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Marilyn Monroe wurde am 1. Juni 1926 als uneheliche Tochter der Filmcutterin
Gladys Baker in Los Angeles (Kalifornien) geboren; sie
erhielt von ihrer Mutter den Namen Norma Jean. Ihre Mutter benannte
sie nach der Schauspielerin Norma Talmadge. Gladys war zu diesem Zeitpunkt
bereits zweimal verheiratet gewesen: aus ihrer ersten Ehe mit Jack Baker stammen zwei Töchter,
die seit der Scheidung bei ihrem Vater lebten. Später heiratete dann Gladys den
Bäcker Martin Edward Mortenson, von dem sie sich 1924 wieder trennte. Die Identität
des Vaters von Norma Jean ist bis heute unbekannt.
(Quelle: Wikipedia).
Die Mutter, die an Labilität litt und schon einige Zeit ihres Lebens in psychiatrischen Abteilungen von Sanatorien verbrachte, war nicht in der Lage, sich um die kleine Marilyn zu kümmern und so wurde Norma Jeane zuerst in die Obhut von Pflegeeltern gegeben, um dann später von diesen in ein Waisenhaus gebracht zu werden. Nach dieser freudlosen Kindheit und Jugend in Waisenhäusern und bei Pflegeeltern heiratete Norma Jean mit erst 16 Jahren am 19. Juni 1942 den einundzwanzigjährigen Fabrikarbeiter James Dougherty1) (1921 2005), weil sie glaubte, er könne ihr aus ihrer tristen Situation heraus helfen. Nachdem ihr Mann beschlossen hatte, zur See zu fahren, nahm Marilyn einen Job in einer Flugzeugfabrik an, in der sie dann auch als Model entdeckt wurde, auf 33 Titelblätter nationaler Zeitschriften war sie schließlich zu sehen. Da James Dougherty die Karriere seiner Frau nicht akzeptieren
wollte, wurde die Ehe bereits vier Jahre später am 13. September 1946
einvernehmlich geschieden; in diese Zeit fiel
ihr erster Selbstmordversuch.
Nach der Scheidung machte sich Norma Jean auf nach Hollywood, ermutigt durch
die ersten Gehversuche als
Model. Während des Krieges entstanden ihre ersten Pin-Up Fotos; ihr Haar damals
noch dunkelblond musste sie dem Geschmack und den Erwartungen ihres
Publikums zuliebe in wasserstoffblond umfärben.
Ihre kleine Rolle in John Hustons
Gangsterstreifen "The
Asphalt Jungle"2) (1950, Asphalt Dschungel) brachte ihr
ebenso wie die Figur der Babysitterin Nell Forbes in dem Thriller
"Don't bother to knock"1) (1952, Versuchung auf 809) mit Richard Widmarck
viel
Aufmerksamkeit und ersten Starruhm
ein, das Interesse an der Monroe stieg. Mit Filmen wie "Monkey Business"(1952, Liebling, ich werde jünger"
oder als männermordender Vamp in
"Niagara"2)
(Niagara1))
gelang ihr der Durchbruch auf der Leinwand, bereits im Dezember 1953
schmückte sich der
"Playboy" in seiner ersten Ausgabe mit Nackt-Aufnahmen von
Marilyn Monroe. Spätestens mit diesen Bildern stand ihr Ruf als
"Sexgöttin" fest. Das sie ganz sicher nicht die schlechteste Schauspielerin war,
interessierte danach ohnehin niemand mehr.
Auch Hollywood stand jetzt wieder vor ihrer Tür; nach
etlichen Nebenrollen erhielt Baker, die inzwischen Marilyn Monroe als Künstlernamen führte
(Monroe war der Mädchenname ihrer Mutter gewesen),
mit den Filmen "How to Marry a Millionaire"2) (1953, Wie angelt man einen Millionär?1))
und "Gentlemen Prefer Blondes"2) (1953, Blondinen
bevorzugt1)) wurde sie dann
endgültig zum Star und zur Sexgöttin, indem sie geschickt die
Rolle der naiven Unschuldigen mit dem gewissen Etwas
spielte. In letzterem Film sang sie
den Hit "Diamonds are a Girls Best Friend" und war die wichtigste Figur im Film.
Doch bei den Dreharbeiten bekam sie nur eine niedrige Gage und selten eine eigene
Umkleidekabine. Nach diesen Filmen setzte sie allerdings ihre Hand- und Fußabdrücke
in Zement zusammen mit Jane Russell vor dem Graumans Chinese Theater auf dem Hollywood
Boulevard eine große Würdigung.
Am 14. Januar 1954 stürzte sich Marilyn in ihre zweite Ehe mit dem zwölf Jahre älteren
Baseball-Spieler Joe DiMaggio1) (1914 1999),
von dem sie sich bereits 9 Monate
später wieder scheiden ließ. Man sagte, dass er nicht mit dem Star-Leben seiner
Frau und ihrem Ruf als Sexgöttin klar
kam und eine übersteigerte Eifersucht an den Tag gelegt hatte. Nach ein paar Filmen,
in denen sie das naive Blondinchen verkörperte, wollte die Monroe
dieses Imageablegen und ernsthafte Charakterrollen spielen.
Am 29. Juni 1956 wagte sich die Monroe in Ehe Nummer drei, diesmal war der
berühmte Dramatiker Arthur Miller1) (1915 2005),
der Autor von "Tod eines Handlungsreisenden", der
Auserwählte, für den sie auch zum jüdischen Glauben übertrat.
Miller tat alles, um seine Frau in dem Wunsch nach ernsthafteren Rollen zu
unterstützen.
Das Dilemma war nur, dass die Gewaltigen in Hollywood keine ernsthafte Schauspielerin in
ihr sahen, sondern sie nur für die Klischee-Rollen der Blondine besetzen wollten.
Marilyn wurde unzufrieden; Zickigkeit und Star-Allüren wurden ihr nachgesagt,
schließlich flüchtete sie sich in die Scheinwelt von Drogen und war alles andere als zuverlässig,
ließ Drehtermine platzen.
Doch hinter dem Verhalten der Monroe verbarg sich wohl eher die Angst zu versagen
als böse Absicht. Sie konnte sich ihre Texte einfach nicht merken, bestand auf
vielen Takes, musste schließlich von Täfelchen ihren Text ablesen und brach bei
schlechter Leistung in Tränen
aus; so wurde sie auf dem Set zum Alptraum der Regisseure.
1960 drehte sie den eher anspruchslosen Film
"Let's Make Love"2) (Machen
wir's in Liebe)
neben Yves Montand, mit dem ihr auch eine kurze Affäre nachgesagt wurde.
Marilyn Monroe stürzte in eine schwere Krise, aus der sie nur ihr Ex-Mann Joe DiMaggio
und Freunde wie Frank Sinatra und Dean Martin ziehen konnten. 1962 wurde Marilyn
zum zweiten Mal mit dem "Golden Globe" als
"Beliebteste Schauspielerin" ausgezeichnet und einige Monaten später begannen
die Dreharbeiten zu der Komödie
"Something's Got To Give"1), einer Komödie mit Dean Martin als zweitem Hauptdarsteller,
von der kaum mehr als aufsehenerregende Nacktszene im Swimming-Pool veröffentlicht wurden.
Wieder einmal gerieten die Dreharbeiten durch ihre Verspätungen, ihre Vergesslichkeit und
Medikamentenabhängigkeit in Verzug.
Es gab kaum fertiges Filmmaterial, als Marilyn im Mai 1962 zum Madison Square Garden fuhr,
um den Präsidenten ein Geburtstagsständchen zu halten.
Aber das sind Hypothesen, die nie bewiesen worden sind. Es gibt aber noch eine andere,
wahrscheinlichere Theorie: Weder Mord noch Selbstmord, sondern ein
"Unfall" durch eine Unverträglichkeit verschiedener Medikamente.
Die offizielle Version ist, dass sie vermutlich an sich selbst scheiterte
und mit der Realität nicht mehr zurecht kam.
Die Monroe musste mit den Widersprüchen leben: Von Millionen
angehimmelt, scheiterten ihre Ehen und Affären. Auf der Leinwand
war sie eine strahlende Göttin, privat eher labil. Schlafstörungen
und Depressionen führten in eine Medikamentenabhängigkeit. Einerseits
die gefeierte glamouröse Sexgöttin, auf der anderen Seite die mit
schweren privaten Problemen zu kämpfende Norma Jean.
Der Wunsch nach Ruhm und vor allem die Anerkennung, um die sie zu Lebzeiten
so sehr gebuhlt hatte, erfüllte sich erst nach ihrem Tod. Marilyn zählt nun zu
den Top-Entertainern des 20. Jahrhunderts und ist zu einer Legende
geworden vergleichbar mit James Dean, der auch durch Unfall zu
früh ums Leben kam. Zu Lebzeiten wurde sie nur als Sexsymbol und Kassenmagnet gesehen,
erst nach ihrem Tod erkannte man welchen Verlust man wirklich erfahren hatte.
Keine Schauspielerin danach oder davor besaß Marilyns Schönheit, Charme und Anmutigkeit.
Doch Marilyn war nicht nur schön, sondern auch reichlich talentiert, interessant, kulturell
bewandert und vor allem von allen unterschätzt.
Was war Marilyn Monroe? Ein amerikanischer Traum, die Inkarnation
einer märchenhaften Traumfrau, die Tragödie eines Menschen, der vieles
erreichen will und über von anderen errichtete Grenzen nicht hinaus kam?
Was den Mythos Monroe wirklich ausmacht, bleibt im Dunkel menschlicher Irrationalität.
Marilyn Monroe war
"potentiell eine der mächtigsten Frauen dieses Jahrhunderts,
aber sie konnte diese Macht nicht einmal dazu gebrauchen, sich selbst zu
helfen", sagte eine amerikanische Feministin, in deren Kreisen Marilyn postum neu
"entdeckt" wurde. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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Textbausteine von www.prisma-online.de
und Dirk
Jasper FilmstarLexikon Offizielle Website: www.marilynmonroe.com Siehe auch www.marilyn-online.de,Wikipedia, www.dieterwunderlich.de, www.whoswho.de |
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