Lien Deyers
Lien Deyers wurde am 5. November 1910 (nach anderen Quellen 1909) in Amsterdam geboren. Für den Film entdeckt von Regisseur Fritz Lang, war sie erstmals 1928 in dem Stummfilm "Spione" mit der Hauptrolle der Kitty zu sehen. Bis Ende der 20er Jahre folgten weitere "stumme" Streifen wie beispielsweise "Haus Nummer 17" (1928) und "Die Heilige und ihr Narr" (1928) – letzterer mit Wilhelm Dieterle als Regisseur und Darsteller – oder "Das Donkosakenlied" (1929).
Mit Beginn des Tonfilms wurde Lien Deyers zur vielbeschäftigten Darstellerin, agierte an der Seite von Ufa-Stars wie Mathias Wieman, Heinz Rühmann, Gustav Fröhlich, Hans Albers, Richard Tauber oder Theo Lingen in verschiedensten Lustspielen und Filmromanzen und mimte meist das nette, sympathische Mädchen, in das sich der männliche Hauptdarsteller auf kurz oder lang verliebt. Mit Mathias Wieman stand sie für "Rosenmontag" (1930) vor der Kamera, mit Heinz Rühmann in "Der Mann, der seinen Mörder sucht" (1931) und "Lachende Erben" (1933), mit Gustav Fröhlich in "Die Verliebte Firma" (1931), mit Hans Albers in "Gold" (1934), mit Richard Tauber in "Melodie der Liebe" (1932) und mit Theo Lingen und Jan Kiepura in "Ich liebe alle Frauen" (1935); letztmalig sah man die Schauspielerin 1935 in "Ein Ganzer Kerl" auf der Leinwand.

Nach 32 Filmen in nur acht Jahren verließ die Schauspielerin, zusammen mit ihrem jüdischen Mann, dem Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler Alfred Zeisler (1892 – 1985) im Jahre 1935 Deutschland und ging zunächst nach Großbritannien; später übersiedelte sie in die USA. Dort, inzwischen von Zeisler geschieden, konnte Lien Deyers ihre Darsteller-Karriere nicht weiter fortsetzen und betrieb stattdessen ein Geschäft für Mode-Accessoires für Damen. Nach zahlreichen gescheiterten Ehen geriet die trinkfreudige Ex-Schauspielerin auf die schiefe Bahn, in Las Vegas und Los Angeles wurde sie mehrfach aufgegriffen und wegen Herumtreibens und Randalierens im Vollrausch zu Gefängnisstrafen verurteilt. Ihr letztes Lebenszeichen kam im September 1964 aus dem Clark County Jail von Las Vegas; vermutlich starb sie wenig später.
  

Textpassagen der Biografie aus "Großes Personenlexikon des Films von Kay Weniger"
Siehe auch www.cyranos.ch, www.always-the-king.de
Fotos bei film.virtual-history.com, Filmografie bei der german.imdb.com
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de