Filmografie |
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| Little Richard wurde am 5. Dezember 1932 als Richard Wayne Penniman und drittes von zwölf Kindern einer Baptisten1)-Familie im schwarzen Ghetto von Macon1) (Georgia1)) geboren. Er verbrachte seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen, Vater Charles "Bud" Penniman (1910 1952) hielt die Familie mit dem Handel schwarzgebrannten Schnapses über Wasser und soll ermordet worden sein, als Richard noch ein Teenager war. So musste er schon früh zum Lebensunterhalt seiner Mutter Leva Mae (1912 1984) und den Geschwistern sechs Brüder und fünf Schwestern beitragen. "Bereits als Heranwachsender verspürte Little Richard homosexuelle Neigungen, die in seinem familiären Umfeld auf Spott und bei seinem Vater auf Ablehnung stießen." vermerkt Wikipedia. | ||||||
Dies war der Start zu einer unglaublichen Karriere: Im Januar 1956 schaffte "Tutti Frutti" den Sprung die Pop Charts bis auf Platz 17. Little Richards Schlachtruf "A-wop-bop-a-loo-bop-a-wop-bam-boom!" dröhnte aus allen Musicboxen und die Nonsens-Zeile bzw. Lautmalerei sprach der damaligen Teenagergeneration aus der Seele. In Folge erschienen weitere Stücke von dem schrillen Musiker, allein durch sein Outfit machte er auf sich aufmerksam. Seine Auftritte waren "der nackte Wahnsinn", er war bunt und einzigartig, benutzte ausgeflippte Klamotten, Lippenstift und Augen-Make-Up. An seinen Fingern steckten goldene Ringe mit Diamanten besetzt, mit gefletschten Zähnen traktierte er bei seinen Auftritten auch schon mal mit den Füßen das Piano, grinste ins Publikum und kreischte zusammen mit seinen Fans, was das Zeug hielt. Mit Titeln wie "Long Tall Sally"1) (1956) , "Ready Teddy"1) (1956), "Rip It Up" (1956; → Wikipedia (englisch)), "The Girl Can't Help It" (1957; → Wikipedia (englisch)), "Jenny, Jenny" (1957; → Wikipedia (englisch)), "Lucille" (1957; → Wikipedia (englisch)), "Keep A-Knockin'" (1957: → Wikipedia (englisch)), "Good Golly Miss Molly" (1958; → Wikipedia (englisch)) oder "Baby Face"1) (1958) stürmte er die Hitparaden und wurde zu einem der populärsten Rock-Musiker seiner Zeit, nicht nur in den USA. Allein "Long Tall Sally" hielt sich acht Wochen lang auf Platz 1 der Charts. In dieser Zeit trat er unter anderem mit seiner Band auch in den Kinoproduktionen "The Girl Can't Help It"1) (1956, "Schlagerpiraten") und "Don't Knock The Rock" (1956, "Außer Rand und Band 2. Teil"), der Fortsetzung des mit Bill Haley gedrehten Streifens "Rock Around the Clock"1) (1956, "Außer Rand und Band") in Erscheinung → Wikipedia (englisch). Im Herbst 1958 begann Little Richard seinem Kindheitswunsch entsprechend eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Priester der "Siebenten-Tags-Adventisten"1) im "Oakwood Bible College" in Huntsville1) (Alabama1)) und zog sich nach seinem Examen sowie der Priesterweihe 1961 vorerst aus dem Showgeschäft zurück. Doch bereits 1963 war er als Rockmusiker wieder da und trat unter anderem bei einer England-Tournee Mitte 1963 mit den damals noch recht unbekannten "Rolling Stones"1) auf. Ab Mitte der 1970er Jahre nahm er dann vermehrt Platten mit Gospel1)-Songs auf und thematisierte darin seinen Glauben. Neben seinen Auftritten in zahlreichen TV-Shows war er seit den 1980er Jahren zudem wieder öfter auf der Leinwand oder in TV-Produktionen als Schauspieler präsent, zeigte sich unter anderem in der Kinokomödie "Down and Out in Beverly Hills"1) (1986, "Zoff in Beverly Hills") mit dem Part des Orvis Goodnight und sang darin den Titel "Great Gosh A Mighty" (aus seinem Album "Lifetime Friend" → Wikipedia (englisch)), der sowohl in die US-amerikanischen "Billboard Hot 100"1) als auch in die britische Hitparade gelangte und in Deutschland Platz 15 belegte. Man sah ihn beispielsweise auf der Leinwand als Bürgermeister in dem Kinderfilm "Purple People Eater"2) (1988, "Der kleine lila Menschenfresser"; → Wikipedia (englisch)) und im Fernsehen als Friseur Alphonso in dem Fantasy-Film "Goddess of Love"3) (1988, "Die Frau, die vom Himmel fiel"). Den "Old King Cole" mimte er in dem TV-Musical "Mother Goose Rock 'n' Rhyme"1) (1990; → Wikipedia (englisch)), den Mode-Designer Brandon in dem Thriller "Sunset Heat"1) (1992, "Heiße Nächte in L.A."), den Airborne Mustard Lover in der zu vernachlässigenden Krimi-Komödie "The Naked Truth"4) (1992) oder den Präsidenten in der heiteren Geschichte "The Pickle"4) (1993, "Stage Fright Eine Gurke erobert Hollywood"). In etlichen Filmen und TV-Serien spielte er sich selbst bzw. trat als Rockmusiker in Erscheinung wie in der Folge "Columbo and the Murder of a Rock Star"1) (1991, "Tödliche Liebe") aus der mit Peter Falk gedrehten, populären Krimiserie "Columbo" oder in der Action-Komödie "Last Action Hero"1) (1993) mit Arnold Schwarzenegger. Des öfteren übernahm er Episodenrollen in TV-Serien, unter anderem in "Miami Vice"1), "Baywatch"1) oder "NightMan"2). "Zudem stand er als Interviewpartner für filmische Dokumentationen über Rockmusiker zur Verfügung oder spielte sich selbst in Real-Dokumentationen, darunter 1973 in einem Film über Jimi Hendrix und 1998 in "Why Do Fools Fall in Love"1) über Frankie Lymon1)." vermerkt Wikipedia. Eine seiner letzten Arbeiten war der Zeichentrickfilm "Der Schwan mit der Trompete"4) (2001, "The Trumpet Of The Swan"), wo man ihn mit dem Titelsong "Louie, Louie, Louie" hörte → Übersicht Filmografie.
Im Verlaufe seiner Karriere verkaufte der exzentrische Musiker über 30 Millionen Platten und tourte bis vor wenigen Jahren bevorzugt mit anderen Rock-Veteranen erfolgreich durch die Lande. Am 5. Dezember 2002 feierte der selbst ernannte "Architekt" des Rock'n'Roll seinen 70. Geburtstag und gab bekannt, dass er sich nun zur Ruhe setzen wolle; er habe vor, in seinem Heimatstaat Georgia sesshaft werden. Doch so ganz konnte er immer noch nicht von der Bühne lassen, tourte mit seinen Rock-'n'-Roll-Klassikern weltweit durch die Konzertsäle. Rund zehn Jahre später setzte sich der inzwischen über 80-Jährige offensichtlich nach mehrmaliger Ankündigung seines Ausscheidens aus dem Rock-'n-Roll-Geschäft dann doch zur Ruhe. 2013 erklärte der Rock-'n-Roll-Veteran in einem Interview mit der Zeitschrift "Rolling Stone" seinen endgültigen Abschied mit den Worten: "I am done!".
Die letzte Ruhe fand er am 20. Mai 2020 auf dem "Oakwood University Memorial Gardens Cemetery", dem Friedhof seiner ehemaligen theologischen Universität, in Huntsville1) (Alabama) → findagrave.com. Little Richard war nur ein Mal verheiratet, er lernte die Sekretärin Ernestine Harvin im Oktober 1957 bei einer evangelikalen Veranstaltung kennen und ehelichte sie am 12. Juli 1959 im kalifornischen Santa Barbara; die Verbindung endete im Mai 1964 vor dem Scheidungsrichter. Während der kurzen Ehe adoptierte das Paar den eineinhalb Jahre alten Danny Jones, Sohn eines verstorbenen Kirchengemeinde-Mitglieds. Mit Danny, der später oft als einer seiner Bodyguards fungierte, blieb der Künstler stets eng verbunden. |
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Siehe auch die ausführlichen Artikel bei Wikipedia
(deutsch; mit Diskografie) und Wikipedia (englisch) sowie das Kurzportrait bei www.laut.de Fotos bei Wikimedia Commons |
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Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de, 3) wunschliste.de,
4) fimdienst.de Quelle: 5) cinema.de |
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