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In den 1990er Jahren ließ sich die Schauspielerin aufgrund privater Krisen eher selten auf der Leinwand sehen, unter anderem in dem Drama "The Wings of the Dove"1) (1997, Wings of the Dove Die Flügel der Taube1)). Erst in jüngerer Zeit trat sie wieder vermehrt vor die Filmkamera. So übernahm sie unter anderem die Hauptrolle in François Ozons sensiblem Filmdrama "Sous le sable"1) (2000, Unter dem Sand2)) und wurde für ihre Leistung für den französischen Filmpreis "César" sowie dem "Europäischen Filmpreis" als "Beste Hauptdarstellerin" nominiert. Sie gehörte zur Besetzung der Thriller "Superstition"1) (2001, Superstition Spiel mit dem Feuer), "The Fourth Angel"1) (2001, Der vierte Engel) und "Spy Game"1) (2001, Spy Game Der finale Countdown), eine erneute "César"-Nominierung erhielt sie 2003 für die Rolle der verhärmten, frustrierten englischen Krimi-Autorin Sarah Morton in Ozons Streifen "Swimming Pool"1), konnte diesmal den " Europäischen Filmpreis" bei der Verleihung in Berlin mit nach Hause nehmen. Zu Charlotte Ramplings weiteren Kinoproduktionen der letzten Jahre zählen Norman Jewisons Literaturadaption "The Statement"1) (2003), der Science-Fiction-Film "Immortel (ad vitam)"1) (2004, Immortal New York 2095: Die Rückkehr der Götter) und Laurent Cantets Drama "Vers le sud"1) (2005, In den Süden2)). Der Psychothriller "Lemming"1) (2005) gelangte im Juli 2006 auch in die deutschen Kinos, in der hervorragend gespielten Screwball Comedy "Désaccord parfait" (2006, Wir verstehen uns wunderbar2)) fand sie in Jean Rochefort einen ebenbürtigen Partner und bewies einmal mehr, dass sie eine der ganz Großen der Filmszene ist. "Der Stern" notierte unter anderem: "Mit der knapp 62-jährigen Charlotte Rampling als Alice und dem bald 78-jährigen Jean Rochefort, einem Urgestein des französischen Films, sind die Hauptrollen ebenso perfekt wie amüsant besetzt." Überzeugend war zwar ihre Darstellung der Milena Gardosh in "Basic Instinct 2"1) (2006, Basic Instinct Neues Spiel für Catherine Tramell), die Fortsetzung von "Basic Instinct"1) aus dem Jahre 1992, die Produktion wurde jedoch als "misslungen" angesehen, erhielt 2007 je eine "Goldene Himbeere"1) in den Kategorien "Schlechtester Film", "Schlechteste Fortsetzung oder Prequel" und "Schlechtestes Drehbuch". Ambivalent waren die Kritiken zu François Ozons "Angel"1) (2007, Angel Ein Leben wie im Traum) mit Charlotte Rampling in der Nebenrolle der Verlegersgattin Hermione, im gleichen Jahr zeigte sie sich als Kunstmäzenin Justine in dem spanischen Liebesdrama "Caótica Ana"1) (2007). In dem ersten abendfüllenden Spielfilm bzw. Actionthriller "Deception"1) (2008) des Schweizer Regisseurs Marcel Langenegger tauchte sie als Finanzexpertin auf, verkörperte die böse Hohepriesterin in dem Actionspektakel "Babylon A.D."1) (2008). Eine interessante Figur war die der Lady Spencer in dem opulent ausgestatteten Historiendrama "The Duchess"1) (2008, Die Herzogin2)), basierend auf der Biografie "Georgiana, Duchess of Devonshire" von Amanda Foreman; erzählt wird das Leben der historischen Adligen Georgiana Cavendish1) (1757 1806), die zu den einflussreichsten Frauen ihrer Zeit zählte und von Keira Knightley dargestellt wurde. Bei der Oscarverleihung 2009 erhielt der Film den Preis für die "Besten Kostüme" und war auch für das "Beste Szenenbild" nominiert. In dem weltweit ersten in 3D produzierte Tanzfilm von den Regisseuren Max Giwa und Dania Pasquini "StreetDance 3D" (2010) hatte Charlotte Rampling die Rolle der Helena, Tanzlehrerin der angesehenen Londoner "Royal Dance School" übernommen, wirkte in den Produktionen "Never Let Me Go" (2010, Alles, was wir geben mussten) und "Rio Sex Comedy" (2010) mit. Abgedreht hat sie Lech Majewskis Historiendrama "The Mill and the Cross"4) (2011) nach dem gleichnamigen Roman von Michael Francis Gibson. In der Polnisch-Schwedischen Co-Produktion, inspiriert durch das 1564 geschaffene Bild "Die Prozession nach Golgatha" des flämischen Malers Pieter Bruegel der Ältere1), spielt sie neben Rutger Hauer (Pieter Bruegel) und Michael York (Nicholas Jonghelinck) die Figur der Maria; vorgestellt wurde der Film am 23. Januar 2011 beim "Sundance Film Festival" im US-amerikanischen Park City, ein Kinostart in Deutschland ist noch offen. Ebenfalls fertiggestellt ist der mit Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, Kirsten Dunst und Udo Kier prominent besetzte futuristische Katastrophenfilm "Melancholia" des dänischen Filmemachers Lars von Trier. "Melancholia" soll voraussichtlich bei den Filmfestspielen von Cannes (11.22.05.2011) seine Premiere feiern. Vom 28. Januar bis zum 2. März 2011 liefen in London die Dreharbeiten zu dem Film-Noir-Thriller "I, Anna" ihres Sohnes Barnaby Southcombe, auch Hamburg diente danach als Kulisse. Charlotte Rampling spielt in der Adaption des Romans von Elsa Lewin neben Gabriel Bryne die weibliche Hauptrolle, erzählt wird die Geschichte des Kriminalhauptkommissars D.C.I. Bernie Reid (Gabriel Bryne), der sich während den Ermittlungsarbeiten zu einem Mordfall in die mysteriöse Anna Welles (Charlotte Rampling) verliebt. Der von Regisseur Hadi Hajaig realisierte britische Terroristen-Thriller "Cleanskin" (2011) soll ebenfalls demnächst an den Kinostart gehen, in der australischen Produktion "The Eye of the Storm" (2011), Fred Schepisis Verfilmung des Romans "Im Auge des Sturms" von Patrick White, mimt sie neben Geoffrey Rush und Judy Davis eine eine 86-jährige reiche Witwe, die im Sterben liegt. In der Vorbereitungsphase befindet sich Stephen Browns Drama "The Sea" (2011). Verschiedentlich übernahm die Schauspielerin prägnante Rollen in Fernsehproduktionen, so unter anderem als Valérie von Taussig in dem von Axel Corti bzw. Gernot Roll inszenierten Mehrteiler "Radetzkymarsch"1) (1995), gedreht nach dem gleichnamigen Roman1) von Joseph Roth aus dem Jahre 1932. Die deutschen Fernsehzuschauer erlebten sie auch 2004 mit der Rolle der alten Livia und Ehefrau von Augustus (Peter O'Toole) in dem historischen Zweiteiler "Imperium Augustus"1) (Mein Vater der Kaiser) auf dem Bildschirm. Bis heute ist Charlotte Rampling, die am 5. Februar 2011
ihren 65. Geburtstag feierte, eine vielbeschäftigte und gefragte
Leinwanddarstellerin, die auch schon mal Ausflüge in das musikalische Fach
macht. 2002 veröffentlichte sie ein Album mit dem Titel "comme une
femme", auf dem sie französische und englische Lieder aus der Feder von Michel Rivegauche und Jean-Pierre Stora singt.
2003 startete sie auch eine vielbeachtete Theaterkarriere, trat im Pariser
"Théâtre Édouard VII" mit der weiblichen Hauptrolle der Lisa
neben Bernard Giraudeau in dem von Bernard Murat in Szene gesetzten
Zwei-Personenstück "Kleine Eheverbrechen" (Petits crimes conjugaux)
von Éric-Emmanuel Schmitt1) auf.
Im Juni 2004 wurde sie am Londoner "National Theatre" von der Kritik für ihre
brillante Interpretation der reichen und melancholischen Gräfin in Jonathan Kents
Inszenierung des Komödienklassikers "The False Servant" (La Fausse Suivante ou Le Fourbe puni) des
französischen Barockdichters Pierre de Marivaux1) (1688 1763)
gefeiert; das Stück, in einer Neubearbeitung von Martin Crimp, lief erfolgreich
bis Mitte September 2004. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de | Stand März 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Lizenz Foto Charlotte Rampling (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Textbausteine des Kurzportraits
von www.prisma-online.de Englischsprachige Fanseite: www.charlotterampling.net Siehe auch Wikipedia |
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