Shane
Charismatische, geheimnisvolle Einzelgänger sowie der Mythos vom amerikanischen "Wilden Westen" faszinierten sowohl in der Literatur als auch im Film schon immer Leser bzw. Zuschauer. Der 1949 von dem Western-Autor Jack Warner Schaefer (1907 – 1991) veröffentlichte Roman "Shane" erzählt die Geschichte von einem gleichnamigen, ehemaligen Scharfschützen, der sich im späten 19. Jahrhundert auf der Flucht vor Verfolgern, aber auch seiner Vergangenheit befindet. Eines Tages trifft der mysteriöse Fremde auf der kleinen Farm der Starrets im westlichen Wyoming ein, wo ein ständiger Streit zwischen Farmern und Viehzüchtern um ein bestimmtes Tal herrscht. Shane hilft den Farmern, wird ihr Beschützer und zur Vaterfigur für Starrets Sohn, den achtjährigen Joey, der den Fremden für seine Stärke und seinen gekonnten Umgang mit der Waffe bewundert.
 
Regisseur George Stevens verfilmte den Stoff 1951 mit Alan Ladd1)2) mit der Titelrolle, zwei Jahre später hatte der Streifen "Mein großer Freund Shane"1) (Shane) Premiere und geriet zum Kassenschlager; für Alan Ladd bedeutete diese Rolle gleichzeitig der Durchbruch zum Leinwandstar. Auch in der Kinoversion verlässt Shane die Farm der Starrets, Joey (Brandon De Wilde) ruft am Ende des Films "Shane, komm zurück", dreizehn Jahre später sollte sein Wunsch erhört werden.
Im September 1966 flimmerte in den USA die erste Episode der TV-Serie "Shane" über den Bildschirm, der Titelheld wurde von dem noch relativ unbekannten David Carradine gespielt, der später als "Kung Fu" Furore machen sollte. Christopher Shea war der kleine Joey Starett, Jill Ireland verkörperte dessen verwitwete Mutter Marian Starrett, die sich und ihre Farm auch gegen den hinterhältigen Rancher Rufe Ryker (Bert Freed) verteidigen muss. In Shane findet Marian einen Beschützer, Joey ein Idol …
Die ARD zeigte in ihrem Regionalprogramm von der 16-teiligen Westernserie, deren einzelnen Handlungsstränge frei nach der Romanvorlage entstanden waren, ab 1969 zunächst nur sechs synchronisierte Folgen, erst ab März 1990 strahlte "Pro Sieben" alle Episoden aus; danach folgten bis in jüngste Zeit (zuletzt bei "Premiere") mehrfach Wiederholungen.  
 
1) Der Link führt zu Wikipedia
2) Siehe auch das Kurzportrait zu Alan Ladd innerhalb dieser Homepage

Episodenbeschreibung bei www.fernsehserien.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

 

Die Hauptfiguren:
David Carradine … war der geheimnisvolle Shane.
 
Geboren am 8. Dezember 1936 als John Arthur Carradine in Hollywood (Kalifornien),
gestorben am 3. Juni 20091) in Bangkok (Thailand).
 
Kurzbiografie zu David Carradine innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch wikipedia.org sowie www.prisma-online.de

Weitere Filme1) mit David Carradine
 
1) David Carradine wurde am 4. Juni 2009 tot in einem Hotelzimmer in Bangkok aufgefunden; die Todesumstände sind noch nicht endgültig geklärt. Der 72-Jährige sei entweder am Mittwochabend (03.06.2009) oder am Donnerstagmorgen gestorben, sagte ein Sprecher der US-Botschaft in der thailändischen Hauptstadt (Stand: 05.06.2009).

Jill Ireland … spielte die Marian Starrett.
 
Geboren am 24. April 1936 in London,
gestorben am 18. Mai 1990 in Malibu (Kalifornien)
 
Die britische Schauspielerin und Produzentin Jill Ireland hatte ihre Karriere als Tänzerin begonnen, 1955 gab sie ihr Leinwanddebüt mit einer winzigen Rolle in Michael Powells "Fledermaus"-Adaption "Oh… Rosalinda!" (Fledermaus 1955). Nach Auftritten in weiteren Kino- und Fernsehproduktionen ging Jill Ireland Anfang der 60er Jahre nach Hollywood, wo sie sich vor allem in verschiedensten TV-Serien profilierte.
Zusammen mit ihrem Mann David McCallum, den sie 1957 geheiratet hatte, spielte sie beispielsweise in der erfolgreichen Krimi-Serie "The Man From U.N.C.L.E." (Solo für O.N.C.E.L.). Die Scheidung von McCallum erfolgte 1967, ein Jahr später ehelichte Jill Ireland den Hollywoodstar Charles Bronson, mit dem sie in den 70er Jahren verschiedentlich vor der Kamera stand.
Als Jill Ireland 1990 nach mehrjähriger Krankheit ihrem Brustkrebsleiden erlag, hinterließ sie die gemeinsame Tochter Zuleika aus ihrer Ehe mit Charles Bronson sowie zwei Söhne aus ihrer ersten Ehe mit David McCallum. Ein Adoptivsohn, Jason McCallum, war 1989 vermutlich an einer Überdosis Drogen verstorben.
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme1) mit Jill Ireland

1) Der Link führt zur "german.imdb.com".
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