| Stewart Granger | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Stewart Granger wurde am 6. Mai 1913 in London unter dem bürgerlichen
Namen James Lablanche Stewart als Sohn eines Schotten
und einer französisch, italienisch-englischen Mutter geboren.
Grangers Vater verrichtete als Oberst der britischen Armee in Indien seinen Dienst.
Auch der Sohn
trat zunächst in die Fußstapfen seines Vaters und schloss sich als
"Lance Corporal" der britischen Armee an, die er als Leutnant der Infanterie wieder verließ.
Eigentlich wollte Granger Nervenarzt werden und hatte mit einem Medizinstudium
begonnen, aber aufgrund seines blendenden Aussehens riet man ihm zur Bühnenlaufbahn
und schließlich folgte er dem Vorschlag seiner Freunde. Der "Beau" studierte an der
"Webber-Douglas School of Dramatic Art" in London, erhielt mit 21 Jahren
eine Komparsenrolle und kam über Engagements an Provinzbühnen zu Londoner Theatern.
Auf der Bühne stand er dort am "Old Vic" gemeinsam mit Vivien Leigh und Flora Robson,
mit John Guilgud und Michael Redgrave, und seine Kritiker setzten
schon damals sein gutes Aussehen über die darstellerische Qualitäten. Das blieb haften, aber zu Unrecht, denn hinter der Fassade des blasierten Schönlings, des eleganten Salonlöwen, schlug ein Herz für alles Spielerische und ein Talent, das Stewart Granger letztlich nie glücklich gemacht hatte, denn er betonte oftmals, wie unzufrieden er im Grunde mit seiner Arbeit sei. Seine erste Hauptrolle auf der Leinwand hatte der attraktive Engländer 1940 in "So This Is London", nach Filmen wie "Gaslicht und Schatten" (1944, Fanny by Gaslight), als schmucker Bandenführer Nino Barucci in dem Melodram "Madonna der sieben Monde" (1945, Madonna of the Seven Moons) oder als Apollodorus in der George Bernard Shaw-Adaption "Caesar und Cleopatra"1) (1946, Caesar and Cleopatra) etablierte er sich als erfolgreicher Leinwandstar, der die Frauenherzen höher schlagen ließ. 1947 spielte er in "Paganini" (The Magic Bow) die Titelrolle des "Teufelsgeigers" und ein Jahr später den Grafen Königsmark in "Königsliebe" (Saraband for Dead Lovers) alles Filme, die damals im Kino die Zuschauer begeisterten. Um sich von Hollywoodstar James Stewart abzusetzen, nannte er sich nun Stewart Granger und ging 1950 in die USA, wo seine wirkliche Erfolgskarriere in Hollywood begann. Gemeinsam mit seiner Frau Jean Simmons nahm er einen Vertrag bei MGM an. Der brachte ihm Ruhm und Ansehen, aber auch schnellen Verschleiß: Er wurde auf Rollen des edlen, schönen Abenteurers wie 1950 als Großwildjäger Allan Quatermain neben Deborah Kerr in dem wunderbaren Erfolgsfilm "König Salomons Diamanten"1) (King Solomon's Mines) festgelegt. Als Trapper Jules gab er in "Gefährten des Grauens"2) (1950, The Wild North) eine ebenso gute Figur ab wie als Doppelgänger in "Der Gefangene von Zenda"1) (1952, The Prisoner of Zenda), als geheimnisvoller "Scaramouche, der galante Marquis"1) (1952, Scaramouche2)) oder als Liebhaber der schönen Elisabeth von England (gespielt von seiner eigenen Gattin) in "Die Thronfolgerin"1) (1953, Young Bess) mit Charles Laughton als Heinrich VIII Granger wurde zum Inbegriff des blendend aussehenden Draufgängers. Schnell geriet er jedoch in die Schublade des galanten und aalglatten Charmeurs. So auch 1953 als Kommandant Claudius in der Oscar-Wilde-Adaptation der "Salome"1) an der Seite von Rita Hayworth in der Titelrolle und Charles Laughton als Herodes. Er verblüffte als eine Art "alter ego" des Falstaff, der elegante Freund des untugendhaften Prinzregenten, in der Titelrolle von "Beau Brummel Rebell und Verführer"1) (1954, Beau Brummell2)) neben Peter Ustinov als König und Elizabeth Taylor als Lady Patricia. Vor allem aber bleibt Granger wohl unvergessen als Jeremias Fox in Fritz Langs aufwendigem Melodram "Moonfleet das Schloss im Schatten"2) (Moonfleet) aus dem Jahre 1955. Hier konnte er wie selten in seiner von Klischees bestimmten Karriere sein herkömmliches Image in Frage stellen: der heruntergekommene Adlige Fox nutzt sein unschuldig schönes Aussehen für schmutzige Geschäfte. An der Seite schöner Frauen bestand er Abenteuer wie mit Grace Kelly in "Grünes Feuer" (1956, Green Fire), mit Ava Gardner in "Knotenpunkt Bhowani"1) (1956, Bhowani Junction2)) und "Die Kleine Hütte"2) (1957, The Little Hut). Weitere Abenteuer bestand Granger mit Robert Taylor in dem Western "Die letzte Jagd"1) (1955, The Last Hunt2)), in "Schlucht des Verderbens" (1957, Gun Glory) mit Rhonda Fleming, in "Die Pranke des Tigers" (1958, Harry Black) mit Barbara Rush oder mit John Wayne in "Land der tausend Abenteuer"1) (1960, North to Alaska).
Bis 1960 stand Granger in Hollywood vor der Kamera, und Spötter meinten,
die Zahl seiner Filme sei fast so groß wie die der
Frauen, die in seinem Leben eine Rolle spielten; man sagte
dem Playboy unzählige Beziehungen nach.
Dreimal war er verheiratet, seine 1938 geschlossene Ehe mit der
britischen Schauspielerin Elspeth March3) (1911 1999) endete nach zehn Jahren vor dem Scheidungsrichter; aus der Verbindung stammen
die Kinder Jamie und Lindsey. Auch die Ehe mit dem Filmstar Jean Simmons4)
(1929 2010) wurde trotz einer gemeinsamen Tochter Mitte August 1960 offiziell getrennt. Zuletzt
war Granger seit 1964 mit der
belgischen Schönheitskönigin Caroline Lecerf verheiratet, von der er 1969 geschieden
wurde; Samantha ist die gemeinsame Tochter aus dieser Verbindung.
Die Siebziger standen ganz im Zeichen des Fernsehens. Als Alan MackKenzie aus
"Die Leute von der Shiloh Ranch"4) (The Virginian) und als Gaststar in anderen TV-Serien hielt
sich Stewart Granger noch eine Weile im Rampenlicht der Fernsehöffentlichkeit.
1972 schlüpfte er in die Rolle des englischen Meisterdetektivs Sherlok Holmes
in dem amerikanischen
TV-Film "Der Hund von Baskerville" (The Hound of the Baskervilles). Doch der Film hatte nicht
den Erfolg, den die Produzenten sich erhofft
hatten und die geplante Serie wurde nicht verwirklicht.
Im Jahre 1975 holte ihn Rudi Carrell als Stargast in seine Show
"Am laufenden Band" und Granger nutzte hellwach seine Chance,
im deutschen Fernsehen kostenlos für seine neugegründete Maklerfirma
"Granger Development Corp." zu werben.
Generös überreichte er dem Würzburger Gewinner Hanns Hirsch eine Urkunde über ein
3.000-Quadratmeter Grundstück bei Malaga im Wert von 10.000 DM.
Die gute Tat zahlte sich aus: Makler Granger verdoppelt flugs seinen Umsatz. Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) prisma-online.de, 3) Wikipedia (englisch), 4) Kurportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de
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