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Nach Ende des 1. Weltkrieges gehörte Mia May zu den Diven der stummen Leinwand und spielte große Rollen, drehte beispielsweise "Das Opfer"2) (1918), "Fünf Minuten zu spät"2) (1918), "Ihr großes Geheimnis"2) (1918), "Wogen des Schicksals"2) (1918), "Der Amönenhof"2) (1919), "Die platonische Ehe" (1919), "Veritas vincit"2) (1919, zeigte sich als die "Die Bettelgräfin"2) (1918) und als "Fräulein Zahnarzt"2) (1919). Sie agierte beispielsweise 1919/1920 als Maud Gregaards in der achtteiligen Reihe um die "Herrin der Welt"2), teilweise mit Joe May hinter der Kamera, mit Fritz Lang drehte sie das Drama "Das Wandernde Bild"1) (1920), Paul Bildt war ihr Partner in "Die Schuld der Lavinia Morland"2) (1920). An der Seite Conrad Veidts als Bengalischem Maharadscha mimte sie die Irene Amundsen in den beiden Teilen des opulenten Monumentalfilms "Das Indische Grabmal"1), "Die Sendung des Yoghi"2) (1921) und "Der Tiger von Eschnapur"2) (1921), nach dem Roman von Thea von Harbou, zu dem Fritz Lang das Drehbuch geschrieben hatte. Mia May rührte das Publikum zu Tränen in "Der Leidensweg der Inge Krafft"2) (1920/21), nach dem vierteiligen Streifen "Tragödie der Liebe"2) (1922/1923) sowie "Die Liebesbriefe der Baronin von S "2) (1924) beendete der Stummfilmstar seine filmische Karriere, nicht zuletzt auch wegen eines privaten Schicksalsschlages: Am 10. September 1924 hatte sich ihre 1902 geborene Tochter Eva May1), die inzwischen auch auf der Leinwand als Stummfilmdarstellerin Furore gemacht hatte, in Baden bei Wien wegen der nicht zustande gekommenen Heirat mit ihrem Vetter, dem Industriellen Fritz Mandl1) (1900 1977), erschossen. Mit Beginn des Nazi-Regimes emigrierte Mia May mit ihrem jüdischen Mann 1933 nach Amerika, wo Joe May bis 1944 mehr oder weniger erfolgreich weitere Filme drehte; Mia May trat als Schauspielerin nicht mehr in Erscheinung. Nach Ende des 2. Weltkrieges eröffneten beide 1949 in Los Angeles mit "The Blue Danube ein auf Wiener Küche spezialisiertes Restaurant das jedoch nach wenigen Wochen wieder schließen musste. Danach waren Mia May und ihr Mann finanziell auf die Unterstützung von Freunden und Kollegen sowie die Hilfsorganisation "European Film Fund"1) angewiesen. Der einstige Stummfilmstar Mia May starb am 28. November 1980 mit 96 Jahren in ihrer Wahlheimat Los Angeles; ihr Mann Joe May war bereits am 29. April 1954 in Hollywood gestorben. Mia May, eine Ikone der Stummfilmzeit, hatte auf der Leinwand als arme Waise begonnen, mimte die naive Unschuld in den Streifen jener Zeit, die melodramatisch Höhen und Tiefen des Lebens nachzeichneten. Ihr kindliches Puppengesicht stand im Kontrast zum eisernen Willen mancher ihrer Figuren und prädestinierte sie für den großen "Problemfilm".3) |
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Link: 1) Wikipedia, 2) Murnau Stiftung 3) Quelle: "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 239 |
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Textbausteine des Kurzportraits aus: "Lexikon der deutschen Film- und
TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz sowie von www.cyranos.ch; siehe auch Wikipedia Fotos bei bei silent-movies.com und film.virtual-history.com Filmografie bei www.imdb.de |
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