| Lloyd Bridges | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Lloyd Bridges (Lloyd Vernet Bridges jr.) wurde am 15. Januar 1913
im kalifornischen San Leandro geboren, sein Vater Lloyd Vernet Bridges sr.
war erfolgreich im Hotelgeschäft tätig. Da Lloyd junior zunächst Anwalt werden wollte, studierte
er nach seinem Abschluss (1931) an der "Eureka Senior High School"
zunächst
Politologie an der Universität von Los Angeles, bevor er sich
der Schauspielerei zuwandte und Mitglied der Theatergruppe "Actors Lab
Company" wurde. Bereits bei Studentenaufführungen hatte er schon sowohl in Shakespeare-Stücken
als auch modernen Dramen
erfolgreich auf der Bühne gestanden. Anfangs tourte der junge Schauspieler mit
verschiedenen Theaterstücken
durch den Osten der USA bis er 1937 in einer modernen Version von
"Othello" am Broadway, wo er auch seine spätere Frau Dorothy kennen
lernte, sein Bühnendebüt gab. Erste Erfahrungen vor der Kamera machte er
mit Statistenrollen in den Streifen "Dancing Feet" (1936) und "Freshman Love" (1936).
1941 bekam Bridges seinen ersten Filmvertrag bei
"Columbia
Pictures" und wurde zunächst mit kleinen Rollen wie in dem Krimi "The Lone Wolf Takes a
Chance" (1941) von Regisseur Sidney Salkow besetzt. Seine erster bedeutenderer Film war dann im
gleichen Jahr Alexander Halls "Here Comes Mr. Jordan" (Urlaub vom Himmel),
wo er allerdings noch ungenannt einen
Piloten spielte. Es folgten zahllose Neben- und Episodenrollen in Serien, Western und Actionfilmen, Produktionen aus dieser Zeit waren unter anderem das Kriegsdrama "Sahara" (1943) von Regisseur Zoltan Korda, wo er neben Humphrey Bogart agierte, das Kriegsabenteuer "Landung in Salerno" (1945, A Walk in the Sun) von Lewis Milestone oder der Western "Farm der Gehetzten" (1947, Ramrod) von André de Toth.
Die intensive Filmtätigkeit des Schauspielers wurde Ende der 40er Jahre
wegen seiner Weigerung, vor dem "Ausschuss zur Untersuchung von
unamerikanischen Aktivitäten (HUAC) auszusagen, stark reduziert. Erst ab 1952 konnte
Bridges seinen Beruf als Schauspieler wieder uneingeschränkt
ausüben.
Als er vertraglich nicht mehr an "Columbia" gebunden war, wurden seine Rollen
besser, 1952 erreichte er seine erste internationale Beachtung auf der Leinwand in
dem von Fred Zinnemann gedrehten Westernklassiker "High Noon", wo er
an der Seite von Grace Kelly und Gary Cooper den Hilfssheriff Harvey Pell spielte.
Weitere bemerkenswerte Rollen hatte er in Jacques Tourneurs
Western "Wichita" (1955)
sowie Joseph Anthonys Komödie "Der Regenmacher" (1956,
The Rainmaker) mit Burt Lancaster und Katharine Hepburn.
Lloyd Bridges war beim Film und im Fernsehen ein vielbeschäftigter
Darsteller, der meist in Neben- aber auch in Charakterrollen zu sehen war.
Im allgemeinen spielte Bridges aufrechte Helden und kampfgestählte Draufgänger
mit Herz, mit ergrauendem Haar zunehmend auch die Respektsperson.
Seit den späten 60er Jahren entstanden die meisten Filme, in denen er
agierte, für das Fernsehen. Typisch für diese Art Filme war 1969 sein wackerer
Pilot in dem Katastrophenfilm "Verschollen im
Pazifik" von Leonard Horn. Darin wehrte er sich nach
einem Absturz auf einer einsamen Insel gegen die Bösewichte Ralph Meeker und Andrew Prine.
In den 60er und 70er Jahren konzentrierte Bridges sich im Fernsehen jedoch schwerpunktmäßig auf
Serien; so lief von 1962 bis 1963 seine " Lloyd Bridges Show" im
US-TV und in verschiedensten Dauerserien wie "San Francisco
Airport" (1970/71), "Joe Forrester" (1975) und "Roots" (1977)
hatte er seinen Part. Erst in den 80er Jahren kehrte er erfolgreich in einer
Reihe von Komödien wieder ins Kino zurück.
Lloyd Bridges verstarb am 10. März 1998 im Alter von 85 Jahren in Los Angeles (Kalifornien).
Der Senior des Bridges-Clans war seit 1938 mit seiner Jugendliebe und Bühnenpartnerin Dorothy Simpson
verheiratet, die ihm drei Kinder schenkte, die Söhne Beau und Jeff sowie Tochter
Lucinda. Obwohl Lloyd Bridges in sechs Jahrzehnten in über 140 Kinofilmen mitspielte,
gelang ihm nie der ganz große Sprung nach oben. Berühmter wurde der
bekennende Umweltschützer schon fast als Vater der beiden Schauspieler-Söhne
Beau (geb. 1941) und Jeff (geb. 1949). |
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