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Die Begegnung mit dem italienischen Regisseur Sergio Leone war der Auslöser für seine zweite, sensationell erfolgreiche Filmkarriere. Sergio Leone holte den "preiswerten" Fernsehstar 1964 nach Europa, um mit ihm den Italowestern zu kreieren. Er bot ihm die Hauptrolle in "Für eine Handvoll Dollar" (Per un pugno di dollari) an, Auftakt seiner heute als Klassiker geltenden "Dollar-Trilogie". Mit diesem Film, der in Europa ein Kassenknüller wurde, etablierte Leone ein neues Genre; einer der Wegbereiter für Italowestern- Siegeszug war Clint Eastwood in der Rolle des harten, zynischen "Law and order"-Helden. Das erfolgreiche Duo drehte 1965 "Für ein paar Dollar mehr"1) (siehe auch Wikipedia) und im Jahr darauf "Zwei glorreiche Halunken" (Il buono, il brutto, il cattivo) Eastwood wurde der "Mann ohne Namen". In kurzer Folge drehte er in Europa weitere Erfolge wie "Hängt ihn höher"1) (1968, Hang 'em High2)), "Coogans großer Bluff"1) (1968, Coogan's Bluff2)), "Agenten sterben einsam"2) (1968, Where Eagles Dare), "Westwärts zieht der Wind"2) (1969, Paint Your Wagon), "Ein Fressen für die Geier"1) (1969, Two Mules For Sister Sarah2)) oder "Stoßtrupp Gold"1) (1970, Kelly's Heroes2)).
Zurück in den USA gründete Eastwood 1969 seine eigene Filmfirma, die "Malpaso Productions" und startete 1971 mit dem Film "Sadistico"1) (Play Misty for Me2)) seine erfolgreiche Regie-Karriere. Außerdem begann für Eastwood eine mehrjährige, äußerst fruchtbare Zusammenarbeit mit Regisseur und Action-Profi Don Siegel. Mit dem legendären "Dirty Harry"1) (Dirty Harry2)) schuf für Eastwood 1971 zum zweiten Mal einen weltweit bekannten Leinwandcharakter und definitiven Anti-Helden der 70er-Jahre. Im Mittelpunkt von "Dirty Harry" steht Inspektor Harry Callahan, bewaffnet mit einer 44er Magnum. Ein Mann, der im Auftrag von Recht und Ordnung nach der Devise handelt: Töten oder getötet werden. Ein neuer Mythos war geboren. Der stoppelbärtige Westernheld agierte nun im Dschungel der Großstadt. Zu dieser Zeit begann auch die Zusammenarbeit mit Warner Broshers als Verleihfirma. Mit Filmen wie "Sinola" (1972, Joe Kidd), "Ein Fremder ohne Namen"2) (1973, High Plains Drifter) oder "Den letzten beißen die Hunde" (1973, Thunderbolt and Lightfoot) eroberte Eastwood sich ein noch größeres Publikum. Bis Ende der 80er folgten Kassenschlager wie "Der Texaner"1) (1975, The Outlaw Josey Wales2)), "Flucht von Alcatraz"1) (1979, Escape from Alcatraz2)), "Firefox"2) (1981), "Dirty Harry kommt zurück"2) (1983, Sudden Impact), "Der Wolf hetzt die Meute"1) (1984, Tightrope2)), "Pale Rider Der namenlose Reiter"2) (1985, Pale Rider), "Heartbreak Ridge"2) (1986) und "Das Todesspiel" (1988, The Dead Pool). Für sein Porträt des schwarzen Jazzmusikers Charly "Bird" Parker wurde Eastwood, der in zahlreichen Erfolgsfilmen die Hauptrolle spielte, 1989 in Cannes ausgezeichnet. "Erbarmungslos"1) (Unforgiven2)) war 1992 sein zehnter Western und seine 36. Spielfilm-Hauptrolle, die zu Eastwoods größtem Erfolg bei Kritik und Publikum gleichermaßen wurde. Die Einspielergebnisse lagen bei über 100 Millionen Dollar, der Film erhielt vier Oscars, unter anderem als "Bester Film" und für die "Beste Regie", sowie 10 Oscar-Nominierungen, auch. für Clint Eastwood als Schauspieler zum ersten Mal in seiner Karriere.
Bei der 77. Oscarverleihung am 28. Februar 2005 räumte Clint Eastwood dann richtig ab: "Million Dollar Baby" erhielt die begehrte Trophäe für den "Besten Film" und die "Beste Regie" und damit ist Eastwood der älteste Regisseur, der je diesen Preis gewann; Hilary Swank bekam den "Oscar" als "Beste Darstellerin", Morgan Freeman als "Bester Darsteller einer Nebenrolle". Zu seinen jüngeren Regiearbeiten zählt das Kriegsdrama "Flags of Our Fathers"2) (2006) sowie der Kriegsfilm "Letters from Iwo Jima"2) (2006), welcher das Pendant zu "Flags of Our Fathers darstellt. "Flags of Our Fathers" kam im Januar 2007 in die deutschen Kinos und wurde schon im Vorfeld von den Kritikern hoch gelobt. "Letters from Iwo Jima" folgte Ende Februar 2007 und wurde von Eastwood konsequent mit japanischen Schauspielern und in japanischer Sprache umgesetzt. Die Produktion wurde als "Bester Film" für den "Oscar" nominiert. (Quelle: www.whoswho.de) 2008 stellte Eastwood den Mysterythriller "Changeling"2) (Der fremde Sohn) mit Angelina Jolie und Michael Kelly in den Hauptrollen vor, basierend auf dem wahren Fall des sogenannten "Wineville Chicken"-Mörders Gordon Northcott2) (1906 1930), gespielt von Jason Butler Harner. Der Film konkurrierte bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2008 erfolglos um die "Goldene Palme". Regisseur Clint Eastwood wurde gemeinsam mit der französischen Schauspielerin Catherine Deneuve ("Un conte de Noël") mit einem Spezialpreis der Wettbewerbsjury geehrt. Der Film wurde dreifach für die Oscarverleihung 2009 nominiert, darunter Angelina Jolie in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin".3) In seinem Film "Gran Torino"2) (2008) hat er wieder selbst eine Hauptrolle übernommen und spielt einmal mehr meisterlich den ehemaligen Ford-Mitarbeiter und Koreakriegsveteranen Walt Kowalski, dessen Weltbild von rassistischen Vorurteilen geprägt ist. Eastwood kommt in dem Sozial-Drama als eigenbrötlerischer Grantler daher, gibt den verwitweten Zyniker und Menschenfeind Kowalski, grandios, erinnert dabei bisweilen an einen gealterten "Dirty Harry". Christian Buß schreibt in DER SPIEGEL unter anderem: "Hart an der Karikatur verkörpert Clint Eastwood in "Gran Torino" eine Art hoch verdichtete Rächerfigur: Er greint, er knurrt, er zieht die Augen zusammen, als wolle er in der Rolle des Kowalski noch einmal alle wortkargen, aber umso gewaltbereiteren Revolverhelden seiner Schauspielerlaufbahn vereinen. Von Harry Callahan aus der "Dirty Harry"-Saga über Bill Munny aus "The Unforgiven" bis hin zu den vielen Namenlosen der frühen Italo-Western zieht er alle Register. Und nicht zu vergessen ist natürlich sein Boxtrainer Frankie Dunn im oscargekrönten "Million Dollar Baby", der mit "Tough ain't enough" einen Wahlspruch ausgegeben hat, den auch Kowalski an der Tür seines sorgsam gehüteten Waffenschranks hängen haben könnte. ( ) Es ist, als demontierte Eastwood mit dem passiven Widerstand, den er seinen Protagonisten leisten lässt, sämtliche aktionsbereiten Helden, die er ehedem verkörpert hat. So könnte die Rächer-Elegie "Gran Torino", die in den USA besser gelaufen ist als jeder Eastwood-Film zuvor, tatsächlich der letzte Auftritt des 78-Jährigen als Schauspieler sein, wie immer wieder gemunkelt wird." Der Streifen wurde vom "American Film Institute" als einer der zehn besten Filme des Jahres 2008 ausgezeichnet, Eastwoods schauspielerische Leistung wurde ebenso gewürdigt, er gewann den Preis als "Bester männlicher Schauspieler" des " National Board of Review". In Deutschland kam der Film am 5. März 2009 in die Kinos (siehe auch www.ard.de). Eastwoods Steifen "Invictus"2) (2009, Invictus Unbezwungen) kam am 18. Februar 2010 in die deutschen Kinos. Das Drehbuch von Anthony Peckham basiert auf dem Buch "Der Sieg des Nelson Mandela: Wie aus Feinden Freunde wurden" von John Carlin und und thematisiert die Ereignisse vor und während der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1995. In der Rolle des Widerstandskämpfers und späterem Präsidenten Südafrikas Nelson Mandela2) sieht man Morgan Freeman, der Mannschaftskapitän Francois Pienaar2) wird von Matt Damon dargestellt. Clint Eastwood, Morgan Freeman und Matt Damon erhielten je eine Nominierung für den "Golden Globe 2010". Freeman und Damon wurden weiterhin für einen "Oscar" nominiert, mussten jedoch Jeff Bridges (Bester Hauptdarsteller in "Crazy Heart") bzw. Christoph Waltz (Bester Nebendarsteller in "Inglourious Basterds") den Vortritt lassen. Auch im hohen Alter scheint Eastwood rastlos, sein neuer Mystery-Thriller "Hereafter"2) (Hereafter Das Leben danach) ist abgedreht, erneut spielt Matt Damon unter Eastwoods Regie eine Hauptrolle. Das im "Übersinnlichen angesiedelte Drama" feierte am 12. September 2010 auf dem internationalen Filmfestival TIFF in Toronto seine Premiere und kam am 27. Januar 2011 in Deutschland in die Kinos. Ein weiteres Projekt ist das Biopic "Hoover", in dem er sich mit dem FBI-Boss J. Edgar Hoover2) (1895 1972) beschäftigen möchte. Presseberichten zufolge ist Leonardo DiCaprio für die Titelrolle im Gespräch. Keiner ist so schön wortkarg, verkniffen und erbarmungslos "cool" wie Eastwood. Er zählt zu den wenigen Hollywoodstars, deren Namen auf dem Kinoplakat in der Regel genügen, um die Kassen klingeln zu lassen. Der Kinogänger kennt in erster Linie den hager-drahtigen, 1.93 Meter großen Leinwandstar: Faltenzerfurchtes Gesicht, zusammengekniffene Augen, Stoppelbart, angekauter Tabakstengel, Fransenjacke oder grobes Tweedsakko. Sogar Krawatte ist dem Agenten erlaubt, nur ungebügelt muss sie ausschauen, auf keinen Fall glatt. So kennt und liebt ihn sein Publikum aus ungezählten Western und Polizeifilmen. Eastwood hat rohe Western gedreht und geradlinige Actionkomödien, die so amerikanisch sind wie Football und der Mount Rushmore, aber auch feinfühlige Dramen wie "Bird", das Charlie Parker ehrte, oder mit "Weißer Jäger, schwarzes Herz"2) (1990, White Hunter Black Heart) eine Hommage an John Huston. Alles Männerfilme, die von einer Melancholie durchdrungen sind, die tief in die amerikanische Seele führt. Seit er mit "Erbarmungslos" sein Image als Revolverheld erledigt und in "Die Brücken am Fluss" gar Tränen angedeutet hat, dreht er befreit solide Genrefilme, in denen er mit einem Augenzwinkern das Altern verhandelt. So ist Eastwood fast unmerklich zu einem der großen amerikanischen Regisseure gewachsen und dem Verhängnis entgangen, als bloße Legende zu enden. Die Auszeichnungen2), die er im Laufe seiner Karriere erhalten hat, können sich sehen lassen. Auch als Musiker ist Eastwood hervorgetreten: Der begeisterte Jazz-Fan spielte selbst 1992 drei Songs im Film "Die zweite Chance"2) (In the Line of Fire). Außerdem komponierte er zwei Melodien in "A Perfect World" und nahm für seinen Film "Mitternacht im Garten von Gut und Böse" einen Jazz-Klassiker auf.
Eastwood ist der Typ des bescheidenen Multimillionärs, der privat gerne
Golf spielt oder zum Spaß seinen A-Star-Helikopter pilotiert.
Angesichts seiner zahllosen Affären ist es ihm erstaunlich gut gelungen,
sein Privatleben aus den Schlagzeilen herauszuhalten. Als Eastwood zwei Mal
zum Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Carmel gewählt wurde, 1986 und 1988,
sahen viele in ihm schon einen Nachfolger von Ronald Reagan. Doch der zurückgezogene
Star wollte sich nicht den
Unbilden der hohen Politik aussetzen. Lieber genießt er sein Leben auf seiner Ranch in
Monterey. Seit 1996 ist er mit Dina Ruiz verheiratet, aus der Ehe stammt die gemeinsame Tochter
Morgan (geb. 1996). Seine 1953 geschlossene Ehe mit Maggie Johnson war 1978 offiziell
getrennt worden. Aus dieser Verbindung ist Eastwood Vater von zwei weiteren
Kindern, Sohn Kyle Eastwood2) erblickte 1968 das Licht der Welt und hat sich
inzwischen erfolgreich als Musiker hervorgetan, Tochter Alison Eastwood2) wurde
1972 geboren und ist ebenfalls Filmschauspielerin, arbeitet darüber
hinaus als Regisseurin und Fotomodell. |
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Link: 1) prisma-online.de, 2) Wikipedia 3) Quelle: Wikipedia |
Stand: Februar 2011 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Lizenz Foto Clint Eastwood (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de; weitere Informationen (in englischer Sprache) findet man bei www.clinteastwood.net sowie bei Wikipedia, www.whoswho.de und www.stadtreporter.net |
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