unter den Linden"9) (EA: 27.10.2012) in das Visier der Ermittlerin gerät. Neben Michael Mendl als Papst Johannes Paul II. verkörperte er in dem szenischen Dokumentarfilm "Karol Wojtyła – Geheimnisse eines Papstes"2) (2006) den sowjetischen Politiker Juri Wladimirowitsch Andropow2), Mitte April 2013 begannen die Dreharbeiten zu Roland Suso Richters Doku-Drama "Die Spiegel-Affäre"2), in dem Mellies als der erste Bundeskanzler der BRD Konrad Adenauer2) zu sehen war; Sebastian Rudolph spielte den "Spiegel"-Chef  Rudolf Augstein2), sein Gegenspieler Franz Josef Strauß2) wurde von Francis Fulton-Smith verkörpert → www.presseportal.de. Der Film gelangte erstmalig am 2. Mai 2014 auf ARTE zur Ausstrahlung, fünf Tage (07.05.2014) folgte die ARD im Rahmen eines Themenabends zur Spiegel-Affäre. Danach tauchte er sich in der vieldiskutierten "Tatort"-Folge "Im Schmerz geboren"2) (EA: 12.10.2014) mit dem kleinen Part des schwerkranken Detlef Brüggemann auf, einstiger Ausbilder des Kriminalhauptkommissars Felix Murot (Ulrich Tukur) → www.dieterwunderlich.de. Ebenfalls einen kleinen Auftritt hatte Mellies in dem ZDF-Drama "Die Neue" (EA: 19.10.2015), mit dem Regisseur Buket Alakus vor allem das Thema Islam und Integration aufgreift, aber auch die Suche einer Frau nach ihrer Identität. Iris Berben verkörperte die engagierte, liberal gesinnte Deutschlehrerin Eva Arendt, die sich nach dem Tod der Mutter auf die Suche nach ihrem Vater (Mellies) macht. Im Mittelpunkt des Films stand jedoch der Konflikt, den die junge Türkin muslimischen Glaubens Sevda (Ava Celik) durch ihre Religiosität – nach außen dokumentiert durch das Tragen des Kopftuchs – auslöst → tittelbach.tv.

Otto Mellies, Foto zur Verfügung gestellt von der Agentur MERTEN + TATSCH
© Agentur MERTEN + TATSCH

Otto Mellies, Foto zur Verfügung gestellt von der Agentur MERTEN + TATSCH; Copyright Agentur MERTEN + TATSCH
Sporadisch übernimmt Mellies Aufgaben in Kinoproduktionen, in der Tragikomödie "Frei nach Plan"9) (2007; Regie: Franziska Meletzky), in der drei Schwestern den Geburtstag ihrer Mutter feiern, stand er als "Charmeur der alten Schule" Wolf Schlosser mit seinen Schauspieler-Kolleginnen vom "Deutschen Theater" Corinna Harfouch und Dagmar Manzel sowie Christine Schorn vor der Kamera. Für seine darstellerische Leistung als Vater des tödlich erkrankten Protagonisten (Milan Peschel) in dem Drama "Halt auf freier Strecke"2) (2011; Regie: Andreas Dresen) konnte er den "Deutschen Filmpreis 2012"2) ("Lola") als "Bester Nebendarsteller" entgegennehmen. Zuletzt gehörte Otto Mellies zur Besetzung von Kilian Riedhofs Spielfilm "Sein letztes Rennen"2). Dieter Hallervorden mimt hier den ehemaligen Marathonläufer Paul Averhoff, der sich im hohen Alter an einem Comeback versucht; bundesweiter Kinostart war der 10. Oktober 2013.
  
Neben seiner umfangreichen Arbeit für das Theater und den Film ist Otto Mellies ein vielbeschäftigter Synchronsprecher, die Liste der Schauspieler, denen er seine wundervoll sonore Stimme lieh bzw. leiht kann sich sehen lassen. Darunter befinden sich Stars wie Paul Newman, Albert Finney, Jean Marais, James Coburn, Donald Sutherland, Sean Connery, Charlton Heston oder Christopher Lee, den er – wie schon bei der Trilogie "Der Herr der Ringe" (2001–2003) – zuletzt in der Hobbit"-Trilogie "Eine unerwartete Reise"2) (2012), "Smaugs Einöde" (2013) und "Hin und zurück" (2014) als Saruman synchronisierte; eine umfangreiche Übersicht der Arbeiten als Synchronsprecher findet man bei Wikipedia. Darüber hinaus sind zahlreiche Hörspiele sowie Hörbücher unter seiner Mitwirkung entstanden, zu den rund 50 Hörbüchern (→ Auszug bei Wikipedia) zählen unter anderem, neben verschiedensten Märchen, "Die Legende vom vierten König" von Edzard Schaper2), "Stadt in der Wüste" von Antoine de Saint- Exupéry2), "Michael Kohlhaas"2) von Heinrich von Kleist und "Der Stechlin"2) von Theodor Fontane. Eine Auswahl der in der ARD-Hörspieldatenbank aufgeführten Hörspiel-Produktionen mit Otto Mellies findet man hier am Ende des Artikels. Bereits Ende der 1950er und bis Mitte der 1960er Jahre ist Mellies Kommentarsprecher in zahlreichen Dokumentationen des DEFA-Studios für populärwissenschaftliche Filme. Ab den 1980er Jahren reist er mit Lesungen durch das Land, tritt unter anderem bei den Berliner "Märchentagen" auf.*)
Seit geraumer Zeit präsentierte Otto Mellies im Rahmen von Lesungen seine Mitte September 2010 im Verlag "Das Neue Berlin" veröffentlichte, heitere Autobiografie "An einem schönen Sommermorgen". "In seinen lange erwarteten Memoiren erzählt er von seiner Kindheit, von Arbeits- und Lebensstationen – und spart auch nicht mit Schnurren und Anekdoten vom Theater." konnte man auf der Internet-Seite des Verlages lesen. Im Dezember 2015 moderierte er als Nachfolger des am 31. Oktober 2015 verstorbenen Schauspielers Hans Teuscher3) die jährliche MDR-Gedenksendung "Abschied ist ein leises Wort"2)., mit der an verstorbene Prominente des jeweiligen Jahres erinnert wird; schon 2013 hatte Mellies den damals erkrankten Teuscher vertreten.
 
Bereits 1960 war Mellies gemeinsam mit seinen Mitspielern für "Kabale und Liebe" mit dem "Heinrich-Greif-Preis I. Klasse" ausgezeichnet worden, 1966 folgte (erneut im Kollektiv) der "Nationalpreis der DDR, II. Klasse für Kunst und Literatur"2), der "Goldene Lorbeer des Deutschen Fernsehfunks" und der Filmpreis des Jugendmagazins "Neues Leben" für "Dr. Schlüter". 1969 erhielt der Schauspieler den "Vaterländischen Verdienstorden in Bronze" für seine Darstellung des Walter Reinhardt in "Begegnungen".
Otto Mellies gehört zu den bedeutenden Charaktermimen unserer Zeit, stets tritt er bescheiden und zurückhaltend auf. Er "verstand immer als Diener an der Rolle, am Werk – trotz aller Erfolge kann man ihn einen Bescheidenen nennen. Vom Ehrgeiz, sich über den Text zu erheben, sich Kürzungen oder Zutaten herauszunehmen und den Zeitströmungen zu unterwerfen, hält er nichts. (…) Über Jahrzehnte spielte er die Grübler, die Nachdenklichen, Zerrissenen und Zaghaften. Glaubwürdig waren sie alle." notierte Christoph Funke in "Der Tagesspiegel" anlässlich des 80. Geburtstages am 19. Januar 2011.

Otto Mellies, der mit seiner Familie im Berliner Ortsteil Bohnsdorf lebt, ist seit 1952 mit der Sopranistin Luise Bergner verheiratet. Aus der Verbindung stammen zwei Kinder, Tochter Gabriele (geb. 1955) arbeitet als Juristin, Sohn Andre (geb. 1967) als Diplom-Ingenieur; darüber hinaus ist der Schauspieler mehrfacher Grovater und Ur-Großvater.

Stand Februar 2017
Quellen: Wikipedia, www.film-zeit.de, www.defa.de, filmportal.de sowie
CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, LG 45*)
Kontakt: Agentur Merten + Tatsch
*) CineGraph LG 45 mit den Quellen:
  • Manfred Heidecke: Otto Mellies. In: "Wochenpost" (26.03.1961)
  • Ingeborg Nössig: Drei Fragen – Drei Antworten. (Interview) In: "Filmspiegel", Nr. l (1965)
  • Renate Seydel: Otto Meilies. In: Renate Seydel (Hg.): Schauspieler. Theater – Film – Fernsehen (Berlin/DDR: Henschel 1966, S. 134–138)
  • Ingeborg Nössig: Am Baikal zu Hause. (Interview) In: "Filmspiegel", Nr. 22 (1967)
  • M. Heidicke; "Sich immer neu stellen" – Otto Mellies. In: "Filmspiegel", Nr. 14 (1977)
  • Ursula Mewes: Unsere Kunst soll für den Tag und auch darüber hinaus wirken. (Interview) In: "Neues Deutschland" (11.12.1984)
  • Helga Schwarz-Stötzer: Aufstieg ins Leben, In: "FF-Dabei" (17.04.1989)
  • Marlis Linke: Erfolg läßt sich nicht programmieren. In: "Filmspiegel", Nr. 26 (1989)
  • Klaus Piontek: "Es ist alles viel einfacher" und doch nicht selbstverständlich. In: "Berliner Zeitung" (19.01.1991)
  • Wolfgang Krahl: Wer zuerst nur an das Geld denkt, ist als Künstler eigentlich tot. (Interview) In: "Schweriner Volkszeitung, 20.07.1996)
  • Christoph Funke: Die Angst des weisen Nathan. In: "Neues Deutschland" (19.11.2001)
  • Detlef Friedrich: Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab. In: "Berliner Zeitung" (19.01.2001)
1) Laut Wikipedia sowie Agentur Tatsch; verschiedene Quellen nennen auch Stolp (Pommern, heute Słupsk, Polen).
Link: 2) Wikipedia, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 5)  DEFA-Stiftung, 7) fernsehserien.de, 9) prisma.de
Quellen:
4) www.berliner-schauspielschule.de
6) www.film-zeit.de
8) F.-B. Habel & Volker Wachter: Lexikon der DDR-Stars (Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1999, S. 224)
Filme
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database, filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, DEFA-Stiftung, fernsehenderddr.de, 
prisma.de, fernsehserien.de, tittelbach.tc)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
  
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia (deutsch/englisch))
   
Otto Mellies mit Maren Kroymann im Hörspiel-Studio in dem Stück "Alles kommt wieder" von Eugen Egner (EA: 30.04.2011); Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR (Presse und Information, Redaktion Bild); Copyright WDR/Sibylle Anneck
Otto Mellies mit Maren Kroymann im Hörspiel-Studio
in dem Stück "Alles kommt wieder" von Eugen Egner (EA: 30.04.2011)
Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR
(Presse und Information, Redaktion Bild)
© WDR/Sibylle Anneck
  
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de