Die Familienserie "Family affair", die man heute als "Sitcom"
bezeichnen würde, lief im amerikanischen Sender CBS erstmals 1966 und wurde
fünf Jahre und 138 Folgen lang bis zum Sommer 1971 äußerst erfolgreich
ausgestrahlt. Das deutsche Fernsehen begann die Serie unter dem Titel
"Lieber Onkel Bill" am 8. April 1968 und zeigte bis Februar 1972
insgesamt 72 Episoden zu je 25 Minuten. Ab Ende 1987 wurden bis zum
Frühjahr 1992 bei RTL mehrere Male alte Folgen wiederholt bzw. noch nicht
gesendete Geschichten auf den Bildschirm gebracht.
Die Handlung war eigentlich ziemlich simpel: Bill Davis, dargestellt von
Brian Keith, ist eingefleischter Junggeselle, hat einen hoch dotierten
Job als beratender Ingenieur und lebt in einem luxuriösen Appartement in
der 5th-Avenue in Manhattan. Um den Haushalt und sonstige lästige Dinge des
Alltagslebens kümmert sich sein englischer Butler Mr. Giles French (Sebastian Cabot),
ein Pedant und Ordnungsfanatiker, und so führt Bill ein recht angenehmes,
unabhängiges Leben. Das ändert sich schlagartig, als sein Bruder und seine
Schwägerin bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kommen. Bill steht
nun vor der Situation, seinen kleinen Neffen Jonathan "Jody" (Johnny Whitacker), dessen
Zwillingsschwester Buffy (Anissa Jones) und den 15-jährigen Teenager Cissy (Kathy Garver)
bei sich aufnehmen zu müssen. Das Trio sorgt im Verlaufe der Geschichten
für manche Turbulenzen und Onkel Bill wäre vermutlich hoffnungslos
überfordert, wäre da nicht Mr. French. Bills Leben ändert sich durch den
Familienzuwachs total, besonders die sechsjährigen Zwillinge Jody und Buffy
sorgen für ziemlich viel Wirbel, inklusive "Mrs. Beasley", Buffys
Puppe und "Vertraute", die von dem kleinen Mädchen überall mit
herumgeschleppt wird. Doch Onkel Bill liebt die Kinder,
mit der Zeit hat er sich nach anfänglichen Problemen an die Großfamilie
gewöhnt, auch Mr. French hängt abgöttisch an Bills Verwandten, selbst
wenn die neue Aufgabe anfangs etwas an seinen Nerven zerrt. Er übernimmt
die Mutterrolle für die drei Waisen, da Bill weiter seinem Beruf nachgeht
und oft auf Reisen gehen muss, ist für die großen und kleinen Sorgen
zuständig und meistert diese, oft mit sehr viel Humor, bravourös. Er ist
ein englischer Butler wie aus dem Bilderbuch und hat Beziehungen zur
königlichen Familie; als er einmal mehrere Wochen zum "Special
Service" für die Queen nach London abgeordert wird (in Wirklichkeit
war Schauspieler Sebastian Cabot erkrankt), kümmert sich sein Bruder
Niles (John Williams) um die Kinder. Zum Schluss der Serie verlässt Mr. French
die Familie, seine Aufgaben werden nun von der Haushälterin Emily Turner (Nancy Walker) übernommen.
Die einzelnen Geschichten waren nett und unterhaltsam, jedoch ohne
besonderen Tiefgang. Mal hängt der Haussegen schief, weil Buffy ihre
geliebte "Mrs. Beasley" nicht finden kann, mal hat Cissy
Liebeskummer oder die Erwachsenen sind schlichtweg mit der Erziehung
überfordert. Bill und Mr. French machen schon mal Fehler und verlieren die
Nerven, vor allem der Butler kommt mit der neuen Unordnung im Haushalt nicht
klar. Als Anissa Jones und Johnny Whittaker, die mit der Serie zu
Kinderstars wurden, aus Altergründen nicht mehr die niedlichen Zwillinge
spielen konnten, wurde die Reihe, sehr zum Leidwesen der großen und kleinen
Zuschauer, eingestellt.
Übrigens wurde die Puppe "Mrs. Beasley", die von der Firma
Mattel hergestellt worden war, zum Verkaufsschlager in den
Spielzeuggeschäften, alle kleinen Mädchen wollten wie Buffy diese
Seelentrösterin besitzen.
Siehe auch Wikipedia,
tvder60er.de,
fernsehserien.de
Weitere Links bei wunschliste.de
Die Hauptdarsteller/-innen:
(Weitere Mitwirkende bei der "Inrernet
Movie Database";
fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
|
| Brian Keith |
spielte den Junggesellen Onkel Bill.
Geboren am 14. November 1921 als Robert Alba Keith in
Bayonne
(US-Bundesstaat New
Jersey),
gestorben am 24. Juni 1997 im Alter von 75 Jahren im kalifornischen
Malibu
(US-Bundesstaat Kalifornien)
durch Suicid.
Der Sohn des Schauspielerehepaares Robert Keith (1898 1966)
und Helen Shipman (1901 1984) trat schon früh in einigen
Stummfilmen als Kinderdarsteller in die Fußstapfen seiner Eltern
und gab im Alter von drei Jahren sein Leinwanddebüt in dem Streifen
"Pied Piper Malone" (1924 → Wikipedia (englisch)). Zunächst machte jedoch der 2. Weltkrieg seine Pläne
zunichte, Profi-Schauspieler zu werden, nach der "High School" wurde er
während des 2. Weltkriegs zum "United States Marine Corps" eingezogen,
erhielt als Bordschütze einer "Douglas SBD" bei der "US Navy" für seine Verdienste eine
"Air Medal".
Nach seiner Entlassung startete er 1945 seine
Schauspielkarriere, musste sich jedoch anfangs mit kleinen
Nebenrollen zufriedengeben. Erst in den 1950er Jahren wurde der
athletische, gut aussehende Mann mit größeren Aufgaben
betraut, mimte unter anderem an der Seite von Charlton Heston den Captain North in dem Western
"Arrowhead" (1953, "Die Bestie der Wildnis")
oder neben Ginger Rogers und
Edward G. Robinson den
Polizisten Vince Striker in dem Krimi
"Tight Spot" (1955, "In die Enge getrieben"). Zu
seinen bekanntesten Filmen/Rollen jener Jahre zählte der
Ex-Soldat Brick in dem Film noir "5 Against the House"1) (1955
→ Wikipedia (englisch)),
als Partner von Bette Davis der ehrgeizige Anwalt und angehende Politiker Paul Duncan in
dem Frama "Storm Center" (1956) und der
Gangster John in
"Nightfall"1) (1957, "Wenn die Nacht anbricht" → Wikipedia (englisch)) an der Seite von
Aldo Ray und
Anne Bancroft,
ebenfalls ein Film der "Schwarzen Serie". Es folgten Produktionen wie der Western
"Fort Dobbs" (1959, "Im Höllentempo nach Fort") mit seinem Part des Waffenhändlers Clett
oder das auf dem Roman "The Philadelphian" von Richard P. Powell
basierende, mit Paul Newman gedrehte Melodram "The Young Philadelphians" (1959,
"Der Mann aus Philadelphia"), wo er sich als grobschlächtiger Mike Flanagan
zeigte.
In den 1960er Jahren tauchte Brian Keith in verschiedenen Jugendfilmen
auf, so in "The Parent Trap" (1961,
"Die Vermählung ihrer Eltern geben bekannt"), basierend
auf dem Buch "Das
doppelte Lottchen"1) von Erich Kästner,
als Mitch Evers, Ex-Mann von Maggie McKendrick (Maureen O’Hara)
und Eltern der Zwillinge Hedy und Susi (Hayley Mills). In dem
Indianerabenteuer "Savage Sam"2) (1963," Im Tal der
Apachen"),
der von den Walt Disney-Studios produzierten Geschichte über drei
Farmerskinder,
die 1870 von Apachen entführt werden, mimte er den Onkel der Kinder
und in dem Disney-Abenteuer "A Tiger Walks" (1964,
"Der Tiger ist los") kam er als Sheriff Pete Williams
daher, der zusammen mit seiner Tochter Julie (Pamela Franklin) einen
aus dem Zirkus entlaufenen Tiger vor dem sicheren Tod rettet → Wikipedia (englisch). In
der Komödie "Those Calloways"3) (1965, "Diese Calloways"), einem
Disney-Film, der sich mit den Problemen des Naturschutzes auseinander
setzte, spielte er die Hauptrolle des Holzfällers Cam Calloway,
der gemeinsam mit seiner Familie ein Vogelschutzgebiet für Wildgänse
errichten möchte ( → Wikipedia (englisch)), im selben Jahr erlebte man ihn an der Seite von
Burt Lancaster
und Lee Remick unter der Regie von
John Sturges in der
brillanten Westernparodie "The Hallelujah Trail"
(1965, "Vierzig Wagen westwärts"). Mit James Stewart und
Maureen O'Hara
präsentierte er sich in dem Western "The Rare Breed" (1966, "Rancho
River") als der reiche texanische Rancher Alexander Bowen, in der
Kriegs-Satire "The Russians Are
Coming, the Russians Are Coming"
(1966, "Die Russen kommen! Die Russen kommen!") als der Polizeichef Link Mattocks,
der in einem kleinen Dorf auf einer Insel vor der Ostküste Amerikas
gemeinsam mit einigen Freiwilligen gegen die vermeintliche
Russen-Invasion zu Felde zieht.
Die prägnante Rolle des "Onkel Bill", die Brian Keith ab 1966 bis 1971
in der populären TV-Serie "Family affair" spielte, war in den nachfolgenden
Jahren nur eine von vielen
weiteren, beispielsweise erlebte man ihn
zusammen mit Elizabeth Taylor und
Marlon Brando in
dem von John Huston gedrehten Ehedrama "Reflections in a Golden Eye" (1967, "Spiegelbild im goldenen
Auge") als Lieutenant Colonel Morris Langdon,
mit Beau Bridges und
Melina Mercouri stand er für die Komödie "Gaily, Gaily"1)
(1969, "Heißes Pflaster Chicago" → Wikipedia (englisch)) vor der
Kamera und mimte den trinkfesten Reporter Sullivan, in dem humorvollen
Western "Scandalous John"3)
(1971, "Cowboy John Der letzte Held im Wilden
Westen") des betagten John McCanless, dessen
heruntergewirtschafteten Ranch in New Mexico einem Dammprojekt Platz
machen soll → Wikipedia (englisch).
In dem Thriller "The Yakuza" (1974,
"Yakuza") trat er
als George Tanner, Freund des Privatdetektivs Harry Kilmer (Robert Mitchum),
in Aktion, in dem romantischen Abenteuerstreifen "The Wind and the Lion"
(1975, "Der Wind und der Löwe") verkörperte er neben Sean Connery und
Candice Bergen
den US-Präsidenten Theodore Roosevelt.
In der von Peter Bogdanovich mit
Ryan O’Neal,
Burt Reynolds und
Tatum O’Neal gedrehten,
amüsanten Geschichte "Nickelodeon" (1976) sah man ihn als Produzent H. H. Cobs,
einmal mehr zusammen mit Sean Connery sowie Natalie Wood und
Karl Malden in dem
Science-Fiction-Streifen "Meteor" (1979) als russischen
Wissenschaftler Dr. Alexei Dubov, als Veteran
"Papa", einer der neuen Partner des Drogenfahnders Tom Sharky (Burt Reynolds), in
dem Action-Krimi "Sharky's Machine" (1981, "Sharky und
seine Profis"); danach wurden seine Leinwandauftritte seltener.
.
Brian Keith blieb jedoch,wie schon zuvor, ein vielbeschäftigter Darsteller
beim Fernsehen, trat in zahlreichen TV-Spielen und Serien auf. Er
zeigte sich beispielsweise als Arnold Curtis, Vater von John (Lance Kerwin
(jung)/ Michael Landon (erwachsen))
in in dem Drama "The Loneliest Runner" (1976,
"Der Sieg seines Lebens"), in dem
nach der Romanvorlage von James Michener entstandenen,
mehrteiligen Historienepos "Centennial" (1978/79,
"Colorado Saga") gehörte er als Sheriff Axel Dumire zur Besetzung,
in der Actionserie "Hardcastle & McCormick"
(19831986) kam er als der gestrenge, pensionierte Richter Milton C. "Hardcase" Hardcastle daher, der
bei der Aufklärung seiner nicht abgeschlossenen Fälle von dem
ehemaligen Rennfahrer/Kleinkriminellen Mark "Skid" McCormick
(Daniel Hugh Kelly) unterstützt
wird → fernsehserien.de.
Nennenswert ist auch seine Rolle des Kriegshelden Colonel Davy Crockett in dem
Western "The Alamo: Thirteen Days to Glory" (1987,
"Alamo 13 Tage bis zum Sieg") über
die Schlacht von Alamo
Ende Februar/Anfang März 1836, In seinen letzten Lebensjahren wurde Keith gerne als "mürrischer Alter"
besetzt, einen seiner letzten Fernsehauftritte hatte er 1997 als
US-Präsident William McKinley in dem
Historien-Zweiteiler "Rough Riders"4)
(1997, "Das furchtlose Regiment") über die "Rough Riders", das 1. US-Freiwilligen-Kavallerieregiment
während des Spanisch-Amerikanischen Krieges im April 1898,
das unter dem Befehl des späteren US-Präsidenten Theodore Roosevelt,
dargestellt von Tom Berenger, stand → Wikipedia (englisch).
Eine letzte Arbeit vor der Kamera war der Part des Roddy Thompson,
Vater des Millionärs Scott (Jack Scalia), in
der von Lorenzo Doumani 1997 gedrehten, heiteren Romanze "Follow Your Heart"4) ("Liebe und andere Missverständnisse"), die erst nach seinem
Tod veröffentlicht wurde → IMDb,
tvspielfilm.de.
Im selben Jahr nahm Brian Keith sich am 24. Juni 1997 im Alter von
75 Jahren im kalifornischen Malibu
mit einem Gewehr das Leben, nachdem er von seinen
unheilbaren Lungenkrebserkrankung erfahren hatte und wegen eines Lungenemphysems
unter großen Atemproblemen litt. Die letzte Ruhe fand der
Schauspieler auf dem "Westwood Village Memorial Park Cemetery" in
Los Angeles
→ Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Brian Keith war seit Anfang Januar 1948 bis zu seiner Scheidung
Mitte 1954 in erster
Ehe mit seiner Kollegin Frances Helm (1926 2006 → Wikipedia (englisch)) verheiratet,
wenig später ehelichte er
die Schauspielerin Judy Landon (1932 2021
→ Wikipedia (englisch)),
Aus der Verbindung
gingen Tochter, Mimi sowie Sohn Michael hervor, der als 8-Jähriger
1963 an den Folgen einer Lungenentzündung verstarb, drei weitere
Kinder (Barbra, Betty und Rory) wurden von dem Paar adoptiert. Doch
auch diese Beziehung endete 1969 vor dem Scheidungsrichter, kurz darauf ging der Schauspieler 1970 die Ehe mit
Schauspielerkollegin Victoria Young (* 1945)
ein, die bis zu seinem Tod an
seiner Seite war. Aus dieser dritten Ehe stammen weitere zwei Kinder,
die 1969 geborene Tochter Daisy erschoss sich im Mai 1997 wenige
Wochen vor dem Suizid ihres Vaters.
Am 26. Juni 2008 widmete man Brian Keith posthum einen "Stern" auf dem
"Hollywood Walk of
Fame" (Adr.: 7021 Hollywood Blvd.) in der
Kategorie "Fernsehen"
("Television). Drei Mal (1967, 1968, 1969) war er seine Rolle in
"Lieber Onkel Bill" für einen "Primetime Emmy Award"
in der Kategorie "Best Actor in a Comedy Series" nominiert,
unterlag jedoch stets seinen Konkurrenten.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch),
Fotos bei Wikimedia
Commons
Weitere
Filme*) mit Brian Keith;
siehe auch (Auswahl) bei filmdienst.de,
Wikipedia
1) der-film-noir.de, 2) wunschliste.de, 3)
filmdienst.de, 4) fernsehserien.de
|
| Sebastian Cabot |
spielte den Butler Mr. Giles French.
Geboren am 6. Juli 1918 als Charles Sebastian Thomas Cabot in London
(UK),
gestorben am 22. August 1977 im Alter von nur 59 Jahren in Deep Cove
im kanadischen Bezirk North Saanich
(Provinz British
Columbia).
Bevor Cabot zu einem anerkannten Darsteller bei Theater, Film und
Fernsehen reüssierte, arbeitete er nach der Schule, die er mit 14 Jahren abbrach, unter anderem als Koch,
war drei Jahre als Ringer aktiv, bevor er den Sport wegen einer Verletzung aufgeben
musste. Zudem verdiente er sich seinen Lebensunterhalt zeitweise als Chauffeur des britischen Schauspielers Frank Pettingell
(1891 1966,
→ Wikipedia (englisch)).
Mitte der der 1930er Jahre startete er dann, ohne jegliche
entsprechende Ausbildung, seine eigene Karriere als
Darsteller im Film.
Einen ersten, wenn auch Rollen-mäßig unerwähnten Auftritt hatte Cabot in
der von (Regie) und mit Tom Walls gedrehten Komödie "Foreign Affaires"
(1935, → IMDb),
auch in dem von Alfred Hitchcock gedrehten, auf zwei Kurzgeschichten von
William Somerset Maugham
basierenden Spionage-Thriller "Secret Agent"
(1936, "Geheimagent") stand er noch unter "ferner
liefen" auf der Besetznngsliste. In den nachfolgenden Jahren
wirkte er in mehreren britischen Kinoproduktionen mit, blieb jedoch
weiterhin auf kleinere Rollen reduziert. Während des 2. Weltkrieg trat er zur Unterhaltung
alliierter Soldaten auf, nach dem Krieg wechselte Cabot ins Theaterfach und
gab unter
anderem seit Ende Mai 1947 am New Yorker "Broadway" in der
Restaurationskomödie "Love for Love" des
britischen Dramatikers William Congreve (1670 1729)
an der Seite von John Gielgud (auch Regie) in der Rolle des verschwenderischen Lebemanns Valentine
den Anwalt Buckram
→ Wikipedia (englisch). Sein Bühnenengagement war jedoch nur
von kurzer Dauer und schon bald verlegte er sich erneut auf die Arbeit
vor der Kamera, blieb jedoch zunächst erneut auf Nebenrollen
beschränkt wie als Präfekt von Amiens in in dem britischen Krimi
"The Spider and the Fly" (1949, "Der Meisterdieb von
Paris"), als Bruder Tuck in dem von Richard Thorpe nach dem Roman
"Ivanhoe" von Sir Walter Scott mit
Robert Taylor,
Elizabeth Taylor und
Joan Fontaine gedrehten
US-amerikanisch-britischen Abenteuer "Ivanhoe"
(1952, "Ivanhoe Der schwarze
Ritter") oder als Ali in der Komödie "The Captain’s Paradise" (1953,
"Der Schlüssel zum Paradies") mit Alec Guinness.
. Erst in der italienisch-britischen Co-Produktion bzw.
der von Renato Castellani nach der
gleichnamigen Tragödie von
William Shakespeare
in Szene gesetzten Adaption "Romeo and Juliet"1) (1954, "Romeo
und Julia") fand er an der Seite der Protagonisten Laurence Harvey (Romeo) und
Susan Shentall (Julia)
mit der Figur des Lord Capulet, Vater von Julia, größere
Beachtung → Wikipedia (englisch).
Langsam etablierte sich Cabot in der Filmszene, um seine Karriere in Schwung zu bringen, zog
er 1954 r
nach Hollywood
und avancierte bald zu einem
vielbeschäftigten Darsteller. Unter der Regie von William Beaudine zeigte er sich in dem von
den Walt Disney-Studios
produzierten Western "Westward Ho the Wagons!" (1956, "Zug der Furchtlosen")
als Bissonette, Kommandant des Forts Laramie,
in dem Disney-Abenteuer
"Johnny Tremain" (1957,
→ Wikipedia (englisch)) nach dem gleichnamigen Jugendbuchklassiker
(dt. "Johnny reitet") von Esther Forbes
neben Titelheld Hal Stalmaster (→ Wikipedia (englisch))
als der wohlhabende Jonathan Lyte oder in dem Western "Dragoon Wells Massacre" (1957,
"Massaker") als indianischer Händler Jonah McAdam. In dem von George Pal
(Regie) realisierten Science-Fiction-Film "The Time Machine" (1960,
"Die Zeitmaschine") nach dem gleichnamigen Roman von
H. G. Wells mit
Rod Taylor als
Wissenschaftler George mimte er den Dr. Philip, tauchte neben Vincent Price
in dem frei nach Kurzgeschichten von Nathaniel Hawthorne entstandenen
Horrorstreifen "Twice-Told Tales"1) (1963,
"Das Gift des Bösen") in
der Episode "Dr. Heidegger's Experiment" als Dr. Carl Heidegger
auf → Wikipedia (englisch),
In dem Lustspiel "The Family Jewels" (1965, "Das
Familienjuwel") präsentierte er sich zusammen mit Jerry Lewis
(in sieben Rollen) als Dr. Matson, Gehilfe von Privatdetektiv Skylock Peyton
(Lewis), dem Onkel Nummer fünf des kleinen Waisenmädchens
Donna Peyton (Donna Butterworth), das von dem
tollpatschigen, aber gutherzigen Chauffeur Willard
(Lewis) zu ihren Onkeln begleitet wird → wunschliste.de.
Parallel zu seiner Filmkarriere arbeitete Cabot seit Mitte
der 1950er Jahre für das Fernsehen, so sah man ihn unter andrem in
der Serie "The Three
Musketeers" (1955/56, "Die Abenteuer der drei Musketiere")
nach dem Roman "Les trois mousquetaires"
von Alexandre Dumas d. Ä. neben Jeffrey Stone
(→ Wikipedia (englisch);
d'Artagnan), Paul Campbell
(19231999; (Aramis) und
George Gonneau (19251997; Athos) als
Musketier Porthos → IMDb. In
den legendären Geschichten "The Adventures of Hiram Holliday"
("Die seltsamen Abenteuer des Hiram Holliday") zeigte
er sich 1956/57 in drei Episoden (05. The Sea Cucumber/15. Moroccan Hawk Moth/18. Ersatz Joel)
neben Titelheld Wally Cox als Monsieur Cerveaux,
in der von Eric Ambler kreierten Serie "Checkmate" (19601962) trat er 70 Folgen lang als
der Kriminologe Doktor Carl Hyatt in Aktion,
der gemeinsam mit Don Corey (Anthony George → Wikipedia (englisch)) und Jed Silk
(Doug McClure)
die Detektivagentur "Checkmate" leitet → Wikipedia (englisch).
Eine weitere durchgehende Rolle war der Commissioner Andrew Crippen in der Abenteuer-Serie
"The Beachcomber" (1962; 39 Episoden) → Wikipedia (englisch). Doch so richtig populär wurde Cabot erst mit
der Figur des
pingeligen Butlers Mr. French in der Serie "Family affair".
Danach fungierte er vierzehn Folgen als Moderator Winston Essex in der Gruselserie "Ghost Story" (1972/73,
"Teufelskreis der Angst") und
führte in die im New Yorker Hotel "Essex House" spielenden
Geschichten um
Geister, Vampire, Hexen und anderen übernatürlichen
Begebenheiten ein. Einen seiner letzten TV-Auftritte hatte er in dem
Weihnachtsfilm "Miracle on 34th Street" (1973)
als der alte Kris Kringle, der als Weihnachtsmann in einem
Kaufhaus mitten in Manhattan
engagiert wird → Wikipedia (englisch)
sowie den Kinofilm 1947
und den Kinofilm 1994.
Zudem betätigte sich Cabot als Synchronsprecher, lieh seine Stimme verschiedenen
Figuren in
"Walt-Disney"-Zeichentrickfilmen. Am bekanntesten sind der Panther
Baghira in "The Jungle Book" (1967,
"Das Dchungelbuch") sowie der Erzählers in den Geschichten um den Bären "Winnie Puuh";
in den deutschen Fassungen übernahm hier jeweils Joachim Cadenbach
diese
Parts → Wikipedia.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Brite im kanadischen Sydney. 1974 erlitt
er einen ersten Schlaganfall,
der seine Karriere als Schauspieler abrupt beendete. Nach einem
weiteren Schlaganfall starb Sebastian Cabot
im Alter von nur 59 Jahren in Deep Cove
im kanadischen Bezirk North Saanich.
Sein Grab befindet sich im Urnengarten des
"Westwood Village Memorial Park Cemetery" in
Los Angeles
→ findagrave.com; im selben Bereich wurde auch Brian Keith, der mit Cabot in
"Lieber Onkel Bill" spielte, beigesetzt.
Sebastian Cabot, der auch liebevoll "Sabby"
genannt wurde, war seit 1940 mit Ehefrau Kathleen (1919 1988) verheiratet; aus der
Verbindung gingen die beiden Töchter Annette (* 1941) und
Yvonne sowie der 1943 geborene
Sohn Christopher hervor; Annette und Christopher Cabot ergriffen
ebenfalls den Schauspielerberuf.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)f
Fotos bei Wikimedia
Commons
Weitere
Filme*) mit
Sebastian Cabot;
siehe auch fernsehserien.de
(Auszug)
Link: 1) filmdienst.de, 2) fernsehserien.de
|
| Anissa Jones
|
spielte die kleine Buffy.
Geboren am 11. März 1958 in West Lafayette (Indiana),
gestorben am 28. August 1976 im Alter von 18 Jahren im kalifornischen
Oceanside an einer Überdosis Drogen.
Zum Kinderstar wurde Anissa Jones durch die Rolle der
niedlichen Buffy mit den Korkenzieherlocken in der TV-Serie "Family affair";
sie trat verschiedentlich in Talk-Shows auf und spielte auch in dem
Elvis Presley-Streifen "The Trouble With Girls" (1968) eine
kleine Rolle.
Als die Serie beendet wurde, war sie grade mal dreizehn Jahre alt und
der Liebling der Fernsehzuschauer. Eigentlich hätte sie nun ein ganz
normales Leben führen können, sie ging regelmäßig zur Schule, doch
das zerrüttete Familienleben ließ das heranwachsende Mädchen nicht
zur Ruhe kommen: Ihre Eltern hatten sich Mitte der 1960er Jahre getrennt
und stritten viele Jahre um das Sorgerecht. Anissa hielt dem
Druck nicht mehr stand, sich für ein Elternteil entscheiden zu
müssen, verließ mit sechzehn Jahren die High School und rutschte
allmählich in die Drogenszene ab mit 18 Jahren starb sie an einer
Überdosis. Bis heute ist nicht sicher, ob Anissa Jones unbeabsichtigt an den Drogen verstorben ist oder Suizid begangen hat.
Ihr Leichnam wurde eingeäschert und die Asche am 1. September 1976 in den Pazifik gestreut.1)
Ihr jüngerer Bruder Paul verstarb acht Jahre später (1984) ebenfalls an Überdosis Drogen.
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Anissa Jones
1) Quelle: Wikipedia (abgerufen 03.07.2012)
|
Johnny Whitacker
|
spielte den kleinen Jody.
Geboren am 13. Dezember 1959 im kalifornischen Van Nuys.
Whitaker war das fünfte von acht Kindern von Thelma und John O. Whitaker, Sr. Er begann seine Karriere bereits als Dreijähriger, indem er in mehreren Werbespots mitwirkte.1)
Auch der rothaarige Johnny Whitacker wurde durch die Rolle
des Jody in "Family affair" zum Kinderstar. Nach Ende der
Serie trat er unter anderem noch als "Johnny Stuart"
in der Kindersendung "Sigmund and the Sea Monsters" (1973) auf
und übernahm die Titelrolle in der musikalischen Kinokomödie "Tom Sawyer"2) (1973,
Tom Sawyers Abenteuer),
in dem auch Jodie Foster als Becky Thatcher mitspielte. Bis Ende der 1970er Jahre
übernahm Whitacker noch einige Rollen beim Fernsehen, dann zog er sich vom
Filmgeschäft zurück. Nach dem Abschluss des Studiums der Kommunikationswissenschaften (1986)
an der "Brigham Young University" in Utah arbeitete
er in der
Computerbranche, später leitete er zusammen mit seiner Schwester eine
Agentur für Nachwuchstalente und Kinderdarsteller.
Seit 2001 war Johnny Whitaker auch öfter zu sehen in der Talkshow-Parodie
"Nighty Nite San Francisco". Er spricht mehrere Sprachen fließend, unter anderem auch die Gebärdensprache für Gehörlose.
Eine Ehe mit der Theateragentin Symbria Wright hielt nur von 1984 bis 1988.
Er nahm später auch an einem Drogenentzugsprogramm teil. 1999 outete Whitaker seine Homosexualität bei KWCO.1)
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Johnny Whitacker
1) Quelle: Wikipedia (abgerufen 03.07.2012)
2) Link Wikipedia
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| Kathy Garver
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spielte den Teenager Cissy.
Geboren am 13. Dezember 1945 als Kathleen Marie Allison Garver im
kalifornischen Long Beach.
Zusammen mit ihren zwei Brüdern wuchs sie in ihren Geburtsort auf,
besuchte die dortige High School, die sie 1966 mit Abschluss verließ.
Bereits mit sieben Jahren war sie 1955 mit einer kleinen Kinderrolle
in dem Film "I'll Cry Tomorrow" (Und Morgen werd' ich
weinen), einer Verfilmung der gleichnamigen Autobiographie von Lilian Roth,
an der Seite von Susan Hayward zu sehen gewesen, ein Jahr später
folgte ihr Auftritt als Sklavin Rachel in Cecil B. DeMilles Bibelepos
"The Ten Commandments" (Die Zehn Gebote). So richtig beliebt
wurde Kathy Garver mit der Rolle des Teenagers Cissy in der
TV-Serie "Family affair"; als die Reihe beendet war, ging
sie nach Israel und trat bis 1973 in verschiedenen Fernsehshows auf.
Zurück in den USA trat sie nur noch gelegentlich vor die Kamera, erst
seit Mitte der 1990er Jahre übernimmt sie sporadisch wieder Aufgaben
für Film und Fernsehen.
Kathy Garver ist seit 1981 mit David Travis verheiratet und
Mutter des gemeinsamen Sohnes Reid, der 1991 geboren wurde.
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Kathy Garver
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