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Nach Streifen wie den beiden Western "Ritt im Wirbelwind" (1965, Ride in the Whirlwind) und "Das Schießen" (1967, The Shooting) kam dann 1969 kam der Durchbruch zum vielgefragten Leinwanddarsteller. Für die eindrucksvolle Darstellung des desillusionierten, versoffenen und schließlich heimtückisch von Normalbürgern erschlagenen Südstaaten-Anwalts George Hanson in Dennis Hoppers Kultfilm " Easy Rider" erhielt Nicholson seine erste Oscar-Nominierung. Von da ab war er ein hochdotierter Star und zeigte sich in den unterschiedlichsten Rollen als eines der herausragendsten Talente Hollywoods. Nicholson drehte Filme wie "Ein Mann sucht sich selbst" (1970, Five Easy Pieces) und heimste seine zweite Oscar-Nominierung ein, in dem Melodram "Der König von Marvin Gardens"1) (1971, The King of Marvin Gardens) beeindruckte er ebenso wie mit der Figur des hartgesottenen Soldaten Billy "Bad Ass" Buddusky in der Tragikkomödie "Das letzte Kommando"1) (1973, The Last Detail), welche ihm 1974 eine weitere Oscar-Nominierung einbrachte sowie eine "Goldene Palme" als "Bester Schauspieler bei den Filmfestspielen in Cannes.
Im gleichen Jahr, nach den Dreharbeiten zu dem Detektivthriller "Chinatown"1),
sagte Regisseur Roman Polanski über ihn: "Er ist so gut, weil es ihm völlig egal
ist, wie er in einer Rolle aussieht". In "Chinatown"
verkörperte Nicholson Jack J. Gittes, einen miesen kleinen Schnüffler, der ohne
sein Zutun in eine finstere Sache gerät: Bei Recherchen wird er mit einem
Mord konfrontiert: je tiefer er in die verwirrende Geschichte eindringt, um so
ungemütlicher wird es für ihn und den Zuschauer. Polanski erzählt die
Detektivgeschichte im klassischen Stil mit sozialen und romantischen
Komponenten. |
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1976 war Jack Nicholson dann der ebenbürtige Gegner von Marlon Brando in "Duell am Missouri"1) (The Missouri Breaks), seinem besten Western neben "Der Galgenstrick" (1978, Goin' South), in dem der Schauspieler auch selbst Regie führte. Ende der 70er, Anfang der 80er Jahren drehte der wandlungsfähige Mime mit dem "Killerlächeln", so einmal das "Time-Magazin", einen Hit nach dem anderen: In Stanley Kubricks Stephen-King-Verfilmung "Shining"1) (1979) erschreckte er als wahnsinnig gewordener Familienvater, als er mit der Axt auf seine Ehefrau losging; in Bob Rafelsons Thriller "Wenn der Postmann zweimal klingelt"1) (1980, The Postman Always Rings Twice), nach dem Krimi-Klassiker von James M. Cain, verführte er als vagabundierender Arbeiter Frank Chambers Filmpartnerin Jessica Lange in der Küche. |
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Danach wurde es zunächst etwas ruhiger um den charismatischen Darsteller, erst 2001 sah man ihn wieder in Sean Penns Drama "Das Versprechen"1) (The Pledge) als Detektiv Jerry Black; die Geschichte entstand nach dem mehrfach verfilmten gleichnamigen Roman von Friedrich Dürrenmatt (u. a. 1958: "Es geschah am helllichten Tag" mit Heinz Rühmann, Michel Simon und Gert Fröbe). Seine brillant gespielte Hauptrolle des desillusionierten Ex-Versicherungsvertreters Warren Schmidt in Alexander Paynes Tragikkomödie "About Schmidt"1) (2002) brachte Nicholson einen erneuten "Golden Globe" sowie die Oscar-Nominierung als "Bester Hauptdarsteller" ein.
Neben seinen erfolgreichen Kinofilmen trat Nicholson vor allem in seinen Anfängen als Schauspieler immer wieder auch vor die TV-Kamera, agierte in Serien und populären Fernsehshows. Darüber hinaus machte er sich in den 60ern einen Namen als Drehbuchautor, so schrieb er unter anderem die Storys für das Filmabenteuer "Flight to Fury" (1964) und den Western "Ritt im Wirbelwind" (1965, Ride in the Whirlwind). Als Regisseur zeichnete er neben dem erwähnten humorvollen Western "Der Galgenstrick" (1978, Goin' South) auch verantwortlich für den Krimi "Die Spur führt zurück The two Jakes" (1990, The Two Jakes), wo er gemeinsam mit Harvey Keitel einen der Protagonisten spielte. Elf Mal wurde Jack Nicholson bisher für einen Oscar vorgeschlagen, drei Mal konnte er als "Bester Hauptdarsteller" in " Einer flog über das Kuckucksnest", dann als " Bester Nebendarsteller" in "Zeit der Zärtlichkeit" und 1998 als "Bester Hauptdarsteller" in "Besser geht's nicht" die begehrte Trophäe entgegennehmen. 1994 wurde Jack Nicholson vom American Film Institute als 22. Preisträger mit dem " Lifetime Achievement Award" für sein Lebenswerk geehrt (siehe auch Liste der Auszeichnungen bei Wikipedia). Der vielleicht erfolgreichste und bestverdienende Schauspieler der 80er Jahre sagte einmal über sich: "Ich könnte heutzutage eine taubstumme Greisin spielen, die zwei Kinostunden lang in einer dunklen Ecke sitzt, und jedes Hollywood-Studio würde sich glücklich schätzen, diesen Film finanzieren zu dürfen". Nicholson, der am 22. April 2002 seinen 65. Geburtstag feierte, gehört zu jener Generation charismatischer Schauspieler wie Robert De Niro oder Dennis Hopper, die mit eigenwilligen Interpretationen ungewöhnlicher Charaktere Karriere machten. Nicholson bevorzugt meist solche "Typen, deren Normalität in Extremsituationen zerbricht.
Jack
Nicholson war seit 1962 in erster Ehe mit Schauspielerkollegin Sandra Knight
verheiratet; trotz der 1963 geborenen gemeinsamen Tochter Jennifer wurde die
Verbindung bereits wenige Jahre später am 8. August 1968 geschieden.
Langjährige Lebensgefährtin war Anjelica Huston2), Tochter des berühmten
Regisseurs John Huston2)
(1906 1987), die sich Ende der 90er Jahre von Nicholson trennte,
nachdem dessen Verhältnis mit der Kellnerin Rebecca Broussard bekannt
wurde. Aus dieser Verbindung stammt die 1990 geborene Tochter Lorraine, zwei
Jahre später erblickte Sohn Raymond das Licht der Welt. Von 1999 bis 2001
lebte Nicholson mit der Schauspielerin Lara Flynn Boyle2)
zusammen. 2006 ging
durch die Gazetten, dass der Schauspieler Vater der 1981 geborenen Honey Hollman
sei, die aus Nicholsons Affäre mit dem Dänischen Supermodel Winnie Hollman
stammen soll. |
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| Der Link führt zu 1) prisma-online.de, 2) Wikipedia | Stand Februar 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Vereinzelte Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de und Dirk Jasper FilmstarLexikon Siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de |
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