|
||||
Im Verlaufe seiner fast 50-jährigen Karriere sang der sympathische Schweizer, der von vielen als Schnulzensänger abgetan wurde, über 500 Titel, verkaufte mehr als 25 Millionen Platten und viele seiner Lieder sind zu Evergreens geworden. Er beherrschte sechs Sprachen und sang in zwölfen; so wie er auf der Bühne und im Fernsehen immer wieder internationale vorwiegend italienisch gesungene Titel einstreute, so nahm er regelmäßig nicht nur deutsche, sondern auch Platten auf italienisch, französisch, spanisch oder gar rätoromanisch und hebräisch auf. Gastspielreisen und eigene Tourneen machten ihn in allen Städten Europas populär. Musical-Auftritte in "Can Can" und "Gigi" sowie in den Operetten "Im Weißen Rössl" und "Eine Nacht in Venedig" bewiesen die Vielseitigkeit des Künstlers. In etwa einem Dutzend musikalischen Unterhaltungsfilmen der 1950er und 60er Jahre war Torriani auf der Leinwand zu sehen und zu hören. In seinen ersten Filmen steuerte er zwar nur eine Handvoll Gesangs-Einlagen bei, wie beispielsweise 1951 in "Der bunte Traum" oder ein Jahr später in "Meine Frau macht Dummheiten". 1953 mimte er dann in "Straßenserenade" schon die Hauptrolle eines Busfahrers, der zum Gesangsstar aufsteigt, in einer ähnlichen Rolle agierte er 1954 in einem seiner bekanntesten Filme "Gitarren der Liebe", wo es um die Entdeckung eines gesanglichen Naturtalents ging. Ab Mitte der 1950er Jahre folgten Schlagerfilme wie "Ein Herz voll Musik" (1955), "Santa Lucia" (1956), "Der Fremdenführer von Lissabon" (1957) oder "Siebenmal in der Woche" (1957). Meist waren diese Streifen eine Mischung aus schmalzigem Liebes-Weh und sanfter Komik an südlichen Schauplätzen mit viel Musik. Ende der 1950er Jahre war auch das Fernsehen auf Torriani aufmerksam geworden und vertraute ihm eine Reihe von Schlager-Revuen an, in der er auch seine Erfahrungen als Koch einbringen konnte. "Grüezi Vico" war ab 1959 seine erste eigene Fernsehsendung in Deutschland, ebenfalls ab 1959 lief die überaus erfolgreiche TV-Reihe "Hotel Victoria"1), mit der er zehn Jahre lang sein Publikum erfreute. Den eigentlichen Höhepunkt der TV-Popularität erreichte Vico Torriani zwischen 1967 und 1969, als er die Nachfolge Lou van Burgs2) (1917 1986) in der ZDF-Spielsendung "Der goldene Schuss"1) antrat. Die Unterhaltungs-Show erzielte Traum-Einschaltquoten von 80 Prozent; danach folgte seine ganz persönliche Sendung "Veni Vidi Vici". Im Alter machte sich Torriani dann noch auch als Autor von Kochbüchern einen Namen.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Vico Torriani, belastet von gesundheitlichen
Problemen, zurückgezogen in seiner Villa Solaria in Agno (Tessin),
wo er am 25. Februar 1998 nach schwerer Krankheit 77-jährig an Lymphdrüsenkrebs
starb. Er hinterließ seine Ehefrau Evelyne (1930 2010),
die er 1952 geheiratet hatte, sowie die gemeinsamen
Kinder, Tochter Nicole und Sohn Reto. Seine letzte Ruhestätte fand der
beliebte Unterhaltungsstar auf dem Luganer Hauptfriedhof. |
||||
| Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP | ||||
|
Siehe auch Wikipedia
mit einer Auswahl bekannter Musiktitel
sowie
covergalerie.org Einige Fotos bei film.virtual-history.com |
||||
|
||||
|
Um zur Seite der Schlagerstars zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |