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Als "Jane West" schrieb sie in den 20er Jahren zahlreiche, meist umstrittene Broadway-Bühnenstücke, darunter "Sex" (1926), das ihr wegen "Obszönität auf der Bühne" einen mehrtägigen Aufenthalt im Gefängnis bescherte. Früh setzte sie sich auch für die Rechte von Homosexuellen ein, unter anderem in ihrem zweiten Bühnenstück "Drag", das wegen expliziten Inhalts vom Broadway verbannt wurde und in New Jersey aufgeführt werden musste (Quelle: Wikipedia). "Drag", das die Probleme eines Homosexuellen thematisierte, hatte sie dem deutschen Karl Heinrich Ulrichs (1825 1895) gewidmet, der schon früh die "Liebe zum eigenen Geschlecht" propagiert und 1867 auf dem Deutschen Juristentag die Abschaffung aller gegen Homosexuelle gerichteten Paragraphen gefordert hatte. Weitere Stücke von Mae West waren unter anderem "The Wicked Age", "Pleasure Man" und "The Constant Sinner", 1933 entstand "Diamond Lil" über eine feurige, leichtlebige Dame Ende des ausgehenden 19. Jahrhunderts, mit dem sie am Broadway zwei Jahre lang riesigen Erfolg hatte. Erst mit knapp 40 Jahren startete Mae West ihre Hollywood-Karriere
als Leinwanddarstellerin; ihre erste Filmrolle bekam sie in dem Streifen "Night After Night" (1932)
von der "Paramount Pictures Corporation". Ein Jahr später spielte
sie neben Cary Grant die Hauptrolle in dem von ihr nach dem Stück
"Diamond Lil" verfassten Film
"Sie tat ihm unrecht"1) (1933, She Done Him Wrong), mimte die
Nachtklub- Besitzerin Lady Lou und erhielt eine Oscar-Nominierung. "Ich bin keineswegs ein kleines Mädchen aus einer Kleinstadt, das sich die
Großstadt erobern will. Ich bin ein großes Mädchen aus der Großstadt, das sich eine Kleinstadt
erobert", kommentierte sie selbstbewusst ihren Durchbruch in Hollywood.
Ihre Rollennamen "Lady Lou", "Frisco-Doll",
"Mademoiselle Fifi" oder "Flower Belle Lee" sprachen für sich.
In hautengen Kleidern aus Samt und Seide, mit Federboas und Riesenhüten spielte
die Filmdiva häufig die Rolle der lasziven Verführerin. Dabei beherrschte sie
perfekt die Inszenierung des Körperlichen durch Licht, Kleidung, Gesten und
Bewegung und bewies ihr komisches Talent. Mae West zog das Publikum, vor allem
die prüde Männerwelt in die Lichtspielhäuser. Filme wie "Ich bin kein Engel" (1933, I'm No Angel),
die Geschichte von "Mademoiselle Fifi", einer
Art weiblichen Robin-Hood-Figur und ihrer Musketiere (erneut mit Cary Grant),
"Die Schöne der Neunziger" (1934, Belle of the Nineties), "Klondike Annie" (1936)
oder "Auf in den Westen" (1936, Go West Young Man) waren
Kassenschlager und retteten die "Paramount"-Studios vor dem Bankrott. Die üppige Blondine verkörperte den lebenslustigen, leicht
aggressiven Vamp als Kontrast zur prüden amerikanischen Gesellschaft. Tabus akzeptierte
sie nicht, mit Zensoren und Frauenvereinen
stand sie stets auf Kriegsfuß, dennoch verdiente sie 1935 das zweitgrößte
Privateinkommen, direkt nach dem Zeitungszar William E. Hearst.
Denn Mae West, neben Theda Bara und Jean Harlow "der"
Vamp des amerikanischen Kinos,
war ein Kassenmagnet, gewiefte Geschäftsfrau und einfallreiche Autorin.
Sie selbst bezeichnete sich als die größte Leinwandpersönlichkeit seit Rudolpho Valentino, die
Amerikaner nannten sie respektlos die "Statue of Libido" und die
amerikanischen Fernsehausstrahlungen ihrer Filme aus den 30er, 40er Jahren
brachten bis ins hohe Alter Fan-Post von 200 Briefen pro Woche. Neben Buchausgaben ihrer Stücke veröffentlichte sie 1959 ihre Memoiren
"Goodness Had Nothing to Do With It" und 1967 "The Wit and
Wisdom of Mae West". Von Emily Wortis Leider stammt das umfassende,
reich illustrierte Buch "Mae West. I'm no Angel. Eine
Biographie", Michael Bavar publizierte im Heyne Verlag "Mae
West. Ihre Filme Ihr Leben". |
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für freie Dokumentation verfügbar. Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) Wikipedia (englisch) |
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