Margret Homeyer wurde am 7. Oktober 1927 in Hagen geboren. Ihr Handwerkszeug erlernte sie an der Schauspielschule des "Deutschen Theaters" in Berlin; das "Deutsche Theater" wurde dann bis 1961 ihre künstlerische Heimat, außerdem stand sie kurze Zeit am "Staatstheater Dresden" auf der Bühne und brillierte vor allem im komischen Fach. Zu Margret Homeyers weiteren Theaterverpflichtungen im Verlaufe der Jahre zählen unter anderem die "Städtische Bühnen" in Köln, das "Residenztheater" in München, das "Hamburger Schauspielhaus" sowie das "Renaissance-Theater" in Berlin.
 
Margret Homeyer in MARIA MAGDALENA 01; Copyright Virginia Shue Margret Homeyer in MARIA MAGDALENA 02; Copyright Virginia Shue
Margret Homeyer (links mit Ulrich Matschoss als Meister Anton)
in "Maria Magdalena"
von Friedrich Hebbel (Rolle: Frau von Meister Anton)
Inszenierung: Peter Beauvais
Premiere 4. September 1981, Thalia Theater Hamburg
Die Fotos wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) 
zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Seit Mitte der 1950er Jahre arbeitete die Schauspielerin auch für den Film, zunächst bei der DEFA und beim DFF agierte sie meist in Lustspielen und Satiren. Eine ihrer schönsten Arbeiten dieser Zeit ist die Rolle der FDJ-Sekretärin Jutta Fröhlich in Gerhard Klingenbergs musikalischem Jugendfilm "Guten Tag, lieber Tag" (1961).  
Danach wechselte Margret Homeyer in die Bundesrepublik und konnte auch dort ihre Karriere erfolgreich fortsetzen. In zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen stellte sie ihre schauspielerische Vielseitigkeit unter Beweis und vor allem seit den 1980er Jahren ist sie in vielen populären Serien ein Dauergast. So erlebte man sie beispielweise in den Quotenrennern "Diese Drombuschs"1) (1983) oder "Rivalen der Rennbahn"1) (1989). 
 

Hannelore Zeppenfeld (Links), Elisabeth Wiedemann (Mitte) und Margret Homeyer in der Comedyserie "Im besten Alter" (1992/93), einer deutschen Version der US-Serie "Golden Girls"; Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com; Copyright Ziegler Film GmbH & Co. KG
Hannelore Zeppenfeld (links), Elisabeth Wiedemann (Mitte)
und Margret Homeyer
in der Comedy-Serie "Im besten Alter"2) (1992/93),
einer deutschen Version der US-Serie "Golden Girls"
Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com
© Ziegler Film GmbH & Co. KG
  
Ungeheure Popularität erlangte die Schauspielerin ab Mitte der 1990er Jahre in der Reihe "Von Fall zu Fall"1), den Krimigeschichten mit Kommissar Stubbe alias Wolfgang Stumph, wo sie bis heute mit viel Witz die eigenwillige, verwitwete Tante Charlotte von Stubbes verstorbener Frau "Caro" mimt; eine ähnlich gelagerte Rolle hatte sie ab Ende der 1990er als Lotte Brandt und Schwiegermutter von Hauptdarstellerin Marianne Brandt alias Sabine Postel in der turbulenten Familienserie "Nesthocker – Familie zu verschenken"1).
Außerdem glänzte Margret Homeyer immer wieder mit Gastauftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie "Tatort", "Die Männer vom K3", "Großstadtrevier", "Adelheid und ihre Mörder" oder "Das Duo". In der am 5. Februar 2009 ausgestrahlten witzigen Krimi-Persiflage "Die Blücherbande"3) (mit Armin Rohde, Jörg Schüttauf und Sebastian Bezzel) war sie als Erna Ambusch, Oma des "Blücherbanden"-Mitglieds Ollie (Sebastian Bezzel), zu sehen.
Zu ihren wenigen Ausflügen auf die Leinwand zählt Hape Kerkelings Parodie "Kein Pardon"1) (1993) und ihre hinreißend gespielte weinerliche Oma Schlönzke.
 
Link: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de, 3) prisma.de Stand: Februar 2012
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de
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