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In dem von Vilsmaier inszenierten Trümmerfilm "Rama dama"1) (1991) war Werner Stocker erneut ihr Partner und Dana Vávrová glänzte einmal mehr als bayrische Überlebenskünstlerin. Von der Presse wurden Dana Vávrová und Werner Stocker inzwischen als "Traumpaar" gefeiert, in Radu Gabreas nicht ganz so erfolgreichen tragischen Romanze "Rosenemil"3) (1993) konnte man beide letztmalig zusammen erleben Werner Stocker starb am 27. Mai 1993 erst 38-jährig an den Folgen eines Gehirntumors. Nach Götz Spielmanns Thriller "Der Nachbar" (1993) stand Dana Vávrová wieder für ihren Mann Joseph Vilsmaier vor der Kinokamera, mimte in dem Anti-Kriegsfilm "Stalingrad"1) (1993) die Russin Irina, die zeitweilig mit den deutschen Feinden kooperiert. Zwei Jahre später folgte die Rolle der "Dorfschönen" Elsbeth in der historisierenden Romanverfilmung "Schlafes Bruder"1) (1995) nach dem gleichnamigen Romans des österreichischen Schriftstellers Robert Schneider, an der Seite von André Eisermann und Ben Becker. In Vilsmaiers preisgekröntem Streifen "Comedian Harmonists"1) (1997) spielte sie die Ehefrau des "Comedian Harmonists"-Mitglieds Erwin Bootz (Kai Wiesinger), weitere gemeinsame Arbeiten waren der TV-Film "August der Glückliche" (2001), die Adalbert Stifter-Adaption "Bergkristall"1) (2004) sowie zuletzt das zweiteilige TV-Drama "Die Gustloff"1) (2008). Aber auch mit anderen Filmemachern zeigte Dana Vávrová ihre schauspielerische Dominanz, beispielsweise besetzte sie Stefan Bretz in seiner amüsant-liebenswerten Filmkomödie "Grenzverkehr"1) (2005), für Regisseur Bodo Fürneisen drehte sie den heiteren TV-Film "Ein Hauptgewinn für Papa" (2006), René Sydow und Daniel Hedfeld gaben ihr die Rolle der Christiane Reitz in dem gesellschaftskritischen Film "Lamento"1) (2006). Zur der mehr als 40 Produktionen umfassenden Filmografie zählen "Pan Tau Der Film" (1987), TV-Dramen wie Peter Lehners "Die Beichte" (1996) und Vivian Naefes "Raus ins Leben" (2002), aber auch mehrfache Gastauftritte in verschiedenen beliebten Krimi-Reihen wie "Tatort", "Polizeiruf 110" und "Der Alte". Dana Vávrová, die zwischen 1981 und 1985 eine Ausbildung am Prager Konservatorium absolviert hatte, machte sich nicht nur vor der Kamera einen Namen, mehrfach führte sie selbst Regie. So erstmals mit dem Dokumentarfilm über den Musiker Hubert von Goisern "Wia die Zeit vergeht", nach "Hunger Sehnsucht nach Liebe" (1996, auch Drehbuch) einem Film über eine junge Frau mit Essstörungen inszenierte sie drei Jahre später den Kinderfilm "Der Bär ist los!" (1999), in dem auch ihre drei Töchter mitspielten. Nachdem Regisseur Joseph Vilsmaier bei den Dreharbeiten verunglückt war, führte Dana Vávrová das ambitionierte Holocaust-Drama "Der letzte Zug"1) (2006) zu Ende, mit dem das ergreifend-brutale Schicksal einiger Berliner Juden thematisiert wird, die im April 1943 mit der Eisenbahn nach Auschwitz deportiert wurden. Das Drama wurde beim Bayerischen Filmpreis 2007 mit dem "Spezialpreis der Jury" ausgezeichnet. Dana Vávrová erlag am 5. Februar 2009 erst 41-jährig nach langer schwerer Krankheit in München ihrem Krebsleiden. Sie hinterließ ihren Ehemann Joseph Vilsmaier sowie die drei gemeinsamen Töchter Janina (geb. 1986), Theresa1) (geb. 1989) und Josefina1) (geb. 1992); alle drei Töchter haben ebenfalls schon reichlich Kameraerfahrung und sind auch in verschiedenen Kinofilmen ihres Vaters aufgetreten. Neben den erwähnten Auszeichnungen erhielt Dana Vávrová 1989 den "Deutschen Darstellerpreis"1) ("Chaplin-Schuh") des Bundesverbandes deutscher Film- und Fernsehregisseure e. V. als "Beste Nachwuchsschauspielerin", außerdem war sie Trägerin des "Bundesverdienstkreuzes". Die F.A.Z. schrieb in einem Nachruf unter anderem: Dana Vávrová als Jungbäuerin in Niederbayern das Experiment gelang und trug ihr den Bayerischen und den Deutschen Filmpreis ein. "Rama Dama", "Stalingrad" und "Schlafes Bruder" allesamt unter der Regie Vilsmeiers, festigten ihren Ruf als präzise Schauspielerin, der das Paradoxon gelang, trotz ihrer zerbrechlichen Ausstrahlung gleichsam urwüchsige Gestalten, Frauen von Stand und Charakter zu zeichnen. Der Festlegung entging sie dank Fernsehrollen, in denen sie in zeitgenössischen Rollen auch als grande dame oder Luder glänzte, immer diskret und doch ihrer weitgefächerten Mittel bewusst. Als eine ihrer letzten Rollen blieb die der entkräfteten Flüchtlingsfrau in "Die Gustloff" im Gedächtnis; sie wirkte über ihre Jahre hinaus gereift, ausgemergelt, am Ende allen Hoffens. |
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| Link: 1) Wikipedia 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) prisma.de | ||
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Siehe auch Wikipedia,
www.prisma-online.de Filmografie bei www.imdb.com |
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