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1956 in die USA zurückgekehrt, spielte er zuerst in Off-Broadway-Produktionen, dann 1959 am Broadway selbst in "God and Kate Murphy", "The Nervous Set", 1959/60 in "The Warm Peninsula" und 1962/63 in "The Beauty Party"; Engagements erhielt er ferner in verschiedenen TV-Serien. Vorübergehend arbeitslos, kam er Ende 1964 wegen einer ihm angebotenen Rolle in "Alfred Hitchcock Hour" sie wurde nicht realisiert nach Hollywood. Den Durchbruch im Fernsehen schaffte er dort als Tony Nelson in der Science-Fiction-TV-Serie "I Dream of Jeannie" (Bezaubernde Jeannie), die von 1965 bis 1970 lief. Obwohl die Serie ein großer Erfolg wurde und Larry Hagman im ganzen Land bekannt machte, stagnierte seine Karriere zunächst.
Seinen ersten Kinofilm "Ennsign Pulver" (Operation Pazifik) drehte Hagman ebenfalls 1964. Bei verschiedenen kalifornischen Filmgesellschaften war er in der Folge unter Vertrag und spielte immer wieder in zweitklassigen Fernsehserien. Zum Erfolg des Lebens wurde für den Schauspieler, den schwere Nervenzusammenbrüche mitunter zum Pausieren zwangen, ab 1979 die CBS-TV-Kultserie "Dallas", eine texanische Familiensaga, die als weltweit größter Serienhit bis heute gilt. "Dallas" war die erste Seifenoper, welche in der abendlichen Hauptsendezeit des amerikanischen Fernsehens lief und Einschaltquoten von rund 53 Prozent erreichte. Star war Hagman in der Rolle des J. R. Ewing als machthungriger, intriganter, sadistischer Bösewicht. "Die Zeit war reif für einen wirklich gemeinen Kerl", sagte Hagman einmal zu seinem Welterfolg, "und ich bin's!" Die Serie, die im Laufe der 13-jährigen Sendezeit ständig in der Gunst der Seher stieg, half CBS wieder zur Führung im amerikanischen TV-Abendprogramm. "Dallas" wurde zu einem Straßenfeger, der ersten generationenüberschreitenden Langzeitserie. Ewings berühmte Southfork Ranch, deren Besitzer übrigens wirklich J. R. hieß, steht etwa 30 Autominuten nördlich der Innenstadt von Dallas. In 70 Ländern der Erde nahmen zudem die Fernsehzuschauer teil am Auf und Ab der Milliardärsfamilie Ewing. In der Bundesrepublik Deutschland lief "Dallas" in der ARD am 30. Juni 1981 an, durchschnittlich 12 bis 15 Millionen Bürger erwarteten in den Anfangsjahren, später 7 bis 8 Millionen, den niederträchtigen, die Szene souverän beherrschenden "J. R." alias Hagman.
Der Kriegsfilm "Der Adler ist gelandet"1) (1976, The Eagle Has Landed) und eine kleine Rolle als Major in Richard Donners "Superman" (1978) bildeten die Höhepunkte in Hagmans Spielfilmkarriere der späten 70er Jahre, die gegenüber seinen unzähligen TV-Auftritten eher bescheiden ausfällt. "Dallas" allerdings verhalf ihm zu Titelbildern in "Time" und zu weltweitem Ruhm. Auf der Kinoleinwand sah man ihn zuletzt 1995 in Oliver Stones Filmbiografie "Nixon"1) (Nixon Der Untergang eines Präsidenten) und 1998 als Gouverneur in der Politikkomödie "Mit aller Macht" (Primary Colors). Im Sommer 1991 traten Hagman und Linda Gray alias "Sue Ellen" aus "Dallas" gemeinsam in Wien in A. R. Gurneys Stück "Love Letters" auf. Hagman ist seit 1954 mit der schwedischen Modedesignerin Maj Axelsson verheiratet; beide führen eine für Hollywood-Maßstäbe vorbildliche Ehe. Sie haben eine gemeinsame Tochter Heidi, die ebenfalls Schauspielerin ist, und Sohn Preston. "Dallas"-Ikone Larry Hagman hat zugegeben, während seiner Alkoholsucht deutlich mehr gekippt zu haben, als bisher angenommen wurde. Fünf Flaschen Champagner täglich sollen es gewesen sein – nicht "nur" drei. "Anschließend trank ich noch Wodka. Ich frage mich, ob ich ein besserer Schauspieler gewesen wäre ohne Alkohol. Vielleicht. Vielleicht aber auch ein viel schlechterer", so Hagman. Die Folgen dieses exzessiven Lebenswandels blieben nicht aus: Im August 1995 bekam Larry Hagman in einer 16-stündigen Operation eine neue Leber, wodurch ihm das Leben gerettet wurde. Er glaubte selbst nicht, dass er 1996 erleben würde. Doch Hagmanm überstand Alkoholsucht, Zirrhose, Krebs und Lebertransplantation. Sein Leben hat er radikal verändert: Jeden Tag geht er spazieren, stemmt Gewichte, radelt mehrere Kilometer auf dem Home-Trainer, 20 Kilo schlanker ist er geworden, Alkohol ist tabu. Im Februar 2003 erschien Larry Hagmans unterhaltsame Autobiografie "Bezaubernder Bösewicht" bei der Verlagsgruppe Lübbe. In dieser abwechslungsreich, humorvoll und nachdenklich erzählten Lebensgeschichte schildert Hagman seine Kindheit, spricht über seine Karriere als Schauspieler und bekennt sich offen zu seinen zeitweiligen Alkohol- und Drogenproblemen, die letztlich dazu führten, dass er sich 1994 einer Lebertransplantation unterziehen musste.
Larry Hagman ist seit ist 1954 glücklich mit der gebürtigen Schwedin Maj Axelsson verheiratet, aus der Verbindung stammen Tochter Heidi Kristina (geb. 1958) und Sohn Preston (geb. 1962). Vor einiger Zeit ging durch die Presse, dass die Maj Hagman an Demenz erkrankt sei und sich ihr Zustand zunehmend verschlechtere. Anfang Juni versteigerte Hagman im Auktionshaus "Julien's Auctions" im kalifornischen Beverly Hills mehr als 400 Erinnerungstücke aus seiner "Dallas"-Zeit und nahm eine beachtliche Summe ein, die er unter anderem für die Pflege seiner Frau verwenden will. |
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Link: 1) Wikipedia Lizenz Foto Larry Hagman (Urheber Udo Grimberg): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. |
Stand Juni 2011 | |||||||||||||||||||||||
| Offizielle Website (in englisch): www.larryhagman.com; siehe auch Wikipedia | ||||||||||||||||||||||||
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