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Bekannt und populär wurde der Schauspieler seit Ende der 1960er Jahre durch prägnante Nebenrollen in zahllosen Fernsehspielen und beliebten Serien. Vor allem mit Serienauftritten wurde er zum Dauergast auf dem Bildschirm, spielte in Krimis wie beispielsweise "Schwarz-Rot-Gold", "Der Kommissar", "Der Alte", Derrick", "Verkehrsgericht", "Der Fahnder", "Polizei-Inspektion l", "Peter Strohm", "Die Krimistunde", "Die Männer vom K3" oder "Ein Fall für zwei", gehörte in Dauerbrennern wie "Siska", "Küstenwache", "Die Kommissarin", "Tatort" oder "Polizeiruf 110" zu den beliebten Darstellern. Zur umfangreichen Serien-Filmografie zählten darüber hinaus unterhaltsame Reihen wie "Hotel Paradies", "Helga und die Nordlichter", "Café Meineid", "Fest im Sattel", "Suche Familie, zahle bar", "Die Schnelle Gerdi", "Auf Achse", "Der Querkopf von Kirchbrunn", "Unser Charly" "Alle meine Töchter", und, und und
Im Sommer 2005 begannen die Dreharbeiten zur ARD-Produktion "Zeuge der Anklage" mit Michael Gahr erneut als Hermann Göring, für die "Küstenwache"-Episode "Rendezvous mit dem Tod" (Ausstrahlung Oktober 2006) stand er als verarmter, alkoholkranker Fischer Dieter Seidel, der Zeuge eines Mordes wird, vor der Kamera beides schöne Rollen, mit denen Michael Gahr auf dem Bildschirm präsent war. Weitere Auftritte hatte Michael Gahr 2006 unter anderem in den TV-Filmen "Glück auf vier Rädern"5), "Zwei Millionen suchen einen Vater"5) sowie in der turbulenten Komödie "Kurhotel Alpenglück"5) neben Fritz Wepper und Michaela May. Zu seinen letzten Arbeiten vor der Fernsehkamera zählt die die heitere Geschichte "Wie angelt man sich seine Chefin"5) (2007), wo er den Pralinenfabrikant Otto Meinekken mimte, die Episode "Requiem für einen Engel" (2007) aus der Krimi-Reihe "Siska" sowie die Folge "Mit Herz und Handschellen" aus der TV-Serie "Fünf Freunde" (2010). In dem vom Chiemgauer Volkstheater inszenierten und vom Bayerischen Rundfunk Mitte Juni 2007 ausgestrahlten Schwank "Die Lügenglocke" erlebte man Michael Gahr als schlauen "preußischen" Pfarrer Melchior Zangerl, der einen bayerischen Stammtisch mit viel List und Humor zum Spenden für eine neue Glocke bringt.
Neben seiner umfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen war der sympathische Schauspieler ein gefragter Synchronsprecher, lieh unter anderem der Figur "Eric Forrester" in der deutschen Fassung der Endlos-Soap "Reich und schön" seine Stimme, weiterhin sprach er beispielsweise den Kugelfisch Puff in der deutschen Fassung des Trickfilms "Finding Nemo"2) (2003, Findet Nemo). Michael Gahr starb am 25. November 2010 im Alter von 70 Jahren; über den Sterbeort bzw. die Todesursache ist nichts bekannt. |
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1) Mein Dank geht an Michael Gahr, der mir Anfang 2006 verschiedenste Informationen
sowie die Fotos aus seinem Privatarchiv zur Verfügung gestellt hat. Eine
Weiterverwertung der Fotos ist nur mit Genehmigung der Familie des Schauspielers
gestattet. Link: 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) Wikipedia, 4) www.fernsehserien.de, 5) prisma.de |
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Siehe auch Wikipedia Filmografie bei der www.imdb.de |
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| Den Kommentar des Schauspielers zu diesem Kurzportrait vor allem aber seine Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit Helga Feddersen möchte ich den Lesern nicht vorenthalten (siehe auch den "Gästebuch"-Eintrag (102) vom 18. Februar 2006. | ||||||
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Ich finde Ihre Beschreibungen so schön und sensibel, auch so phantasievoll,
und differenziert; auch die Kurz-Beschreibungen der Theaterstücke. Nun habe ich heute Ihren Bericht über
Helga Feddersen gelesen: mir ist es unbegreiflich, dass immer und immer wieder die Serie
"Helga und die Nordlichter" nicht erwähnt wird; (1983 gedreht; 1984 gesendet (leider neben der
"Sportschau"); von Helga Feddersen geschrieben, und von Marcus Scholz inszeniert. Ich spielte damals den Freund von
"Helga" (Helga Feddersen), dann ihren Verlobten und Ehemann Hubert Hummel. Die Drehzeit
gehört zur schönsten Zeit meines Lebens überhaupt! Ich war eines der
"Nordlichter", genauso wie Evelyn Hamann und Ernst Fritz Fürbringer. Wir alle
hatten besonders durch Helga Feddersens glückliche und positiv-harmonische Einstellung zum
Leben so viel Spaß beim Drehen. Auch saßen wir jeden Abend nach Drehschluss in Husum am Hafen und aßen
zusammen. Ich erinnere noch, wie Helga Feddersen zu Regisseur Marcus Scholz im Hafen von Husum
hinüberrief (als er eine Einstellung zum 3. Mal wiederholen wollte):
"Marcus! bitte inszeniere Dich nicht wund!" Ich musste so lachen! Nun
ja.. vielleicht verstehen dies nur Schauspieler. Gut, diese Serie über 13 Folgen (25 Minuten eine Folge)
wurde kein großer Erfolg, weil sie neben der Sportschau lief. Aber deswegen muss sie ja nun nicht schlecht sein.
Ich
war damals glücklich wie noch nie, in diesem herrlichen Sommer an der Nordsee. (Wir drehten von Juni bis Oktober 1983)
Auch im kürzlich gesendeten NDR-Bericht über Helga Feddersen immerhin über 90 Minuten wurde
die von Helga geschriebene Serie
"Helga und die Nordlichter" nicht erwähnt. Unbegreiflich. Helga Feddersen war ein so gutherziger Mensch. Als
ich ein Lied aus dem
"Weißen Rössl" singen musste (das wurde vorher aufgezeichnet, play-back), verhaute ich
mich im Tonstudio zum 3. Mal bei einer Stelle, ich sang zu hoch, und schaute wohl sehr deprimiert.
Da kam Helga Feddersen zu mir und raunte mir ins Ohr:
"Michael, selbst professionelle Sänger brauchen manchmal 4 oder 5 Mal für ein Lied. Nun mach Dir nichts
draus". Das war so ungeheuer lieb. Meine glücklichste Zeit in meinem Leben habe ich Helga zu verdanken. (Denn sie hat mich
auch wie ich während der Dreharbeiten erfuhr besetzt. So auf diesem Weg:
aus vollem Herzen DANKE, HELGA. Michael Gahr |
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