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Das markante Gesicht des Schauspielers Peer Jäger kennt man
inzwischen aus zahlreichen erfolgreichen Fernsehproduktionen, mit
seiner Darstellungskraft überzeugt er immer wieder und ist vom
Bildschirm nicht mehr wegzudenken.
Der 1943 geborene Schauspieler erlernte sein Handwerkszeug an der
"Staatlichen Schauspielschule" in Ost-Berlin, ein erstes Engagement
erhielt er 1968 in Neustrelitz am "Friedrich Wolf
Theater", wo er bis 1977 auf der Bühne stand. Anschließend
wechselte er bis 1984 an das "Schweriner Staatstheater", um dann
einem Ruf an das politisch-satirische Kabarett "Leipziger
Pfeffermühle" zu folgen, wo er auch seine Frau, die Kabarettistin
und Schauspielerin Manon Straché1)
kennen und lieben lernte. Manon Straché war zu dieser Zeit Mitglied des Ensembles der
"academixer", des zweiten Leipziger Berufskabaretts, und spielte
für kurze Zeit in einer Produktion der "Pfeffermühle" als
Gast; das
Paar heiratete 1993.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Alex Trebus (www.alextrebus.com)
© Alex Trebus
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1989 entschloss sich der politisch engagierte Peer Jäger während
eines Gastspiels in der Bundesrepublik die ehemalige DDR zu
verlassen und konnte auch in der Bundesrepublik an seine früheren Erfolge
anknüpfen. Bis 1996 gehörte er zum Ensemble des
Theaters der Stadt Heidelberg, eindrucksvolle Rollen spielte er später
unter anderem am Berliner "Theater am Kurfürstendamm" oder
gab Gastspiele an verschiedensten Bühnen. Sein Rollenrepertoire ist
breit gefächert, reicht von Klassikern wie Goethes "Faust"
über Komödien wie "Charley's Tante" bis hin zu Operetten
wie dem "Weißen Rössl" oder Musicals wie "Pygmalion".
Mit seiner Frau Manon Straché trat er in jüngerer Zeit in
Goldonis "Liebe, List und Leidenschaft" am "Theater am
Kurfürstendamm" auf.
Bereits in der ehemaligen DDR hatte Peer Jäger vereinzelt
Ausflüge zum Film unternommen, zum Star wurde er aber erst im
gesamtdeutschen Film und Fernsehen. Neben regelmäßigen Auftritten in
beliebten Krimi-Reihen wie "Tatort", "Wolffs
Revier", "Ein Fall für zwei", "Der Letzte
Zeuge", "SOKO Leipzig", "Rosa Roth"
"Bella Block", "Von Fall zu Fall" oder "Der Bergdoktor"
erlebte
man ihn mit verschiedensten prägnanten Rollen in vielen populären
TV-Serien. So beispielsweise gemeinsam mit Ehefrau Manon Straché
als Gutshofbesitzer Alexander Hofstädter in einigen Episoden von
"Girl Friends"1), in der Familienserie "Vater wider
Willen"1) um den Dirigenten Max Oldendorf alias
Christian Quadflieg war er als Musikagent Bradford ebenso zu sehen
wie auf dem "Traumschiff" oder der turbulenten Kaufhausserie
"Kunden und andere Katastrophen".
Vor allem in Krimis ist Peer Jäger immer wieder präsent, hier
mimt er sogenannte Biedermänner, zwielichtige Geschäftsmänner,
durchtriebene Anwälte, eiskalte Chefärzte oder sonstige
"coole" Typen, aber auch Komödien zählen zu seinem Metier.
"Besondere Kennzeichen: Glatze und aalglatt vor der
Kamera!" charakterisiert prisma.de den Schauspieler.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Alex Trebus (www.alextrebus.com)
© Alex Trebus
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Unter anderem besetzte ihn Max Färberböck neben Sabine Postel
und Peter Lohmeyer in seiner sozialkritischen Komödie
"Schlafende Hunde"2) (1992) sowie neben Heinz Hoenig
in "Einer zahlt immer"2) (1992),
Petra Haffter neben Götz George in der Komödie "Der König von Dulsberg"2) (1994). Unter der Regie von
Hajo Gies spielte er in dem Doku-Thriller "Der Rote
Schakal"2) (1997), in Anno Sauls Beziehungskomödie
"Zur Zeit zu zweit"2) (1998) mimte
Jäger einen bissigen
Chefredakteur und in Matti Geschonnecks packendem Thriller "Späte Rache"2) (2001) eindrucksvoll den Chefarzt Michael Klenz, den seine
DDR-Vergangenheit einholt. Zu Jägers Fernsehproduktionen der letzten
Jahre zählt unter anderem die Komödie "Cappuccino zu
Dritt" (2003) mit seiner Rolle des Dr. Wackernagel, das
Drama "Gestern gibt es nicht" (2003), wo er als Richter
Schwaikhardt zu sehen war, sowie der unterhaltsame Zweiteiler
"Hilfe, ich bin Millionär"2) (2003).
Foto mit freundlicher Genehmigung von Alex Trebus (www.alextrebus.com)
© Alex Trebus
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Danach erlebte man
ihn mit prägnanten Figuren beispielsweise in dem Melodram "Himmel
über Australien" (2006), in der historisierenden SAT1-Serie
"Unter den Linden – Das Haus Gravenhorst"1) (2006)
agierte er als Butler Carl Bloom und seit 2007 mimt er in der
populären ZDF-Krimireihe "Notruf Hafenkante"1)
den ebenso
strengen wie souveränen Revierleiter Polizeioberrat
Martin Berger. Jäger tauchte in dem ZDF-Krimi "Der Tod meiner Schwester"2) (2008) auf,
machte in der Tragikomödie "Mama
arbeitet wieder"2) (2008) eine ebenso gute Figur
wie mit seinen Gastrollen in zahlreichen populären Serien; zu nennen
sind etwa "Da kommt Kalle", "SOKO Wismar",
"Alarm für Cobra 11 Die Autobahnpolizei" oder "Hallo
Robbie!". Auch in dem halbdokumentarischen Portrait "Der
Mann aus der Pfalz"1), mit dem Regisseur Thomas Schadt
anlässlich der Jubiläen zum Mauerfall wichtige Jahre aus dem Leben
des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl nachgezeichnete, gehörte
Jäger am 20. Oktober 2009 (Erstausstrahlung) zur prominenten
Besetzung. Neben einem glänzenden Stephan Grossmann1) als jungem Helmut Kohl (Thomas Thieme1)
brilliert als älterer Helmut Kohl) verkörperte er in dem
ZDF-Film den Pfälzer Pfarrer Johannes Fink, der zu den Wegbereitern
der politischen Karriere des Altkanzlers zählte.
In dem ganz auf die Protagonistin Jutta Speidel zugeschnittenem
Gerichtsdrama "Richterin ohne
Robe"2) (EA: 28.12.2008) überzeugte Jäger dann mit seinem souveränen
Spiel als Vorsitzender Richter Range. In dem spannenden, actionreichen RTL-Polizeithriller "IK1 Touristen in Gefahr"2)
(EA: 01.09.2011) mit Tobias Oertel als draufgängerischem
Kommissar bzw. Mitarbeiter der BKA-Behörde "IK 1" Florian Blessing zeigte er sich als
Adoptiv-Vater des in Thailand geborenen und in Drogegeschäfte
verwickelten Kim Becker, der in seiner Heimat tot aufgefunden
wurde. → Wikipedia
Für interessante und hochkarätige Kinoproduktionen stand
Peer Jäger in den vergangenen Jahren nur sporadisch vor der Kamera:
In Max Färberböcks Lovestory
"Aimée & Jaguar"1) (1999) spielte er die
kleine Nebenrolle des Obers Herr Pohl, in Joseph Vilsmaiers
"Marlene"1) (2000), der Lebens- und Liebesgeschichte von
Marlene Dietrich3) (1901 1992), war er ein
US-General. Zuletzt sah man ihn in
Sönke Wortmanns hochgelobtem Fußball-Epos "Das Wunder von
Bern"1) (2003) sowie in dem von Hans Weingartner inszenierten
Film "Free Rainer Dein Fernseher lügt"1) (2007).
Der Schauspieler engagiert sich auch in ambitionierten Hörspielen, tritt mit Lesungen und als Rezitator auf.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Alex Trebus (www.alextrebus.com)
© Alex Trebus
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