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Klaus Kammer wurde am 10. Januar 1929 in Hannover geboren, wo er auch
später zwischen 1947 und 1949 eine Ausbildung zum Schauspieler an der privaten Schauspielschule der
Hannoveranischen. Kammerspiele begann. Bereits 1948 gab er in seiner
Geburtsstadt sein Theaterdebüt, zur Spielzeit 1949/50 wechselte er nach
Witten/Ruhr, im darauffolgenden Jahr an das "Nordmark-Landestheater
Schleswig", wo er unter anderem als
Hugo in Sartres "Die
schmutzigen Hände" und als Melchior in Wedekinds "Frühlings
Erwachen" auf sich aufmerksam machte. Weitere Stationen von Kammers
Theaterkarriere wurden 1951/52 die Städtischen Bühnen in Essen und 1953/54
das "Thalia-Theater" in Hamburg, ab 1955 spielte er in Berlin am "Schiller-
und Schloßpark-Theater".
Kammers wenige Arbeiten vor der Kamera zeigten ebenfalls seine außergewöhnliche Darstellungskraft, erinnerungswürdig bleibt neben dem Willy Kufalt in "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst"2) (1962) im Fernsehen sicherlich seine Verkörperung des Joe Bonaparte in Clifford Odets Drama "Golden Boy"1) (1962) an der Seite von Hildegard Knef und René Deltgen. Seit Mitte der 1950er Jahre hatte der Schauspieler auch sporadisch Aufgaben in Kinoproduktionen übernommen, spielte unter anderem in Geza von Cziffras Krimi "Banditen der Autobahn" (1955), Helmut Käutners Zuckmayer-Adaption "Ein Mädchen aus Flandern"1) (1956) sowie an der Seite von Karlheinz Böhm und Christian Wolff in Kurt Meisels Antikriegsfilm "Kriegsgericht" (1959). Wenige Monate nach seinem 35. Geburtstag kam Klaus Kammer am 9. Mai 1964 auf tragische Weise zu Tode, er starb an den Folgen einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung. Offiziellen Berichten zufolge war er in der Garage seines Berliner Wohnhauses gestürzt, während der Motor seines Wagens lief. Der Ausnahmeschauspieler hinterließ zwei Töchter; er war mit seiner Kollegin Hilde Röhling verheiratet, die er am Hamburger "Thalia-Theater" kennengelernt hatte. Seine letzte Ruhestätte fand der zum "Staatsschauspieler" ernannte Charaktermime in einem Familiengrab auf dem Stöckener Friedhof in Hannover → Foto der Grabstätte bei www.knerger.de 2003 entstand von Andreas Lewin der Dokumentarfilm "Er spielte seinen Schatten mit der Schauspieler Klaus Kammer". Der Film erzählt von den Schatten- und Nachtseiten einer beispiellosen Karriere und Begabung, rekonstruiert die Geschichte des Heranwachsens und der rücksichtslosen Selbstverwirklichung eines Schauspielers, der zur Stunde Null in Deutschland das Spielen für sich entdeckte. Die Beschreibung eines atemlosen Aufstiegs und jähen Falls.3) |
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Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait
bzw. Beschreibung innerhalb dieser Homepage 3) Quelle: theaterkanal.de (Seite nicht mehr existent) |
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Siehe auch Wikipedia,
www.deutsche-biographie.de
sowie den Artikel bei www.zeit.de Filmografie bei www.imdb.de |
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