Ferdinand Dux
Der am 21. Februar 1920 in Thale (Harz) geborene Schauspieler Ferdinand Dux war den Zuschauern vor allem durch zahlreiche Rollen in erfolgreichen Fernsehproduktionen bekannt geworden. Bevor er zum Film- und TV-Star avancierte, hatte er an verschiedensten deutschsprachigen Bühnen Theater gespielt, so unter anderem in Magdeburg, Flensburg, Schwerin, Bremerhaven und Essen. Seit Mitte der 1960er Jahre agierte Dux mit prägnanten Nebenrollen in populären Krimi-Reihen wie "Sonderdezernat K1", "Der Alte", "Großstadtrevier", "Polizeistation" oder "Tatort ", meist mimte er liebenswerte, manchmal grummelnde, bodenständige Senioren – oft gepaart mit einer gehörigen Portion Humor.
Man sah ihn in zahllosen unterhaltsamen TV-Serien, beispielsweise in "St. Pauli Landungsbrücken", "Finkenwerder Geschichten", "Engels & Consorten", "Der Mond scheint auch für Untermieter", "Bruder Esel", "Heimatgeschichten", "Die Schule am See", "So ein Zirkus", "Unser Charly", "Ein Bayer auf Rügen", "CityExpress", "Traumschiff", "Für alle Fälle Stefanie", und und und…
  
In nachhaltiger Erinnerung bleiben auch seine Auftritte in der "Sesamstraße", in der Ferdinand Dux ab 1973 sieben Jahre als "Opa Brass" nicht nur Kinder erfreute. In Felix Mitterers preisgekrönten, vierteiligen Satire rund um die Berliner Familie Sattmann, die in "Die Piefke-Saga"1) (1990) Jahr für Jahr ins Zillertal fährt, mimte er den Opa Sattmann, Dieter Wedel besetzte ihn als Bellheim sr. in seinem Erfolgs-Mehrteiler "Der Große Bellheim"1) (1993). Man erlebte Ferdinand Dux unter anderem auch in der Komödie "Austernexpreß" (1995), der Pilcher-Verfilmung "Eine besondere Liebe" (1996), einen pensionierten Kapitän gab er in dem Drama "Guppies zum Tee" (1997) an der Seite von Inge Meysel. Seine Paraderolle, einen kauzigen Opa, spielte er auch in der turbulenten Komödie "Zum Glück verrückt – Eine unschlagbare Familie" (2001) mit Fritz Wepper und Angelika Milster, ebenso wie in dem Zweiteiler "Hilfe, ich bin Millionär" (2003) mit Sigmar Solbach.

Als Synchronsprecher arbeitete Ferdinand Dux nur sporadisch, so lieh er in "Kommando Störtebeker", dem Kinoabenteuer von Otto Waalkes Ottifanten-Familie Bommel, dem Opa Bommel seine Stimme. Auf der Leinwand selbst erlebte man den Schauspieler zuletzt in Almut Gettos preisgekröntem Debütwerk "Fickende Fische"1) (2002) – natürlich als schrulligen Opa.
Darüber hinaus wirkte der Schauspieler an interessanten Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mit, so sprach er in den erfolgreichen "TKKG-Serien", in etlichen Märchen und Edgar Wallace-Serien.

Ferdinand Dux starb am 23. Oktober 2009 im Alter von 89 Jahren in Bremerhaven; seine letzte Ruhe fand er auf dem Ev.- Luth. Friedhof in Schiffdorf bei Bremerhaven → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Seit 1957 war der Schauspieler, den nicht nur Kollegen als warmherzigen und humorvollen Menschen erlebt haben, mit der Ballettmeisterin Gudrun Kreutzberger verheiratet. Diese war 1968 Chefin des Balletts am Stadttheater Bremerhaven geworden, eine Funktion, welche sie 25 Jahre lang erfolgreich ausübte.
 
Link: 1) Wikipedia
Siehe auch Wikipedia sowie den Nachruf bei www.tagesspiegel.de
Filmografie bei der Internet Movie Database
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