Claus Wilcke wurde am 12. August 1939 in Bremen geboren. Schon früh entschied er sich, Schauspieler zu werden, nahm entsprechenden Unterricht und ließ sich gleichzeitig im Gesang ausbilden. Nach der staatlichen Abschlussprüfung als Schauspieler in Hamburg gab Wilcke sein Bühnendebüt  bei Albert Lippert1) (1901 – 1978) am Bremer Theater, dessen Ensemble er vier Jahre lang angehörte. Weitere Stationen seiner Bühnentätigkeit wurden unter anderem das Staatstheater Oldenburg, die Bühnen der Hansestadt Lübeck, in München die "Kammerspiele" und die "Kleine Komödie" sowie die "Kleine Komödie" in Hamburg – um nur einiges zu nennen. Wilcke glänzte in vielen populären Stücken des heiteren Fachs, so spielte er rund 600 Mal in der Komödie "Irma la Douce".

Ab Ende der 1950er Jahre war er dann auch für den Film aktiv. Erstmalig zeigte er sich 1958 mit der Hauptrolle des Vorstadt-Casanovas Nicki Montag in Alfred Vohrers Unterhaltungsstreifen "Meine 99 Bräute"1)  auf der Leinwand, ein Jahr später folgte die Rolle des Rudi in dem Krimi "Am Tag, als der Regen kam"1). In dem Krimi-Drama "Verbrechen nach Schulschluss"1) agierte er 1959 als Günther "Bimbo" Steppe, 1960 sah man ihn als Bastian in "Lampenfieber" sowie als Bernd Faber in dem Melodram "Mit 17 weint man nicht"1) und auch in der Knittel-Adaption "Via Mala"1) (1961) hatte der attraktive junge Mann einen kleinen Part.
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Claus Wilcke
In den 1960er Jahren spielte Wilcke verschiedenste Rollen in diversen weiteren Kinofilmen, doch ungeheure Popularität erlangte er dann ab 1968 mit der Titelrolle des draufgängerischen Millionärs in der TV-Serie "Percy Stuart"2); vier Jahre lang lief die Erfolgsserie im ZDF, danach sah man den Schauspieler immer wieder mal in beliebten Serien wie "Dem Täter auf der Spur", "St. Pauli Landungsbrücken", "Männer vom K3" oder "Sylter Geschichten". In letzter Zeit erlebten ihn die Fernsehzuschauer unter anderem 2002 in einer Folge von "Polizeiruf 110", er agierte in der Pilcher-Episode "Dem Himmel so nah" (2004), bei "Pfarrer Braun" (2004) in der Folge "Bruder Mord" und 2006 hatte einen Auftritt in der Komödie "Goldene Zeiten"1). Wilcke stand für den Streifen "Schiri im Abseits"3) (2007) vor der Kinokamera, Gastauftritte in den TV-Serien "Unser Charly" (2007), "In aller Freundschaft" (2009) sowie "Da kommt Kalle" (2009) schlossen sich an. Seit 2011 bzw. Folge 3867 war er als Monseńor Mateo in der ARD-Telenovela "Verbotene Liebe"1) zu sehen, mit der Episode 3999 stieg Wilcke 2012 wieder aus.
Claus Wilcke mit Daniela Ziegler in Rolf Hochhuths Stück "Juristen" Während seiner gesamten Film- und Fernsehkarriere blieb Claus Wilcke immer der Bühne treu, spielte beispielsweise in Frankfurt/M. und Bochum und ist auch heute ein vielbeschäftigter Darsteller in verschiedensten Boulevardstücken wie beispielsweise jüngst in der Krimikomödie "Ein Mords-Sonntag". Seit Mitte März 2008 spielte er in Düsseldorf am "Theater an der Kö" in Marcel Mithois' temporeichen, kurzweiligen Pariser Gesellschaftskomödie "Frühling im September" und war dort bis 11. Mai 2008 zu bewundern. Wilcke zieht an der Seite so beliebter Kollegen wie Christiane Krüger und Markus Bader (auch Regie) einmal mehr alle Register seines komödiantischen Könnens und glänzt als der in die Jahre gekommene Architekt und Lebemann Gérard, der eifersüchtig und manchmal fast etwas tollpatschig zum betrogenen Betrüger wird.
 
Links:
Claus Wilcke mit Daniela Ziegler in Rolf Hochhuths Stück "Juristen"
(Ernst Deutsch-Theater, Hamburg, 12.02.1980)
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Danach tourte der engagierte Schauspieler zur Spielzeit 2008/2009 mit Moličres "Der eingebildete Kranke" durch ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz, begeisterte als "Monsieur Argan" das Publikum. Ab Anfang September 2009 war er als Professor in "Cocktail für eine Leiche", einem Kriminalstück des englischen Schriftstellers Patrick Hamilton (1904 – 1962), im Schlosstheater Neuwied sowie im "Kleinen Theater" in Bad Godesberg zu sehen, eine Tournee durch weitere Orte schlossen sich an. Bereits Ende der 1940er Jahre inszenierte Gruselmeister Alfred Hitchcock die spannende Geschichte für die Leinwand, in "Rope" (1948, Cocktail für eine Leiche1)) mimte kein geringerer als James Stewart den Lehrer Rupert Cadell.
2012 gelangte die von Wilcke inszenierte Komödie "Liebe, Lügen, Lampenfieber" von Josiane Balasco zur Wiederaufnahme und wurde unter anderem Mitte Oktober 2012 im Wuppertaler "Kammerspielchen" gezeigt; neben Wilcke in der männlichen Hauptrolle des cholerischen Hugo zeigte sich Marina Welsch. Seit Ende April 2013 folgt in den "Kammerspielchen" mit der witzigen Geschichte "Mit 70 hat Man(n) noch Träume" eine weitere von Wilcke in Szene gesetzte Komödie, in der er den agilen Hans mimt, der von seinen Kindern in ein Altenheim abgeschoben wird → www.theater-kammerspielchen.de.
Außerdem war und ist der Schauspieler als gefragter Synchronsprecher tätig, lieh unter anderem so berühmten Stars wie Elvis Presley, Omar Sharif ("Lawrence von Arabien"), George Hamilton und Michael Landon ("Unsere kleine Farm") seine Stimme. Hinzu kamen zahlreiche Rollen in Audio-Produktionen wie beispielsweise der "Julius" in der Reihe "Hui-Buh" sowie in verschiedenen Karl-May-Hörspielen.
 

Claus Wilcke, fotografiert von dem britischen Fotografen
Stuart Mentiply (www.mentiply.de)
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons / Urheber: Stuart Mentiply, Wolfsburg
Veröffentlicht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2
Weiteres zur Veröffentlichungs-Lizenz siehe hier

Claus Wilcke, fotografiert von dem britischen Fotografen Stuart Mentiply; Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Seit rund zehn Jahren war der Schauspieler in dritter Ehe mit seiner vierzig Jahre jüngeren Frau Janine verheiratet; das Paar lebte in der kleinen Ortschaft Hausen vor den Toren Rothenburgs ob der Tauber. Schon Ende 2008 ging durch die Medien, dass die Ehe zerbrochen sei und das Paar sich getrennt habe, im Juli 2009 erfolgte die Scheidung. Wilckes inzwischen erwachsenen Kinder Nicolas Böll1) und Alexandra Wilcke1) aus einer früheren Ehe haben ebenfalls den Schauspielerberuf ergriffen.
Am 12. August 2009 wurde der beliebte Schauspieler und ewige "Percy Stuart" 70 Jahre alt, ließ die Presse anlässlich seines runden Geburtstages wissen, dass er seine neue, ebenfalls wesentlich jüngere Freundin Beate Eckhardt recht bald heiraten wolle. Wenige Monate später, Ende Januar 2010, fand dann die Hochzeit statt.
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) filmportal.de Stand April 2014
Lizenz Foto Claus Wilcke (Urheber: Stuart Mentiply, Wolfsburg):
Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext.
Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Siehe auch Wikipedia
   
Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, filmportal.de)
Um zur Seite der Leinwandstars zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de