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Der Mann mit dem Koffer Man in a Suitcase |
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| Die britische Krimiserie "Man in a suitcase", welche anfangs
schlicht "McGill" hieß, ging am 27. September 1967 mit
der Story "Brainwash" in Großbritannien an den Start und brachte
es dort bis Mitte April auf immerhin 26 Folgen zu meist 45 Minuten. Die ARD
zog relativ schnell nach und begann die deutsche Erstausstrahlung am 6. Dezember 1968 unter
dem Titel "Der Mann mit dem Koffer",
allerdings nicht mit der genannten Pilotsendung, sondern mit "Ein Toter kehrt zurück" (Man from the dead).
Bis Mai 1969 wurden zunächst nur 13 Geschichten ausgestrahlt, erst ab
Januar 1971 kamen, nach den Wiederholungen der ersten Staffel, auch die
restlichen Folgen auf den Bildschirm. Bis in jüngste Zeit gab es bei verschiedenen
Privatsendern Neuauflagen dieses Serien-Oldies, die von einigen Kritikern als
eine der besten Krimi-Reihen des damaligen Fernsehens bezeichnet wird. Protagonist ist der von Richard Bradford gespielte ehemalige CIA-Agent McGill, welcher den Dienst quittieren musste. Fälschlicherweise wird ihm vorgeworfen, einem Wissenschaftler bei der Flucht nach Russland geholfen zu haben, somit gilt er als Verräter. McGill kehrt den USA den Rücken und lässt sich in Großbritannien nieder, um dort den undankbaren und nicht ganz ungefährlichen Job eines Privatdetektivs in eigener Sache auszuüben. Er sieht sich als Opfer einer Intrige, will sich rehabilitieren und stellt Nachforschungen in ganz Europa an, um seine Unschuld zu beweisen. Um einigermaßen Leben zu können, übernimmt er Aufträge und arbeitet für Jeden, der ihn mit 300 bis 500 Dollar pro Woche plus Spesen bezahlen kann, setzt dabei seine Tricks ein, die er beim amerikanischen Geheimdienst in Sachen Spionagebekämpfung gelernt hat. Dabei gerät der "Mann mit dem Koffer" immer wieder in spektakulär-gefährliche Situationen. Der charismatische McGill ist ein Einzelgänger, der im Grunde des Lebens überdrüssig ist; diese Haltung drückt sich in seinem Zynismus ebenso aus wie in seinem ungezügelten Temperament, welches oft zu unerwarteten Gewaltausbrüchen führt. Sein Leben spielt sich nicht wie bei anderen TV-Detektiven in der glanzvollen Öffentlichkeit ab, vielmehr agiert er freudlos am Rande der Gesellschaft. Er lebt in einer schäbigen Mietwohnung, die er öfters wechselt, sein ganzer Besitz bzw. seine ganze Identität passt in einen abgewetzten braunen Koffer, in dem sich auch ein Gewehr befindet. Ähnlich wie "Dr. Kimble" ist er immer auf der Flucht, muss internationale Geheimdienste abschütteln, die ihm wegen seines persönlichen Rachefeldzugs dicht auf den Fersen bleiben. Obwohl er in London lebt, führen ihn seine Abenteuer beispielsweise nach Schottland, Paris, Griechenland, ja sogar nach Afrika. Die für damalige Verhältnisse brutal daherkommende Serie entfachte eine kontroverse Diskussion, wie viel dem Fernsehzuschauer zugemutet werden dürfe in heutigen Zeiten undenkbar. Nicht zuletzt wegen des kraftvollen Spiels des Hauptdarstellers Richard Bradford war die Reihe neben Deutschland auch in anderen Ländern populär; in Frankreich lief sie unter dem Titel "L'Homme A La Valise" und in Spanien als "El Hombre Del Maletin". Die eingängige Titelmusik war vom australischen Komponisten Ron Grainer1) (1922 - 1981) geschrieben worden, von dem unter anderem auch das Titelthema zur Serie "The Prisoner" (1967, "Nummer 6") stammte. Bei uns wurde Richard Bradford von Michael Chevalier synchronisiert, der so berühmten Schauspielern wie Steve McQueen, Charles Bronson, Burt Reynolds oder Dan Blocker in the TV-Serie "Bonanza" seine Stimme lieh. 1) Der Link führt zu Wikipedia Siehe auch www.tvder60er.de; weitere Links bei www.wunschliste.de
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| 1) Der Link führt zur "german.imdb.com". | ||||
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