Erwin Geschonneck wurde am 27. Dezember 1906 als Sohn eines Flickschusters im ostpreußischen Bartenstein (heute Bartoszyce, Polen) geboren. Er wuchs ab seinem zweiten Lebensjahr im ärmlichen Berliner Arbeiterviertel auf, wohin der Vater nach dem Tod seiner Frau Gertrud mit dem Baby Erwin und den zwei älteren Geschwistern Käthe und Bruno gezogen war und als Nachtwächter die Familie über Wasser hielt; bereits mit vierzehn Jahren musste Erwin Geschonneck zum Lebensunterhalt beitragen, arbeitete als Bürobote, Hilfsarbeiter und Hausdiener. Schon früh interessierte er sich für die Schauspielerei, wirkte bei Laienspielgruppen und Arbeiterchören mit und beteiligte sich seit 1929 als KP-Mitglied an Agitprop-Gruppen1). Unter dem Namen Erwin Gösch arbeitete er als Souffleur, Beleuchter und Darsteller bei einer Truppe junger jüdischer Schauspieler, die in Tanzsälen spielte, als Komparse an Erwin Piscators1) "Volksbühne" schnupperte er erste Theaterluft.

Foto: © Werner Bethsold1)
Das Foto entstand 1990 während einer Hörspielproduktion.

Erwin Geschonneck; Copyright Werner Bethsold
 Sein Traum von der Schauspielerei wurde dann 1933 durch die Machtergreifung der Nazis vorerst in Deutschland zerschlagen. 1933 emigrierte er mit der jüdischen Theatergruppe nach Warschau, über die Tschechoslowakei kam er dann nach Moskau, wo er unter anderem mit Gustav von Wangenheim2) (1895 – 1975) ein "Deutsches Theater" gründete sowie mit Curt Trepte1) und dessen Ehefrau Luisrose Fournes ein Theater für die Landbevölkerung einrichtete. Wenig später wurde Geschonneck des Landes verwiesen, kehrte nach Prag zurück und wirkte bei verschiedenen weiteren Theaterprojekten mit. Beim Einmarsch der deutschen Wehrmacht tauchte er zunächst unter und wollte über Polen nach London fliehen. Der Versuch misslang, bei Mährisch-Ostrau wurde er von der SS verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Weitere Stationen seines Leidensweges waren dann ab März 1940 das Konzentrationslager Dachau, wo er sich intensiv für verschiedene kulturellen Aktivitäten, welche die Moral der Mithäftlinge stärken sollten, einsetzte; über dieses Engagement in Dachau berichtete 1985 der Dokumentarfilm "Goethe in D." Im Oktober 1944 wurde er in das Lager Neuengamme verlegt, als die mehr als 4.000 Häftlinge dann auf den ehemaligen Passagierdampfer "Cap Arcona"1) evakuiert wurden und das Schiff am 3. Mai 1945 nach einer Bombardierung durch britische Verbände sank, gehörte Erwin Geschonneck zu den wenigen Überlebenden. 1981/82 zeichnete Lothar Bellagin mit dem TV-Film "Der Mann von der Cap Arcona" die dramatischen Ereignisse nach, Geschonneck übernahm die an seine Biografie angelehnte Hauptrolle.
Nach Kriegsende blieb Erwin Geschonneck zunächst in Hamburg, wo er ab 1946 bei Ida Ehre2) (1900 – 1989) an den "Kammerspielen" tätig war und in rund zwanzig Inszenierungen auf der Bühne stand. 1949 ging er zurück nach Berlin und arbeitete bei dem von Brecht ins Leben gerufenen "Berliner Ensemble", interpretierte dort so große Rollen wie den Matti in Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti"1), den Dorfrichter Adam in Kleists "Der zerbrochne Krug"1) oder den "Don Juan"1) in Molières gleichnamigen Komödie. Noch zu Brechts Lebzeiten verließ Geschonneck das Ensemble, um sich stärker dem Film zu widmen → Theater-Wirken bei Wikipedia.

Erste Erfahrungen mit der Arbeit vor der Kamera hatte Geschonneck bereits durch eine Statistenrolle in dem proletarischen Spielfilm "Kuhle Wampe"1) (1932) gesammelt, während seiner Hamburger Zeit spielte er kleinere Nebenrollen, so in Helmut Käutners "In jenen Tagen"1) (1947), Hans Müllers "Hafenmelodie" (1949) oder Wolfgang Liebeneiners "Liebe '47"1) (1949). Von der DEFA wurde er nun mit größeren Aufgaben betraut, 1950 sah man ihn als Holländer-Michel in Paul Verhoevens Märchenfilm "Das Kalte Herz"1) , in Falk Harnacks "Das Beil von Wandsbek"1) (1951), nach dem Roman von Arnold Zweig, übernahm er eindrucksvoll die Hauptrolle des kleinbürgerlichen Schlachtermeisters und Nazi-Mitläufers Albert Teetjen. Der Film wurde nach kurzer Laufzeit zurückgezogen, verstümmelt, und erst 1981 auf Druck des Stars in der ursprünglichen Fassung in der DDR einmalig aufgeführt.

Erwin Geschonneck als Geheimrat von Berg 1950 in "Der Hofmeister"1)
von Jakob Michael Reinhold Lenz1) in einer Aufführung des
"Berliner Ensembles"1) am "Deutschen Theater" Berlin;
Regie: Bertolt Brecht1)
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pk_0000853_047)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Abraham Pisarek
Urheber: Abraham Pisarek1) (1901–1983); Datierung: 15.04.1950
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Erwin Geschonneck als Geheimrat von Berg 1950 in dem dem Stück "Der Hofmeister" von Jakob Michael Reinhold Lenz in einer Aufführung des "Berliner Ensembles" am "Deutschen Theater" Berlin; Regie: Bertolt Brecht; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pk_0000853_047); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Abraham Pisarek; Urheber: Abraham Pisarek1) (1901–1983); Datierung: 15.04.1950; Quelle: www.deutschefotothek.de
In Arthur Pohls "Die Unbesiegbaren"1) (1953), einem historischen Film über die in der DDR eigentlich verpönte Sozialdemokratie, verkörperte er brillant den Wilhelm Liebknecht1) (1826 – 1900), Konrad Wolfs kritischer, streckenweise melodramatischer Film "Sonnensucher"1) über den Uranbergbau der Wismut AG blieb von 1958 bis 1972 verboten. Ebenfalls von Konrad Wolf wurde "Leute mit Flügeln"1) (1960) mit Geschonneck in der Hauptrolle inszeniert, welcher 27 Jahre im Leben des Mechanikers und Kommunisten Ludwig Bartuschek nachzeichnete und die Flugzeugindustrie der DDR thematisierte; Geschonneck wurde 1960 für seine Leistung als "Bester männlicher Schauspieler" geehrt. Als die DDR-Flugzeugindustrie 1961 auf sowjetisches Betreiben hin eingestellt wurde, wanderte auch der Film in die Archive. Einige weitere Kinoproduktionen, in denen der Schauspieler mitwirkte, gelangten er gar nicht zur Aufführung, so Wolfgang E. Strucks "Stacheltier"-Film "Darf der denn das?" (1959), in dem das Auftreten eines Ministers kritisiert wurde, oder Gerhard Kleins "Berlin um die Ecke"1) (1965), mit dem ein Generationskonflikt im Arbeitermilieu gezeigt werden sollte.
    
Zu Geschonnecks Filmografie der 1950er und 1960er Jahre zählen bis vor wenigen Jahren zum Teil relativ unbekannte DEFA-Streifen wie "Der Hauptmann von Köln"1) (1956), "Schlösser und Katen"1) (1957), "
Der Lotterieschwede"1) (1958), "Musterknaben"1) (1959), "Fünf Patronenhülsen"1) (1960), oder "Ach, du fröhliche …"1) (1962). Herausragend war 1963 seine Darstellung in "Nackt unter Wölfen"1), den Frank Beyer nach Bruno Apitz' heroischem, gleichnamigen Bestseller1), der vom Widerstand und der Solidarität im Konzentrationslager Buchenwald handelt, gemeinsam mit dem Autor gedreht hatte: Hier spielte Geschonneck den Lagerältesten Walter Krämer1) zwischen menschlicher Anteilnahme und strenger, lebenserhaltender Einsicht und brachte eigene Erfahrungen ein. Im gleichen Jahr erschien er – erneut unter der Regie von Frank Beyer – in einer seiner populärsten Rollen, als "Karbid-Kalle" in der am Kriegsende angesiedelten und auf wahren Begebenheiten basierenden Komödie "Karbid und Sauerampfer"1) (→ prisma.de). Schließlich besetzt Beyer ihn 1974 als Gegenspieler Kowalski zum Titelhelden "Jakob, der Lügner"1) in dem gleichnamigen Film, der nach dem 1969 erschienenen, bewegenden Roman von Jurek Becker1) entstanden war und zu dem der Schriftsteller auch das Drehbuch geschrieben hatte: Die Handlung spielt Ende 1944 in dem jüdischen Ghetto von Lodz und schildert das Leben des Juden Jakob Heym (Vlastimil Brodsky) in den letzten zwei Wochen vor der Räumung des Ghettos (→ prisma.de). Obwohl Geschonneck ein Leben lang der Titelrolle des Juden Jakob hinterher trauerte, lag doch gerade in seiner ironisch-pfiffigen Darstellung des Freundes Kowalski ein wichtiges Wirkungsmoment dieses Anti-Kriegs-Films, der als einzige DEFA-Produktion mit einer "Oscar"-Nominierung bedacht wurde.
  
Kinoproduktionen wie "Die Fahne von Kriwoj Rog"1) (1967), "
Wir kaufen eine Feuerwehr"1) (1970), "Der Untergang der Emma"1) (1974), "Das Licht auf dem Galgen"1) (1976), "Anton, der Zauberer"1) (1978), "Asta, mein Engelchen" (1980), "Looping – Der lange Traum vom kurzen Glück" (1981), "Wie die Alten sungen…" (1986) und "Mensch, mein Papa…!" (1988) zeugen von Erwin Geschonnecks umfangreichen Filmschaffen. Rollen in verschiedenen Gegenwartsfilmen, mit denen er seine deutliche ironische Ader ausspielen und mitunter Dogmen der DDR-Politik in Frage stellen konnte, wurden dem Schauspieler teilweise auf den "Leib geschrieben", so beispielsweise auch die Hauptfigur des Karl Achilles, der in "Bankett für Achilles"1) (1975) an seinem letzten Arbeitstag im Chemie-Kombinat Bitterfeld 30 Jahre Arbeit im Betrieb noch einmal mosaikartig Revue passieren lässt. Dass die meisten dieser Filme in der DDR überhaupt gedreht und aufgeführt werden konnten, war nicht zuletzt Erwin Geschonneck zu verdanken. Als langjähriger Genosse und Antifaschist – und zudem beliebter Schauspieler – genoss er eine Art Narrenfreiheit, aber im Gegensatz zu anderen nutzte er diese Stellung, um immer wieder den Finger auf die Wunden zu legen – nicht nur, wenn es um die eigene Arbeit ging. Nach außen unantastbar, blieb Geschonneck doch unbequem und wurde – wie er selbst meinte – aus gutem Grund nie in Parteifunktionen gewählt.
Mit Aufkommen des Mediums Fernsehen war der Schauspieler auch hier sehr aktiv und gehörte zu den Stars auf dem Bildschirm. Er zeigte sich mit Hauptrollen unter anderem in Stücken wie dem Mehrteiler "Gewissen in Aufruhr"1) (1961) und der Komödie "Ein Lord am Alexanderplatz"1) (1967), man sah ihn in den Mehrteilern "Rendezvous mit Unbekannt" (1969), "Jeder stirbt für sich allein" (1970, nach Hans Fallada) oder dem Abenteuer "Das Geheimnis der Anden"1) (1972). Weiterhin spielte er beispielsweise in dem Kinderfilm "Die Insel der Silberreiher" (1977), in der heiteren Geschichte "Das Ding im Schloß" (1979) mimte er an der Seite von Vlastimíl Bradský einen greisen Professor, der gemeinsam mit seinem Freud bei einer von den Bewohnern eines Altersheimes gebauten Verjüngungsmaschine letzte Hand anlegen soll. Klaus Gendries besetzte ihn mit einer Doppelrolle in "Verlobung in Hollerbusch" (1979) und in dem zweiteiligen Kinderfilm "Benno macht Geschichten"1) (1982) mimte er herrlich den Kleingärtner Oskar Schrader, der sich für die akustische Belästigung seines Nachbarn Ralf Klotz alias Henry Hübchen mit einer dröhnenden Kreissäge revanchiert, obwohl er grade sein Enkelkind Benno davon zu überzeugen versucht, dass man nicht Gleiches mit Gleichem vergelten sollte. Auch für die legendäre DDR-Reihe "Polizeiruf 110" stand Geschonneck  vor der Kamera und trat in "Der Tod des Professors1) (1974) als Prof. Wolf Harms in Erscheinung.
 

In der dreiteiligen Fallada-Adaption "Jeder stirbt für sich allein"3) beeindruckte
Geschonneck als Otto Quangel, Elsa Grube-Deister2) spielte seine Ehefrau Anna;
ab Dezember 2017 ist diese legendäre Produktion auf DVD im Handel erhältlich
Abbildung DVD-Cover  mit freundlicher Genehmigung
von "Studio Hamburg Enterprises GmbH
Quelle: presse.studio-hamburg-enterprises.de

Jeder stirbt für sich allein: Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; Quelle: presse.studio-hamburg-enterprises.de
Während seiner einzigartigen Karriere wurde der Schauspieler mehrfach ausgezeichnet: Wiederholt (1954, 1960, 1961, 1968) erhielt er den "Nationalpreis der DDR"1), 1976 wurde ihm der "Vaterländische Verdienstorden in Gold" verliehen, 1981 folgte der "Karl-Marx-Orden"1), vier Jahre später der "Kunstpreis des FDGB". Ab 1967 war er Vizepräsident des "Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden", seit 1969 Ordentliches Mitglied der "Akademie der Künste" in Ost-Berlin. 1993 wurde ihm der "Bundesfilmpreis" für sein Lebenswerk überreicht, seit 28. Dezember 2004 war Erwin Geschonneck Ehrenmitglied der neu gegründeten "Deutschen Filmakademie", eine Auszeichnung, die ihm gemeinsam mit der im März 2005 verstorbenen Brigitte Mira2) zuteil wurde. In einer Kritikerumfrage der Zeitschrift "Film und Fernsehen" wählte man den Künstler 1992 mit großem Abstand zum "Besten DDR-Schauspieler". Selbst zwielichtigen Gestalten, auch den moralischen Helden gab Geschonneck Züge tiefer Menschlichkeit, die ihn zum Volksschauspieler werden ließen. Wenn man ihn als Star bezeichnete, wehrte er dies stets ab: "Bei uns gab es keine Stars, aber ich war immerhin eine erste Kraft!" → Liste der Auszeichnungen bei Wikipedia
Foto (Historische Originalbeschreibung): Walter Ulbricht verlieh Nationalpreis 1961. Den Nationalpreis 1961 verlieh der Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Walter Ulbricht, am Vorabend des 12. Jahrestages der Gründung der DDR 46 hervorragenden Persönlichkeiten und Kollektiven aus allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens. Auf einem festlichen Auszeichnungsakt am Vormittag des 6.10.1961 im Amtssitz des Staatsrates in Berlin-Niederschönhausen nahmen die Männer und Frauen, die sich durch großartige Leistungen zum Nutzen der Republik höchste Anerkennung erworben haben, aus der Hand Walter Ulbrichts den Nationalpreis entgegen. Walter Ulbricht (links) zeichnet Erwin Geschonnek und Inge Keller vom Kollektiv des Fernsehfilmwerks "Gewissen in Aufruhr" mit dem "Nationalpreis I. Klasse für Kunst und Literatur" aus. Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 183-86965-0010; Fotograf: Peter Heinz Junge, Horst Sturm / Datierung: 6. 10.1961 / Lizenz CC-BY-SA 3.0. Foto (Historische Originalbeschreibung):
Walter Ulbricht verlieh Nationalpreis 1961. Den Nationalpreis 1961 verlieh der Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Walter Ulbricht1), am Vorabend des 12. Jahrestages der Gründung der DDR 46 hervorragenden Persönlichkeiten und Kollektiven aus allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens. Auf einem festlichen Auszeichnungsakt am Vormittag des 6.10.1961 im Amtssitz des Staatsrates in Berlin-Niederschönhausen nahmen die Männer und Frauen, die sich durch großartige Leistungen zum Nutzen der Republik höchste Anerkennung erworben haben, aus der Hand Walter Ulbrichts den Nationalpreis entgegen. Walter Ulbricht (links) zeichnet Erwin Geschonnek (Mitte) und Inge Keller2) (rechts) vom Kollektiv des Fernsehfilmwerks "Gewissen in Aufruhr" mit dem "Nationalpreis I. Klasse für Kunst und Literatur" aus.
 
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 183-86965-0010;
Fotograf: Peter Heinz Junge, Horst Sturm / Datierung: 6. 10.1961 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung: 
Deutsches Bundesarchiv  Bild 183-86965-0010 bzw. Wikimedia Commons
Noch in den 1990er Jahren gastierte der gefeierte Komödiant am "Berliner Ensemble", drehte 1995 einen "letzten" Film unter der Regie seines inzwischen ebenfalls berühmten Sohnes Matti Geschonneck und konnte noch einmal alle Register seines komödiantischen Talents ziehen. In der Altenheimkomödie "Matulla und Busch"1) (1995), nach Motiven des gleichnamigen Romans von Klaus Schlesinger, mimte er den alten, knurrigen Matulla, der gemeinsam mit seinem Freund Busch alias Fred Delmare2) (1922 – 2009) ein geerbtes Haus in Besitz nehmen will. Als beide in Ost-Berlin ankommen, müssen sie feststellen, dass Hausbesetzer zuvorgekommen sind…
Erwähnt werden muss auch, dass
Geschonneck bereits seit den 1940er Jahren mit seiner ausdrucksstarken Stimme so manches Hörspiel-Ensemble bereicherte. Eine Auswahl der in der ARD-Hörspieldatenbank aufgeführten Produktionen findet man hier am Ende des Artikels.
 
Erwin Geschonneck, schon zu Lebzeiten eine Schauspieler-Legende und von den Medien als "Hans Albers des Ostens" tituliert, starb am 12. März 2008 im hohen Alter von 101 Jahren in Berlin; die letzte Ruhe fand er auf dem Berliner Dorotheenstädtischer Friedhof Foto der Grabstätte bei → www.knerger.de. Die Berliner "Akademie der Künste" würdigte den großen Charakterdarstellern unter anderem als "aufrechten, unbeugsamen Zeitgenossen", der "seit Jahrzehnten hohes internationales Ansehen genießt", seine Biografie spiegele ein Jahrhundert deutscher Geschichte.
Seine Erinnerungen veröffentlichte Erwin Geschonneck 1984 unter dem Titel "Meine unruhigen Jahre". In den letzten Jahren hatte sich der hochbetagte Schauspieler mehr und mehr ins Privatleben zurückgezogen. Gemeinsam mit seiner Frau Heike, der er 1971 offiziell das Ja-Wort gegeben hatte, lebte er fern von der Öffentlichkeit in einem Hochhaus im Herzen Berlins mit Blick auf die Marienkirche.
Erwin Geschonneck ist der Vater des renommierten Regisseurs Matti Geschonneck1) (geb. 1952), dessen Mutter, die Schauspielerin Hannelore Wüst1), (1927 – 2014) nur wenige Jahre mit Geschonneck verheiratet war. Die 1961 geborene Tochter Fina Geschonneck, aus Geschonnecks dritten Ehe mit TV-Moderatorin Doris Weikow1), ist als Journalistin tätig, Sohn Alexander Geschonneck1) (geb. 1970) stammt aus Geschonnecks letzten Verbindung mit seiner wesentlich jüngeren Ehefrau Heike (Heirat 1971) und hat sich als Computer-Forensik-Spezialist und Buchautor einen Namen gemacht. 
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de sowie
Lexikon der DDR-Stars (Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, Ausgabe 1999, S. 96–98)
Siehe auch Wikipedia, www.defa.de, www.film-zeit.de, filmportal.de
sowie die Webpräsenz von Alexander Geschonneck
Ein Nachruf bei www.welt.de sowie die Trauerrede von Alexander Geschonneck
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) fernsehenderddr.de
  
Filme
Kinofilme / "Das Stacheltier"/ Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database, filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, filmportal.de, defa-stiftung.de, defa.de, 
fernsehenderddr.de, fernsehserien.de, prisma.de
)
Kinofilme "Das Stacheltier"-Kurzfilme

Fernsehen (Auszug)

   
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia, bundesstiftung-aufarbeitung.de, whoswho.de)
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de