| Sepp Rist | ||||
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Sepp Rist wurde am 24. Februar 1900 in Hindelang (Allgäu) geboren. nach
seiner Schulausbildung war er unter anderem Leiter der Polizeifunkstelle in Nürnberg,
außerdem arbeitete der exzellente Skifahrer als Bergsteiger. Ende der 20er Jahre wurde der
Naturbursche für den Film entdeckt, der Regisseur und
Pionier des Bergfilms Dr. Arnold Fanck1) (1889 1974) gab ihm an der Seite von
Leni Riefenstahl2)
(1902 2003) eine Hauptrolle in dem Bergdrama "Stürme über dem Mont Blanc"1),
einem Streifen mit imposanten Naturaufnahmen, der zunächst als Stummfilm
gedreht und später im Studio nachsynchronisiert wurde. Rist mimte den
Meteorologen Hannes, der auf einer Wetterstation in 4.400 Meter Höhe auf
dem Montblanc arbeitet. Während der Sturm über dem Berg tobt, versucht er
über den Gletscher ins Tal zu gelangen. Halb erfroren in seine Hütte zurückgekehrt,
wird er von dem Mädchen Hella (Leni Riefenstahl), welches ihn liebt, und einem
Sportflieger (Ernst Udet) gerettet. Eine weitere Zusammenarbeit mit Arnold Fanck und Leni Riefenstahl ergab sich in Rists zweitem Film, dem Abenteuer "SOS Eisberg"1) (1933); hier mimte er den Expeditionsleiter Dr. Johannes Brand, der einen verschollenen Professor (Gustav Diessl) im ewigen Eis Grönlands sucht. Der Film schildert die dramatischen Versuche der Rettung des vermissten Polarforschers, der schließlich auf einem auseinderbrechenden Eisberg gefunden wird. Die dramatische Rettungsaktion mit Hilfe der Sportfliegerin und Ehefrau des Vermissten Hella Lorenz (Leni Riefenstahl) ist zunächst erfolglos ; siehe auch Filmbeschreibung der Murnau-Stiftung. "Der Film wurde im Rahmen der "Universal-Dr. Fanck-Grönlandexpedition" unter schwierigsten Bedingungen an der Nordwest-Küste Grönlands gedreht. In Co-Produktion mit der Universal Pictures entstand unter der gemeinsamen Regie mit Tay Garnett eine leicht veränderte amerikanische Fassung des Films. Die Expedition hielt sich über fünf Monate in einem Zeltlager in der Nähe des Eskimodorfes Umanak auf. Begleitet wurde die Expedition vom dänischen Polarforscher Knud Rasmussen, sowie von den deutschen Wissenschaftlern Dr. Fritz Loewe und Dr. Ernst Sorge. Eine Erlaubnis zum Aufenthalt in Grönland war zur damaligen Zeit nur für wissenschaftliche Expeditionen möglich."2) In weiteren abenteuerlichen Kinoproduktionen wie "Der Springer von Pontresina"3) (1934) und "Die Reiter von Deutsch-Ostafrika"1) (1934) oder in Streifen wie dem propagandistischem Krimi "Verräter"3) (1936) oder dem Liebesfilm "Der Fall Rainer"3) (1942) bedienten sich die Filmemacher des athletischen Mannes mit dem gebräunten und wettergegerbten Gesicht. Rist mimte Jäger wie in der Ebner-Eschenbach-Adaption "Krambambuli" (1940) oder dem Heimat-Drama "Die Geierwally"3) (1940, mit Heidemarie Hatheyer), trat bis Kriegsende in Produktionen wie Kurt Hoffmanns Komödie "Kohlhiesels Töchter"3) (1943, mit Heli Finkenzeller), Werner Klinglers "Titanic"-Drama1) (1943) oder der Heimat-Schmonzette "Der Erbförster" (1945) auf. Auch im deutschen Nachkriegsfilm fand Sepp Rist seinen Platz in zahlreichen Heimatfilmen. Wieder waren es Jäger, Förster, Dorfwirte, Großbauern oder auch schon mal Landpfarrer, denen er Kontur verlieh. Zu nennen sind etwa "Der Herrgottschnitzer von Ammergau" (1952), "Das Dorf unterm Himmel" (1953), "Die Magd von Heiligenblut" (1956), "Der Adler vom Velsatal" (1957) oder "Wer die Heimat liebt" (1957). In den 60er Jahren zog sich der Schauspieler mehr und mehr vom Filmgeschäft zurück, zu seinen letzten Arbeiten für das Kino zählen kleine Rollen in den Ganghofer-Verfilmungen "Schloß Hubertus"1) (1973) und "Der Jäger von Fall"1) (1974). Im Fernsehen sah man Sepp Rist ab Mitte der 1960er Jahre sporadisch in einigen populären Krimi-Serien wie "Die Fünfte Kolonne", "Alarm in den Bergen" und "Der Kommissar", beim "Königlich Bayerisches Amtsgericht" trat er in den Folgen "Das Bienenhaus" (1970) und "Der Erbonkel" (1971) auf. Sepp Rist starb am 11. Dezember 1980 mit 80 Jahren im bayerischen Röthenbach; seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof seiner Geburtsgemeinde in Bad Hindelang. Das Grab ist jedoch nicht mehr existent, lediglich eine Gedenktafel erinnert an den einstigen Leinwandstar. Der Schauspieler war mit seiner Kollegin Carla Rust1) (1908 1977) verheiratet. |
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Link: 1) Wikipedia, 3) Murnau-Stiftung 2) Quelle: www.helmut-schmidt-online.de |
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Siehe auch Wikipedia,
www.cyranos.ch; Fotos bei www.virtual-history.com |
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