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Zu Thimigs Glanzrollen zählten Werke von Shakespeare, so der "Zettel" in "Ein Sommernachtstraum" oder der "Bleichenwang" in "Was ihr wollt"; er brillierte unter anderem als "Coquin" in Calderón de la Barcas "Der Arzt seiner Ehre" oder als "Schierling" in "Der Traum von Schale und Kern" von Johann Nestroy, zeigte seine enorme Wandlungsfähigkeit in damals modernen Stücken wie in Ibsens "Ein Volksfeind" und "Stützen der Gesellschaft", in Gerhart Hauptmanns "Einsame Menschen" oder Otto Ernsts Komödie "Flachsmann als Erzieher"; berühmt wurde er auch durch die Rolle des "Schmock" in Gustav Freytags Lustspiel "Die Journalisten" sowie durch seine einmalige Darstellung des "Theaterdirektors Striese" in dem Schwank "Der Raub der Sabinerinnen" von Franz und Paul von Schönthan. Vereinzelt machte Thimig auch Ausflüge auf die Leinwand: So spielt er er beispielsweise in den stummen Streifen "Das Verbotene Land" (1924), "Das Spielzeug von Paris" (1925) und "Pratermizzi (1927). In Georg Jacobys Romanze "Geld auf der Straße" (1930) konnte man Thimig dann auch hören , hier mimte er den "Max Kesselberg" neben Lydia Pollman und Georg Alexander, in Otto Premingers ersten Regiearbeit für den Film "Die Große Liebe" (1931) war er ein Polizeikommissar und ein Jahr später sah man ihn in Carl Lamacs "Die Grausame Freundin"; seine letzte Filmrolle spielte er in "Buchhalter Schnabel" (1935, aka Ein junger Herr aus Oxford) an der Seite von Hans Moser, der den Titelhelden darstellte. Hugo Thimig starb am 25. September 1944 mit 90 Jahren in seiner Geburtsstadt Wien, wenige Zeit nach dem Ableben seiner Frau Franziska (geb. Hummel; 18671944); seine Söhne Hermann Thimig2) (1890 1982) und Hans Thimig2) (1900 1991) sowie seine Tochter Helene Thimig2) (1889 1974), die Witwe des bekannten, 1943 verstorbenen Regisseurs und Theaterleiters Max Reinhardt1) (1873 1943), wurden ebenfalls brillante Charakterdarsteller und führten die Schauspielertradition ihres Vaters fort. |
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