| David Carradine | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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David Carradine kam am 8. Dezember 1936 als ältester Sohn des
renommierten Schauspielers John Carradine1), (1906 1988) in der Filmmetropole
Hollywood zur
Welt und erhielt den Namen John Arthur. Er war der Halbbruder
von Robert Carradine1),
Bruce Carradine und Keith Carradine1),
die
alle auch als Schauspieler tätig waren oder
es noch sind. Nach dem Abschluss der High School und dem College
in New York und Kalifornien beschloss auch er, Schauspieler zu werden und
bewarb sich am "Shakespeare Reportory Theatre" in San Francisco. Er studierte
außerdem am "San Francisco State College" Musik und gab sein Bühnendebüt
in Berkeley mit der Truppe des
"Theatre of the Golden Hind". Anschließend gehörte er mehrere
Jahre den Ensembles bekannter Off-Broadway-Bühnen an. Eine seiner aufregendsten Arbeiten ist sein
"Othello", den er inszenierte und spielte. Nach dem Wehrdienst unterzeichnete er einen Vertrag mit Universal und wurde seit 1963 für diverse Fernsehserien verpflichtet. Der Auftritt in dem TV-Remake des Kinoklassikers "Shane" (siehe Beschreibung innerhalb dieser HP) machten ihn 1966 bekannt immerhin wurde Alan Ladd mit der Titelrolle 1953 zum Kinostar. Der große Durchbruch gelang Carradine 1972 mit der Hauptrolle in der Serie "Kung Fu"1) eine Rolle, die er drei Jahre lang spielte und die ihn berühmt machte und mit der er den Weg in die internationalen Wohnzimmer fand. Carradine mimte den asketischen Kämpfer für die Gerechtigkeit, den Shaolin-Mönch Kwai Chang Caine, der vor den kaiserlichen Häschern in die USA flieht. Heimatlos reist Caine barfuß durch den wilden Westen und hilft anderen Menschen. Wunderschön sind die Rückblenden mit dem jungen Caine und seinem alten blinden Meister im Kloster. Damals beherrschte David Carradine noch keine Kampfkunst, deshalb leben die Kampfszenen von vielen Schnitten. In den Fortsetzungen änderte sich das dann. Interessant ist, dass für die Originalserie war eigentlich Bruce Lee vorgesehen war, doch die amerikanischen Produzenten wollten keinen chinesischen Hauptdarsteller. 1965 gab David Carradine in "Widersteh', wenn du kannst" (Bus Riley's Back in Town) auch sein Kinodebüt. Anfangs auf Rollen als harter Typ abonniert, spielte er bald unter den Regisseuren des "New-Hollywood"-Kinos, meist für den Produzenten Roger Corman. So 1972 in "Boxcar Bertha Die Faust des Rebellen" von Martin Scorsese, mit Barbara Hershey und seinem Vater John Carradine. Geschildert wird der äußerst brutale Kampf einer Eisenbahnermiliz gegen gewerkschaftlich organisierte Arbeiter in den 30er Jahren. Aber Carradine spielt auch andere Rollen wie 1976 in Hal Ashbys "Dieses Land ist mein Land" (Bound for Glory) den Folksänger Woody Guthrie1) (1912 1967). Dem Film liegt die Autobiographie von Guthrie zugrunde.
David Carradine war auch 1976 der Interpret der Lieder in "Cannonball" von Paul Bartel. Da spielte er einen Teilnehmer des verrücktesten und mörderischsten Autorennens der Welt quer durch die USA. In "Das Schlangenei"1) (1977, The Serpent's Egg) von Ingmar Bergman zeigt ihn in der Rolle des jüdischen Trapez-Artisten Abel Rosenberg im Berlin der 30er Jahre. In "Long Riders"1) (1980), Walter Hills Geschichte um die Jesse-James-Bande, bildete er mit seinen Halbbrüdern Keith und Robert eines der drei Brüderpaare und 1982 in "McQuade Der Wolf"1) (Lone Wolf McQuade) mimte er die Rolle des skrupellosen Gang-Führers Rawley Wilkes, einem ehemaligen Karate-Champion, der sich auf illegalen Waffenhandel verlegt hat. Höhepunkt dieses Filmes ist der Showdown zwischen David Carradine und Chuck Norris, zwei Meistern des asiatischen Kampfsports. 1986 bzw. 1992 versuchte er in "Kung Fu Der Film" (Kung Fu: The Movie) und "Kung Fu Im Zeichen des Drachen" (Kung Fu: The Legend Continues) an den Erfolg der TV-Serie anzuknüpfen. Weitere Film-Highlights von David Carradine waren unter anderem die Horrorkomödie "Der Tod im Morgengrauen"2) (1988, Sundown: The Vampire in Retreat), "Ein Vogel auf dem Drahtseil"1) (1990, Bird on a Wire) und "Animal Insticts" (1992, Animal Crimes). In nachhaltiger Erinnerung bleibt Carradine ab Mitte der 80er auch mit der Figur des unsympathischen und brutalen Plantagenbesitzers Justin LaMotte in dem populären Mehrteiler "Fackeln im Sturm"1) (North and South). Ein Großteil der Streifen, in denen Carradine in den letzten Jahrzehnten zu sehen war, sind eher als zweit- oder drittklassig zu bewerten, dennoch war der Schauspieler ein gefragter Darsteller auf der Leinwand bzw. dem Bildschirm, spielte während seiner rund 45-jährigen Filmkarriere in mehr als 220 Produktionen und gehörte zu den meistbeschäftigten Schauspielern Hollywoods. Im neuen Jahrtausend feierte Carradine mit einem grandiosen Auftritt in Quentin Tarantinos zweiteiligem Actionfilm "Kill Bill" (2003: Teil 1 und 2004: Teil 2) an der Seite von Uma Thurman noch einmal ein beachtenswertes Comeback auf der Leinwand und wurde für den "Golden Globe" als "Bester Nebendarsteller" nominiert. Zu seinen jüngeren Arbeiten für das Kino zählte Gregory Mackenzies Regiedebüt "Camille" (2007) sowie die Filmversion von Shakespeares "Richard III." (2007), mit Regisseur Scott Anderson in der Titelrolle und Carradine in der Rolle des Herzogs von Buckingham. Danach folgten Steifen wie "Son of the Dragon" (2007), "How to Rob a Bank" (2007) oder "Hell Ride"1) (2008), man erlebte Carradine als Detective Mike Stone in dem Actionthriller "Last Hour Countdown zur Hölle" (2008) und in "Crank 2" (2009, Crank 2: High Voltage). Am 25. Juni 2009 kommt die Gefängniskomödie "Big Stan" (2007) auch in die deutschen Kinos, Carradine mimt darin, wie sollte es anders sein, einen Kampfkunst-Experten. Im Februar 2009 wurden auf der Berlinale die Teenie-Komödie "My Suicide" (2008) und der Krimi "Absolute Evil" (2009) gezeigt, in denen Carradine jeweils mit einer prägnanten Figur zu sehen ist. Abgedreht hatte er unter anderem den Thriller "Detention" von Regisseut James D.R. Hickox, den Horrorstreifen "The Rain Chronicles" von Douglas Schulze sowie die Actionfilme "Six Days in Paradise" und "Money to Burn". Am 4. Juni 2009 wurde amerikanische Schauspieler tot in einem Hotelzimmer in Bangkok aufgefunden; die Todesumstände konnten nicht endgültig geklärt werden und geben Rätsel auf. Medienberichten zufolge war der Schauspieler mit einer Kordel um den Hals tot in seiner Hotelsuite entdeckt worden, der 72-Jährige sei entweder am Mittwochabend (03.06.2009) oder am Donnerstagmorgen gestorben, sagte ein Sprecher der US-Botschaft in der thailändischen Hauptstadt. Die Polizei schließe neben Selbstmord auch einen Unfall nicht aus, berichteten die Medien, eine endgültige Klärung der Todesumstände solle jedoch die Autopsie ergeben. Berichten zufolge, wollte die Familie von Carradine die US-Bundespolizei FBI einschalten, um den mysteriösen Tod aufklären zu lassen. Anfang Juli 2009 lag das Ergebnis einer zweiten Autopsie vor, Carradine sei durch Ersticken zu Tode gekommen, teilte ein New Yorker Pathologe mit; nähere Umstände für den mysteriösen Tod wurden nicht genannt. Nach Angaben seines Managers hielt sich Carradine zu Dreharbeiten für den Actionfilm "Stretch" von Regisseur Charles De Meaux in Bangkok auf; weitere Filmprojekte wie "Night of the Templar" und "Portland" sollten folgen. Carradine verkörperte in seinen Filmen meist bizarre und extreme Charaktere, sein rätselhafter Tod scheint zu belegen, dass er auch im wahren Leben ein extremer Charakter war. Während seiner langen Filmkarriere gehörte Carradines Liebe immer dem Theater. Er spielte in New York und San Francisco vor allem in Shakespeare-Inszenierungen wie den denkwürdigen "Macbeth". In den 70er Jahren inszenierte er selbst, allerdings ohne großen Anklang, vier Filme. Darüber hinaus war er weiter als leidenschaftlicher Musiker tätig, mehr als 60 Songs verschiedenen Genres hat er komponiert und aufgenommen, er spielte diese in TV-Shows und gab auch Konzerte. Als bildender Künstler machte er sich mit Skulpturen und Gemälden einen Namen, als Schriftsteller schilderte er sein bewegtes Leben in der Autobiografie "Endless Highway" (1995), ein weiteres Werk "Spirit of Shaolin – Eine Kung-Fu-Philosophie" hatte er bereits 1991 veröffentlicht (Deutsche Ausgabe: 2006), "The Kill Bill Diary" publizierte er 2006. Sowohl seine Biografie als auch "The Kill Bill Diary" sind bisher nur im Original erschienen und wurden noch nicht nicht ins Deutsche übersetzt. Darüber hinaus engagierte sich der Amerikaner für den Umweltschutz, setze seine Popularität beispielsweise für den Kampf gegen Robbenjäger und Walfänger ein. Carradine war mehrmals verheiratet: in erster Ehe zwischen 1960 und 1968 mit der Lehrerin und Tänzerin Donna Lee Becht, mit der er die gemeinsame Tochter Calista Mirinda (geb. 1962) hatte; aus seiner Beziehung (1972 bis 1975) zu Barbara Hershey1) stammt Sohn Tom Carradine (geb. 1972). Von 1977 bis 1983 war Linda Gilbert seine Lebenspartnerin, aus dieser Ehe stammt Tochter Kansas Anne (geb. 1978). 1988 gab er Gail Jensen das Ja-Wort, nach knapp acht Jahren Ehe verließ er sie1997 wegen einer Jüngeren. Dabei hatte der Schauspieler seiner Gail viel zu verdanken: Als die Komponistin (sie schrieb die Titelmelodie zu "Ein Colt für alle Fälle") den Film-Helden 1977 kennenlernte, war er ganz unten. Drogenabhängig, pleite, arbeitslos. Carradine hatte sich zu sehr mit seiner Rolle in "Kung Fu" identifiziert: "Ich lebte wie der Bettel-Mönch auf der Straße", schreibt Carradine in seiner Biographie "Endless Highway " . Außerdem hatte er seine Vorliebe für Drogen entdeckt: "Ich nahm jeden Tag LSD." Dazu kam noch die Schadensersatz-Klage der Produzenten des Films "Der Bösewicht". Die machten ihn für den Abbruch von Dreharbeiten verantwortlich, weil Carradine sturzbetrunken vor die Kamera getaumelt war. Seine Rettung war Gail. Die zierliche Blondine wurde seine Managerin, besorgte ihm die Rolle des fiesen "Justin La Motte" in dem TV-Hit "Fackeln im Sturm", brachte den Star von den Drogen weg. Während einer romantischen Italien-Reise heirateten sie schließlich in Rom. "Es ist eine stürmische Ehe, voller Freude und voller Arger und voller Trauer", beschrieb Carradine sein Leben mit Gail. (Quelle: www.berlinonline.de vom 06.12.1995) Am 20. Februar 1998 heiratete der Schauspieler Marina Anderson (auch bekannt als Coco d'Este), die Ehe wurde 2001 geschieden. Zuletzt lebte David Carradine mit seiner fünften Frau Annie Biermann zusammen, die er am 26. Dezember 2004 geheiratet hatte; das Paar wohnte er in einer Villa bei Los Angeles. |
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| 1) der Link führt zu Wikipedia - 2) Der Link führt zu prisma-online.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Offizielle Webpräsenz (englischsprachig): david-carradine.com; siehe auch Wikipedia |
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