Michael Caine anlässlich der Vorstellung des des Kinofilms "Batman Beginns" (15.06.2005); Copyright Bodo Petermann, BP PHOTO Michael Caine wurde am 14. März 1933 als Maurice Joseph Micklewhite in dem Londoner Armenviertel Bermondsey geboren und ist der ältere Bruder des Schauspielers Stanley Caine; sein Vater war Arbeiter am Londoner Fischmarkt. Bereits während seiner Schulzeit, die der als "rebellisch" geltende Schüler mit 16 Jahren beendete, interessierte er sich für das Theater und spielte bei Amateur-Aufführungen mit. Zunächst ging er nach dem Schulabbruch für zwei Jahre zur britischen Armee und nahm unter anderem am Koreakrieg teil. Anschließend absolvierte er eine Schauspielausbildung, war danach Theaterregisseur und Darsteller in Smithfield – noch unter dem Namen "Michael Scott". Einen ersten großen Erfolg auf der Bühne hatte er 1959 in dem Anti-Kriegsstück "The Long, the Short, the Tall".
  
 
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Michael Caine anlässlich der Vorstellung des
des Kinofilms "Batman Beginns" (15.06.2005)
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Ab 1956 trat der Schauspieler auch beim Film auf und im folgenden Jahr im Fernsehen; seinen ersten Leinwandauftritt hatte er in "A Hill in Korea" (An der vorderster Front); er nannte sich nun "Michael Caine", inspiriert durch den Film "The Caine Mutiny" (Die Caine war ihr Schicksal). Es sollte aber noch acht Jahre dauern, bis Caine 1964 endlich seinen internationalen Durchbruch mit der Darstellung des Leutnant Gonville Bromhead in dem Film "Zulu" schaffte. Seit Mitte der 1960er Jahre erhielt er dann größere Aufgaben beim Film und war auch in Hollywood-Produktionen zu sehen. Seitdem pendelte er zwischen Großbritannien und den USA hin und her, avancierte zu einem der meistbeschäftigten und profiliertesten Schauspieler des anglo-amerikanischen Kinos. Obwohl Caine physiognomisch nicht unbedingt der Inbegriff des Stars war, wurde der rothaarige Schauspieler zu einem britischen Markenzeichen zeitgenössischer Filme. Die oft selbstironische Selbstverständlichkeit seines Auftretens ließ die absolute Qualität eines Films meist zweitrangig werden. Filme mit Michael Caine in den 60ern waren unter anderem Sidney J. Furies spannender Agententhriller "The Ipcress File"1) (1965, Ipcress – streng geheim2)), wo er grandios den Geheimagenten Harry Palmer mimte, eine Figur, mit der er auch in den Fortsetzungen "Funeral in Berlin"1) (1966, Finale in Berlin2)) und "Billion Dollar Brain"1) (1967, Das Milliarden-Dollar-Gehirn) überzeugte. Guy Hamilton besetzte Caine in dem Kriegsdrama "The Battle of Britain"1) (1969, Luftschlacht um England2)), Andr้ de Toth in dem Actionfilm "Play Dirty"1) (1969, Ein dreckiger Haufen), in den 1970ern agierte er bravourös in Streifen wie dem Thriller "Get Carter"1) (1971), dem Abenteuer "The Man Who Would Be King"1) (1975, Der Mann, der König sein wollte2)) oder dem Kriegsfilm "The Eagle Has Landed"1) (1976, Der Adler ist gelandet2)), gehörte auch zur Starbesetzung von Richard Attenboroughs "A Bridge Too Far"1) (1977, Die Brücke von Arnheim2)). 
 
Entscheidend von Caine geprägte Filme in den 1980er Jahren waren u.a. Brian DePalmas Thriller "Dressed to Kill"1) (1980), wo Caine den mordenden Psychiater Dr. Elliott darstellte, Lewis Gilberts sanfte Erziehungskomödie "Educating Rita"2) (Rita will es endlich wissen, 1982/83), einer modernen Variante von G. B. Shaws "Pygmalion", und 1986 seine Rolle als Rockmanager Elliot und Ehemann von Mia Farrow in Woody Allens Tragikkomödie "Hannah and Her Sisters"2) (Hannah und ihre Schwestern), für die Caine einen Oscar als bester Nebendarsteller erhielt. Er brillierte 1986 als eiskalter Boss Bob Hoskins in Neil Jordans Gangsterkomödie "Mona Lisa", ein Jahr später in Frank Oz' überdrehten Komödie "Dirty Rotten Scoundrels"2) (Zwei hinreißend verdorbene Schurken) sowie 1989 als Sherlock Holmes neben Ben Kingsley, der den Watson spielte, in "Without A Clue"2) (Genie und Schnauze).
 
Die späten 1990er Jahre sollten für Michael Caine ebenfalls äußerst erfolgreich werden: So wurde er 1998 für seinen schmierigen Entertainment-Manager in Mark Hermans Komödie "Little Voice"1) mit dem Golden Globe ausgezeichnet; im Jahr 2000 erhielt Michael Caine ein weiteres Mal den Oscar als bester Nebendarsteller, diesmal für seine bravouröse schauspielerische Leistung als Arzt, der seinen Kummer mit Äther bekämpft, in Lasse Hallströms 1999 gedrehten Film "The Cider House Rules"2) (Gottes Werk und Teufels Beitrag).
 Zu Caines aktuelleren Filmproduktionen zählen Hauptrollen in den Dramen "Around the Bend" (2004, Spurensuche - Umwege zur Wahrheit) und "The Weather Man"2) (2004) sowie der Fantasie-Thriller "Batman Begins"2) (2005). In dem Fantasie-Film "Bewitched"2) (Verliebt in eine Hexe) war er 2005 als Hexenvater Maurice an der Seite von Shirley MacLaine zu sehen, welche die große Zauberin Endora mimt. In dem von Christopher Nolan in Szene gesetzten verschachteltem Mystery-Thriller "The Prestige"1) (2006, The Prestige – Meister der Magie2)) zeigte der große Charaktermime als genialer Mentor des Magiers Rufus Angier (Hugh Jackman), der mit seinem Kollegen Alfred Borden (Christian Bale) in einen erbitterten Wettstreit tritt, einmal mehr sein schauspielerisches Können. In dem Thriller "Sleuth"1) (2007, 1 Mord für 22)) nach dem Theaterstück von Anthony Shaffer spielt er den reichen Krimiautors Andrew Wyke, der mit dem arbeitslosen Schauspieler Milo Tindle (Jude Law) einen merkwürdigen Deal eingeht. 2008 folgte Christopher Nolans Fortsetzung von "Batman Begins", das Actionabenteuer "The Dark Knight"2), in dem Caine erneut als Alfred Pennyworth zu sehen ist.
  
Danach zeigte sich Caine mit einer Nebenrolle in dem Drama "Is Anybody There?" (2009) sowie einem tragenden Part in dem Krimi "Harry Brown"2) (2009), wo er als Titelheld bzw. rächender Rentner überzeugt. In Christopher Nolans Sci-Fi-Action-Streifen "Inception"2) (2010) mimt er neben Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio, Ellen Page oder Cillian Murphy einen Professor; zwei Jahre nach Nolans Blockbuster "The Dark Knight" kam "Inception" am 29. Juli 2010 in die deutschen Kinos. Auch in Nolans drittem Batman-Film ("Untitled Batman Project") ist Caine wieder als Alfred Pennyworth mit dabei, der Streifen wurde jüngst für den 20. Juli 2012 angekündigt. Eine weitere aktuelle Arbeiten ist die Sprechrolle des Lord Redbrick (dt. Graf Zinnoberrot) in dem Animationsfilm "Gnomeo und Julia"2), welcher auf auf dem Shakespeare-Drama "Romeo und Julia" basiert, allerdings mit einem gravierenden Unterschied – Die Geschichte spielt unter Gartenzwergen; der deutsche Kinostart war am 24. März 2011.
Vor einiger Zeit ging durch die Presse, dass Jostein Gaarders Bestseller "Sofies Welt" neu verfilmt wird und Michael Caine die Rolle von "Gott" übernehmen soll, der anders als im Original bzw. in einer norwegischen Filmversion, nicht vorkommt. Wie das Londoner Film-Weblog "Time Out" berichtet, bekam die Drehbuchautorin Malle Jensen die Erlaubnis, für die Hollywood-Verfilmung "Gott" mit hineinzuschreiben.
 
Neben der Kinoarbeit findet der Workaholic Caine noch Zeit, im Theater bzw. beim Fernsehen aufzutreten, wie beispielsweise 1994 als Joseph Stalin in der US-Miniserie "World War II: When Lions Roared". Nicht zuletzt dank seines starken Cockney-Akzents, seiner prägnanten Gesichtszüge, der leicht hervorstehenden Augen und dem lockigen Haar konnte Caine sich die letzten drei Jahrzehnte sowohl diesseits als jenseits des Atlantiks als Spitzendarsteller behaupten.
Zudem hat der vielseitige Schauspieler sich auch erfolgreich als Schriftsteller betätigt: Die Anekdotensammlung "Michael Caine's Moving Picture Show" erschien 1988, seine Autobiographie "What's it all about?" wurde 1992 veröffentlicht; außerdem hat er ein Video mit dem Titel "Michael Caine Acting On Film" produziert. Am 30. Im September 2010 kam in Großbritannien mit "The Elephant to Hollywood" ein weiterer autobiografischer Band auf den Markt kommen.

Am 16. November 2000 wurde der zweifache Oscar-Preisträger von der britischen Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben und darf sich nun "Sir Maurice Micklewhite" bzw. "Sir Michael Caine" nennen.
Von 1955 bis 1962 war der Schauspieler mit der inzwischen verstorbenen Kollegin Patricia Haines3) (1932 – 1977) verheiratet; aus der Ehe stammt die 1956 geborene Tochter Dominique, genannt Nikki. 1973 heiratete Caine das guayanische Model Shakira Baksh3), mit der er Tochter Natasha (geb. 1973) hat.
 

 Link: 1) prisma-online.de, 2)  Wikipedia (deutsch), 3) Wikipedia (englisch) Stand: Juli 2011
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de
Michael Caine im Internet: www.michaelcaine.com
Siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de
 
Kinofilme
Filmografie bei www.imdb.de
(Link: Wikipedia und prisma-obline.de)
1956: An vorderster Front (A Hill In Korea)
1957: Stahlbajonett (The Stell Bayonet)
1957: Onkel George und seine Mörder (How To Murder A Rich Uncle)
1958: A Woman Of Mystery
1958: Der Spion mit den zwei Gesichtern (The Two-Headed Spy)
1958: Eddie, Tod und Teufel (Passport To Shame)
1958: Carve Her Name With Pride  
1958: Der Schlüssel (The Key)  
1958: Der blinde Rächer (Blind Spot)
1959: Verrat im Camp 127 (Breakout)
1960: Die Rakete zur flotten Puppe (The Bulldog Breed)
1961: Foxhole In Cairo
1961: Der Tag, an dem die Erde Feuer fing (The Day The Earth Caught Fire)
1962: Gentlemankillers (The Wrong Arm Of The Law)
1962: Solo For Sparrow 1964: Zulu
1965: Ipcress – streng geheim (The Ipcress File)
1966: Letzte Grüße von Onkel Joe (The Wrong Box)
1965: Der Verführer lässt schön grüßen (Alfie)
1966: Das Mädchen aus der Cherry Bar (Cambit)
1966: Finale in Berlin (Funeral In Berlin)
1967: Tonite Let's All Make Love In London (Doku)
1967: Das Millarden-Dollar-Gehirn (Billion Dollar Brain)
1967: Siebenmal lockt das Weib (Woman Times Seven)
1967: Morgen ist ein neuer Tag (Hurry Sundown)
1968: Ein dreckiger Haufen (Play Dirty)
1968: Teuflische Spiele (The Magus)
1968: Die Todesfalle (Deadfall)
1969: Charlie staubt Millionen ab (The Italian Job)
1969: Luftschlacht um England (Battle Of Britain)
1970: Zu spät für Helden – Antreten zum Verrecken (Too Late The Hero)
1970: Simon Simon
1970: Das vergessene Tal (The Last Valley)
1971: Jack rechnet ab (Get Carter)
1971: Entführt (Kidnapped)
1972: X, Y, und Zee (Zee & Co.)
1972: Malta sehen und sterben (Pulp)
1972: Mord mit kleinen Fehlern (Sleuth)
1972: Die schwarze Windmühle (The Black Windmill)
1974: Fluchtpunkt Marseille (The Marseille Contract)
1975: Die Wilby-Verschwörung (The Wilby Conspiracy)
1975: Die romantische Engländerin (The Romantic Englishwoman)
1975: Die falsche Schwester (Peeper)
1975: Der Mann, der König sein wollte (The Man Who Would Be King)
1976: Der Adler ist gelandet (The Eagle Has Landed)
1976: Und morgen wird ein Ding gedreht (Harry And Walter Go To New York)
1977: Silber, Banken und Ganoven (Silver Bears)
1977: Die Brücke von Arnheim (A Bridge Too Far)
1977: Silber, Banken und Ganoven (Silver Bears)
1978: Der tödliche Schwarm (The Swarm)
1978: Das verrückte California-Hotel (California Suite)
1979: Ashanti (Ashanti)
1979: Jagd auf die Poseidon (Beyond The Poseidon Adventure)
1980: Freibeuter des Todes (The Island)
1980: Dressed To Kill (Dressed To Kill)
1981: Die Hand (The Hand)
1981: Flucht oder Sieg (Victory)
1982: Der Dolch im Rücken (Deathtrap)
1983: Agenten sterben zweimal (The Jigsaw Man)
1983: Rita will es endlich wissen (Educating Rita)
1983: Der Honorarkonsul (Beyond The Limit)
1984: Schuld daran ist Rio (Blame It On Rio)
1985: Wasser – Der Film (Water)
1985: Der 4,5 Billionen-Dollar-Vertrag (The Holcroft Covenant)
1986: Kreuzfeuer der Agenten (The Whistle Blower)
1986: Hannah und ihre Schwestern (Hannah And Her Sisters)
1986: Sweet Liberty (Sweet Liberty)
1986: Mona Lisa (Mona Lisa)
1986: Half Moon Street (Half Moon Street)
1987: Sherlock and Me
1987: Das vierte Protokoll(The Fourth Protocol)
1987: Der weiße Hai – Die Abrechnung (Jaws: The Revenge)
1987: Nicht jetzt, Liebling (Surrender)
1987: Hero
1988: Genie und Schnauze (Without A Clue)
1988: John Huston
1988: Zwei hinreißend verdorbene Schurken (Dirty Rotten Scoundrels)
1990: Mord mit System (A Shock To The System)
1990: Mr. Destiny (Mr. Destiny)
1991: Bullseye (Bullseye)
1992: Die Muppets Weihnachtsgeschichte (The Muppet Christmas Carol)
1992: Der Tod steht ihr gut (Death Becomes Her)
1992: Blue Ice 1993: Noises Off – Der nackte Wahnsinn (Noises Off )
1994: Auf brennendem Eis (On Deadly Ground)
1995: The Palmer Files: Der Rote Tod (Len Deighton's Bullet to Beijing)  
1996: Blood & Wine
1997: The Palmer Files: Herren der Apocalypse (Len Deighton's Mindnight in St. Peterburg)
1998: Little Voice (Shadow Run 1998: Little Voice)
1999: Untermieter aus dem Jenseits (Curtain Call)
1999: Gottes Werk und Teufels Beitrag (The Cider House Rules)
1999: The Debtors
2000: Shiner – Jenseits von Gut und Böse (Shiner)
2000: Get Carter – Die Wahrheit tut weh (Get Carter)
2000: Quills – Macht der Besessenheit (Quills)
2000: Miss Undercover  (Miss Congeniality)
2001: Boswell for the Defence
2001: Letzte Runde – Last Orders (Last Orders)
2001: Quicksand – Gefangen im Treibsand (Quicksand)
2002: Austin Powers in Goldständer (Austin Powers in Goldmember)
2002: Der stille Amerikaner (The Quiet American)
2003: The Actors
2003: Löwen aus zweiter Hand (Secondhand Lions)
2003: The Statement
2004: Spurensuche - Umwege zur Wahrheit (Around the Bend)
2005: Batman Beginns
2005: Verliebt in eine Hexe (Bewitched)
2005: The Weather Man
2006: Children of Men
2006: Prestige – Die Meister der Magie (The Prestige)
2007: Flawless
2007: 1 Mord für 2 (Sleuth)
2008: The Dark Knight
2009: Is Anybody There?
2009: Harry Brown
2010: Inception
2011: Gnomeo und Julia (Gnomeo and Juliet) (Sprechrolle)
2012: "Untitled Batman Project"
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