|
|||||||||
1996 sah man Atzorn unter anderem als Journalist Rainer in dem italienischen zweiteiligen Melodram "Herzen im Sturm"1) mit Barbara de Rossi, ab 1997 in den abenteuerlichen Folgen auf hoher See um den Kapitän Harmsen sowie 1999 hinreißend als polygamen Tausendsassa Johannes Müller in der turbulenten Familienkomödie "Ich bin kein Mann für eine Frau" zusammen mit Christine Neubauer. Im gleichen Jahr begeisterte er die Fernsehzuschauer als zunächst im Rollstuhl sitzender Kommissar Anton Stein in dem Thriller "Ein Mann steht auf"1) neben Tina Ruland, Michael Mendl und Tilo Prückner sowie 2000 als deutscher Archäologe Marcus Schwartz in dem spannenden Entführungsdrama "Ein Mann gibt nicht auf"1). Ebenfalls 2000 verkörperte er eindrucksvoll den Germanistik-Professor Jan Altenberg, der in Matti Geschonnecks Kriminal-Drama "Jenseits der Liebe"1) seiner eigenen Familiengeschichte nachforscht; hier hatte Atzorn Martina Gedeck als Partnerin. Seit dem 28. Oktober 2001 war Atzorn als nachdenklicher Hauptkommissar Jan Casstorff der neue Ermittler in den "Tatort"-Folgen aus Hamburg als Nachfolger des legendären Ermittler-Duos Manfred Krug und Charles Brauer. Gemeinsam mit Oberkommissar Eduard Holicek alias Tilo Prückner löste er seither so manchen kniffligen Fall. Anfang April 2007 gab Atzorn seinen Ausstieg aus der beliebten Krimi-Reihe bekannt, der am 24. Februar 2008 ausgestrahlte 15. Tatort aus Hamburg mit dem bezeichnenden Titel "Und Tschüss"1) war nach sieben Jahren sein letzter Film in der Rolle des Jan Casstorff. "Wir haben die Gestalt Casstorff konsequent weiter entwickelt, jetzt aber alle Geschichten erzählt und wenn's am schönsten ist, soll man aufhören. Wassermänner wie ich möchten Veränderungen, jetzt reizen mich neue Rollen." sagte Atzorn in einem Interview. Der 35-jährige, türkischstämmige Schauspieler Mehmet Kurtulus trat vorerst die Nachfolge Atzorns in den NDR-Tatort-Folgen aus Hamburg an. Außerdem sah man Atzorn in den letzten Jahren unter anderem als Bürgermeister Dr. Klaus Hennig in Dieter Wedels vielbeachtetem Mehrteiler "Die Affäre Semmeling"1) (2002), mit der Titelrolle in Ernst Josef Lauschers Thriller "Tanners letzte Chance"1) (2002), als Arthur Boysen zusammen mit Suzanne von Borsody in Sigi Rothemunds Drama "Nicht ohne deine Liebe"1) (2002) sowie 2003 beeindruckend als Architekt Arnold Sundstrom in Diethard Klantes Drama "Die Frau des Architekten"1), mit Jeanette Hain als Partnerin. 2004 erlebte man Atzorn als Bundeskanzler Ben Bischof, der sich in Ulrich Starks romantischer Komödie "Küss mich, Kanzler!"1) nach seiner gescheiterten Ehe in die Putzfrau Mila alias Andrea Sawatzki verliebt. Das Kanzleramt ließ Atzorn dann wohl nicht mehr los, ab März 2005 mimte er den Kanzleramts-Chef Norbert Kraft, der in der ZDF-Serie "Kanzleramt", den scheinbar fiktiven Geschichten hinter den Kulissen der Macht mit Politintrigen und menschlichen Dramen, alle Fäden in der Hand hält und Bundeskanzler Weyer (Klaus J. Behrendt) zur Seite steht.Eine interessante, gänzlich anders geartete Aufgabe war Anfang 2007 die komplexe Rolle des preußischen Oberst Richard von Strahlberg in dem von Carlo Rola in Szene gesetzten packenden, aufwendig produzierten ZDF-Dreiteiler "Afrika, mon amour"1) . Erzählt wird die bewegende und zugleich spannende Geschichte einer bemerkenswerten Frau (Iris Berben) auf der Suche nach Gleichberechtigung und der großen Liebe ihres Lebens kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Durch die Trennung von ihrem Mann Richard von der Gesellschaft geächtet und als Mensch zweiter Klasse betrachtet, versucht die großbürgerliche Katharina von Strahlberg sich in den deutschen Kolonien Afrikas ein neues Leben aufzubauen und gerät in dem fremden Land nicht nur in die Wirren des 1. Weltkrieges. Überzeugend verkörperte Atzorn den harten und unnachgiebigen Mann, der dem Ideal der damaligen Gesellschaft entsprach aber auch deren engen moralischen Zwängen unterlag. Seit Februar 2008 stand Atzorn in der Rolle des Frachtschiffkapitäns Frank Harmsen für die Neuauflage der ZDF-Abenteuer-Reihe "Der Kapitän" vor der Kamera und sticht nun erneut mit seiner Crew in See. Bereits ab 1997 hatte er diese Figur in insgesamt sieben Episoden gespielt, sich dann mit der Geschichte "Das Geheimnis der Viking" Mitte Januar 2000 vorerst von den Zuschauern als "Kapitän" verabschiedet (siehe auch www.fernsehserien.de). Am 20. Februar 2009 zeigte das ZDF mit dem Abenteuer "Piraten" eine hochbrisante Story, Harmsen wird in den Kampf um internationale Piraterie verwickelt, als er auf seinem alten Trawler tagsüber Touristen vor dem Horn von Afrika hinaus zu den Walen schippert. Die zweite neue Folge mit dem Titel "Packeis" geht eine Woche später auf Sendung. Dann wird der Seebär Harmsen ein paar Wissenschaftler aus dem Südpolargebiet abholen. Aber die Forscher bringen ein offenbar tödliches Geheimnis mit an Bord
In dem vielbeachteten Drama "Bis nichts mehr bleibt"2) (EA: 31.03.2010), der fiktionalen Geschichte zum Thema der "Scientology-Kirche", spielte Atzorn den Ludwig Clasen, Vater der jungen Gine Reiners (Silke Bodenbender), die sich dem Scientology-System mit Haut und Haaren verschrieben hat (siehe auch prisma-online.de). Die Dreharbeiten für die poetische Komödie "Das Glück ist eine Katze"1) mit Eva Mattes als Partnerin hatten bereits Anfang Oktober 2008 begonnen, gesendet wurde der Film dann am 1. Oktober 2010 in der ARD. Atzorn mimt darin den gerade verwitweten bzw. frischgebackenen Rentner Frido Schulz, der seit drei Jahrzehnten mit der geschiedene Anwältin Rosa Schätzlein (Eva Mattes) im Dauerstreit liegt. Ein streunenden Kater, auf der Suche nach einem warmen Winterquartier, bringt die beiden Streithähne erneut in Rage Das Drehbuch zu dieser heiteren, manchmal auch tagikomischen Geschichte der etwas anderen Art, in der ein niedlicher schwarzer Kater die menschlichen "Dosenöffner" begleitet und deren Verhaltensweisen spöttisch kommentiert, stammt von Edda Leesch, die zudem als intrigante Nachbarin auftritt. Dann ist da die Weihnachtskomödie "Zimtstern und Halbmond"3) (EA: 17.12.2010) zu nennen, in der Atzorn erneut eine Vaterfigur spielt, diesmal musste er sich als pensionierter Kapitän mit dem Gedanken anfreunden, dass seine Tochter Barbara (Lisa Maria Potthoff) ihm zu Weihnachten einen Palästinenser (Omar El-Saeidi) als möglichen Schwiegersohn präsentiert; mehr dazu bei br-online.de. In dem spannenden, mit trockenem Humor durchsetzten Krimi "Nord Nord Mord"1) (EA: 21.04.2011) schlüpfte der Schauspieler mal wieder in die Rolle eines Kommissars: Als besonnener Kommissar Theo Clüver ermittelte er diesmal in dem eher verschlafen wirkenden nordfriesischen Inselstädtchen Huselwerder und hatte zusammen mit seiner Kollegin Ina Behrendsen (Julia Brendler) sowie dem neuen, übereifrigen Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) einen rätselhaften Fall zu lösen. Als in einer Wanderdüne die skelettierten Überreste einer Frauenleiche entdeckt werden, kommt die ungewöhnliche Geschichte ins Rollen. "TV-Routinier Josh Broecker ("Die Braut von der Tankstelle", "Einsatz in Hamburg") inszenierte nach dem Drehbuch von Lars Albaum ("Küstenwache") diesen frechen wie friesisch-herben Kriminalfilm mit vielen schrägen Typen und malerischen Landschaftsbildern der Insel Sylt. Für Hauptdarsteller Robert Atzorn ist dies, nachdem er 2008 mit "Tatort Und Tschüss" seinen Abschied als Hamburger Hauptkommissar Jan Casstorff gab, die zeitweilige Rückkehr in den Polizeidienst." notiert prisma-online. Das Schicksals-Drama "Die Flut Stilles Tal"1) ist eine weitere Arbeit von Robert Atzorn für das Fernsehen; seit Mitte Juni 2010 stand der Schauspieler für diese technisch aufwendige MDR-Produktion in Wittenberg und der Umgebung von Sachsen-Anhalt neben Wolfgang Stumph, Ulrike Krumbiegel, Victoria Trauttmansdorff und seinem Sohn Jens für Marcus O. Rosenmüller vor der Kamera. Erzählt wird die Geschichte zweier Männer der eine lebt im Osten, der andere im Westen, die sich 2002 vor dem Hintergrund der verheerenden Jahrhundert-Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe einen unerbittlichen Kampf um ungeklärten Besitz im Osten liefern: Angesiedelt zwölf Jahre nach der Wiedervereinigung, erhebt der aus Hessen stammende Konrad Huberty (Robert Atzorn) Ansprüche auf seinen Besitz im Osten und wird mit Thomas Stille (Wolfgang Stumph) konfrontiert, der aus dem ehemaligen heruntergekommenen Bauernhof ein malerisches Ausflugslokal gemacht hat. Die Situation eskaliert, als sich Stille in seinem seinen Gasthof verbarrikadiert, doch die wahre Gefahr aber droht am Himmel. Dunkle Wolken ziehen auf. Sie sind die Vorboten eines Naturereignisses, das man später die Jahrhundertflut nennt. Während Stille und Huberty sich bekriegen, steigen die Flusspegel. Die Müglitz wird zum reißenden Strom, Dämme brechen, "Stilles" Tal wird von Wassermassen eingeschlossen. Erst jetzt, zwischen Panik und Chaos, als nichts mehr übrig ist, um das sich zu streiten lohnt, sind sich Thomas Stille und Konrad Huberty einig. Es geht nur noch ums nackte Überleben. (Quelle: www.mdr.de) Die Gemeinschaftsproduktion von ARTE und MDR feierte seine TV-Premiere am 27.05.2011 auf ARTE und wurde am 7. September erstmals in der ARD gezeigt.
Atzorns Engagement für die Umwelt zeigte sich in der am 7. Dezember 2007 anlässlich des Klimagipfels auf Bali in der ARD ausgestrahlten ambitionierten Natur-Dokumentation "Die Rache der Ozeane". Der 75-minütige Film von Dethlev Cordts und Nicola von Oppel folgt den wissenschaftlich fundierten Annahmen des Bestseller-Romans "Der Schwarm" von Frank Schätzing und thematisiert die Folgen der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere. Der Schauspieler fungiert als Moderator, damit der Zuschauer sich in der Bandbreite der Themen und Orte nicht verliert, zieht Atzorn in angelsächsischer "Presenter"-Tradition immer wieder Bilanz und denkt über das Gesehene laut nach. Das ist angesichts der Komplexität des Stoffes, den vielen Zahlen, Fakten und historischen Erläuterungen tatsächlich hilfreich und dank Atzorns sympathischer Empathie für Klima und Umweltschutz durchaus bereichernd. Als Gegenpol zu Atzorns moralischem Pessimismus schlägt Schätzing eingeblendet in wiederkehrenden Interview-Auszügen einen flapsigen, leicht zynischen Ton an und schafft es, dass der Film nicht an seiner eigenen Schwere erstickt. (Quelle: www.abendblatt.de) |
|||||||||
| Link: 1) prisma-online.de, 2) Wikipedia, 3)
br-online.de 4) Quelle: prisma.de |
Stand: Mai 2012 | ||||||||
|
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de Filmografie bei www.imdb.de Kontakt: Agentur Carola Studlar |
|||||||||
|
|
|||||||||
|
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |