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| Glenn Miller (Alton Glen Miller) wurde am 1. März 1904 in Clarinda1), einer Kleinstadt im Südwesten des US-Bundesstaates Iowa1), als Sohn von Lewis Elmer und Mattie Lou Miller geboren; der Vater übte verschiedene Berufe aus und arbeitete unter anderem als Vorarbeiter beim Brückenbau für die Eisenbahn. Mit seinen Eltern und den drei Geschwistern Elmer Deane, John Herbert, and Emma Irene wuchs er zunächst in North Platte1) (Nebraska1)) und ab 1915 in Grant City (Missouri1)) auf, 1918 zog die Familie nach Fort Morgan1) (Colorado1)). Dort besuchte Miller bis 1921 die "Fort Morgan High School" (schon da fügte er seinem Vornamen "Glen" ein zweites "n" hinzu), interessierte sich bereits zu dieser Zeit für Tanzmusik und spielte Posaune in einer Schülerband. "Darüber hinaus trat er im Herbst 1919 der Schul-Footballmannschaft "Maroon" bei, die 1920 die "Northern Colorado Football Conference" im American Football1) gewann." vermerkt Wikipedia. | ||
Mit seinem unverwechselbaren Sound, der von vier Saxophonen und einer Klarinette geprägt war, beeinflusste diese Formation maßgeblich den Swing1), förderte dessen Popularisierung und brach alle bis dahin gewesenen Besucherrekorde. Im März 1939 erhielt er ein erstes bedeutendes Engagement bzw. einen Dreimonatsvertrag im berühmten "Glen Island Casino" auf Long Island1) (New York1)) sowie erste Auftritte bei Live-Übertragungen im Radio und mit der legendären Eigenkomposition "Moonlight Serenade"1) gelang ihm der internationale Durchbruch. Die Platte wurde ein Millionen-Seller und erreichte Platz 3 in den "Billboard"1)-Charts. Kurz darauf feierte er mit "In the Mood"1) seinen größten Erfolg. 1939/40 folgten weitere Hits wie "Tuxedo Junction" (→ Wikipedias (englisch)) oder "Pennsylvania 6-5000" → Wikipedias (englisch). Glenn Miller avancierte mit seinen Melodien zu einer nationalen Berühmtheit in den USA und seine Band zählte zu den erfolgreichsten jener Zeit. Die "20th Century Fox"1) produzierte mit ihm in der Rolle des Bandleaders Phil Carey die Komödie "Sun Valley Serenade"1) (1941, "Adoptiertes Glück") mit Sonja Henie1) und Lynn Bari1) sowie John Payne1) als Partner/-innen, in der seine Hits "Moonlight Serenade", "Know Why (And So Do You)", "In the Mood" und auch das berühmte "Chattanooga Choo Choo"1) präsentiert wurden, das sich bereits kurz nach dem Kinostart über eine Million Mal verkaufte und am 10. Februar 1942 die erste "Goldene Schallplatte"1) überhaupt erhielt. Im Folgejahr gelangte der von Archie Mayo1) gedrehte Musikfilm "Orchestra Wives"1) (1942) mit George Montgomery1) und Ann Rutherford1) in die Lichspielhäuser, in der er als Bandleader Gene Morrison bzw. mit seinem Orchester auftrat und unter anderem Titel wie "(I've Got a Gal in) Kalamazoo"1) und "Boom Shot" (→ Wikipedia (englisch)) zu hören waren → Wikipedia (englisch). Im Herbst des selben Jahres löste Glenn Miller sein Orchester auf, da er sich freiwillig zum Dienst bei der "US Air Force" gemeldet hatte, und leitete nun dort das deutlich jazz-orientiertere "Army Air Force Orchestra". Nach mehr als einem Jahr Truppenbetreuung in den USA fuhr er mit der Band im Juni 1944 nach Europa und war unter anderem in Großbritannien in zahlreichen Radiosendungen zu hören. Am 15. Dezember 1944 verließ Glenn Miller gemeinsam mit Lt. Col. Norman F. Russel und dem Piloten John R. S. Morgan an Bord einer kleinen Maschine die "Royal-Air-Force"-Basis nahe London, um nach Paris zu fliegen, wo er die Vorbereitungen für ein Engagement im "Olympia" treffen wollte. Nach dem Start verschwand das Flugzeug und wurde nie mehr gesehen, die Männer als vermisst gemeldet. Die Suche nach dem Flugzeug blieb erfolglos, offizielle Army-Quellen gaben Eisbildungen auf den Tragflächen als Grund für einen wahrscheinlichen Absturz in den Ärmelkanal an und seither ranken sich unzählige Gerüchte um das Verschwinden Glenn Millers. Erst in jüngerer Zeit gab der britische Fernsehsender "Channel 4" mit einer Dokumentation den Versuch einer Erklärung. Der Sender stützte sich im Wesentlichen auf die Aussagen des inzwischen verstorbenen Briten Fred Shaw. Dieser nahm vor einigen Jahren kurz vor seinem Tod ein Amateurvideo auf, in dem er berichtete, an jenem 15. Dezember 1944 sei Glenn Miller im Bombenhagel britischer Kriegsflugzeuge gestorben. Ähnlich wie bei anderen früh verstorbenen Musikstars wie Elvis Presley existieren auch bei Miller Gerüchte um dessen Tod. So soll die "Royal Air Force" ein Fehlverhalten der Bomberformation vertuscht haben. Der Abwurf erfolgte bei offenbar dichtem Nebel, in den Dienstvorschriften war allerdings für einen derartigen Abwurf, solange keine technische Notlage vorlag, eine gute Bodensicht vorgeschrieben. Diese Vertuschung erfolgte aus der Absicht heraus, das Bündnis mit den USA nicht aufgrund eines vermeidbaren Fehlverhaltens, das den Tod eines US-amerikanischen Stars zur Folge hatte, zu belasten.2) → weitere Theorien bei Wikipedia. Die sterblichen Übereste Millers wurde nie gefunden, es existieren in den vereinigten Staaten jedoch zahlreiche Zenotaphe1), unter anderem auf dem Friedhof in Arlington → Foto bei knerger.de und auf dem "Grove Street Cemetery" in New Haven (Connecticut) → Foto bei Wikimedia Commons. Das Ableben Glenn Millers rief bei allen Musikliebhabern weltweit tiefe Bestürzung hervor und durch die tragischen Umstände seines Todes wuchs die Glenn-Miller-Legende die Faszination seiner Musik blieb und begeisterte weiter die Massen in allen Altersstufen. Immer wieder wurden seine Platten neu aufgelegt werden, seine Filme wurden von den TV-Stationen ausgestrahlt und die Legende wurde zum Mythos. Seine Band war eine der populärsten und bekanntesten der Swing-Ära, seine Musik eine sanfte Mischung aus Swing, Jazz und Improvisation. Der legendäre Bandleader war seit dem 6. Oktober 1928 mit seine Jugendliebe Helen Burger verheiratet und hinterließ zudem die beiden Adoptivkinder Steven und Jonnie. 1953 wurde das Leben von Glenn Miller unter dem Titel "Die Glenn-Miller-Story"1) mit James Stewart in der Titeltrolle verfilmt. Schauspieler/-innen wie June Allyson als Ehefrau Helen oder Henry Morgan1) als Pianist Chummy MacGregor sowie authentische Interpretationen sämtlicher Evergreens im unverwechselbaren Glenn-Miller-Sound verhalfen dem Film zu einem riesigen Erfolg und setzten der Swing-Legende ein Denkmal. |
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Siehe auch Wikipedia
(mit Diskografie
/ Repertoire des Orchesters
(Auszug) / Bekannte
Band-Mitglieder), Wikipedia (englisch), www.laut.de, www.whoswho.de sowie den tabellarischen Lebenslauf bei "Stiftung Deutsches Historisches Museum" Fotos bei Wikimedia Commons |
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Fremde Links: 1) Wikipedia Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 06.01.2012/12.02.2026) Genehmigung/Lizenz Foto Glen Miller: Dieses Bild wurde von einem Mitglied der "United States Army" während dessen Ausführung seiner Dienstpflichten erstellt. Als eine Arbeit der US-Regierung ist dieses Bild in public domain. |
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