Michael York, aufgenommen 1986; Quelle: commons.wikimedia.org; Urheber: Allan Warren (www.allanwarren.com); Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. Michael York (Michael York-Johnson) wurde am 27. März 1942 als Sohn des Ex-Offiziers Joseph Gwynne Johnson im britischen Fulmer (Buckinghamshire) geboren und wuchs gemeinsam mit zwei Geschwistern auf. Er besuchte das "Hurstpierpoint College" und die "Bromley Grammar School" und ging dann mit 16 Jahren an das "National Youth Theatre", wo er zum ersten Mal Berührung mit dem Theater bekam. Kurzfristig entschied er sich dann für ein Studium an der Universität Oxford und war dort Mitglied im Ensemble der "Drama Society". Er wirkte in verschiedenen Shakespeare-Stücken mit, schloss das Studium erfolgreich ab und wechselte endgültig zur Schauspielerei. Zwischen 1963 und 1964 war er am schottischen "Dundee Repertory Theatre" engagiert, danach zwei Jahre lang in London am "British National Theatre" bei Laurence Oliver und schließlich an weiteren führenden Bühnen Londons. 1967 wurde er von Regisseur Franco Zeffirelli1) für den Film "Der Widerspenstigen Zähmung"1) (The Taming of the Shrew) entdeckt, wo York neben Richard Burton und Elizabeth Taylor den Lucentio in dieser opulenten Shakespeare-Verfilmung1) gestaltete.
 
Foto: Michael York, aufgenommen 1986
Quelle: Wikimedia Commons
Urheber: Allan Warren*) (www.allanwarren.com); Lizenz: CC BY-SA 3.0
Weitere Angaben zur Lizenz siehe hier
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Einen weiteren Erfolg verbuchte der junge Schauspieler dann 1968 mit seiner Rolle des aggressiven Tybalt in "Romeo and Juliet"1) (Romeo und Julia), ebenfalls unter der Regie von Zeffirelli. Schnell avancierte Michael York in Europa zu einem gefragten Nachwuchsstar. Mit seinem unverwechselbarem Äußeren spielte er blonde, blauäugige, charmant-unschuldige, zumeist aber zwiespältige Männer. Ganz seinem Image entsprechend mimte er beispielsweise in dem Historienstreifen "Alfred the Great"1) (1968, Alfred-Bezwinger der Wikinger) neben David Hemmings1) als "Alfred der Große"1) den dänischen Wikinger-König Guthrum1).
1972 erlangte er dann internationale Beachtung an der Seite von Liza Minelli als introvertierter, bisexueller Schriftsteller Brian in dem Oscar-gekrönten amerikanischen Musical "Cabaret"1) von Bob Fosse und zwei Jahre später spielte er den Grafen Andrenyi in dem von Sidney Lumet mit einem Staraufgebot in Szene gesetzten Krimi-Klassiker von Agatha Christie "Murder on the Orient Express"1) (1974, Mord im Orient Express) neben seinem Kollegen Albert Finney als Meisterdetektiv Hercule Poirot. Nette Unterhaltung mit Michael York als D’Artagnan1) bot auch Richard Lesters amüsante Dumas-Adaption "The Three Musketeers"1) (1973, Die drei Musketiere), Oliver Reed1) mimte den Athos, Richard Chamberlain den Aramis und Frank Finlay1) den Porthos; im darauffolgenden Jahr wurden die Abenteuer mit "The Four Musketeers"1) (1974, Die vier Musketiere – Die Rache der Mylady) fortgesetzt. Zum Riesenerfolg an den Kinokassen geriet auch der Science-Fiction-Streifen "Logan's Run"1) (1976, Flucht ins 23. Jahrhundert2)), in dem York die Figur des "Sandmann Logan 5" mimte.
In den 1980er Jahren zeigte sich York nur in wenigen Kinoproduktionen und konzentrierte sich mehr auf seine Theater- und Fernseharbeit. 1986 verkörperte er in dem australischen Film "The Far Country" einen tschechischen Arzt, der sich lange nach dem 2. Weltkrieg in Australien für Kollaboration verantworten muss. Im selben Jahr war er unter der Regie von Peter Patzek neben Peter Maffay als eiskalter Killer in dem ironischen Polizeifilm "Der Joker"1) und 1988 als Bösewicht in "Killing Blue" zu sehen  → filmportal.de.
Unter Wert verkaufte er sich 1988 in dem zweitklassigen englischen TV-Mantel- und Degenfilm "Silver Blade" (The Lady and the Highwayman) nach einem Roman von Barbara Cartland. Auch der 1989 gedrehte Streifen des gleichen Genres "The Return of the Musketeers"1) (Die Rückkehr der drei Musketiere) gehört nicht zu den überragenden Filmen des Schauspielers, ebenso wenig wie der Science-Fiction-Streifen "Dark Planet"1) (1996).

Foto: Michael York, aufgenommen 1986 im "photograper's garden" in Los Angeles
Quelle: Wikimedia Commons bzw. Wikipedia
Urheber: Allan Warren*) (www.allanwarren.com); Lizenz: CC BY-SA 3.0
Weitere Angaben zur Lizenz siehe hier
*) Link: Wikipedia, englisch

Michael York, aufgenommen 1986 im "photograper's garden" in Los Angeles; Quelle: commons.wikimedia.org bzw. Wikipedia; Urheber: Allan Warren (www.allanwarren.com); Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Als "missglückte Romanverfilmung" wird vom "Film-Dienst" die australische Produktion "Wide Sargasso Sea"1) (1993, Sargasso Sea – Im Meer der Leidenschaft) angesehen, auch die Slapstick-Komödie "Wrongfully Accused" (1998, Leslie Nielsen ist sehr verdächtig) mit Protagonist Leslie Nielsen konnte nicht alle Zuschauer überzeugen. Bessere Kritiken dagegen erhielt die Bond-Parodie "Austin Powers: International Man of Mystery"1) (1997, Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat), wo Michael York als Geheimdienstchef Basil Exposition auftauchte, eine Figur, die York auch in den Fortsetzungen "Austin Powers: The Spy Who Shagged Me" (1999, Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung) und "Austin Powers in Goldmember"1) (2002, Austin Powers in Goldständer) darstellte.
  
Im Fernsehen war Michael York im Verlauf seiner Karriere in verschiedenen Produktionen und unterschiedlichen Rollen zu sehen, so beispielsweise erstmals 1967 als Jolyon in der TV-Serie "The Forsyte Saga" nach der gleichnamigen Roman-Trilogie1) des britischen Schriftstellers John Galsworthy. Glänzend auch Yorks Interpretation des Waisenjungen Pip in Joseph Hardys gefühlvollen Charles Dickens-Adaption "Great Expectations"2) (1974, Die großen Erwartungen) mit Partnerin Sarah Miles, für Franco Zeffirelli stand er erneut vor der Kamera und verkörperte 1977 in dessen hochkarätig besetztem Bibel-Epos "Gesù di Nazareth"1) (Jesus von Nazareth) den Johannes der Täufer1). Weitere populäre Fernsehproduktionen waren etwa der Mehrteiler "A Man Called Intrepid" (1979, Der Furchtlose), die Abenteuerserie "Das Geheimnis der Sahara"1) (1987) sowie "A Knight in Camelot"1) (1998, Ein Ritter in Camelot), wo er neben Whoopi Goldberg1) den König Arthur1) spielte.
Michael York als Laudator bei der Eröffnung der Christopher Isherwood Foundation in der Huntington Library/Kalifornien, fotografiert von Henning von Berg, 1. August 2004 Zu seinen jüngeren Arbeiten vor der TV-Kamera zählt die erfolgreiche US-Serie "Gilmore Girls"1) (2003/2004), wo er in einigen Folgen als Yale-Professors Asher Fleming zu sehen war, in dem mehrteiligen Action-Abenteuer "La Femme Musketeer"1) (2004, Lady Musketier – Alle für einen) präsentierte er sich neben Gérard Depardieu1) (Cardinal Mazarin) und Nastassja Kinski1) (Lady Bolton) einmal mehr als  D'Artagnan, diesmal jedoch als Vater der Protagonistin alias Susie Amy1). Am ersten Weihnachtstag 2008 (Wiederholung 13.12.2009) strahlte das ZDF die ersten beiden Teile des Rosamunde Pilcher-Vierteilers "Vier Jahreszeiten" aus, in der als Doppelfolge gezeigten Familiensaga "Ein Sommer in Endellion"3) und "Herbststürme"3) schlüpfte Michael York in die Rolle des Stephen Combe, Großvater der jungen Abigail (Paula Kalenberg1)) und geschiedener Ehemann von Julia (Senta Berger).
 
Michael York als Laudator bei der Eröffnung der "Christopher Isherwood Foundation"
in der "Huntington Library"1) (Kalifornien; 1. August 2004)
Foto mit freundlicher Genehmigung von Henning von Berg1)
© Henning von Berg (www.henning-von-berg.com)
Die Dreharbeiten – erneut mit hochkarätiger internationaler Besetzung – für die nächsten beiden Teile mit den Titeln "Winterwende"3) und "Das Geschenk des Frühlings"3) dauerten bis zum 1. Mai 2009 und liefen am 25. Dezember 2009. Unter der bewährten Regie von Giles Foster sah man neben Michael York, Senta Berger sowie Natalia Wörner1) als ihrer Tochter Charlotte, Paula Kalenberg als Enkelin Abby sowie Tom Conti1) (Charles Combe) und Frank Finlay1) (Alexander 'Alex' Combe) auch John Light1) (Simon Maxwell).
Danach stand Michael York für Lech Majewskis1) Historiendrama "The Mill and the Cross"1) (2011, Die Mühle und das Kreuz) nach dem gleichnamigen Roman von Michael Francis Gibson vor der Kamera. In der polnisch-schwedischen Co-Produktion, inspiriert durch das 1564 geschaffene Gemälde "Die Kreuztragung Christi"1) des flämischen Malers Pieter Bruegel der Ältere1), spielt er neben Rutger Hauer1) (Pieter Bruegel) und Charlotte Rampling (Maria) die Figur des reichen Antwerpener Bankiers Nicholas Jonghelinck1); vorgestellt wurde der Film am 23. Januar 2011 beim "Sundance Film Festival"  im US-amerikanischen Park City, Kinostart in Deutschland war der 24. November 2011 → Übersicht Filmografie.

Der vielseitige Schauspieler wirkte neben der Theaterarbeit in über 100 TV- Filmen und zahlreichen Kinoproduktionen mit, war am Broadway erfolgreich, zudem machte sich mit seiner 1991 erschienenen Autobiographien "Travelling Player" (US-Titel: "Accidentally on Purpose") als Schriftsteller einen Namen. Gefragt ist er auch mit bisher über 50 Hörbüchern, zu denen auch seine Autobiographie zählt. Darüber hinaus leiht er seine Stimme auch Gastrollen in Zeichentrickserien wie "Die Simpsons"1), "Family Guy"1) oder "Star Wars1), seit 2017 spricht er in der Zeichentrickserie "Die Simpons" die wiederkehrende Rolle des Tierarztes Dr. Lionel Budgie.

Foto: Michael York (links) und Don Bachardy1) (rechts), Gründer der
"Christopher Isherwood Foundation", in der "Huntington Library" (Kalifornien),
fotografiert von Henning von Berg1), 1. August 2004
Foto mit freundlicher Genehmigung von Henning von Berg
© Henning von Berg (www.henning-von-berg.com)

Michael York und Don Bachardy, Christopher Isherwood Foundation in der Huntington Library/Kalifornien, fotografiert von Henning von Berg, 1. August 2004
2013 ging durch die Medien, York sei an der seltenen Amyloidose1) erkrankt, die durch Defekte im Stoffwechsel ausgelöst wird und die unterschiedlichste Organe befallen kann. Er habe sich einer Stammzellen-Transplantationen sowie Chemotherapien unterzogen, hieß es in der Presse. In seinem aktuellen Buch "The Readiness Is All" mit dem Untertitel "My Odyssey of Healing from Mayo Clinic to John of God and Beyond" thematisiert der inzwischen über 75-Jährige auch seinen Kampf gegen die tückische Krankheit → www.michaelyork.net.
Michael York ist seit Ende März 1968 mit der Fotografin und Schriftstellerin Patricia McCallum verheiratet und somit Stiefvater des Filmproduzenten Rick McCallum1); das Paar lebt seit Mitte der 1970er Jahre in Los Angeles.
1997 wurde der Schauspieler für seine Verdienste um das britische Theater zum "Officer" des Verdienstordens "Order of the British Empire"1) ernannt, seit Ende Juni 2002 besitzt er einen "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1). Zuletzt erhielt er 2009 im Rahmen der Verleihung der "Satellite Awards"1) den "Mary Pickford Award"1) für sein Lebenswerk.
Offizielle Website: www.michaelyork.net
Siehe auch Wikipedia, prisma.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2)  prisma.de, 3) fernsehserien.de Stand August 2018
Lizenz Foto Michael York (Urheber Allan Warren): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
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(Fremde Links: Wikipedia, prisma.de (deutsche Titel), filmportal.de, fernsehserien.de)
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